5G in der Schweiz: Die Kostenverursacher (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 26.07.2019, 15:58 (vor 119 Tagen)

Die Petentin Notburga Klett gibt in ihrer inzwischen 76. Petitionsnews vom 24. Juli ein paar bemerkenswerte Hinweise auf das Treiben der Schweizer Anti-Mobilfunk-Szene. Unfreiwillig macht sie deutlich, nur eine Handvoll aktive Mobilfunkgegner treiben eine große Herde passiver Mitläufer vor sich her. Hier Auszüge aus dem jüngsten Newsbeitrag:

Wir konnten in Zusammenarbeit mit Hr Jakob von Gigaherz, Rebekka Meier von 5G-Moratorium Verein, Schutz vor Strahlen Verein über 100 Einsprachen gegen 5G-Antennen in der Schweiz erfolgreich begleiten.
[...]
Auch Klage-TV [vermutlich ist klagemauer.tv oder kla.tv der Sekte AZK gemeint; Anm. Postingautor] trägt einen wichtigen Beitrag zur 5G- und Mikrowellenrisiken-Aufklärung bei, und ich möchte mich bei ihm bei der Gelegenheit herzlich bedanken, auch für die tatkräftige Unterstützung unserer Petition und deren Bekanntmachung!
[...]
Das Ziel ist es, durch Zusammenarbeit schneller ans Ziel zu gelangen, das 5G-Experiment zu verhindern und das Netzwerk und die Spendengelder für Anwaltskosten dafür zu nutzen.
Versucht, Aktivistengruppen zu bilden. R. Meier kann euch bei der Vernetzung behilflich sein.
[...]
Rebekka Meier von 5G-Moratorium sucht dringend Freiwillige, welche sich berufen fühlen, Mobilfunkantenne-Baugesuche schweizweit zu finden und die Bewohner vor Ort zu kontaktieren und sie über die Möglichkeit der Einsprache/Rechtsbegehren zu informieren.
[...]
Mitarbeiter für die Petition Stoppt 5G Schweiz!: Wir sind bisher nur 3 ehrenamtliche Aktivisten und bräuchten noch dringend Menschen, welche sich berufen fühlten mitzuwirken, damit wir Aufgaben verteilen können.

Da Mobilfunkgegner gerne blenden, bestehen die drei ehrenamtlichen Aktivisten meiner Einschätzung nach aus Klett, Ehemann und einem Kind :-). Ist mein Hinweis auf das familiäre Personal von Notburga Klett noch spaßig gemeint, hört mit ihrem Dank an die Sekte AZK der Spaß schlagartig auf. Wie dem auch sei, mit derart wenig Personal und Sektenkontakt eine Herde von derzeit gut 33'000 Mitzeichnern zu mobilisieren, macht nicht nur Sorge, es verdient auch eine gewisse Anerkennung der Leistung. Wäre die Petition qualifiziert, Frau Klett könnte stolz darauf sein. Doch so ist es nicht.

Das inszenierte Gedöns um angeblich unerforschte Gesundheitsrisiken von 5G wabert gegenwärtig munter vor sich hin. Doch wer glaubt, mit einfältigen Petitionen und dergleichen 5G aufhalten zu können, dem lässt sich mutmaßlich auch weismachen, Zitronenfalter falteten Zitronen. Die Drahtzieher der Inszenierung wissen das, für sie zählt daher nicht das unerreichbare Ziel, sondern nur das laute Theater vor dem absehbaren Scheitern. Allein dieses befristete Theater ist das eigentliche Ziel. Über die Nutznießer der Inszenierung haben wir hier im Forum schon viel geschrieben, es ist ein bizarres Bündnis von materiellen und immateriellen Profiteuren der Angst vor Elektrosmog, staatsfeindlichen Gruppierungen, Spinnern, Verstörten und Mitläufern. Und sollten sich tatsächlich Gutmenschen in diesen Sumpf verirrt haben, denen allein das Gemeinwohl am Herzen liegt, sind dies weltfremde Irrläufer.

Das Anti-5G-Bündnis, dem auch Notburga Klett in die Hände spielt, verursacht vor allem eins: unnötige Kosten. Netzbetreiber und Kommunalpolitik müssen sich mit unqualifizierten Einsprachen gegen Mobilfunkstandorte befassen, ebenso ohnehin schon überlastete Gerichte, Ämter und Behörden müssen die Bevölkerung beruhigen, Bürgermeister "Informationsveranstaltungen" abhalten und ähnliches mehr. Wie hoch diese Kosten sind weiß niemand. Denn sie werden nicht erfasst, wie mir auf Anfrage von einem deutschen Netzbetreiber gesagt wurde. Doch die Kosten dieses absurden Theaters, ich verorte sie kumuliert über die Jahre in Deutschland irgendwo zwischen 500 Mio. und 5 Mrd. Euro, tragen am Ende Steuerzahler und Kunden der Netzbetreiber. Ganz zu schweigen von der Verantwortungslosigkeit der Petentin, mit indiskutabel seichten Argumenten irrationale Ängste gegenüber Funk in der Bevölkerung zu wecken oder zu schüren. Das Treiben der Anti-Mobilfunk-Szene ist daher meiner Einschätzung nach in allen Belangen dissozial (bevor die Nazis den Begriff vereinnahmten, durfte man dazu noch asozial sagen).

Hintergrund
Soreon-Studie (2003): Warum Netzwerklieferanten Mobilfunkgegner fördern sollten. Hinweis: Das Marktforschungsunternehmen Soreon, Zürch, existiert seit 2011 nicht mehr.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Verantwortungslos, Ziel, Petition, Inszenierung, AZK, Steuerverschwendung, Pseudowissen, nützliche Idioten, Viralmarketing, 5G-Tea-Party

Kooperation - Schutz vor Strahlung und AZK

KlaKla, Samstag, 27.07.2019, 10:09 (vor 118 Tagen) @ H. Lamarr

Der Verein Schutz vor Strahlung
Wir helfen so gut wir können – jeder macht das bei uns unentgeltlich und auf freiwilliger Basis.

