W-Lan-Phobie: Initiative Korb wickelt Blödelpresse in Alu ein (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 21.08.2018, 22:50 (vor 448 Tagen)

Für Tageszeitungen, die jeden Blödsinn bringen, vergebe ich jetzt einmal nicht die dämliche AfD-Liebkosung "Lügenpresse", sondern das plakative Prädikat "Blödelpresse". Auch ansonsten seriöse Blätter können manchmal Blödelpresse sein – wer ist schon pausenlos perfekt.

Zur Blödelpresse zähle ich Medien, die einer sogenannten "Initiative Korb – Bürger für eine strahlungsärmere Zukunft" Platz geben, Stuss über angebliche Risiken öffentlicher W-Lan-Hotspots zu verbreiten und damit die schlichteren Gemüter in der Bevölkerung des Schwabenlandes zu verunsichern. Wer mag, kann den Stuss in der Blödelpresse nachlesen, als da als deren Vertreter wären:

Die Zeitungen des Zeitungsverlages Waiblingen ZVW
Stuttgarter Zeitung

Ruth Messer (früher Ruth Schwegler-Messer), Chefin der Initiative in Korb, hat irgendetwas mit Kunst zu tun und sitzt – auch das noch – im Vorstand des Anti-Mobilfunk-Vereins Diagnose-Funk. Damit ist eigentlich schon alles klar und ich könnte unter dieses Posting den Schlussstrich ziehen. Dass ich es nicht tue liegt an der Initiative Korb, die vorgibt, ein eingetragener Verein zu sein, von dem ich im bundesweiten Vereinsregister aber keine Spur finden konnte. Auch bei gelöschten ehemaligen Vereinen glänzt die Initiative durch Abwesenheit. Möglicherweise betrachtete Frau Messer ihren "Verein" als eine Kunstperformance, also als eine situationsbezogene, handlungsbetonte und vergängliche Darbietung ohne Rechtsanspruch ...

Ursprünglich nannte sich die angeblich 2005 gegründete Initiative ...

Initiative Korb - Bürger gegen wohnortnahe Mobilfunksendeanlagen e.V.

Sogar eine Website hatte sie: http://initiative-korb.de

Doch das war einmal und galt bis ungefähr 2017. Dann wurde der Webauftritt aus dem Netz genommen. Heute ist der Link nicht tot, sondern wird, warum auch immer, umgeleitet auf die econnect consulting GmbH mit Sitz in Korb.

Im Jahr 2014 war Ruth Messer mit ihrer Initiative schon einmal am Thema öffentliches Gratis-W-Lan dran, damals wurde die Blödelpresse von Diagnose-Funk ersetzt, die eine (im wahrsten Sinne des Wortes zeitlose) "Stellungnahme" der Initiative hostet, deren Name seinerzeit lautete ...

Initiative Korb - Bürger für eine strahlungsärmere Zukunft e.V.

Frau Messer war offenbar von einem Anhänger der "Think-positive"-Bewegung inspiriert worden, besser für etwas zu sein, als gegen etwas. Auf ihrer Website hatte sie allerdings vergessen, den Namen anzugleichen. Die Namensvariante von 2014 gilt noch heute, doch auch von ihr fehlt im Vereinsregister jede Spur. Messers zeitlose Stellungnahme legt jedoch unbeabsichtigt eine andere Spur, denn sie nennt am Fuß des Papiers eine Frau Strebel, die augenscheinlich Mitglied der Initiative Korb ist oder war. Diese Spur wiederum führt jetzt zurück zu dem eingangs noch unerklärlichen Link auf die Firma econnect consulting GmbH, denn deren Geschäftsführer ist ein Herr Strebel. Last, but not least hieß es im Impressum der verschwundenen Website auch noch:

Für die Realisierung dieser Seiten bedankt sich die Initiative Korb bei
OVS-Druck Strebel GmbH sowie bei econnect consulting

Damit ist zumindest diese Verbindungslinie hinreichend plausibel geklärt.

Im IZgMF-Forum aktenkundig wurde Frau Messer erstmals 2011, jedoch nicht etwa mit ihrer wandlungsfähigen Initiative Korb, sondern, wieder anders, als ...

