Das dunkle Geheimnis der Eva W. (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 31.10.2017, 15:27 (vor 742 Tagen)

Die Frühzeit von Eva W.s Karriere als Mobilfunkgegnerin liegt im Dunkeln. Bei Gigaherz wurde sie erstmals am 6. Dezember 2006 aktenkundig als Elisabeth Buchs den berühmt-berüchtigten Brief der Münchenerin vom 3. Dezember 2006 an den Präsidenten des Bundesamts für Strahlenschutz ins Gigaherz-Forum einstellte.

Bei der seinerzeit noch lebendigen Bürgerwelle hat Frau W. keine nennenswerten Spuren hinterlassen.

Dafür, dass Frau W. bereits vor dem Dezember 2006 in der Szene aktiv war, gibt es im www nur zwei Belege:

  • Am 18. März 2005 schrieb W. für das (rote) Kasuistikenheftchen von Dr. med. C. Waldmann Selsam eine Fallschilderung, die allerdings im April 2005 nicht in die erste Auflage des Heftchens einfloss, sondern erst ab der Auflage vom September 2007 zu finden ist.
  • Am 22. Oktober 2005 trat sie auf einer "Ärztetagung" auf, die von den üblichen Verdächtigen in Fürth arrangiert worden war.

Was W. auf der "Ärztetagung" sagte, ist u.a. in diesem PDF überliefert. Die wichtigsten Passagen daraus lauten:

Ich bin 65 Jahre alt. [...]
Ab Mitte Dezember 2004 bekam ich plötzlich immer größere gesundheitliche Probleme [...]
Die Suche nach einem besseren Schlafplatz im Haus war erfolglos. Ich hatte überall die gleichen Beschwerden.[...]
Die in etwa 110 Metern Entfernung von meinem Haus stehende Mobilfunkantenne – die sich dort seit dem Jahr 2000 befand – hatte ich nicht beachtet, [...]
Ende Januar 2005 erfuhr ich, dass diese GSM-Antenne Mitte September 2004 um UMTS erweitert worden war. [...]

Wer W.s Fallschilderung vom März und ihre Darstellung vom Oktober vergleicht, wird auf einige bemerkenswerte Abweichungen stoßen. So kann sie sich nicht entscheiden, ob "ihr" Mobilfunkmast (Von-Kahr-Straße 61) nun seit 2000 oder seit 2001 existiert.

Glaubt man der Schilderung von W., hat sie seit Dezember 2004 gesundheitliche Probleme und führt diese ab Januar 2005 auf die Mitte September 2004 stattgefundene UMTS-Erweiterung eines seit 2000/2001 vorhandenen GSM-Mobilfunkmasten zurück.

Doch an dieser Schilderung kann etwas nicht stimmen.

Denn schon am 29. Juli 2004 veranstaltete Franz T. in München-Allach, nur 30 Gehminuten von Frau W. entfernt, eine Demonstration gegen einen Sendemasten (Bild). Meine Frau war damals in dem Aktionsbündnis Funkpause aktiv und kannte Frau W. ihrer Erinnerung nach von deren Besuch auf dem Stand der Funkpause anlässlich des Streetlife-Frühjahrsfestivals im Juni 2004. Als meine Frau und ich auf dem Weg zu T.s Demo waren, trafen wir kurz vor dem Ziel auf Frau W., die in Begleitung von zwei Frauen ebenfalls der Demo zustrebte. In einer der beiden Frauen meint meine Frau eine in Münchener Anti-Mobilfunk-Kreisen bekannte EHS erkannt zu haben, beschwören möchte sie dies jedoch nicht. Fakt ist: W. war am 29. Juli 2004 als Besucherin auf T.s Anti-Mobilfunk-Veranstaltung [Berichtigung beachten!, Admin]. Eigenen Angaben zufolge will sie jedoch erst im Januar 2005 erstmals den Verdacht gehabt haben, Mobilfunk sei an ihrem Leiden schuld.

