Mysteriöses Bienensterben schockt Imker (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 01.05.2006, 18:47 (vor 6618 Tagen)

Viele Berufsimker kämpfen um ihre Existenz. Grund dafür ist ein mysteriöses Bienensterben in diesem Winter. In einigen Regionen wurden bis zu 80 Prozent der Bienenvölker vernichtet. Nun befürchten die Imker, dass viele Obstbäume nicht mehr bestäubt werden können. Die Hintergründe des Bienensterbens sind nicht genau bekannt, als Ursachen werden die Varroamilbe und der lange harte Winter genannt.

Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/wissenschaft/erde/329733

Kommentar: Eine weitere Ursache könnte die zunehmende Einwirkung elektromagnetischer Felder sein. Im vergangenen Jahr zeigte eine Untersuchung der Uni Landau unter anderem, dass Bienen schon unter schwacher Feldeinwirkung große Probleme haben, zum heimischen Bienenstock zurück zu finden.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Bienensterben, Varroamilbe

wär`ma, könnt`ma, tät`ma, hätt`ma

helmut @, Nürnberg, Montag, 01.05.2006, 19:12 (vor 6618 Tagen) @ H. Lamarr

Kommentar: Eine weitere Ursache könnte die zunehmende Einwirkung elektromagnetischer Felder sein. Im vergangenen Jahr zeigte eine Untersuchung der Uni Landau unter anderem, dass Bienen schon unter schwacher Feldeinwirkung große Probleme haben, zum heimischen Bienenstock zurück zu finden. <<

Der Kommentar ist so überflüssig wie ein Kropf und falsch noch dazu.

Warum liegen dann die toten Bienen, die nicht mehr heimgefunden haben, im Bienenstock?

Google u. ä. hätte geholfen

MfG
Helmut

--
In der Mobilfunk-BI und
"In der Abendsonne kann selbst ein kleiner Zwerg große Schatten werfen" (frei nach Volker Pispers)


Meine Kommentare sind stets als persönliche Meinungsäußerung aufzufassen

Nur keine Panik

H. Lamarr @, München, Montag, 01.05.2006, 19:56 (vor 6618 Tagen) @ helmut

Der Kommentar ist so überflüssig wie ein Kropf und falsch noch dazu.

Was ist denn ein falscher Kommentar?

Warum liegen dann die toten Bienen, die nicht mehr heimgefunden haben, im Bienenstock?

Tote Bienen fliegen neuester Forschung zufolge nirgendwo hin. Und lebendige Bienen bleiben Imkern zufolge den Winter über in ihrem heimelig warmen Stock. Dort sterben sie dann, wenn's a) zu kalt wird, b) Parasiten sie schwächen, c) ....... oder d) wenn sie den ganzen Sommer und Winter über von Funkfeldern plemplem gemacht wurden.

Google u. ä. hätte geholfen

Danke für den Tipp, meine Empfehlung für Sie: Taschenrechner.

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Nur keine Panik

helmut @, Nürnberg, Freitag, 05.05.2006, 18:36 (vor 6614 Tagen) @ H. Lamarr

In den Bienenstöcken liegen massenhaft tote Bienen. Sie behaupten im Kommentar aber, die Bienen hätten Probleme wegen Elektrosmog in den Bienenstock zurückzufinden.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Die haben anscheinend ganz gut zurückgefunden, sonst lägen sie ja nicht dort

MfG
Helmut

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Bienen, Wespen und das EMF-Kataster Saar

H. Lamarr @, München, Freitag, 05.05.2006, 20:12 (vor 6614 Tagen) @ helmut

In den Bienenstöcken liegen massenhaft tote Bienen. Sie behaupten im Kommentar aber, die Bienen hätten Probleme wegen Elektrosmog in den Bienenstock zurückzufinden. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Die haben anscheinend ganz gut zurückgefunden, sonst lägen sie ja nicht dort

Jetzt sind Sie es, Helmut, der Äpfel mit Birnen vergleicht. Die tot in ihren Stöcken liegenden Bienen haben, wie Sie richtig vermuten, natürlich nichts mit den Bienen zu tun, die 2005 beim Versuch der Uni Landau nicht mehr zum Stock zurückgefunden haben. Diesen Zusammenhang habe ich auch nicht behauptet.

