Selbsthilfekontaktstelle Wetteraukreis sucht EHS (Elektrosensibilität)

Gast, Sonntag, 21.08.2016, 13:42 (vor 1184 Tagen)

Auszug aus Selbsthilfe Wetterau vom 1. August 2016:

Elektrosensibilität ist nach wie vor ein kontrovers diskutiertes Thema. Ärzte beurteilen sie als eigene Krankheit oder psychosomatisches Phänomen. Elektrosensible Menschen sind durch ihre Beschwerden in ihren sozialen Funktionen, beruflich und privat eingeschränkt.

Sie fühlen sich allein gelassen, unverstanden und nicht unterstützt, möchten ihr Wohlbefinden zurückgewinnen und suchen andere Betroffene. Sie möchten sich untereinander austauschen und aus den Erfahrungen der Anderen neue Wege zur Linderung der Symptome ausprobieren.

Die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises unterstütz die Suche nach elektrosensiblen Betroffenen, um einen neuen Gesprächskreis in Bad Nauheim zu gründen.

Wer sich hierdurch angesprochen fühlt, kann sich melden unter 06032/3495519 oder unter

Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises, Telefon: 06031/83-2345, Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr, oder E-Mail an anette.obleser@wetteraukreis.de

Tags:
Selbsthilfegruppe

Elektrosensibel: Gefahr oder Einbildung?

KlaKla, Mittwoch, 17.10.2018, 08:35 (vor 397 Tagen) @ Gast

Auszug Gießener Allgemeine vom Juli 2017

Für Menschen mit Elektrosensibilität sind Geräte und Strommasten ein Graus. In Bad Nauheim trifft sich eine Selbsthilfegruppe. Die Teilnehmer leiden – an körperlichen Symptomen und Stigmatisierung.

Wollen Sie uns auf den Arm nehmen oder nehmen Sie uns ernst?«, fragt Frau C., als sie erfährt, dass die WZ einen Bericht über die Selbsthilfegruppe Elektrosensibiliät des Wetteraukreises veröffentlichen möchte. Auch die anderen fünf Teilnehmer der Gruppe an diesem Montagabend sind skeptisch. Alle wollen sie anonym bleiben, nur zwei sich schließlich fotografieren lassen – »aber nur von hinten«.
Frau C. legt einen Ordner mit ihrer Meinung nach tendenziösen Zeitungsartikeln zu diesem Thema auf den Tisch. »Entweder man macht sich lustig über uns oder man verschweigt konsequent einen möglichen Zusammenhang zwischen Störungen des vegetativen Nervensystems wie Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen oder Müdigkeit mit möglichen Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern«, sagt die Dozentin an einer Fachhochschule. Als elektrosensibel bezeichnen sich Menschen, die an körperlichen Stresssymptomen leiden, wenn sie elektromagnetischen Feldern ausgesetzt sind. Dazu zählen vor allem Hochfrequenzbelastungen etwa durch Mobilfunk, WLAN, Schnurlostelefone oder Radio- und Fernsehsender sowie niederfrequente Belastungen wie Hochspannungsleitungen oder schlecht abgeschirmte Stromleitungen. ...

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Wenn Strahlen krank machen

KlaKla, Mittwoch, 17.10.2018, 08:50 (vor 397 Tagen) @ KlaKla

Auszug Focus online

„Elektrosmog und seine gesundheitlichen Folgen“ ist das Thema eines Fachvortrags am 25. Oktober im Friedberger Kreishaus.

Die Selbsthilfegruppe „Elektrosensibilität“ Bad Nauheim/Friedberg und die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises laden alle Interessierten dazu ein.

Leben ist Natur – Technik ist Wohlstand. Ein Leben ohne Technik ist heute kaum vorstellbar und möglich. Aber welche Risiken birgt das für uns und unsere Gesundheit?

Was bedeutet Elektrobiologie? Was ist Elektrosmog? Welche elektromagnetischen Wellen können ursächlich für Umwelterkrankungen sein? Wie wirkt sich die elektromagnetische Belastung auf unseren Körper und unsere Gesundheit aus und wie können wir Abhilfe schaffen? Welchen Wohngiften sind wir noch ausgesetzt? Kann man elektrosmogfrei bauen? Wie kann der Elektrobiologe helfen?

Der Elektrobiologe Diplom-Ingenieur (FH) Olaf Scharf ...


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Tags:
Seilschaft, Selbsthilfegruppe, Elektrobiologie, Pseudowissen

Wenn "Elektrobiologen" Kohle machen wollen

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 17.10.2018, 12:55 (vor 397 Tagen) @ KlaKla

Die Selbsthilfegruppe „Elektrosensibilität“ Bad Nauheim/Friedberg und die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises laden alle Interessierten dazu ein.

Dort steht:

Der Elektrobiologe Dip.-Ing. (FH) Olaf Scharf wird in seinem Fachvortrag einen umfassenden Einblick in diesen Bereich geben. Er ist als Referent und Dozent für Elektrobiologie und Bauen unter Berücksichtigung von elektrobiologischen Gesichtspunkten tätig.

Trick 1: Mit dem Prädikat "Fachvortrag" wird der Eindruck erweckt, es handle sich um einen fachlich qualifizierten seriösen Vortrag.

Trick 2: Der Titel der Veranstaltung lautet "Wenn Strahlen krank machen – Elektrosmog und seine gesundheitlichen Folgen". Der Referent ist jedoch nicht Mediziner, sondern selbständiger Elektrotechniker, der von einem privatwirtschaftlichen Verein, dem sogenannten Berufsverband Elektrobiologie, im Fernstudium oder in einem 5-Tage-Kurs (rd. 1400 Euro) auf eigene Kosten die nirgendwo anerkannte Fantasiequalifikation "Elektrobiologe" erworben hat.

Wenn ein Dipl.-Ing. (FH) Elektrotechnik über "gesundheitliche Folgen" von Elektrosmog meint vortragen zu müssen, dann stellt sich die Frage nach dem Warum. Bei Herrn Scharf ist sie einfach zu beantworten, er betreibt ein Ingenieurbüro für Gebäudetechnik (u.a. Smart-Home), die wissenschaftlich nicht anerkannte "elektrobiologische" Betrachtungsweise ist sein Profilierungsmerkmal, das seinen kommerziellen Erfolg mehren soll. Der angebliche "Fachvortrag" im Wetteraukreis ist daher aus meiner Sicht nichts anderes als Kundenakquise, die aller Voraussicht nach dem bewährten Schema folgt: Zuerst unbegründete Ängste gegenüber Elektrosmog wecken oder schüren und sich dann als kompetenter Retter in der Not empfehlen.

Kommentar: Da niemand durch Elektrosmog gefährdet wird, gut erforschte Grenzwerte verhindern dies zuverlässig, sind die Dienstleistungen eines "Elektrobiologen" so schmerzfrei verzichtbar wie der Ratschlag, sich gegen Meteoriteneinschläge im Freien mit einem Stahlhelm zu schützen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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