Wie besondere Umstände unsere dunklen Seiten hervorlocken (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 14.08.2017, 11:02 (vor 1499 Tagen)

Die Geschichte ist voll von Personen, die ein unscheinbares Dasein fristeten, bis sie durch eine Laune des Schicksals ins öffentliche Interesse rückten. Lech Walensa ist ein Positivbeispiel. Ein Negativbeispiel ist der Elektriker Hans-U. Jakob aus Schwarzenburg, der nach einem Arbeitsunfall seinen Beruf aufgeben musste und später als Anführer einer "Gruppe Hans-U. Jakob" gegen den Kurzwellen-Großsender Schwarzenburg antrat. Jakob glaubt noch heute, er habe 1998 den Sender zu Fall gebracht, tatsächlich war es das Aufkommen des Internets, das diesem und anderen Großsendern in aller Welt die Existenzberechtigung raubte. Jakob ist ein Selbstdarsteller der öffentliche Aufmerksamkeit genießt. Dies erklärt, warum der Mann 1998 nicht abtrat, sondern noch heute als bald 80-jähriger Greis die Früchte eines fragwürdigen Ruhms kosten möchte.

Szenenwechsel mit Rücksprung ins Jahr 1945. Damals geriet ein mit Jakob nicht vergleichbarer junger Mann, ein Schornsteinfeger, unverhofft in eine Machtposition, die sogar tödliche Folgen hatte, wie der Spiegel berichtet:

Die Geschichte von Willi Herold ist die Geschichte eines Sadisten, der die Chance nutzt, seinen Blutdurst zu stillen. Sie ist aber auch die Geschichte über die Wirren der letzten Kriegsmonate, in denen eine gefundene Uniform und dreistes Auftreten reichten, um einen ganzen Landstrich zu terrorisieren. Und eine Geschichte über die ängstlichen Deutschen, die sich im Angesicht der Niederlage nach Autorität sehnen - oder einfach vor ihr kuschen. Wie sonst hätte ein 19-jähriger Hochstapler so viel Leid anrichten können?

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Jakob, Schwarzenburg, Scheinriese, Kurzwelle, Unterwerfungsstrategie, Autorität

Die ehrgeizige Seite des HUJ

H. Lamarr @, München, Montag, 21.08.2017, 16:25 (vor 1491 Tagen) @ H. Lamarr

Jakob glaubt noch heute, er habe 1998 den Sender zu Fall gebracht, tatsächlich war es das Aufkommen des Internets, das diesen und anderen Großsendern in aller Welt die Existenzberechtigung raubte.

Wer sich an der Sichtweise von Herrn Jakob erfreuen möchte, bitte hier entlang. Für unsere Statistiker: Das verlinkte Posting des selbsternannten Sendemastenfällers (In Memoriam Kurzwellensender Schwarzenburg) datiert vom 18. August 2017 und hat bis jetzt bescheidene 13 Klicks auf dem Konto. Wer sich nicht amüsieren möchte, wohl aber in christlicher Nächstenliebe zugunsten des Gigaherz-Präsidenten üben möchte, der möge bitte dem Link oben folgen, nur um den Zählerstand ein wenig schmeichelhafter zu gestalten.

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