BfS: Workshop zu Leukämien im Kindesalter (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 14.11.2016, 16:31 (vor 1118 Tagen)

Der Kenntnisstand zu den umweltbedingten Risikofaktoren für Leukämien im Kindesalter unbefriedigend und durch geringe Fortschritte gekennzeichnet.

In epidemiologischen Studien konnten jedoch konsistent statistische Zusammenhänge von Leukämien im Kindesalter sowohl mit schwacher ionisierender als auch mit schwacher nichtionisierender Strahlung beobachtet werden. Die Ergebnisse sind aber kausal und nach dem Stand der Wissenschaft bisher nicht erklärbar. Deshalb nahm das BfS diese wissenschaftlichen Ergebnisse zum Anlass, sich intensiv um die Erforschung der Ursachen für Leukämien im Kindesalter zu bemühen.

Der wissenschaftliche Fortschritt zur Ursachenforschung für Leukämie bei Kindern soll kontinuierlich verfolgt werden. Dazu veranstaltet das BfS vom 14. bis 16. November 2016 einen öffentlichen internationalen Workshop.

Themen des Workshops

- Leukämien bei Kindern
- Ionisierende Strahlung und Leukämierisiko bei Kindern
- Magnetfelder und Leukämierisiko bei Kindern
- Prädisposition
- Epidemiologie
- Epigenetik und Umwelt
- Immunsystem
- Mechanismen
- Tiermodelle

Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Wissenschaftler, wie Kinderärzte, Epidemiologen, Biologen, Strahlenforscher u.a. sowie an Vertreter deutscher, europäischer und internationaler Behörden und Verbände (z.B. BMUB, BfS, WHO, ICNIRP). Für interessierte Teilnehmer besteht die Möglichkeit, sich aktiv durch die Einreichung eines Abstracts für einen Kurzvortrag oder ein Poster einzubringen.

Kommentar: Auch wenn nicht-ionisierende Strahlen nicht auf der Themenliste stehen, müssten die Ärzte der sogenannten "Kompetenzinitiative" bei dieser Veranstaltung eigentlich Schlange stehen. Da sie es dort aber nicht mit Laien, sondern, wie unangenehm, mit echten Experten zu tun bekommen, werden die Ärzte der KO-Ini meiner Einschätzung nach dem Arbeitstreffen fern bleiben.

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Tags:
Leukämie, BfS, Workshop

Dialog mit anerkannten Experten ist nix für Mobilfunkgegner

KlaKla, Dienstag, 15.11.2016, 07:23 (vor 1117 Tagen) @ H. Lamarr

Kommentar: Auch wenn nicht-ionisierende Strahlen nicht auf der Themenliste stehen, müssten die Ärzte der sogenannten "Kompetenzinitiative" bei dieser Veranstaltung eigentlich Schlange stehen. Da sie es dort aber nicht mit Laien, sondern, wie unangenehm, mit echten Experten zu tun bekommen, werden die Ärzte der KO-Ini meiner Einschätzung nach dem Arbeitstreffen fern bleiben.

Die Mediziner/Berater der KO-Ini, damit meinst du wohl diese Aktivisten. Sie führen immer noch auf ihrer Webseite die Reflex-Studie, ohne Hinweis darauf das Teilergebnisse dieser Studie wissenschaftlichem Fehlverhalten unterliegt. Wer so was bereit hält für die Öffentlichkeit, dem fehlt mMn die solide Basis was Wissenschaft angeht. Sie haben kein Interesse an einer fachlichen Klärung. Sie haben eine Überzeugung und diese wollen sie in die Welt hinaus posaunen. Den mit der diffusen Angst vor Funkstrahlung so glauben sie, lassen sich Geschäfte machen. Man beachte, was die KO-Ini über Reflex in ihrem Pesseheft zu berichten weiss. Unterstützt wird damit der tendenziöse Film von Klaus Scheidsteger (Ty4C). Der Gemeinsame Nenner dieser Aktivisten ist mVn Pseudowissen.

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Ko-Ini, Feigling, Berater, Dialogscheu

BfS: Workshop zu Leukämien im Kindesalter

Dr. Ratto, Donnerstag, 17.11.2016, 09:54 (vor 1115 Tagen) @ H. Lamarr

Kommentar: Auch wenn nicht-ionisierende Strahlen nicht auf der Themenliste stehen

Natürlich stehen sie da, Magnetfelder (gemeint ist ELF bei 50 Hz) gehören auch dazu.

Konkret aus dem Programm:

Session 1

Review of epidemiological studies of magnetic fields and childhood leukemia
Maria Feychting, Sweden

New California study on the link of power lines and childhood leukemia
Ximena Vergara, USA

Session 4

Do electromagnetic fields contribute to B-ALL development in genetically predisposed mice?
Cesar Cobaleda, Spain

BfS: Workshop zu Leukämien im Kindesalter

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 17.11.2016, 13:39 (vor 1115 Tagen) @ Dr. Ratto

Kommentar: Auch wenn nicht-ionisierende Strahlen nicht auf der Themenliste stehen

Natürlich stehen sie da, Magnetfelder (gemeint ist ELF bei 50 Hz) gehören auch dazu.

Das kommt auf den Betrachter an, Euer Ehren. Elektrotechniker (Nachrichtentechnik) sehen 50-Hz-Felder nicht als elektromagnetische Felder (EMF), sondern als Niederfrequenz. EMF sind für uns untrennbar mit Hochfrequenz verbunden, die zur Ausbreitung kein Kabel mehr benötigt (ab ca. 30 kHz Signalfrequenz). Biologen machen diese Unterscheidung nicht, bei denen fangen EMF sofort nach Gleichfeldern an. Diese unterschiedlichen Auffassungen stiften immer wieder Verwirrung. Auf anderem Gebiet ist dies nicht anders: In Deutschland wird z.B. (noch) zwischen Technologie (Know-how) und Technik (kann man anfassen) unterschieden. Im englischen Sprachraum nicht, dort ist alles Technology, was beim Eindeutschen nach dem Gießkannenprinzip mit Technologie übersetzt wird und zuweilen etwas überkandidelt klingt (z.B. Verbindungstechnologie statt -technik).

Also: Die Ärzte der sogenannten Kompetenzinitative interessieren sich für 50-Hz-Magnetfelder eher nicht, sie sind auf Hochfrequenz (DECT, W-Lan, Mobilfunk ...) fixiert, wobei die wenigsten die Technologie, die hinter der Technik steht, verstanden haben ;-).

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Tags:
DECT, TETRA, W-LAN, Technik, Ko-Ini, Mediziner, Mobilfunk

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