Demonstration vom 29.07.2004 gegen Mobilfunk-Sendemast in München-Allach
[image]
Foto: IZgMF

Und auch diese Frage muss erlaubt sein: Wie kommt es, dass Frau W. den GSM-Funkmast zwischen drei und vier Jahre gänzlich folgenlos für ihr Befinden bis Mitte Dezember 2004 ertragen konnte, danach aber auf sämtliche neuen Funkdienste (UMTS, LTE1800, W-Lan, LTE900) äußerst heftig reagierte? Auf diese Frage gibt es diverse spekulative Antworten, das Gros davon ist unglaubwürdig und dem Reich der pseudowissenschaftlichen Esoterik zuzuordnen. Meine Antwort ist: Frau W. hat den "Elektrosensiblen"-Zug bei GSM verpasst und die Chance genutzt, bei der Haltestelle UMTS aufzuspringen. Damals hat sie sich keine Gedanken darüber gemacht, wie sie erklären könnte, warum sie nicht auch schon auf GSM reagierte. Wozu auch, eine plausible Erklärung dafür gibt es ohnehin nicht.

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Von der Autobahn des Lebens aufs Abstellgleis

KlaKla, Dienstag, 31.10.2017, 18:46 (vor 742 Tagen) @ H. Lamarr

Am 22. Oktober 2005 trat sie auf einer "Ärztetagung" auf, die von den üblichen Verdächtigen in Fürth arrangiert worden war.

Was W. auf der "Ärztetagung" sagte, ist u.a. in diesem PDF überliefert. Die wichtigsten Passagen daraus lauten:

Ich bin 65 Jahre alt. [...]

Ich denke, die Leere nach einem erfülltem Berufsleben musste gefüllt werden. Soweit mir bekannt, ist sie ja alleinstehend, ohne Kinder. Vielen fällt dann einfach die Decke auf den Kopf. Warum also nicht, sich einer "nützlichen" Sache anschließen, bevor man in eine schwere Depressionen fällt. Leider ist bei ihr noch nicht angekommen, dass man Langeweile auch mit ehrenamtlicher Tätigkeit bekämpfen kann. Hier nur mal ein Beispiel: Aktion Mensch

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Das dunkle Geheimnis der Eva W.

H. Lamarr @, München, Dienstag, 31.10.2017, 22:19 (vor 742 Tagen) @ H. Lamarr

Fakt ist: W. war am 29. Juli 2004 als Besucherin auf T.s Anti-Mobilfunk-Veranstaltung.

Wie kam es überhaupt dazu, dass Frau W., zu dieser Zeit in die Münchener Anti-Mobilfunk-Szene noch nicht integriert, zu Franz T.s Demo erschien? Danach gefragt hatte Franz heute zwei Erklärungen. So könnte es sein, dass Frau W. ihn angerufen und er sie zur Demo eingeladen hat, nach 13 Jahren kann er sich daran jedoch nicht erinnern. Dazu muss man wissen, dass T. zur fraglichen Zeit beste Kontakte zur Redaktion eines lokalen Gratisblattes hatte und daher häufig darin vertreten war. Auch W.s Wohnsitz liegt im Einzugsbereich dieses Gratisblattes. Ergo lautet T.s zweite Erklärung: Frau W. hat allein über das Gratisblatt von der Demo erfahren. Eine vorgelagerte persönliche Bekanntschaft der beiden, wie von mir vermutet, gab es laut T. nicht, er lernte Frau W. erst aufgrund seiner damaligen Aktivitäten als Mobilfunkgegner kennen. Die Anti-Mobilfunk-Infektion T.s dauerte nur zwei Jahre, bereits 2006 distanzierte er sich öffentlich von seinem Infektionsherd, inzwischen hat er auch seine Website zum Thema stillgelegt.

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Das dunkle Geheimnis der Eva W.