Fakt ist jedoch gemäß der Studie, dass die kleinen Brummer unter Einwirkung schwacher Funkfelder (DECT) im Stock schon so irritiert werden, dass sie nach dem Aussetzen oft nicht mehr zum Stock zurückgefunden haben. Wenn ich mich recht erinnere, hat das Funkfeld auch das Wabenbauverhalten verändert.

Diese (und vielleicht noch unentdeckte andere Auswirkungen) von Funkfeldern könnten nun - und dies ist nur eine Hypothese - den Bienenvölkern in Verbindung mit dem harten Winter und dem Parasitenbefall als dritte Störgröße den Rest gegeben haben. Mit einer Auswertung, wo die Völker stark betroffen waren und wo nicht und welche Funkfeldbelastungen dort an Ort und Stelle vorherrschen, ließe sich diese Hypothese zumidest tendenziell festigen oder widerlegen. Möglicherweise wäre für so etwas das EMF-Kataster Saar brauchbar, wenn dort mehr Messstationen ganzjährig messen täten, fünf sind viel zu wenig. Andererseits könnten die mobilen 30-Tage-Messstationen des Katasters auch in unmittelbarer Nähe von funkfeldbelasteten Bienenstöcken aufgestellt werden (wenn die Techniker sich trauen), und dann eine Korrelation zur Sterbequote dieser beobachteten Völker im kommenden Winter herbeigeführt werden.

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Mysteriöses Bienensterben schockt Imker

KlaKla, Dienstag, 02.05.2006, 08:07 (vor 6617 Tagen) @ H. Lamarr

Verwandter Beitrag
Forschung: Finden Bienen trotz Elektrosmog zum Stock zurück?

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Bienensterben, Bienen

Uni Landau hat fertig?

helmut @, Nürnberg, Freitag, 05.05.2006, 18:32 (vor 6614 Tagen) @ H. Lamarr

Kommentar: Eine weitere Ursache könnte die zunehmende Einwirkung elektromagnetischer Felder sein. Im vergangenen Jahr zeigte eine Untersuchung der Uni Landau unter anderem, dass Bienen schon unter schwacher Feldeinwirkung große Probleme haben, zum heimischen Bienenstock zurück zu finden.

Bitte um Quellenangabe des Ergebnisses dieser Untersuchung


MfG
Helmut

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Meine Kommentare sind stets als persönliche Meinungsäußerung aufzufassen

Ja, haben fertig und nix Flasche leer

H. Lamarr @, München, Freitag, 05.05.2006, 19:46 (vor 6614 Tagen) @ helmut

Bitte um Quellenangabe des Ergebnisses dieser Untersuchung

Hier werden Sie geholfen: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&id=5812#p5943

Wir bereiten dazu noch einen kleinen Beitrag vor, in dem auch einige hinterfragte Informationen einfließen. Die Fragen dazu hat Dr. Kuhn (Bienenstudie) schon beantwortet, die Ausarbeitung klemmt derzeit bei uns.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
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haben noch nicht fertig

helmut @, Nürnberg, Samstag, 06.05.2006, 17:52 (vor 6613 Tagen) @ H. Lamarr

Bitte um Quellenangabe des Ergebnisses dieser Untersuchung


Hier werden Sie geholfen:
http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&id=5812#p5943 <<

Hallo Spatenpauli,

"twoday" oder "buergerwelle" sind für mich keine ernstzunehmende Quellenangabe, höchstens Werbelink zu "Mobilfunkkritischen Seiten".