Vertretung sieben Mobilfunkkritischer Initiativen Raum Waiblingen

Damit lasse ich es jetzt mit der wendigen Initiative Korb auf sich beruhen, der Frage, ob das Vortäuschen eines eingetragenen Vereins rechtlich bedenklich oder mehr ist, will ich zur späten Stunde nicht mehr nachgehen.

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Diagnose-Funk, Verein, Impressum, Korb, Messer, Tauschung

Die Amish-People von Korb

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 22.08.2018, 12:30 (vor 447 Tagen) @ H. Lamarr

Die Zeitungen des Zeitungsverlages Waiblingen ZVW

In den Kommentaren bezieht die sogenannte Initiative Korb, die wahrscheinlich nur noch aus Frau Messer als letztes Sprachrohr besteht, ordentlich Prügel. Die meisten Kommentatoren setzen sich mit dem vorgetragenen Stuss nicht ernsthaft auseinander, sondern machen sich lustig. "Richard Dobson" z.B. schreibt:

Bei dem Thema fällt mir vor Schreck mein Heilstein herunter. Ich denke das Problem kann man ganz einfach lösen:

1. Diesen Verein komplett ignorieren
2. Schönes, offenes WLAN mit guter Kapazität ausbauen
3. Es auf einen Rechtsstreit ankommen lassen
4. Zurücklehnen und die Show genießen

"Gefühlsmenschen" kann man mit Fakten nicht überzeugen. Jeder der auch nur mit einem Finger mit wissenschaftlicher Arbeit zu tun hat, wird über Einzelstudien lachen. Dazu wird noch selektiv zitiert um die eigenen pseudowissenschaftlichen Thesen zu unterstützen. Klassische Herangehensweise von Esotherik.

Wie können wir nur die ganze elektromagnetische Strahlung der Sonne überleben? Oh Hust, meine Nichte kommt gerade zu Besuch ;-)

Erfrischend treffend auch Kommentator "Andreas":

Wusste gar nicht, dass es in Korb die "Amischen alter Ordnung" gibt.

Es ist der übliche Lauf der Dinge, landauf landab reagiert das Gros der Leserschaft so oder so ähnlich auf schräge Verlautbarungen aus dem Verdauungstrakt der Anti-Mobilfunk-Szene. Warum aber drängen sich organisierte unqualifizierte Mobilfunkgegner dann dennoch immer wieder in die Medien? Wissenschaftlich wurde dies mWn noch nicht untersucht. Im Gegensatz zu Teilnehmern am Dschungelcamp oder an Castingshows bekommen Mobilfunkgegner für ihre demütigenden Medienauftritte noch nicht einmal Honorar. Dass sie sich dennoch öffentlich zum Narren machen hat aus meiner Sicht im Wesentlichen zwei Gründe:

– großer Drang nach öffentlicher Wahrnehmung um jeden Preis.
– Der Weg ist das Ziel: Es gilt in erster Linie die Angst gegenüber EMF in den Medien wach zu halten, um für Anti-Mobilfunk-Vereine Mitglieder anzulocken und Profiteuren der Angst Kunden zuzuführen.

Diagnose-Funk: Verein nur für den Eigennutz

Meiner Beobachtung nach hat der Verein Diagnose-Funk, Inspirator für Frau Messer, in den zwölf Jahren seines Bestehens keine einzige sinnvolle Aktion zugunsten der Bevölkerung zuwege gebracht. Der Verein hetzt fleißig gegen Mobilfunk und verunsichert mit dilettantischen Vorträgen bevorzugt die Landbevölkerung. Was er nicht tut ist z.B. der Start einer Petition, die für "Handy am Steuer" eine kräftige Anhebung des Bußgeldes fordert, ein für Vereinsmitglieder kostenloser Verleih von Elektrosmog-Messgerätchen oder die Organisation eines seriösen psychotherapeutischen Beratungsangebotes für Menschen, die glauben, sie würden unter Elektrosmogeinwirkung Symptome entwickeln. Nichts dergleichen oder Ähnliches hat Diagnose-Funk jemals auf die Beine gestellt. Warum nicht? Aus meiner Sicht deshalb nicht, weil der Verein kein Interesse daran hat. Seine Ziele sind die unentgeltliche virale Infektion der Bevölkerung mit Elektrosmog-Ängsten, um Profiteuren ein Auskommen zu sichern, die Infizierten diese Ängste gegen Honorar dann wieder nehmen, z.B. mit sinnfreien Messungen, Scharlatanmedizin oder teuren Schirmmaßnahmen. Für mich ist Diagnose-Funk ein als Verein getarnter Lobbyist der diversen EMF-Angstbranchen. Zugeben wird der Verein das selbstverständlich nie, sein Handeln aber verrät ihn.

