Gigaherz-Präsident Jakob: der Plagiator (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 12.12.2017, 23:00 (vor 1820 Tagen)

Gigaherz-Präsident Jakob ist als Ex-Elektriker Starkströmler, von Nachrichtentechnik versteht er so viel wie ich von Volkswirtschaft, nämlich nichts. Trotzdem meint Jakob sich über technische Eigenschaften der kommenden Mobilfunktechnik 5G auslassen zu müssen, obwohl deren Spezifikationen noch gar nicht fertig definiert sind. Der Jakob-Sprech über 5G liest sich dann u.a. so:

Kommentar von Gigaherz:
Jetzt zeichnet sich langsam ab, was 5G eigentlich will und angeblich können soll:

Bis 100 mal höhere Datenrate als heutige LTE-Netze also bis zu 10’000 MBit/s
Mit einer rund 1000-Fach höhere Kapazität
Weltweit 100 Mrd. Mobilfunkgeräte gleichzeitig ansprechbar.

10’000 MBit/s. Das ist 100 Mal mehr, als LTE-CAT3 mit den gängigen 100 MBit/s. Ein 5G-Smartphone oder Laptop mit 5G-Stick, könnte dann mobil 625 Mal schneller einen Film laden, als der beste DSL-Anschluss. Der Inhalt einer prall gefüllten DVD wäre in nur 3,6 Sekunden fertig geladen! Man würde kaum merken, dass der Download überhaupt gestartet ist, bevor er endet. Also fast unvorstellbare Geschwindigkeiten!

Nanuchen, was ist denn da passiert?

Ist der Heilige Geist über Schwarzenburg geflogen und hat aus einem Dilettanten mit einem Flügelschlag einen durchlauchten 5G-Experten gemacht? Mitnichten! Das kann es nicht sein, denn das Haus von Hans-U. Jakob liegt weit abseits der Flugroute des Heiligen Geistes.

Okay, aber die Ausführungen lassen den Schwachsinn vermissen, den Jakob üblicherweise in seine Beiträge einfließen lässt und der innerhalb und außerhalb der Schweiz bei einer kleinen Fangemeinde wegen des hohen Unterhaltungswertes geschätzt wird! UMTS hat er anfangs für ein chinesisches Reisgericht gehalten. Und jetzt referiert er ganz gelassen über LTE-CAT3, als ginge es um eine schnöde Quadraturamplitudenmodulation. Das verstehe wer will ...

Um es kurz zu machen: Jakob hat alle seine obigen Ausführungen – geklaut. Teils sogar wörtlich. Und das, obwohl er "Kommentar von Gigaherz" drüberschreibt. Das nennt man nach den Regeln der Abschreibkunst "Plagiat", denn Jakob macht seinen Raubzug bei anderen mit nichts kenntlich, gibt die Beute frech wie Karl-Theodor als seine Eigenleistung aus. Bedient hat sich Jakob auf der Website www.lte-anbieter.info, die geklauten Passagen findet man mühelos <hier>.

Und die Moral von der Geschicht': Trau' dem Jakob Hansi nicht!

Wird dingfest gemachten Plagiatoren üblicherweise ihr akademischer Titel aberkannt, will mir nichts einfallen, was Jakob aberkannt werden könnte. Denn akademische Würden sucht man bei ihm genauso vergeblich wie Anstand.

Hintergrund
Gravierender Fehler im 5G-Appell von Lennart Hardell

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Jakob, 5G-Appell, Plagiat

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