Hochspannungsfreileitung: Was, wenn ein Mast umfällt? (Technik)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 05.07.2018, 11:18 (vor 445 Tagen)

Ex-Elektriker Jakob malt auf gigaherz.ch wieder einmal den Teufel an die Wand. Anlass ist eine geplante 380-kV-Höchstspannungsfreileitungstrasse von Chamosson nach Chippis im Kanton Wallis, die angeblich auf einer geologisch bedenklichen Strecke verlaufen soll. Steinschlag, Erdrutsche, Geländabsenkungen und Murenabgänge nach Überschwemmungen seien die potentiellen Gefahren für den sicheren Stand der Masten. Die Drama-Queen aus Schwarzenburg glaubt nun zu wissen:

Als Zweites ist festzustellen, wenn Höchstspannungs-Freileitungsmaste mit dieser vorgesehenen Bestückung umfallen, gibt es 100m links und rechts der Unfalltrasse infolge von heftigsten 380’000Volt-Stromschlägen kein Überleben mehr. Wehe allen Menschen und Tieren, die sich in diesem Streifen befinden.

Möglich, dass Jakobs Befürchtungen realitätsnah waren, als der heute 80-Jährige seine Lehre antrat. Aber heute? Ich könnte mir vorstellen, Jakob tischt ungeniert Schmäh von gestern auf, hat aber keine Ahnung von der aktuellen Technik. Wenn einer Ahnung davon hat, dann das eidgenössische Bundesamt für Energie (BfE). Deshalb habe ich dort angefragt, was an Jakobs Schreckensszenario dran ist.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Jakob, Inkompetenz, Hochspannung, BfE

Hochspannungsfreileitung in Millisekunden abgeschaltet

H. Lamarr @, München, Sonntag, 08.07.2018, 20:57 (vor 441 Tagen) @ H. Lamarr

Ich könnte mir vorstellen, Jakob tischt ungeniert Schmäh von gestern auf, hat aber keine Ahnung von der aktuellen Technik. Wenn einer Ahnung davon hat, dann das eidgenössische Bundesamt für Energie (BfE). Deshalb habe ich dort angefragt, was an Jakobs Schreckensszenario dran ist.

Das BfE antwortete auf meine Anfrage:

Hochspannungsleitungen sind durch Schutzeinrichtungen, die im Millisekundenbereich reagieren, für solche und andere Störfälle ausgerüstet. Dabei wird an jedem Leitungsende in der Schaltanlage permanent Strom und Spannung gemessen und bei einer Überschreitung von Grenzwerten wird die Leitung automatisch durch die entsprechende lokale Schutzeinrichtung abgeschaltet. Das heisst sowohl eine Seilberührung als auch ein Seilriss würden automatisch und rechtzeitig erkannt werden.

Weitergehende Informationen erhalten Sie bei den Betreibern der Stromnetze oder Industriefirmen, welche die entsprechenden Schutzeinrichtungen liefern.

Den Namen des Ingenieurs, der mir diese Auskunft gab, nenne ich aus gutem Grund ;-) nicht. Denn 2014 kündigte ein tobender Gigaherz-Präsident an, alle in Frage kommenden Direktoren von schweizerischen Bundesämtern schriftlich davor zu warnen, mit dem IZgMF irgendwelche Korrespondenzen zu führen. Weiter wies er darauf hin, er werde rigoros vom schweizerischen Strafgesetzbuch Gebrauch machen und allen Bundesstellen klar machen, dass Amtsmissbrauch gemäß Art. 312 StgB mit bis zu 5 Jahren Zuchthaus bestraft werde. Großen Eindruck scheint der Gigaherz-Präsident beim BfE damit nicht gemacht zu haben. Dennoch möchte ich den freundlichen Auskunftgeber davor bewahren, von Herrn Jakob belästigt zu werden. Auch dies ist eine Form des Quellenschutzes.

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BfE vs. Gigaherz: Häuptling Jakob auf Kriegspfad

H. Lamarr @, München, Dienstag, 10.07.2018, 16:59 (vor 439 Tagen) @ H. Lamarr

Den Namen des Ingenieurs, der mir diese Auskunft gab, nenne ich aus gutem Grund ;-) nicht.

Meine Befürchtungen, der Gigaherz-Präsident könnte den BfE-Mitarbeiter belästigen, waren begründet. In einem wütenden Beitrag reagiert Hans-U. Jakob auf meine kurze Meldung und droht dem BfE unverzüglich mit einer gerichtlichen Auseinandersetzung.

