Salzburg: Schulkoffer Elektrosmog (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 22.11.2018, 23:20 (vor 299 Tagen)

Interview mit Umweltmediziner Gerd Oberfeld

Smartphones, WLAN und andere technische Errungenschaften erleichtern in vielerlei Hinsicht unseren Alltag, zählen aber auch zu den häufigsten Elektrosmog-Quellen. „Damit Kinder und Jugendliche lernen, bewusster mit diesem Faktor umzugehen, hat das Land im ‚Schulkoffer Elektrosmog‘ viele wertvolle Tipps und Unterrichtsmaterialien zusammengetragen“, so Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.

Der „Schulkoffer“ wurde von der Landessanitätsdirektion unter Federführung von Gerd Oberfeld und in Kooperation mit Pädagogen entwickelt und kann seit Kurzem kostenlos von den Schulen ausgeliehen werden. Er soll Pädagogen helfen, das Thema mit Schülern über Spiele und Versuche, die den unsichtbaren Elektrosmog sicht-, hör- und erlebbar machen, zu erarbeiten. weiter auf regionews.at ...

Kommentar: Hat es die Landessanitätsdirektion also wieder einmal geschafft, den Bock zum Gärtner zu machen. Entweder weiß Amtsarzt Dr. med. univ. Oberfeld etwas über vergrabene Leichen im Keller des Ministeriums, oder seine Vorgesetzten haben ein ungewöhnlich ausgeprägtes Gespür dafür, wie man sich vor aller Welt trefflich zum Narren macht.

Nach dem Untergang der Österreichisch-Ungarischen Monarchie zum Ende des I. Weltkriegs sprachen sich 1921 einige Länder der jungen Republik Österreich, darunter Salzburg, in einer Volksabstimmung mit überwältigender Mehrheit von weit über 95 Prozent für den Anschluss an Deutschland aus. Die Siegermächte ließen dies damals nicht zu. Gott sei Dank :-).

Hintergrund
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Kresse-Experiment: Mit besten Grüßen von Franz Adlkofer

[Admin: Hintergrund um weitere Einträge ergänzt am 25.11.2018]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Baubiologie, Oberfeld, Kinder, Landessanitätsdirektion, Werbung, Lobbyarbeit, Oesterreich, Schule, Schulprojekt, Pädagoge

Schulkoffer Elektrosmog: verstaubtes Vorwort aus Moskau

H. Lamarr @, München, Sonntag, 25.11.2018, 15:50 (vor 296 Tagen) @ H. Lamarr

Kommentar: Hat es die Landessanitätsdirektion also wieder einmal geschafft, den Bock zum Gärtner zu machen. Entweder weiß Amtsarzt Dr. med. univ. Oberfeld etwas über vergrabene Leichen im Keller des Ministeriums, oder seine Vorgesetzten haben ein ungewöhnlich ausgeprägtes Gespür dafür, wie man sich vor aller Welt trefflich zum Narren macht.

Mit Titeln lässt sich handeln und Eindruck schinden. So stammt ein Vorwort zur 278-seitigen Begleitdokumentation des "Schulkoffers Elektrosmog" zwar nicht von Österreichs Bundespräsident Van der Bellen, von EU-Kommissionschef Juncker oder von UN-Generalsekretär António Guterres, aber immerhin von "Professor Grigoriev". Das ist der Vorsitzende des RCNIRP (Russisches Nationales Komitee zum Schutz vor Nicht-Ionisierender Strahlung) mit Sitz in Moskau.

Verblüffenderweise hat "Professor Grigoriev" sein Vorwort für die Schulkoffer-Dokumentation bereits vor zehn (10) Jahren geschrieben, was wohlwollend als Beleg für die sorgfältige Entwicklung des Koffers gesehen werden kann. Weniger wohlwollend gesehen ist der extrem lange Vorlauf nur verstörend.