Nett, aber was für Ergebnisse hat der Verein vorzuweisen? Man sollte sich vorher gründlich überlegen ob man sich vor diesen Karren spannen lässt. Problematisch sehe ich die Zusammenarbeit mit der Anti-Zensur-Koalition (AZK).

Psiram: Die Anti-Zensur-Koalition (AZK) ist die propagandistische Initiative eines Personenkreises um den Schweizer Sektengründer Ivo Sasek, welcher der Meinung ist, aufgrund einer Verschwörung nicht näher genannter mächtiger Kreise in der Öffentlichkeit nur unzureichend wahrgenommen zu werden und daher auch wirtschaftlich benachteiligt zu sein. Diese Verschwörungstheorie wird von den oft pompösen, medialen Aktivitäten ungewollt widerlegt; ihre Anhänger wiederum sehen sie dadurch bestätigt, dass die vorgetragenen, teils abwegigen Ansichten in der veröffentlichten Meinung kaum Widerhall finden. Sie dient ferner als Basis, um entsprechende Produkte zu vermarkten.

Pseudowissen und Aberglaube! Seriös ist was anderes.

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Verschwörung, AZK, Verein, Zahnd, Sasek, Schutz-vor-Strahlung

Kooperation - Schutz vor Strahlung und AZK

Gustav, Dienstag, 30.07.2019, 10:13 (vor 115 Tagen) @ KlaKla

Nett, aber was für Ergebnisse hat der Verein vorzuweisen? Man sollte sich vorher gründlich überlegen ob man sich vor diesen Karren spannen lässt. Problematisch sehe ich die Zusammenarbeit mit der Anti-Zensur-Koalition (AZK).

Haben sie einen Link der diese "Zusammenarbeit" belegt? Ich habe mal nach nach "AZK Schutz-vor-Strahlung", "Sasek Schutz-vor-Strahlung" u.ä. gegoogelt aber nichts stichhaltiges gefunden.

Nur weil zwei Vereine ein ähnliches Ziel verfolgen und vielleicht zufällig die gleiche Petition unterzeichnen kann man noch nicht von "Zusammenarbeit" reden.

Interessant ist übrigens, dass man seine Spende für diesen Verein auch via TWINT App machen kann. Wenn es ums Geld geht darf man auch das verhasste Smartphone benutzen. :yes:

Problematisch, Kooperation mit der AZK

KlaKla, Mittwoch, 31.07.2019, 09:13 (vor 114 Tagen) @ Gustav

Nett, aber was für Ergebnisse hat der Verein vorzuweisen? Man sollte sich vorher gründlich überlegen ob man sich vor diesen Karren spannen lässt. Problematisch sehe ich die Zusammenarbeit mit der Anti-Zensur-Koalition (AZK).

Haben sie einen Link der diese "Zusammenarbeit" belegt? Ich habe mal nach nach "AZK Schutz-vor-Strahlung", "Sasek Schutz-vor-Strahlung" u.ä. gegoogelt aber nichts stichhaltiges gefunden.

Nein, wenn ich mich recht erinnere, wurde ein Link zu den Videos von Kla-TV gesetzt und empfohlen. Bei der Meldung von SSS beim Beitrag "Baurechtsabteilung-Leitfaden für Einsprachen gegen 5G-Antennen – und mehr…"

Ich korrigiere meine Aussage. Problematisch sehe ich eine Zusammenarbeit mit der Anti-Zensur-Koalition (AZK).

Interessant ist übrigens, dass man seine Spende für diesen Verein auch via TWINT App machen kann. Wenn es ums Geld geht darf man auch das verhasste Smartphone benutzen. :yes:

Praktisch zur schnellen Verbreitung zweifelhafter 5G Warnmeldungen. Siehe "Behauptungen im Faktencheck
Zweifelhaftes 5G-Warnvideo von Sektenführer kursiert bei Whatsapp"

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Meine Meinungsäußerung

Die Kostenverursacher: Anleitungen zur Einsprache gegen 5G

H. Lamarr @, München, Dienstag, 06.08.2019, 22:53 (vor 108 Tagen) @ H. Lamarr

Das Anti-5G-Bündnis, dem auch Notburga Klett in die Hände spielt, verursacht vor allem eins: unnötige Kosten.

Die beiden Schweizer Anti-Mobilfunk-Vereine "Schutz vor Strahlung" und "Gigaherz" konkurrieren um die Vorherrschaft, welcher von beiden mehr unnötige Kosten verursacht. Ziel ist die Aufstachelung der Bevölkerung gegen 5G, Mittel zum Zweck sind sogenannte Anleitungen zur Einsprache gegen Baugesuche für Mobilfunkstandorte. Das Personal beider Vereine ist fachlich unqualifiziert, dennoch schürt es mit viel Fleiß irrationale Ängste gegenüber Mobilfunk in der Bevölkerung, um möglichst viele Einsprachen zu provozieren und möglichst großen Schaden anzurichten. Einen positiven Aspekt kann ich an diesem destruktiven Treiben nicht erkennen, niedrige persönliche Beweggründe hingegen schon. Steckte in der dilettantischen Hetze gegen 5G wenigstens ein Funken Substanz, man könnte zugunsten der Vereine deren Sorge ums Gemeinwohl annehmen. Doch statt Substanz brodelt dort nur Inkompetenz, bedrückend reichlich und zweifelsfrei dokumentiert hier im Forum.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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