KlaKla, Mittwoch, 01.11.2017, 09:02 (vor 741 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 01.11.2017, 09:37

Auszug: TAZ
Im Dez. 2004 bekam ich unerklärliche gesundheitliche Beschwerden, hielt es im Schlafzimmer im 1. Stock nicht mehr aus. Ich hatte das Gefühl tiefer zu müssen. Ich wanderte ins Parterre und dann in den Keller. Ging ich in südl. Richtung zum Einkaufen, verschwanden die Beschwerden, kam ich zurück, begannen sie wieder. Rätselhaft! Wochen später kam Info von der Stadt, dass auf den schon Jahre bestehenden GSM-Mast, ca. 100m nördl. meines Anwesens, noch UMTS kam. ...

Im Merkur heißt es, es liegt 12 Jahr zurück, dass wäre dann 2005.

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Frau W. berichtigt Interpretation des Merkur-Artikels

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 01.11.2017, 21:04 (vor 741 Tagen) @ KlaKla

Im Merkur heißt es, es liegt 12 Jahr zurück, dass wäre dann 2005.

Frau W. teilte dem IZgMF heute mit, das Interview des Merkur habe bei ihr am 23. März 2016 stattgefunden.

Dies können wir nicht prüfen, Tatsache ist dass der entsprechende Merkur-Artikel gegenwärtig das Publikationsdatum "Aktualisiert: 11.04.17" zeigt. Ein Verzug von fast 1 Jahr zwischen Interview und Publikation ist für Leser des Beitrags weder erkennbar noch anzunehmen, üblicherweise darf angenommen werden, Interviews würden zeitnah publiziert.

Von diesem Publikationsdatum zwölf Jahre zurück gerechnet, liegt die von Merkur als "Horrornacht" geschilderte Nacht, in der sich gemäß dem Beitrag alles im Leben von Eva W. änderte, im April 2005. Den neuen Angaben von Frau W. zufolge war die "Horrornacht" hingegen schon im März 2004. Der Einwand von Frau W. trägt aus meiner Sicht zur Klärung der Umstände nicht bei, er irritiert vielmehr noch mehr. Denn älteren Angaben von Frau W. zufolge (siehe oben im Strang) begann ihre Leidensgeschichte ziemlich vage "Mitte Dezember" 2004 zwar plötzlich, von einer wegweisenden "Horrornacht" war damals jedoch keine Rede.

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Mein Name ist Hase ...

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 01.11.2017, 22:21 (vor 741 Tagen) @ H. Lamarr

Einer der Ankerpunkte in Frau W.s Argumentation ist der Umstand, sie hätte Mitte Dezember 2004 angefangen unter UMTS zu leiden, ohne zu wissen, dass auf dem GSM-Masten, den sie kannte aber nicht weiter beachtet hat, UMTS hinzu gekommen sei. Weil Ankerpunkte wichtig sind, sollte man meinen Frau W. schildere den beschriebenen Umstand in der Gedankenführung reproduzierbar. Dies aber trifft nicht zu wie die folgenden Beispiele zeigen:

18. März 2005: Dies alles war, ohne dass ich wusste, dass sich am Mast etwas geändert hat. Dies sah ich zufällig am 12. Januar 2005, als ich zum Bus ging.

22. Oktober 2005: Ende Januar 2005 erfuhr ich, dass diese GSM-Antenne Mitte September 2004 um UMTS erweitert worden war.

11. April 2017: Als im Dezember 2004 massive gesundheitliche Probleme auftraten, ahnte ich nicht woher. Durch die Stadt erfuhr ich ca. 6 Wochen danach, dass UMTS dazu kam [...]

Bereits 2010 kreisten wir um echte und vermeintliche Widersprüche in Frau W.s Schilderungen.

