Bundesnetzagentur will nationales Roaming erlauben (Allgemein)

Gast, Samstag, 10.02.2018, 20:56 (vor 1351 Tagen)

Nationales Roaming in schlecht mit Mobilfunk versorgten Gebieten könnte den Nutzern sehr helfen. Die Bundesnetzagentur hat zwar Bedenken, ist aber nicht prinzipiell dagegen.

Die Bundesnetzagentur ist grundsätzlich offen für nationales Roaming der drei Mobilfunkbetreiber in Deutschland. Eine Behördensprecherin sagte Golem.de auf Anfrage: "Grundsätzlich ist eine Einigung der drei Mobilfunknetzbetreiber zur Versorgung der ländlichen Räume durch National Roaming auf freiwilliger Basis denkbar. Mit Blick auf eine Verpflichtung zum National Roaming ist aber zu berücksichtigen, dass dies einen erheblichen Eingriff in die Rechte der bestehenden Wettbewerber darstellen würde." Die Bundesnetzagentur begrüße jedoch grundsätzlich Kooperationen der Mobilfunknetzbetreiber beim Ausbau der Netze.

Die geplante große Koalition will laut einem Papier der Arbeitsgruppe Digitales das Kartellrecht in dünner besiedelten Regionen ändern, und Kooperation und nationales Roaming ermöglichen.

Was ist nationales Roaming?

Beim National Roaming könnten sich Mobilfunkgeräte automatisch in das beste verfügbare Netz am jeweiligen Standort einbuchen. Wenn etwa im Heimnetz nur eine GSM-Versorgung verfügbar wäre, aber ein anderer Netzbetreiber 4G bietet, könnte das Gerät sich automatisch in das bessere Netz einwählen.

Nationales Roaming wurde schon gemacht

Im Januar 2016 begann die Telefónica mit der bundesweiten Zusammenführung der UMTS- und GSM-Netze von O2 und E-Plus. Mitte 2016 wurde auch eine gemeinsame LTE-Nutzung ermöglicht. Das nationale Roaming wurde zuerst bei GSM schrittweise in ganz Deutschland aktiviert.

Die Telefónica bot im Juli 2016 der Deutschen Telekom laut einem Medienbericht an, bei Netzausfällen im Mobilfunk zusammenzuarbeiten. Nach einem Telekom-Netzausfall schickte der spanische Konzern ein Angebot an den Konkurrenten, sich bei Ausfällen zu unterstützen. Zuvor wurde berichtet, dass zwischen Telekom und Vodafone Gespräche auf technischer Ebene über eine Lösung für Netzausfälle liefen. "Wir stehen hier noch ganz am Anfang", sagte ein Telekom-Sprecher. Denkbar wäre ein nationales Roaming, bei dem zumindest bei der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation das jeweils andere Netz einspringt. Angaben zu einem Zeitplan für eine Einigung machten die Betreiber nicht.

Nachfragen von Golem.de zum heutigen Stand der Gespräche zum nationalen Roaming zwischen Vodafone und Telekom haben die Betreiber in dieser Woche nicht beantwortet.

Quelle: golem.de

Hintergrund
National Roaming: Wenn Netzbetreiber sich Sendemasten teilen

Tags:
Roaming, BNetzA

Bundesnetzagentur will nationales Roaming erlauben

hans, Samstag, 10.02.2018, 23:30 (vor 1351 Tagen) @ Gast

Zu Anfangszeiten von Orange hatten die ein nationales Roaming mit Swisscom. War eine ganz gute Sache und sollte eigentlich zwingend vorgeschrieben werden. Ich sehe jedenfalls keinen Grund der dagegen spricht.

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Hunde die bellen beissen nicht. Wuff.
Ein Gnadenschuss wäre eine schnelle und menschliche Lösung (Zitat Eva Weber, München)

Bundesnetzagentur will nationales Roaming erlauben

Der Rutengeher ⌂ @, Kirchberg im Holzland, Montag, 12.02.2018, 21:12 (vor 1349 Tagen) @ Gast


Die Telefónica bot im Juli 2016 der Deutschen Telekom laut einem Medienbericht an, bei Netzausfällen im Mobilfunk zusammenzuarbeiten. Nach einem Telekom-Netzausfall schickte der spanische Konzern ein Angebot an den Konkurrenten, sich bei Ausfällen zu unterstützen. Zuvor wurde berichtet, dass zwischen Telekom und Vodafone Gespräche auf technischer Ebene über eine Lösung für Netzausfälle liefen. "Wir stehen hier noch ganz am Anfang", sagte ein Telekom-Sprecher. Denkbar wäre ein nationales Roaming, bei dem zumindest bei der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation das jeweils andere Netz einspringt. Angaben zu einem Zeitplan für eine Einigung machten die Betreiber nicht.

Als O2 Telefonica noch Interkom hieß, gab es dies bereits.
Damals gab es ein Kooperation mit der Telekom welche im ländlichen Raum wesentlich besser empfangbar war.

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Leben und Leben lassen

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mit Herz, Leib und Seele!

Bundeskartellamt prüft nationales Roaming von Vodakom

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 10.09.2020, 21:59 (vor 408 Tagen) @ Gast

Auszug aus handelsblatt.com vom 9. September 2020.

Eine Vereinbarung zum gemeinsamen Netzausbau von Deutscher Telekom und Vodafone hat das Bundeskartellamt auf den Plan gerufen. „Im Moment ist das Bundeskartellamt in Kontakt mit den Kooperationsbeteiligten und weiteren Marktteilnehmern“, sagte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, dem Handelsblatt.

Telekom und Vodafone hatten im Februar angekündigt, in Regionen mit schlechtem Mobilfunkempfang – sogenannte „graue Flecken“ – an 4000 Standorten gemeinsam das Netz auszubauen. Die Betreiber wollen sich den Aufwand teilen und gegenseitig Zugang zu den Standorten gewähren. Das Kartellamt will prüfen, ob dadurch Rivalen wie Telefónica oder 1&1 Drillisch benachteiligt werden könnten. [...]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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