BUND Hamburg will 5G stoppen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 14.02.2020, 00:43 (vor 110 Tagen)

Auszug aus Marbacher Zeitung vom 12. Februar 2020:

Die Umweltorganisation BUND fordert in Hamburg einen Ausbaustopp für das neueste Mobilfunknetz 5G.

Ohne eine Prüfung der Gesundheits- und Umweltverträglichkeit dürfe die Infrastruktur nicht ausgebaut werden, sagte Landesgeschäftsführer Manfred Braasch in Hamburg.

Zudem werde das Mobilfunknetz zur Zeit ohne die vorgeschriebene Technikfolgenabschätzung ausgebaut. Der BUND habe dem Bürgerbüro von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) seine Forderungen mit 6000 Unterschriften übergeben. [...]

Kommentar: Diese dpa-Meldung erweckt den Eindruck, der BUND wolle 5G stoppen. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn die Forderung nach einem 5G-Stopp stellt nicht der Bundesverband des BUND, sondern (nur) der BUND-Landesverband Hamburg. Anscheinend weiß Herr Braasch nicht, dass er seine 6000 Unterschriften an die falsche Adresse zugestellt hat, denn ein Stopp von 5G fällt nicht in den in den Kompetenzbereich des regierenden Bürgermeisters von Hambug, sondern in den der Bundesregierung. Da anzunehmen ist, dass der Landesgeschäftsführer des BUND dies sehr wohl weiß, ist die Aktion lediglich als Effekthascherei des BUND Hamburg zu werten. Das hat wohl auch die dpa erkannt, sie blähte die belanglose Meldung künstlich so auf, damit wenigstens unaufmerksame Leser hinter der Aktion den BUND-Bundesverband erkennen können. Der Originaltitel der dpa-Meldung lautet: "Umweltorganisation BUND will Mobilfunkstandard 5G stoppen". Nur eine handvoll Medien sind dpa auf den Leim gegangen.

Der BUND hat in Deutschland rd. 441'000 Mitglieder (Stand 2018), Angaben, wie stark der Landesverband Hamburg ist, konnte ich nicht finden.

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Tags:
Baubiologie, BUND, Dilettantismus, Hamburg, Lobbyverein, 5G-Tea-Party, 5G-Moratorium

BUND Hamburg - Baubiologie - Trittbrettfahrer

KlaKla, Freitag, 14.02.2020, 07:51 (vor 110 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Freitag, 14.02.2020, 08:12

Seilschaft verbindet

Landesgeschäftsführer Manfred Braasch ist auch nur ein Trittbrettfahrer. Gescheitert am Hafendialog (Elbvertiefung), sucht er nun ein neues Feld, in dem er sich darstellen kann. Von einem M. Braasch, der das Thema Mobilfunk/Elektrosmog oder 5G begleitet, hat man zuvor nichts vernommen.

Die Rentnerin Ellen Kruse ist verantwortlich für den Arbeitskreis. Sie selbst verfügt jedoch über keine Fachkompetenz. Sie ist der Handlanger von Diagnose-Funk aus Stuttgart.
Diagnose-Funk ist der Lobbyverein des Baubiologen J. Gutbier.

Das Geschäftsmodell der Baubiologen lebt von der Angst vor Elektrosmog. Kein Wunder also dass sie auf keine seriösen Webseite ohne kommerziellem Interesse aber mit wissenschaftlichem Background verlinken.

Unterstützt wird der BUND von Kirchenkreisen (mit kommerziellen Absichten)

Offener Brief "Hamburg – Modellregion für 5GKonsequenzen für Mensch und Umwelt?"

Unterzeichner
Annekatrin Hennenhofer, Projekt Spiritualität des Kirchenkreises Hamburg-Ost
Dr. Sylvia Kolk, Buddhistischen Stadt-Zentrum Hamburg Liebe-Kraft-Weisheit e.V., Projektgruppe "Umdenkprozesse"
Pastorin Irmgard Nauck, Kirche der Stille
Stephan Hachtmann, Spirituelle Angebote im Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein

Vorsicht ist geboten, wenn Laien (wie Kruse) oder Profiteure (wie Gutbier) nicht im Dialog mit anerkannten Wissenschaftlern stehen sondern diese nur entwerten. Nicht zu vernachlässigen sind deren kommerziellen Absichten.

Hintergrund:
Geschäftsmodell - Diagnose-Funk (Baubiologe Jörn Gutbier)
Gutbier, "geschickter" Gesandter m. kommerziellem Interesse
Who is Who der pseudowissenschaftlichen Mobilfunkgegner

So machen Medien mit deiner Angst und deiner Wut Profit

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
BUND, Dilettantismus, Medien, Seilschaft, Trittbrettfahrer, Wellness, Kommerz, Spiritualität, Kruse, Amateu

BUND will 5G stoppen: faktenfreie populistische Diskussion

H. Lamarr @, München, Samstag, 14.03.2020, 17:40 (vor 80 Tagen) @ H. Lamarr

Die Umweltorganisation BUND fordert in Hamburg einen Ausbaustopp für das neueste Mobilfunknetz 5G.

Auszug aus einem Interview des Tagesspiegel mit Markus Haas, Geschäftsführer von Telefónica Deutschland:

Tagesspiegel: In Hamburg hat jüngst der BUND gegen den 5G-Ausbau protestiert. In der Schweiz gibt es viele Bürgerbegehren gegen den Netzausbau – aus Angst vor gesundheitlichen Risiken durch Mobilfunkstrahlung. Wie schätzen Sie diese Bewegung ein?

Haas: Uns beunruhigt diese Diskussion sehr, weil sie faktenfrei ist. Es gibt keinerlei wissenschaftlich fundierte Studien, die auch nur irgendeine Gesundheitsgefährdung sehen. Ich muss mich sehr wundern, wenn seriöse Organisationen auf eine populistische Diskussion aufspringen. Das ist nicht gut für Deutschland oder Europa.

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