Wer oder was infizierte Frau W. mit Mobilfunkphobie?
Trotz der vielen Wortmeldungen von Frau W. ist es mir bislang nicht gelungen eine Antwort auf die Frage zu finden, wie sie auf die Idee kam, Mobilfunk sei für ihren ab Mitte Dezember 2004 entgleisten Gesundheitszustand verantwortlich. Wenn sie schreibt "Ende Januar 2005 erfuhr ich, dass diese GSM-Antenne Mitte September 2004 um UMTS erweitert worden war", dann muss sie ja zuvor eine entsprechende Frage gestellt haben. Irgendwann vor Ende Januar 2005 aber nach Mitte Dezember 2004 muss sie mit Mobilfunkphobie infiziert worden sein, doch durch was oder durch wen, das hat sie bisher mWn noch nicht erzählt. Der Anblick des Sendemasten am 12. Januar 2005 kann es nicht gewesen sein. Denn dieser Mast wurde ja laut W. bereits im September 2004 mit UMTS ausgestattet, sie sollte also seither bereits mehre Male an diesem Mast vorbeigelaufen sein, ohne von dem Umbau Notiz genommen zu haben. Am 12. Januar aber tat sie es. Warum? Und warum bringt sie ihren ab Mitte Dezember verschlechterten Gesundheitszustand überhaupt in Verbindung mit dem Sendemast, wenn dieser doch schon im September mit UMTS ausgestattet wurde? War, rein zufällig versteht sich, der Betriebsbeginn der neuen UMTS-Antennen womöglich erst Mitte Dezember 2004, und wenn es so ist, konnte Frau W. davon Wind bekommen haben?

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KlaKla, Donnerstag, 02.11.2017, 07:45 (vor 740 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Donnerstag, 02.11.2017, 08:36

Wer oder was infizierte Frau W. mit Mobilfunkphobie?

Viele Medien berichteten über Bürgerprotest. In München soweit meine Erinnerung, in Pasing, Freimann, Schwabing, Trudering, Riem, Allach oder in der Fasanerie, in der Schneeglöckchenstraße. Aktive Frontleute in München waren damals Sigi Zwerenz, Dr. Scheiner, Dr. Scheingraber, Dr. Klaus Buchner, Baubiologe Herbert Danner, der Landtagsabgeordnete Volker Hartenstein später Martin Runge. Das Bürgerbegehren der ÖDP und die Anhörungen im Bayerischen Landtag und das Gräfelfinger Modell sorgten für viel Stoff. Und wenn ich mich recht erinnere auch noch die Reflex-Studie und das Spektakel aus Oberammgau.

Es ist mMn also durchaus möglich, dass Eva W. am Gartenzaum mit einer Nachbarin ins ratschen kam. Wie man dem Posting "870 µW/m² im Garten von E. Weber" entnehmen kann, war es ja nicht Eva, die sich bei der Stadt wegen dem Sendemast erkundigte sondern eine Nachbarin. Von der hat man jedoch nichts wahrgenommen. Ihre anfängliche Besorgnis scheint sich gelegt zu haben.

Zitat Eva Juli 2010: Nach Erkundigungen bei der Stadt, übrigens durch eine Nachbarin, erhielt ich den Antennenplan. Wohlgemerkt ca. 6 Wochen nach Beginn der Beschwerden. Die 200 Grad Sektorantenne läuft exakt auf mein steiles querstehendes Dach und UMTS wurde aufgerüstet.

Im Okt. 2015 wird klar, dass Haus von Eva lag nie im Hauptstrahl.
Im April 2017, Merkur Artikel "Das Große Leiden unterm Funkmast" steht dann:

Weber zieht eine diagonale Linie durch ihre Küche: „Der Strahl geht hier so durch.“

Sie scheint mMn nicht mehr wahrzunehmen was das über ihre Glaubwürdigkeit aussagt. Dem Autor, Til Huber kann das alles egal sein. Er hatte seine Story.

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H. Lamarr @, München, Donnerstag, 02.11.2017, 12:08 (vor 740 Tagen) @ KlaKla

Im Okt. 2015 wird klar, dass Haus von Eva lag nie im Hauptstrahl.

Am Linkziel ist dies nicht ersichtlich, <hier> aber schon.

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Evas Glaubwürdigkeit auf dem Prüfstand

KlaKla, Freitag, 03.11.2017, 08:20 (vor 739 Tagen) @ KlaKla

Im April 2017, Merkur Artikel "Das Große Leiden unterm Funkmast"

Dieser Artikel hat eine rege Diskussion ausgelöst. Auch Eva beteiligte sich.
Unter anderen zweifelte Herr Hornauer ihre EHS an und bot ihr erneut einen "Individualtest" an.