Die hysterische Reaktion Jakobs erinnert an 2015. Damals war es die fachliche Unterstützung des Bafu für diesen Artikel, die den Gigaherz-Präsidenten in höchste Erregung verbrachte. Erfolg blieb Jakob seinerzeit verwehrt, er knurrte sich zwar hoch bis zu Bundesrätin Leuthard, das erhoffte Leckerli aber bekam er von ihr nicht. Warum er jetzt glaubt, die simple Meinungsverschiedenheit in einer Sachfrage mit dem BfE vor Gericht klären zu müssen, anstatt sich mit den Fachleuten des Amtes in Klausur zu begeben, das wissen gegenwärtig nur der Himmel und das tapfere Schneiderlein aus Schwarzenburg. Mein Erklärung: Jakob mag keine Workshops im kleinen Kreis, er liebt die großen öffentlichen Auftritte, selbst wenn er sich dabei regelmäßig bis auf die Knochen blamiert (Stichwort: Dschungelcamp).

Zur Sache selbst kann ich als Nachrichtentechniker nichts Brauchbares beitragen, meine Sympathien liegen jedoch beim BfE. Und nach meinen zahllosen Erfahrungen mit den "Kompetenzen" von Herrn Jakob (Beispiel) meine ich, dass das Amt auch fachlich nichts zu befürchten hat.

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Unterentwickeltes Textverständnis

H. Lamarr @, München, Dienstag, 10.07.2018, 18:33 (vor 439 Tagen) @ H. Lamarr

Zur Sache selbst kann ich als Nachrichtentechniker nichts Brauchbares beitragen, meine Sympathien liegen jedoch beim BfE.

Immerhin kann ich beurteilen, dass bereits Jakobs Vorspann blanker Stuss ist. Der 80-Jährige schreibt:

Das Schweizer Bundesamt für Energie lässt über eine kriminelle Organisation eine noch kriminellere Falschmeldung verbreiten. Nämlich dass 380’000Volt Stromschläge von einer umfallenden Höchstspannungsleitung überlebbar seien.

Was Jakob da behauptet haben weder das Amt noch ich jemals geäußert. Es ist wie immer: Jakobs unterentwickeltes Textverständnis spielt ihm einen Streich, er liest aus einem Text Sachverhalte heraus, die überhaupt nicht drinstehen. Also, das BfE behauptet NICHT, man könne 380-kV-Stromschläge überleben, sondern das Amt sagt sinngemäß, infolge schneller Notabschaltung komme es gar nicht erst zu solchen tödlichen Stromschlägen.

Vielleicht sollte ich Herrn Jakobs Ausführungen künftig erst einmal lesen, bevor ich etwas dazu schreibe. Denn selbst jetzt muss ich gestehen, dass ich nicht über den Vorspann hinausgekommen bin, zu gewiss bin ich mir aufgrund schlechter Erfahrungen mit diesem Präsidenten, dass auch der Rest seiner Ausführungen nur schwer zu ertragen sein wird.

Die "kriminelle Organisation", von der Jakob redet, ist mir ein Rätsel. Zuerst dachte ich, er meint damit das IZgMF. Da wir jedoch noch nicht einmal ein Verein sind, sondern nur zwei engagierte Privatleute aus München (meine Frau und ich), muss der Bannstrahl des Häuptlings wohl auf andere gerichtet sein, zumal meine Frau mit meiner Anfrage beim BfE nicht das geringste zu tun hat. Hält Jakob schon ein ihm widersprechendes Ehepaar für eine kriminelle Organisation? Mensch Meier, das wäre zu viel der Ehre, eine derartige Aufblähung erfuhren noch nicht einmal Bonnie und Clyde.

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Mehrfach rechtskräftig Verurteilte ...

H. Lamarr @, München, Dienstag, 10.07.2018, 19:01 (vor 439 Tagen) @ H. Lamarr

Die "kriminelle Organisation", von der Jakob redet, ist mir ein Rätsel. Zuerst dachte ich, er meint damit das IZgMF. Da wir jedoch noch nicht einmal ein Verein sind, sondern nur zwei engagierte Privatleute aus München (meine Frau und ich), muss der Bannstrahl des Häuptlings wohl auf andere gerichtet sein, zumal meine Frau mit meiner Anfrage beim BfE nicht das geringste zu tun hat. Hält Jakob schon ein ihm widersprechendes Ehepaar für eine kriminelle Organisation? Mensch Meier, das wäre zu viel der Ehre, eine derartige Aufblähung erfuhren noch nicht einmal Bonnie und Clyde.

Ogottogott, Jakob meint tatsächlich meine ganz und gar unschuldige Frau und mich! Etwas weiter unten in seinem Pamphlet schreibt er:

Um dieses Horrorszenario mit mehreren bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Menschen und lebenslänglich mit schwersten Brandwunden verstümmelten Überlebenden zu dementieren, muss nun unser Bundesamt für Energie die in München domilizierte Auftragsmobbing- und Rufmordagentur des Stephan und der Heidrun Schall zu Hilfe nehmen. Dass es sich bei diesen Leuten um in Deutschland wegen Mobbing und Rufmord mehrfach rechtskräftig Verurteilte handelt, scheint das Bundesamt für Energie nicht zu stören.

Tja, was soll ich dazu noch sagen, was nicht schon längst gesagt ist?

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Querulant, Kriminelle, Cyber-Mobbing

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