SSK: Elektromagnetische Felder im Automobil (Forschung)

Gast, Dienstag, 15.10.2019, 12:05 (vor 345 Tagen)

Elektromagnetische Felder im Automobil durch Funkanwendungen, induktives Laden und elektrisches Fahren

Empfehlung der Strahlenschutzkommission mit wissenschaftlicher Begründung

Verabschiedet in der 300. Sitzung der Strahlenschutzkommission am 27./28. Juni 2019

Seit einiger Zeit rücken technologische Innovationen, die in verschiedenen Bereichen des Automobils nichtionisierende Strahlung nutzen, verstärkt in den Fokus des allgemeinen Interesses. Bei diesen neuen Technologien handelt es sich um funkbasierte Assistenz-, Komfort- und Unterhaltungssysteme, die zu einer Exposition der Insassen und der Umgebung führen.

Zudem ist in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme der Elektromobilität zu beobachten. Hierbei werden fokussiert Elektroantriebe und Akkumulatoren weiterentwickelt, die technisch bedingt während der Fahrt elektrische und magnetische Felder erzeugen. Die Akkumulatoren dieser Elektroautos werden überwiegend kabelgebunden aufgeladen, allerdings entwickeln die Hersteller derzeit verstärkt kabellose Ladesysteme. Letztere übertragen mithilfe von elektrischen und magnetischen Feldern Leistungen im Bereich von mehreren Kilowatt an den Akkumulator. Kabellose Ladestationen stellen somit eine neue Quelle für elektrische und magnetische Felder dar, die insbesondere im Hinblick auf die voraussichtlich flächendeckende Installation in Städten und an öffentlichen Orten an Bedeutung gewinnen werden.

In der vorliegenden Empfehlung richtet die Strahlenschutzkommission Hinweise an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), um u. a. verbindliche Strahlenschutzvorgaben und technische Normen bezüglich Feldimmissionen im Automobil zu entwickeln und zu etablieren.

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