BfS sucht Leitung für neues "Kompetenzzentrum EMF" (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 25.01.2019, 14:24 (vor 812 Tagen)

Das Bundesamt für Strahlenschutz sucht für sein im Aufbau befindliches "Kompetenzzentrum EMF: Strahlenschutz und Stromnetze" geschlechtsneutral die Leitung. Die Position wird gemäß Besoldungsgruppe A 15 honoriert, die Bewerbungsfrist endet am 27. Februar 2019.

Aufgabenstellung:

► Konzipierung und Aufbau der neu einzurichtenden Geschäftsstelle als der zentralen Anlaufstelle in Deutschland für alle Fragen zum Strahlenschutz und EMF (elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder).
► Bündelung der einschlägigen fachlichen Kompetenzen und Aktivitäten im BfS zu EMF.
► Unterstützung der Entwicklung zielgruppenspezifischer Informations- und Kommunikationsangebote zu EMF, Koordination der Beiträge innerhalb des BfS.
► Erarbeitung von Schulungsmaterialien sowie Schulung von Multiplikatoren für die Informationsbereitstellung bundesweit „vor Ort“.
► Intensivierung der Zusammenarbeit mit beteiligten Akteuren im Stromnetzausbau, auch vor Ort.
► Koordination des Runden Tisch EMF (RT-EMF).
► Kommunikative Begleitung des Forschungsprogramms „Strahlenschutz und Stromnetzausbau“.

Alles weitere in der Stellenausschreibung.

Kommentar: Zum unfassbaren Glück der hiesigen Anti-Mobilfunk-Szene werde ich mir den im Anforderungsprofil erwünschten Doktorgrad nicht in einer Titelmühle besorgen und mich bewerben, meine Auslastung durch das IZgMF lässt mir für den attraktiven Job leider nicht genug Zeit übrig :-).

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

BfS: "Kompetenzzentrum EMF" kommt in die Lausitz

H. Lamarr @, München, Freitag, 17.05.2019, 23:09 (vor 699 Tagen) @ H. Lamarr

Das Bundesamt für Strahlenschutz sucht für sein im Aufbau befindliches "Kompetenzzentrum EMF: Strahlenschutz und Stromnetze" geschlechtsneutral die Leitung. Die Position wird gemäß Besoldungsgruppe A 15 honoriert, die Bewerbungsfrist endet am 27. Februar 2019.

Als das BfS die Leitung des geplanten Kompetenzzentrum EMF suchte, hieß es noch, der Arbeitsort sei Oberschleißheim bei München. Das ist anscheinend vorbei. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) heute berichtet, sieht ein Eckpunkpapier des Bundeswirtschaftsministeriums vor, das Kompetenzzentrum in Cottbus (Brandenburg) zu errichten. Minister Peter Altmaier (CDU) will das Papier am kommenden Mittwoch vorstellen.

[image]Historischer Bahnhof des Cottbuser Ortsteils Kiekebusch
Bild: Trio3D

Mit der Ansiedelung von 16 wissenschaftlichen Instituten und Investitionen in Straßen- und Bahnprojekte will das Bundeswirtschaftsministerium der Lausitz beim Kohleausstieg helfen. Zuletzt war laut RND die Rede von einem Stromspeicher, einer Batteriefabrik, neuen Bahnstrecken, einem Krankenhaus der nächsten Generation und einem Museum von Weltrang. 40 Milliarden Euro an Übergangshilfen sollen über 20 Jahre hinweg aus dem Bund in die vom Kohle-Aus betroffenen Regionen fließen. Die Lausitz kann mit 18 Milliarden Euro rechnen.

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BfS: "Kompetenzzentrum EMF" will Multiplikatoren schulen

H. Lamarr @, München, Samstag, 08.02.2020, 01:29 (vor 433 Tagen) @ H. Lamarr

So nach und nach nimmt das Kompetenzzentrum EMF des BfS Gestalt an. Und wie es aussieht, werden es organisierte Mobilfunkgegner künftig schwerer haben, die Bevölkerung ungehindert in Angst und Schrecken zu versetzen. Denn das Kompetenzzentrum will unter anderem Entscheider in Kommunen schulen, damit diese dramatischen Darstellungen und Desinformation in der Mobilfunkdebatte nicht länger hilflos ausgeliefert sind. Die neue Einrichtung ist damit auch ein Kind der Bundesregierung, die Ende Oktober 2019 ihre künftige Mobilfunkstrategie offen legte, in der es u.a. heißt, eine Kommunikationsoffensive soll gestartet werden, die der intensiven Diskussion in der Öffentlichkeit und den Medien zum 5G-Ausbau Rechnung trägt. Die Rolle des Kompetenzzentrums in dieser Kommunikationsoffensive beschrieb BfS-Präsidentin Inge Paulini kürzlich anlässlich eines Interviews so:

Wir wollen in Cottbus Multiplikatoren schulen, die ihr Wissen weitergeben und die Menschen vor Ort schnell und qualifiziert informieren können. Kommunalpolitiker wie Bürgermeister zum Beispiel, oder auch Mediziner in Gesundheitsämtern, genauso wie Digitalbeauftragte. Das gilt nicht nur für das Thema Mobilfunk, sondern auch für Stromnetze, deren niederfrequente Strahlung viele Menschen umtreibt. Die Diskussionen um neue Masten oder Trassen finden insbesondere in den Gemeinden statt, deswegen gibt es vor allem dort Bedarf an Fachwissen.

Auch diese Veranstaltung in Mühlheim, Baden-Württemberg, zeigt Merkmale einer Kommunikationsoffensive. Waren es bislang vorwiegend organisierte Mobilfunkgegner, die mit selbsternannten Experten auf zahlreichen "Informationsveranstaltungen" ihre Sicht des "Risikos Mobilfunk" in die Bürgerschaft trugen, traten in Mühlheim Referenten mit völlig anderem Hintergrund auf:

► Jürgen Anders, Professor für Kommunikations- und Nachrichtentechnik an der Hochschule Furtwangen.
► Ingo Reinhard, Kommunalbeauftragte Mobilfunk der Telekom
► Michael Frey, Leiter des Kehler Instituts für angewandte Forschung im Bereich der Bürgerbeteiligung und der Zivilgesellschaft
► Philipp Hilsenbeck, Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg
► Jörg Sattelmayer, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung beim Landratsamt Tuttlingen

Wenn Staat, Wissenschaft und Wirtschaft ein Bündnis eingehen und systematisch gegen die Fake-News organisierter Mobilfunkgegner vorgehen, ist die Trotzreaktion der bisherigen Platzhirsche programmiert. Erfahrungsgemäß wird diese Trotzreaktion darin bestehen, zu versuchen, das Bündnis in seiner Gesamtheit sowie einzelne Bündnispartner in der Öffentlichkeit anzugreifen und zu entwerten. Mit dem Ziel, Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Bündnispartner zu wecken. Dieses rhetorische Mittel im Kampf um die Deutungshoheit in der Mobilfunkdebatte ist so alt wie die Debatte selbst. Zugute kommt dem Bündnis, dass organisierte Mobilfunkgegner in aller Regel fachliche Laien sind, das Kompetenzgefälle zwischen den Streitparteien ist groß. Mobilfunkgegner werden deshalb reflexartig versuchen, dieses Defizit wettzumachen, indem sie Auseinandersetzungen in Sachfragen ausweichen und stattdessen die Integrität der Bündnispartner infrage stellen. Die Mittel dazu sind bekannt, z.B. diese:

► Verschwörungsmythen (Staat, Wissenschaft und Wirtschaft haben sich gegen die Bevölkerung verschworen ...)
► Unterstellungen (Korruption, Interessenkonflikte, mangelnde Qualifikation ...)
► Verdrehungen (sinnentstelltes Zitieren ...)
► Berufung auf Gegen-Autoritäten (Schopenhauer, Kunstgriff 30)

Wer die Reflexe organisierter Mobilfunkgegner kennt und durchschaut, lässt sich von den populistischen Darbietungen nicht mehr so leicht in die Irre führen. Aus meiner Sicht gehört auch dieser Aspekt in die Kommunikationsoffensive aufgenommen, um die Pfeile schon zu brechen, noch bevor der Bogen gespannt wird.

Hintergrund
Konkretes Beispiel: Wie die sogenannte Kompetenzinitiative trickreich versuchte, das Bundesamt für Strahlenschutz zu entwerten

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Tags:
Entwertung, BfS, Bündnis, Schopenhauer, Deutungshoheit, Multiplikator, Kompetenzgefälle, Fake-News

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