Da ist schon eher der dort "versteckte" Link zur Uni-Landau der Weg zum Original

Die Pilotstudie ist gut und schön, allerdings wie dort steht, hatte man mit mehreren Problemen zu kämpfen.

Für mich ist das erstmal eine "Gruppenarbeit von Studenten" mit einem Hinweis, daß da was sein könnte. Weitere Arbeit ist also gesichert.

Meiner Meinung nach stehen da noch so manche Ungereimtheiten, die nachzuforschen wären.

Auf Seite 13 steht daß die Resonanz des kompletten Bienenkörpers bei 15 GHz liegt. Teile, z. B. im Gehirn hätten Resonanzfrequenzen von bis zu 375 GHz. Und auf Seite 14 oben wird dann ohne plausible Begründung plötzlich 2 GHz genannt.

Der Vergleich der Wackeltanzfrequenz mit der Pulsung vom DECT ist, wie dort beschrieben, ebenfalls nicht plausibel begründet.

Zukünftig sollen die Bienen mit "üblichen" Feldern bestrahlt werden. Das sind, nicht nur für mich, doch vor allem GSM-Basisstationen. Und die haben keine Pulsung von 217 Hz. Warum will man dann mit Handys testen?

Und von wegen "geringe" Felder. Ein DECT in wenigen cm Abstand ist wesentlich "stärker" als eine GSM-Station auf dem Nachbarhaus.

MfG
Helmut

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Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier ...

H. Lamarr @, München, Samstag, 06.05.2006, 22:52 (vor 6613 Tagen) @ helmut

"twoday" oder "buergerwelle" sind für mich keine ernstzunehmende Quellenangabe, höchstens Werbelink zu "Mobilfunkkritischen Seiten".

Die Links waren ja nur als Sprungbrett zum PDF der Studie gedacht.

Da ist schon eher der dort "versteckte" Link zur Uni-Landau der Weg zum Original

Na also, Sie haben das PDF ja doch gefunden.

Für mich ist das erstmal eine "Gruppenarbeit von Studenten" mit einem Hinweis, daß da was sein könnte.

Ja mei, auch der längste Weg fängt mit dem ersten Meter an.

Auf Seite 13 steht daß die Resonanz des kompletten Bienenkörpers bei 15 GHz liegt. Teile, z. B. im Gehirn hätten Resonanzfrequenzen von bis zu 375 GHz. Und auf Seite 14 oben wird dann ohne plausible Begründung plötzlich 2 GHz genannt.

Genau darüber bin ich auch gestolpert und habe deshalb bei den Studienmachern nachgefragt. Leider ist die Antwort in diesem Punkt nicht plausibel ausgefallen. Warten Sie mal den angekündigten Bericht ab, die Antworten von Dr. Kuhn lagern jetzt auch schon seit ein paar Monaten bei uns und ich weiß aus dem Stegreif nimmer, was wir sonst noch alles abgefragt haben.

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Mysteriöses Bienensterben schockt Imker

hertzklopfer, Samstag, 06.05.2006, 17:58 (vor 6613 Tagen) @ H. Lamarr

Bienen vertragen halt auch nicht Generationen lang Pestizide in der Umwelt plus Pestzide in der Haltung.
Degenerationserscheinungen dürften hier eine grosse Rolle spielen.
Diese wirken sich bei neuen Stressanpassungen - neben anderem womöglich Mobilfunk von Basisstaionen - um so deutlicher aus.

Bienen AG auf verkaufen setzen

H. Lamarr @, München, Samstag, 06.05.2006, 22:58 (vor 6613 Tagen) @ hertzklopfer

Bienen vertragen halt auch nicht Generationen lang Pestizide in der Umwelt plus Pestzide in der Haltung. Degenerationserscheinungen dürften hier eine grosse Rolle spielen. Diese wirken sich bei neuen Stressanpassungen - neben anderem womöglich Mobilfunk von Basisstaionen - um so deutlicher aus.

