Landtagswahl Bayern: ödp noch immer auf Anti-Mobilfunk-Kurs (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 02.02.2018, 12:53 (vor 672 Tagen)

Wer dachte, die ödp hätte für die Landtagswahl 2018 in Bayern von ihren verschrobenen Standpunkten zum "Risiko Mobilfunk" endlich abgelassen, der hat sich getäuscht. Im Wahlprogramm der ödp rangiert das peinliche Thema zwar nur noch auf den hinteren Plätzen (ab Platz 78 von 125), aus dem Programm genommen, wie bei anderen Parteien, wurde es jedoch nicht. Doch wer unten die kleine Auswahl "guter Gründe" betrachtet, im Herbst die ödp zu wählen, darf feststellen, dass in Würzburg der Schnee längst vergangener Jahre partout nicht schmelzen möchte. Für mich u.a. gute Gründe, die ödp gerade eben nicht zu wählen – wegen Weltfremdheit und schräger Lagebeurteilung.

Auszug aus dem Wahlprogramm der ödp für die Landtagswahl 2018 in Bayern:

Gesundheitsvorsorge beim Mobilfunk!

Grund Nr. 78
Die ÖDP setzt sich für eine baurechtliche Genehmigungspflicht aller Sendeanlagen der Versorgungsebene ein!
Die bisherige Freistellung von Sendeanlagen von der Baugenehmigungspflicht
(10 m-Freigrenze) ist abzuschaffen.

Grund Nr. 79
Grenzwerte und Planungskonzepte müssen sich am Gesundheitsschutz orientieren!
Die von Staat und Industrie propagierte Sorglosigkeit im Umgang mit Mobilfunkstrahlung
ist fahrlässig und gefährlich. Wir verlangen die Orientierung aller
Planungen und Grenzwerte am vorsorgenden Gesundheitsschutz.

Bayern muss auf eine rasche und wirksame Verschärfung der Grenzwerte für die
Übertragung von Funkwellen drängen. Die Planung von Sendenetzen, einschließlich
Tetrafunk [sik!], muss den Aspekt des vorsorgenden Gesundheitsschutzes zwingend und
wirksam berücksichtigen.

Grund Nr. 80
Gesundheitsrisiken durch drahtlose Telekommunikationstechnik vermindern!
Drahtlose Computernetzwerke (WLAN), schnurlose Digitaltelefone (DECT) und
andere funkbasierte Kommunikationstechnologien (z. B. Bluetooth) erhöhen, ebenso
wie Mobilfunksendeanlagen, das Gesundheitsrisiko. In Kindergärten, Schulen,
Krankenhäusern und sonstigen öffentlichen Gebäuden ist mit Unterstützung des
Freistaates Bayern (gemäß den Empfehlungen des Bundesamtes für Strahlenschutz)
auf diese Technologien zu verzichten.
Wir fordern verbindliche Grenzwerte für Telekommunikationstechnik und alle
strahlenden und funkenden Geräte im Haushaltsbereich [sik!].

Grund Nr. 81
Schnelles DSL für Stadt und Land! Glasfaser statt Funk!
Der Freistaat Bayern muss flächendeckend für leistungsfähige kabelgebundene
Übertragungswege [sik!] sorgen.

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Tags:
ödp, Bayern, Wahlprogramm

ödp - Populismus statt verantwortungsvolle Politik

KlaKla, Samstag, 03.02.2018, 09:47 (vor 671 Tagen) @ H. Lamarr

Grund Nr. 79
Grenzwerte und Planungskonzepte müssen sich am Gesundheitsschutz orientieren!
Die von Staat und Industrie propagierte Sorglosigkeit im Umgang mit Mobilfunkstrahlung ist fahrlässig und gefährlich. Wir verlangen die Orientierung aller Planungen und Grenzwerte am vorsorgenden Gesundheitsschutz. ...

Ohne weitere Überlegung, eine leicht verständliche Forderung für ödp-Standpersonal und interessierte Laien. Nebenbei unterstützt man so auch noch Nutznießer und Selbstdarsteller. In all den Jahren hat die ödp nichts dazugelernt. Warum auch, es ist nur eine Splitterpartei, erfolgreich im Trittbrettfahren. Am Leben gehalten wird die Partei von denen die ein politische Amt inne habe und eine Hand voll gutgläubiger Idealisten. Erfolgreichster ödp Populist, em. Prof. Dr. Klaus Buchner, Vorstandsmitglied der KO-Ini. Er hat keine Bedenken, mit Deutschlands bekanntesten Ex-Tabaklobbyisten Dr. Franz X. Adlkofer zu kooperieren.
Shame on you, Prof. Adlkofer :-D

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
ödp, Doppelmoral, Tabak, Buchner, Adlkofer, Passivrauchen, Wahlkampf, Populismus, Ex-Tabaklobbyist

Landtagswahl Bayern: ÖDP erreicht 1,6 Prozent Stimmenanteil

H. Lamarr @, München, Montag, 15.10.2018, 19:17 (vor 417 Tagen) @ H. Lamarr

Für mich u.a. gute Gründe, die ödp gerade eben nicht zu wählen – wegen Weltfremdheit und schräger Lagebeurteilung.

Bei der Landtagswahl in Bayern hat die ÖDP (seit 2010 nicht mehr ödp) die angestrebte Verdreifachung ihres Stimmenanteils verfehlt. Statt die 2,0 Prozent von der Wahl 2013 auf diesmal 6 Prozent auszubauen, fielen die Ökologen auf 1,6 Prozent zurück. Schuld daran war sicher nicht die Haltung der ÖDP in der Mobilfunkdebatte, sondern die Konzentration des Wählerinteresses auf die größeren Parteien, was nahezu allen etablierten Klein- und Kleinstparteien Stimmen kostete. Bei der vorangegangenen Landtagswahl in Bayern erhielt die ÖDP 239'425 Stimmen (Erst- und Zweitstimmen), diesmal waren es mit 211'784 rd. 27'640 weniger. Die Idee der ÖDP-Strategen, kurz vor der Wahl mit dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ist offensichtlich nicht aufgegangen. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass ohne diesem Volksbegehren die Verluste für die ÖDP größer ausgefallen wären. Ihr mit 2,1 Prozent bislang bestes Ergebnis in Bayern hatte die ÖDP 1994, ihr schlechtestes mit 0,4 Prozent 1982, dem Jahr der Parteigründung. Seit 2003 erzielte die Partei bei den Bayerischen Landtagswahlen 3-mal nacheinander 2,0 Prozent.

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ödp, Landtagswahl

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