5G-Modellprojekt: "Grüne" Paranoia ist wieder da (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 13.12.2019, 13:07 (vor 1651 Tagen)

Eine Kleine Anfrage von Bundestagsabgeordneten der "Grünen" zeigt, das irrationale Unbehagen der Umweltschützer gegen Mobilfunk ist latent noch immer vorhanden. Anders ist es mMn nicht zu erklären, dass die schwachsinnige Alarmmeldung aus Kreisen verstörter 5G-Paranoiker, zugunsten einer ungestörten 5G-Funkfeldausbreitung müssten massenhaft Bäume im Umkreis von 5G-Sendeanlagen ihr Leben lassen, es bis in die Kleine Anfrage geschafft hat (Frage 5):

a) Werden für das 5G-Projekt hinsichtlich der Reichweite Eingriffe in die Infrastruktur vor Ort durchgeführt?
b) Gibt es bauliche Hindernisse, die aufgrund geringer Reichweite von 5G entfernt worden sind bzw. entfernt werden müssen?
c) Sind Baumfällarbeiten aufgrund des Projekts vor Ort geplant, bzw. wurden bereits Baumfällarbeiten durchgeführt?

Offensichtlich wurden diese und andere Fragen der "Grünen" von Bürgern an die Abgeordneten heran getragen, und diese sahen sich außerstande die Fragen vorab selbst in qualifizierte und unqualifizierte zu sortieren. Die Antwort der Bundesregierung auf den kühnen Vorstoß der "Grünen" steht derzeit aus, möglicherweise liegt der bedauernswerte Sachbearbeiter, den der Fragenkatalog getroffen hat, noch in tiefer Bewusstlosigkeit.

Die grüne Ratslosigkeit wird freilich von den Bayerischen Regierungsparteien übertroffen. Diese hatten kürzlich mit ihrer Stimmenmehrheit gegen die Opposition durchsetzt, dass der Landtag eine Studie in Auftrag geben wird, um u.a. zu klären, ob Antibiotikagaben durch Verabreichung von Globulis erfolgreich ersetzt werden können. Den Spaß lassen sich CSU und Freie Wähler angeblich Hunderttausende Euro kosten. Der "Spiegel" spottet, der CSU müsse man so etwas nachsehen, immerhin gehöre der Glaube an ein unsichtbares Zauberwesen zu deren Markenkern.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

"Grüne" Landtags-Paranoia in einer Sackgasse

H. Lamarr @, München, Freitag, 10.04.2020, 15:02 (vor 1532 Tagen) @ H. Lamarr

Eine Kleine Anfrage von Bundestagsabgeordneten der "Grünen" zeigt, das irrationale Unbehagen der Umweltschützer gegen Mobilfunk ist latent noch immer vorhanden.

Rückblick: Die 5G-Paranoia von Politikern in Schweizer Kantonen hat bislang nicht auf Deutschland übergegriffen, doch es gibt schwache Anzeichen einer beginnenden Infektion bei den Bayerischen Landtagsgrünen. Deren Abgeordnete Anna Toman und Jürgen Mistol stellten im Juli 2019 der Bayerischen Staatsregierung u.a. folgende Fragen anlässlich des 5G-Modellprojekts der OTH Weiden-Amberg im Landkreis Amberg-Sulzbach. Die teils grotesken Fragestellungen machen Einflüsterungen aus der realitätsfernen und verschwörungsnahen Anti-Mobilfunk-Szene deutlich. Es ist mMn verstörend, dass Politiker der Grünen noch immer offensichtlich abwegige Bedenken der Anti-Mobilfunk-Szene aufgreifen und damit salonfähig machen:

[...]
3.1 Werden für das 5G-Projekt bezüglich der Reichweite Eingriffe in die Infrastruktur vor Ort durchgeführt werden?

3.2 Gibt es bauliche Hindernisse, die wegen der geringeren Reichweite von 5G entfernt worden sind bzw. werden müssen?

3.3 Sind Baumfällarbeiten aufgrund des Projektes vor Ort geplant bzw. wurden schon welche durchgeführt?

4.1 Welche Schutzmaßnahmen werden aufgrund der höheren Strahlung von 5G eingesetzt?

4.2 Liegen Schulen, Kindergärten und Kitas im direkten Strahlungsfeld?

4.3 Liegen Gesundheitseinrichtungen im direkten Strahlungsfeld?
[...]
7.1 Wie groß ist der Energiebedarf bei diesem Modellprojekt?

