REFLEX Adlkofer: Wiener übers Ziel hinausgeschossen (Allgemein)

Alexander Lerchl @, Freitag, 24.01.2020, 23:21 (vor 1043 Tagen)

In einer E-Mail vom 22. Mai 2008 an den damaligen Rektor der Medizinischen Universität Wien erklärte sich Franz Adlkofer, Koordinator der REFLEX-Studien, zur Retraktion der Studie aus 2008 (Schwarz et al.) bereit:

"... mit der Rücknahme der UMTS-Publikation bin ich deshalb einverstanden, weil der Anspruch, dass die Ergebnisse unter Blindbedingungen erhalten wurden, nicht aufrecht erhalten werden kann. Bei zahlreichen Vorträgen habe ich betont, dass die Verblindung bei der Auswertung der Daten die wichtigste Voraussetzung dafür ist, ob die Ergebnisse als glaubwürdig gelten können. Um mir selbst treu zu bleiben, muss ich deshalb anerkennen, dass an der Rücknahme der UMTS-Publikation kein Weg vorbeiführt."

Retrahiert wurde sie bislang nicht, das liegt vor allem daran, dass der Co-Autor Dr. Niels Kuster von der IT'IS Foundation der Retraktion bislang nicht zugestimmt hat, mit hanebüchenen Argumenten (dazu später mehr). Kusters Interessenkonflikte sind dokumentiert.

In dem Schreiben führt Adlkofer weiter aus: "Meine Betroffenheit über die Vorfälle in Wien haben jedoch noch einen anderen Grund. In Kenntnis der internationalen Literatur bin ich nahezu überzeugt, dass die in Wien erhaltenen Forschungsergebnisse in die richtige Richtung weisen, in ihrer Eindeutigkeit jedoch über das Ziel hinausschießen." :yes: :yes: :yes: :yes: :yes:

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Tags:
UMTS-Studie, Adlkofer, Kuster, IT'IS Foundation, Schwarz, Rücknahme, Koordination

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