Wer nun auf der Suche nach "Professor Grigoriev" und das RCNIRP geht, wird feststellen, dass das RCNIRP bei organisierten Mobilfunkgegnern häufig Erwähnung findet, auf den ersten drei Trefferseiten von Google jedoch nicht mit einer eigenen Website anzutreffen ist. Das macht es schwierig, die Bedeutung von "Professor Grigoriev" zu erforschen. Noch viel praktischer aber ist für die Schulkoffer-Entwickler, dass "Professor Grigoriev" heute noch immer Vorsitzender des RCNIRP ist, obwohl er gefühlt 176 Jahre alt sein muss. Doch der Schein trügt. Das Vorwort schrieb 2008 – zu welchem tatsächlichen Zweck auch immer – der damalige RCNIRP-Vorsitzende Yuri Grigoriev, heute ist sein jüngerer Bruder Oleg Chef des RCNIRP, im Rang eines Professors sind sie beide. Die Castro-Brüder auf Kuba haben gezeigt wie so ein fließender Übergang geht.

Dass "Professor Grigorievs" Text sich der Erfinder des Schulkoffers aller Voraussicht nach im www nur geangelt hat (wahrscheinlich ohne Wissen des Professors) und dieser nicht in Moskau eigens für den Koffer geschrieben wurde, zeigt am Schluss des Vorworts ein ziemlich verkrampft wirkender Erklärungsversuch für das verstörend frühe Entstehungsdatum des Vorworts, der da lautet:

*) Die Aktualität dieses Statements aus dem Jahr 2008 zeigt auch der Appell von Reykjavik zu kabelloser Technik an Schulen.

Dass dieser Appell von Reykjavik wieder nur ein Ringverweis von Oberfeld auf seine eigenen Gesinnungsfreunde ist, muss wohl nicht weiter erörtert werden. Unterschrieben haben ihn u.a. drei Österreicher und vier Deutsche, alles bekannte Namen aus der Szene, Wissenschaftler vom Fach sind nicht dabei, ein Ex-Tabaklobbyist hingegen schon.

Und: "Kabellose Technik an Schulen" ist seit dem Aussterben von Dampfmaschinen ausgesprochen schwierig zu finden. Anders gesagt: Wer "wireless technology" mit "kabelloser Technik" übersetzt (statt mit Funktechnik) glaubt wahrscheinlich auch, Zitronenfalter würden Zitronen falten ...

[Admin: Castro-Brüder ergänzt am 26.11.2018]

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Salzburg: Schulkoffer Elektrosmog

Alexander Lerchl @, Sonntag, 25.11.2018, 20:01 (vor 296 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Alexander Lerchl, Sonntag, 25.11.2018, 21:03

Interview mit Umweltmediziner Gerd Oberfeld

Smartphones, WLAN und andere technische Errungenschaften erleichtern in vielerlei Hinsicht unseren Alltag, zählen aber auch zu den häufigsten Elektrosmog-Quellen. „Damit Kinder und Jugendliche lernen, bewusster mit diesem Faktor umzugehen, hat das Land im ‚Schulkoffer Elektrosmog‘ viele wertvolle Tipps und Unterrichtsmaterialien zusammengetragen“, so Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.

Der „Schulkoffer“ wurde von der Landessanitätsdirektion unter Federführung von Gerd Oberfeld und in Kooperation mit Pädagogen entwickelt und kann seit Kurzem kostenlos von den Schulen ausgeliehen werden. Er soll Pädagogen helfen, das Thema mit Schülern über Spiele und Versuche, die den unsichtbaren Elektrosmog sicht-, hör- und erlebbar machen, zu erarbeiten. weiter auf regionews.at ...

Kommentar: Hat es die Landessanitätsdirektion also wieder einmal geschafft, den Bock zum Gärtner zu machen. Entweder weiß Amtsarzt Dr. med. univ. Oberfeld etwas über vergrabene Leichen im Keller des Ministeriums, oder seine Vorgesetzten haben ein ungewöhnlich ausgeprägtes Gespür dafür, wie man sich vor aller Welt trefflich zum Narren macht.

Ich habe selten so viel Unfug auf einem Haufen gesehen. Dass die Quellenangaben für manche Abbildungen fehlen, ist nur am Rande erwähnenswert.

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

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