Informations-CD zu verschenken

Wer mir das Gegenteil beweisen kann, indem er mir nachvollziehbar auch nur eine einzige für die Bevölkerung wirklich nutzenbringende Aktion von Diagnose-Funk zur Kenntnis bringt, dem schenke ich eine Informations-CD zum Thema Mobilfunk, wie sie zur Hochzeit der Mobilfunkdebatte auch das Deutsche Museum, München, für seine Besucher im Angebot hatte. Das IZgMF hat ausreichend Restbestände dieser CD bekommen, um etliche Diagnose-Funk-Ehrenretter damit belohnen zu können. Nur zu!

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Der "Dorf-Bittl" täuscht die Leser

KlaKla, Donnerstag, 23.08.2018, 11:13 (vor 446 Tagen) @ H. Lamarr

Dipl.-Ing. Jörn Gutbier Freier Architekt (AKBW) Baubiologe (IBN) ist 1. Vorsitzender und Peter Hensinger studierte Germanistik und Pädagogik und machte anschließend eine Druckerlehre ist 2. Vorsitzender des Vereins Diagnose- Funk - Umwelt- und Verbraucherorganisation zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung e. V. in Stuttgart. Der Verein ist bundesweit und in der Schweiz tätig.

Der Baubiologe hat ein kommerzielles Interesse daran, dass die Angst vor Funkstrahlung erhalten bleibt. Er verweigert sich dem Dialog und entwertet andere. Der Funktionär Hensinger hat studiert aber in den angeführten Disziplinen hat er es wohl nie zu einem Abschluss gebracht. Andernfalls würde er einen entsprechenden Titel tragen. Zu guter Letzt, der Verein Diagnose Funk ist ein Lobbyverein der Baubiologie. Seine Ressort-Mitarbeiter sind alt bekannte Mobilfunkgegner wie Klaus Böckner, Doris und Peter Hensinger, Elke Fertig, Gerrit Kraus, Tanja Maruhn und Klaus Scheler. Über die Jahre haben sie jedoch nichts nachhaltige erreicht. Bei den einen oder anderen gehe ich davon aus, dass dieser eh nur als Lückenfüller fungiert (Gottfried Huemer oder Niggi Polt, Volker Stöckle). Indiz, viel Nachplappern statt eigene Gedanken abzugeben.

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Was tut die Verbraucherschutzorganisation "Diagnose-Funk"

KlaKla, Freitag, 24.08.2018, 08:08 (vor 445 Tagen) @ KlaKla
bearbeitet von KlaKla, Freitag, 24.08.2018, 08:26

Was tut diese Verbraucherschutzorganisation?
O-Ton FunktionärJörn Gutbier: Wir klären auf, veröffentlichen Ratgeber, Faltblätter und Untersuchungen. Wir machen vorrangig im Ehrenamt das, was der Staat sich weigert zu tun: Industrieunabhängig über die Nebenwirkungen der mobilen Kommunikation und die Risiken durch den sogenannten Elektrosmog im Allgemeinen aufzuklären. Wesentliche Grundlage unserer Informationsaufarbeitung ist die Referenzdatenbank der WHO, die von der Bundesregierung an der RWTH Aachen geführt wird. Vierteljährliche Studienrecherchen veröffentlichen wir auf unserer Homepage. Wir sind international vernetzt, lassen Forschungsarbeiten übersetzen und kooperieren mit unabhängigen Fachwissenschaftlern, um die Auswertung dieses Wissens abzusichern. Auf dieser Grundlage erarbeiten wir unsere politischen Forderungen. Und wir setzen uns ein für die Entwicklung strahlungsarmer und gesundheitsverträglicher Funk-Technologien. Quelle: Diagnose-Funk

Folgendes gibt es dazu nachzulesen:

Kommentar: So arbeitet keine seriöse Verbraucher[schutz]organisation.