7.3 Müssen neue Stromleitungen zur Energiespeisung der Masten verlegt werden?

Falsche Adresse: Unglücklicherweise richteten die beiden Abgeordneten obige Fragen an die falsche Adresse. Im November 2019 erklärte sich, wie erst jetzt bekannt wurde, das Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie in der Drucksache 18/3829 im Einvernehmen mit dem Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz für unzuständig mit der Begründung, für die Beantwortung sei die Projektgruppe 5G des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zuständig.

Offensichtlich wurden diese und andere Fragen der "Grünen" von Bürgern an die Abgeordneten heran getragen, und diese sahen sich außerstande die Fragen vorab selbst in qualifizierte und unqualifizierte zu sortieren.

Nein, ganz so war es nicht, die Bundesgrünen wurden vielmehr von den Bayerischen Landtagsgrünen infiziert. Nach der Pleite in Bayern griff im November 2019 die Fraktion der Grünen im Bundestag einige Fragen ihrer bayerischen Kollegen auf (andere Fragen wurden aussortiert) und stellten diese erneut (anders nummeriert), diesmal der Bundesregierung (siehe Startposting).

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– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Drucksache, Landtag, Bundesregierung, realitätsfern

Bundesregierung speist Bundesgrüne kurz angebunden ab

H. Lamarr @, München, Freitag, 10.04.2020, 15:47 (vor 1532 Tagen) @ H. Lamarr

Nach der Pleite in Bayern griff im November 2019 die Fraktion der Grünen im Bundestag die Fragen ihrer bayerischen Kollegen auf und stellten diese erneut (anders nummeriert), diesmal der Bundesregierung (siehe Startposting).

Am 9. Dezember 2019 beantwortete die Bundesregierung mit Drucksache 19/15721 die Fragen der Bundsgrünen. An der teils nicht mehr zu übertreffenden Kürze der Antworten lässt sich die Begeisterung erkennen, mit der auf der Fachebene die grotesken Fragen aufgenommen worden sind. Folgend die Fragen (Zitatformat rot) und die Antworten (schwarz):

Werden für das 5G-Projekt bezüglich der Reichweite Eingriffe in die Infrastruktur vor Ort durchgeführt werden?

Nein

Gibt es bauliche Hindernisse, die wegen der geringeren Reichweite von 5G entfernt worden sind bzw. werden müssen?

Nein

Sind Baumfällarbeiten aufgrund des Projektes vor Ort geplant bzw. wurden schon welche durchgeführt?

Nein

Welche Schutzmaßnahmen werden aufgrund der höheren Strahlung von 5G eingesetzt?

[Diese Frage der Landtagsgrünen wurde von den Bundsgrünen nicht übernommen; Anm. Postingautor]

Liegen Schulen, Kindergärten und Kitas im direkten Strahlungsfeld?

[Diese Frage der Landtagsgrünen wurde von den Bundsgrünen nicht übernommen; Anm. Postingautor]

Liegen Gesundheitseinrichtungen im direkten Strahlungsfeld?

[Diese Frage der Landtagsgrünen wurde von den Bundsgrünen nicht übernommen; Anm. Postingautor]

Wie groß ist der Energiebedarf bei diesem Modellprojekt?

Müssen neue Stromleitungen zur Energiespeisung der Masten verlegt werden?

Das Projekt 5G4Healthcare in Amberg-Weiden zielt darauf ab, Machbarkeit, Möglichkeiten und Grenzen der Verbesserung der Effektivität und Effizienz in der ländlichen Gesundheitsversorgung durch die 5G-Technologie auszuloten und Handlungsempfehlungen für skalierbare Lösungen abzuleiten.

In der Region liegt der Fokus auf der Errichtung nichtöffentlicher Campus- und Testnetze. Weitere Aussagen sind derzeit noch nicht möglich.

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Tags:
Drucksache, Bundesregierung, Handlungsempfehlung, Baumfällarbeiten

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