50 Jahre Gutbier: "Mobilfunk wird noch schwer aufschlagen" (Allgemein)

Gast, Freitag, 24.02.2017, 13:41 (vor 1232 Tagen)

Anlässlich seines heutigen 50. Geburtstages bringt die Stadt Herrenberg ihrem Gemeinderat Jörn Gutbier ein Ständchen in Form eines Portraits. Die dort nachzulesenden verschrobenen Ansichten Gutbiers zu Mobilfunk sind bekannt und aus kommerzieller Sicht mit seiner Nebenbeschäftigung als sogenannter Baubiologe und mit seinem Wirken in dem durchaus schrägen Anti-Mobilfunk-Verein Diagnose-Funk gut erklärbar:

„Das Thema Mobilfunk wird gesellschaftlich noch schwer aufschlagen“, prophezeit Gutbier, dem man anmerkt, dass ihm dieses Thema sehr wichtig ist. „Die Kollateralschäden dieser technologischen Anwendungen und der ständig zunehmenden Strahlenbelastung werden immer deutlicher.“ Deshalb engagiert er sich seit mehreren Jahren in der international vernetzten Verbraucherschutzorganisation „diagnose: funk“, die die Risiken des Elektrosmogs und der mobilen Kommunikation dokumentiert. Gutbier steht deshalb der momentan in Politik, Verwaltung und Bildung gepriesenen Digitalisierung sehr kritisch gegenüber und sagt: „Die Träume von Wirtschaftsunternehmen, wie der Bertelsmann-Stiftung zur Privatisierung der Bildung durch Digitalisierung, sind eher eine gefährliche Ideologie, als das sie das Lernen fördern.“ Dazu komme, „dass der Hype zum Digitalismus kein einziges unserer wirklichen Probleme wie Ungerechtigkeit, Ausbeutung, Unterdrückung, Krieg oder die Umweltzerstörung löst – im Gegenteil, er befördert dies“, meint der gebürtige Lüneburger.

Hintergrund
Gesellschaftlicher Trend der Mobilfunkdebatte

Tags:
Diagnose-Funk, Gutbier, Bertelsmann-Stiftung, Kollateralschäden

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