Vorwürfe gegen "Science" und "Nature" (Forschung)

Gast, Samstag, 01.07.2017, 00:49 (vor 898 Tagen)

"Aufgebauscht, bis es falsch wird"

Forscher müssen Studien in renommierten Fachblättern publizieren, wenn sie Karriere machen wollen. Medizin-Nobelpreisträger Schekman hält das für ein Problem - die Magazine schaden der Wissenschaft, sagt er.

Randy Schekman hat 2013 den Medizin-Nobelpreis bekommen. Der 68-jährige Zellbiologe forscht an der University of California in Berkeley und ist Chefredakteur des 2012 gegründeten Wissenschaftsjournals "eLife". Darin veröffentlichte Artikel sind frei im Internet zugänglich (Open Access). Schekman ist ein ausgewiesener Kritiker der namhaften Fachblätter "Nature", "Science" und "Cell", die der Wissenschaft seiner Meinung nach schaden.

SPIEGEL ONLINE
: Fast jede Woche liest man von Studien aus "Nature" und "Science". Wie kommen Sie darauf, dass diese Fachmagazine der Wissenschaft schaden?

Schekman: Diese Magazine suchen Studien, die möglichst viel Aufmerksamkeit erregen. Das ist logisch, denn sie wollen Hefte verkaufen. Aber es verzerrt die wissenschaftliche Arbeit. Junge Forscher glauben, sie müssten auf Gebieten arbeiten, auf denen sie eine Sensation kreieren können. Zum Teil werden Themen aufgebauscht, bis es falsch wird. weiter ...

Tags:
Wissenschaft, Medien, Spiegel, Wissenschaftliches Fehlverhalten, Populismus, Impact Factor, Science, Nobelpreisträger, Nature, Fachjournal

Schekman distanziert sich von Diagnose-Funk-Praktiken

KlaKla, Samstag, 01.07.2017, 12:14 (vor 897 Tagen) @ Gast

Schekman: ... Ich möchte aber, dass meine Arbeit ausschließlich von anderen Forschern bewertet wird. Und nicht von jemandem, der schon seit Jahren kein Labor mehr von innen gesehen hat.

Der Anspruch des Nobelpreisträgers ist Diagnose-Funk, KO-Ini und Strahlentelex völlig fremd. Diese selbsternannten Experten dieser Vereine arbeiten nicht mit berufstätigen Wissenschaftlern zusammen, sondern greifen auf "Wissenschaftler" zurück, die entweder nie ein Forschungslabor von innen gesehen haben, oder vor Jahrzehnten emeritiert wurden. Am schlimmsten treibt es Diagnose-Funk, die einem gelernten Drucker das "Ressort Wissenschaft" anvertrauen und sich rühmen, "Wissenschaftler" mit Studienbewertungen zu beauftragen, es jedoch nicht wagen, die Namen dieser "Wissenschaftler" zu nennen. Ich nehme an, dass sie die Namen verheimlichen weil's sonst peinlich wird.

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Diagnose-Funk, Hensinger, Laienorganisation, Ressort, Studienbewertung, Drucker

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