Auszug ihrer Antwort dazu:

... Es muss genügen, dass ich mich zweimal beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, wobei der zweite Versuch an das Bundesamt für Strahlenschutz weitergeleitet wurde, als Probandin beworben habe. Für die Absagen kann ich nichts.

Nun, dass sehe ich anders. Sie wurde nicht abgelehnt, wie man hier nachlesen kann. Sie kam einfach zu spät. Diese Erkenntnis brachte die Diskussion mit ihr, hier im Forum, im Sommer 2010.

Nun könnte man wohlwollend sagen, Eva irrt, sie ist nicht mehr die Jüngste und bringt da was durcheinander. Ich denke aber sie setzt ihre Fehlinterpretation bewusst ein, in der Hoffnung, ihre Aussage wird nicht hinterfragt und der Merkur zensiert unliebsame Leserkommentare oder schaltet diese gar nicht erst frei. Damit liegt sie mMn auch ganz richtig. Denn der Merkur lebt auch von derartigen Geschichtenerzählern. Drunter leiden tut nur die Glaubwürdigkeit des Geschichtenerzählers, bei denen die die Hintergründe kennen.

Hintergrund
Blinde-Kuh-Test mit Personendosimeter
Ein EHS-Schnelltest für Eva W.
Neuer Schnelltest für Eva W., mit Belohnung im Erfolgsfall
Wenn selbst Mini-EHS-Tests scheitern ...

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Das dunkle Geheimnis: Gegendarstellung von Eva W.

H. Lamarr @, München, Montag, 13.11.2017, 23:50 (vor 729 Tagen) @ H. Lamarr

Doch an dieser Schilderung kann etwas nicht stimmen.

Denn schon am 29. Juli 2004 veranstaltete Franz T. in München-Allach, nur 30 Gehminuten von Frau W. entfernt, eine Demonstration gegen einen Sendemasten (Bild). Meine Frau war damals in dem Aktionsbündnis Funkpause aktiv und kannte Frau W. ihrer Erinnerung nach von deren Besuch auf dem Stand der Funkpause anlässlich des Streetlife-Frühjahrsfestivals im Juni 2004. Als meine Frau und ich auf dem Weg zu T.s Demo waren, trafen wir kurz vor dem Ziel auf Frau W., die in Begleitung von zwei Frauen ebenfalls der Demo zustrebte. In einer der beiden Frauen meint meine Frau eine in Münchener Anti-Mobilfunk-Kreisen bekannte EHS erkannt zu haben, beschwören möchte sie dies jedoch nicht. Fakt ist: W. war am 29. Juli 2004 als Besucherin auf T.s Anti-Mobilfunk-Veranstaltung.

Eva W. gab dem IZgMF mit E-Mail bekannt, die obige Darstellung sei unrichtig. Richtig sei, dass sie weder den Stand der Funkpause anlässlich des Streetlife-Frühjahrsfestivals im Juni 2004 besuchte noch am 29. Juli 2004 die Demonstration von Franz T. in München-Allach.

Meine Frau und ich bleiben bei der oben geschilderten Darstellung, Beweise (z.B. Fotos) für den Besuch von Frau W. auf der Demonstration haben wir jedoch nicht. So steht Aussage gegen Aussage.

Frau W. teilte weiter mit, ihre Kasuistik sei bereits in der Auflage 2005 des (roten) Sammelbandes von Dr. med. Waldmann-Selsam enthalten (nicht erst in der Auflage 2007).

In diesem Punkt hat Frau W. recht, meine Darstellung ist unrichtig.

Weiter teilt Frau W. mit, sie sei nicht 2004 (mit 65 Jahren) aus dem Berufsleben ausgeschieden, sondern acht Jahre zuvor (drei Jahre Vorruhestand und fünf Jahre Rente). In diesen acht Jahren sei es ihr nicht, wie Teilnehmer "KlaKla" mutmaßte langweilig geworden, vielmehr sei dies eine herrliche Zeit gewesen.

