Arbeitskreis für Elektrosensible, Essen, hat sich aufgelöst (Esoterik)

H. Lamarr @, München, Samstag, 05.11.2016, 20:28 (vor 1127 Tagen)

Der Niedergang der deutschen Anti-Mobilfunk-Szene hat ein weiteres Opfer gefordert, diesmal in den ohnehin seit jeher extrem lichten Reihen der überzeugten Elektrosensiblen: Der Arbeitskreis für Elektrosensible e.V. (AES), Essen/Bochum, wurde eigenen Angaben zufolge am 18. November 2015 aufgelöst und befindet sich gegenwärtig in Liquidation (siehe Screenshot). Der Verein, er wurde am 07.04.1994 am Amtsgericht Bochum unter der Nummer VR 2757 registriert, ist tatsächlich bis heute nicht aus dem Vereinsregister gelöscht worden. Der AES war in Deutschland neben dem Verein für Elektrosensible, München, die Selbsthilfegruppe mit der mutmaßlich zweithöchsten Mitgliederanzahl, stand jedoch in der öffentlichen Wahrnehmung immer im Schatten des Münchener Vereins. Geleitet wurde der AES von Wolfgang und Dorothée Lißeck.

Screenshot der AES-Website (Auszug) vom 05.11.2016
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Eigenen Angaben zufolge ist Dorothée Lißeck ausgebildete Chemielaborantin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Synergetik Coach, Gesundheitsberaterin, Gesundheitstrainerin für neue Lebensstile und Persönlichkeitstraining nach der Königsteiner Akademie, mit allgemeiner Heilpraktikerausbildung, mit Matrixtransformationsausbildung, Klopftechnik nach MET, Thetahealing, Energiearbeit und Energieübertragung und mehr. Dipl.-Ing. Wolfgang Lißeck war Oberstudienrat (i.R.) eines Berufskollegs und unterrichtete in elektro- und datenverarbeitungstechnischen Fächern.
Er war viele Jahre Vorsitzender des Arbeitskreises, Mitglied einer ehemaligen Forschungsinitiative des Landes NRW zur Erforschung der “Elektrosmog-Problematik”, ehemaliger Parteivorsitzender der Partei “Alternative spirituelle Politik im neuen Zeitalter - Die Violetten” und aktives Mitglied in zahlreichen Vereinen wie der Deutschen Gesellschaft für UFO-Forschung oder der Deutsche(n) Vereinigung für Raum-Energie.

Hintergrund
Symbiose: Esoterik & Elektrosensible

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Game over, Radiästhesie, Sterben, Lisseck, Gesundheitsberater

Parteivorsitzende Mobilfunkgegner

H. Lamarr @, München, Montag, 07.11.2016, 12:34 (vor 1125 Tagen) @ H. Lamarr

Dipl.-Ing. Wolfgang Lißeck war ... ehemaliger Parteivorsitzender der Partei “Alternative spirituelle Politik im neuen Zeitalter - Die Violetten” ...

Auskunft über den Werdegang und die Mitgliederanzahl der "Violetten" in den ersten zehn Jahren gibt dieses PDF. Unerwartet stößt man darin auf einen weiteren Namen aus der Anti-Mobilfunk-Szene: Peter Germann (Schatzmeister der Partei). Mit dem Mediziner Dr. med. Peter Germann (Igumed) hat dieser Violette jedoch nichts zu tun, er ist ehemaliger Bankdirektor.

Mit dem 2012 verstorbenen Dr. med. Hans-C. Scheiner brachte die Anti-Mobilfunk-Szene noch einen zweiten Parteivorsitzenden hervor. Scheiner gründete 1998 in Bayern die Splitterpartei "Der Aufbruch", die nach dem Ableben des Gründers unverzüglich in einen Dornröschenschlaf gefallen ist.

In folgendem Video kann man sich einen ersten Eindruck von Wolfgang Lißek machen:

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Partei, Lisseck

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