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Initiative Korb unter starkem Einfluss der Baubiologie

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 23.08.2018, 17:54 (vor 446 Tagen) @ H. Lamarr

– Der Weg ist das Ziel: Es gilt in erster Linie die Angst gegenüber EMF in den Medien wach zu halten, um für Anti-Mobilfunk-Vereine Mitglieder anzulocken und Profiteuren der Angst Kunden zuzuführen.

Für meine Behauptung liefert diese Seite der Initiative aus dem Google-Cache einen schlüssigen Beleg: Die Initiative Korb pflegte mindestens bis 2007 gute Kontakte zu dem Baubiologen Dietrich Ruoff. Dieser wurde der Gemeinde Korb als Fachmann empfohlen und trat bei Veranstaltungen der Initiative als Referent auf. Die sogenannte Baubiologie wurde vom Vorstand der Initiative wiederholt irreführend so ins Gespräch gebracht, als ob diese auf einer Stufe mit Biologen und Medizinern stünde und Baubiologe W. Maes wird wie ein Wissenschaftler präsentiert. Doch Baubiologe ist kein Ausbildungsberuf, daher ist die Bezeichnung nicht geschützt, jeder darf sich Baubiologe nennen. Auf den schweren Interessenkonflikt von Baubiologen, die mit wachsender Angst der Bevölkerung vor Elektrosmog mehr Umsatz machen, weist die Initiative ebenso wenig hin wie darauf, dass die extrem niedrigen und daher ungemein geschäftsförderlichen "baubiologischen EMF-Richtwerte" aus wissenschaftlicher Sicht unhaltbar sind.

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Vortäuschen eines e.V. ist kein Kavaliersdelikt

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 22.08.2018, 19:11 (vor 447 Tagen) @ H. Lamarr

... der Frage, ob das Vortäuschen eines eingetragenen Vereins rechtlich bedenklich oder mehr ist, will ich zur späten Stunde nicht mehr nachgehen.

Eine Anfrage bei buergergesellschaft.de ergab, ein Kavaliersdelikt ist das Vortäuschen eines e.V. nicht.

Eine solche öffentliche Täuschung kann sehr viele unangenehme Folgen haben: von haftungsrechtlichen bis sogar strafrechtlichen. Haftungsrechtlich kann das dann vor allem aber auch jedes einzelne Mitglied des (nicht eingetragenen) Vereins treffen. Erst die Eintragung in das Vereinsregister begründet den Verein als juristische Person oder Körperschaft und versieht ihn (ähnlich wie für Unternehmen im Handelsregister) mit einem Mindestmaß an Seriosität und institutioneller Geschäftsfähigkeit. Stichwort Kümmern: es gibt keine systematische Überprüfung und "wo kein Kläger, auch kein Richter".

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W-Lan-Phobie: Initiative Korb antwortet nicht

H. Lamarr @, München, Freitag, 14.09.2018, 20:14 (vor 424 Tagen) @ H. Lamarr

... Initiative Korb, die vorgibt, ein eingetragener Verein zu sein, von dem ich im bundesweiten Vereinsregister aber keine Spur finden konnte. Auch bei gelöschten ehemaligen Vereinen glänzt die Initiative durch Abwesenheit.

Am 23.08.2018 fragte ich in Korb nach, was es mit dem Vereinsstatus der "Initiative Korb" denn nun auf sich habe. Da von Frau Messer keine E-Mail-Adresse zu finden war, stellte ich meine Anfrage bei der Firma econnect (Herr Strebel) mit Hilfe des Web-Kontaktformulars und mit der Bitte um Weiterleitung an Ruth Messer. Das war vor gut drei Wochen, Antwort blieb bislang aus ...

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