Hinweise: Frau W. verlangte ursprünglich die Löschung meines Postings, ging dann aber auf mein Angebot ein, eine Gegendarstellung zu verfassen. Eine formal richtige Gegendarstellung, die sich, wie von mir eingefordert, allein mit unrichtigen Tatsachenbehauptungen befasst, wollte ihr aber trotz Unterstützung nicht gelingen. Deshalb habe jetzt ich die Gegendarstellung anhand der Angaben von Frau W. und für sie verfasst, nicht aber in ihrem Auftrag, sondern freiwillig und ohne ihr Wissen.

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Rehabilitation: Eva W. sagt die Wahrheit!

H. Lamarr @, München, Sonntag, 19.11.2017, 15:49 (vor 723 Tagen) @ H. Lamarr

Fakt ist: W. war am 29. Juli 2004 als Besucherin auf T.s Anti-Mobilfunk-Veranstaltung.

Meine Behauptung ist falsch, Eva W. war am 29. Juli 2004 nicht auf der besagten Anti-Mobilfunk-Veranstaltung. Ich entschuldige mich in aller Form bei Frau W. für meinen Irrtum!

Hintergrund
Nachdem mein Posting im IZgMF-Forum erschien schrieb mir Frau W. mehrere Mails, in denen sie nicht nur ihre Empörung zum Ausdruck brachte, sondern zudem ihre Sicht der Dinge schilderte. Darunter war auch der Hinweis, sie sei nicht 2004, wohl aber im Juni 2005 auf einer von Franz T. veranstalteten Demonstration in der August-Föppl-Str. gewesen. Meine Frau und ich waren hingegen sicher, sie schon im Juli 2004 an gleicher Stelle gesehen zu haben.

Wegen des Hinweises von W. auf 2005 sichtete meine Frau noch einmal unser Archiv – und wurde fündig. Fotos belegen, Frau W. war 2005 bereits mit der für sie typischen Schirmmütze zugegen gewesen. Fotos von der Veranstaltung von 2004 zeigten sie jedoch nicht. Meine Frau und ich besuchten beide Demos von Franz T. und wir haben, was Frau W. angeht, offensichtlich 2005 mit 2004 verwechselt. Das tut uns leid und deshalb räume ich hier frank und frei meinen Fehler ein.

In Erinnerung geblieben ist mir allein die erste Veranstaltung von 2004, die auch im Forum Spuren hinterließ. Erst die Fotos weckten Erinnerungen an die zweite Veranstaltung an gleicher Stelle, die im Forum mutmaßlich deshalb gänzlich spurlos blieb, weil Franz T. 2005 schon seine eigene Anti-Mobilfunk-Website hatte.

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Senkrechtstarter Eva W.

H. Lamarr @, München, Freitag, 24.11.2017, 00:22 (vor 719 Tagen) @ H. Lamarr

Meine Frau und ich besuchten beide Demos von Franz T. und wir haben, was Frau W. angeht, offensichtlich 2005 mit 2004 verwechselt. Das tut uns leid und deshalb räume ich hier frank und frei meinen Fehler ein.

Damit kein Missverständnis aufkommt: Glaubwürdiger wird durch meinen Fehler für mich die Geschichte von Frau W. nicht, denn das Tempo, mit dem Sie zu ihrer unerträglichen Gewissheit gekommen ist, "elektrosensibel" zu sein, ist extrem hoch. Viel zu hoch, um glaubwürdig zu sein:

Mitte Dezember 2004: Frau W. registriert erstmals Symptome.
Ende Januar 2005: Sie erfährt, dass "ihr" Sendemast um UMTS erweitert wurde.
März 2005: Frau W. verfasst einen Beitrag für Waldmann-Selsams rote EHS-Fallsammlung.
Oktober 2005: Sie tritt mit ihrer Geschichte auf einer Ärztetagung in Fürth auf.

Von 0 auf "Vorzeige-EHS" in drei Monaten, dies dürfte deutscher Rekord sein.

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