Was denkt sich der Broker da? Wenn die Bienen - weil viele tot - in diesem Frühjahr die Obstbäume nicht mehr ausreichend bestäuben, dann wird im Herbst das heimische Obst (samt Obstler) teuer.

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Bienenstudie

Kuddel, Freitag, 05.01.2007, 16:52 (vor 6369 Tagen) @ H. Lamarr

Untersuchung der Uni Landau unter anderem, dass Bienen schon unter schwacher Feldeinwirkung große Probleme haben, zum heimischen Bienenstock zurück zu finden.

Entschuldigung, dass ich diesen Beitrag wieder hervorkrame. Ich war auf der Suche nach Studien zu gesundheitlichen Auswirkungen von Schnurlostelefonen. Die meisten Studien betrachten ja nur Mobilfunk, der aber einige andere physikalische Parameter aufweist.
Beim google'n bezüglich Studien im Zusammenhang mit Schnurlostelefonen bin ich über diesen Thread zur Bienen-Pilotstudie der Universität Landau gestolpert.

Was mich beim Durchlesen der Versuchsbeschreibung doch sehr verwundert, ist dass man die DECT-Basis in den Bienenkasten gestellt hat. Damit wurde das Ergebnis der Studie meines Erachtens stark entwertet.

Offensichtlich hat niemand daran gedacht, dass eine Schnurlosbasisstation nicht nur Funkwellen-, sondern auch andere Emmissionen aufweist:

=> Ausdünstungen von Weichmacher aus Kunststoffen
=> Wärme (Bienen reagieren sehr empfindlich auf zu hohe Wärme)
=> (Ultra-)schall

Ich hoffe, dass die Folgestudie sorgfältiger durchgeführt wird/wurde.

K

Stellungnahme Dr. Kuhn

H. Lamarr @, München, Sonntag, 07.01.2007, 00:49 (vor 6368 Tagen) @ Kuddel

Entschuldigung, dass ich diesen Beitrag wieder hervorkrame ...

Ach du meine Güte! Da habe ich noch eine Stellungnahme von Dr. Kuhn vorliegen, die ich vergessen habe auf die Website zu stellen. Erste Aussetzer wegen zuviel Strahlung? Na egal, danke für den Rückblick, ich werde versuchen, die Stellungnahme zu bringen bevor ich von der Folgestudie überholt werde ;-)

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Stellungnahme Dr. Kuhn

Kuddel, Freitag, 12.01.2007, 00:38 (vor 6363 Tagen) @ H. Lamarr

Aussetzer wegen zuviel Strahlung? Na egal, danke für den Rückblick, ich
werde versuchen, die Stellungnahme zu bringen bevor ich von der
Folgestudie überholt werde ;-)

Gibt es irgendwo einen Link auf auf die Stellungnahme ?

Kuddel

Stellungnahme Dr. Kuhn

H. Lamarr @, München, Samstag, 13.01.2007, 14:38 (vor 6361 Tagen) @ Kuddel

Gibt es irgendwo einen Link auf auf die Stellungnahme ?

Nein, ich habe diese Stellungnahme ja noch nicht auf der IZgMF-Website eingestellt, bemühe mich aber (stets), dies nachzuholen ...

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Stellungnahme Dr. Kuhn

H. Lamarr @, München, Sonntag, 18.03.2007, 20:00 (vor 6297 Tagen) @ H. Lamarr

Gibt es irgendwo einen Link auf auf die Stellungnahme ?


Nein, ich habe diese Stellungnahme ja noch nicht auf der IZgMF-Website eingestellt, bemühe mich aber (stets), dies nachzuholen ...

So, jetzt endlich habe ich unser Kurzinterview mit Dr. Kuhn vom Februar 2006 auf die Website gestellt. Sie finden es in unserer Chronologie zur Bienenstudie.

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Chronologie

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