Storchennest auf Funkmast (Allgemein)

KlaKla, Mittwoch, 30.03.2016, 17:56 (vor 1329 Tagen)

Ob der Storch in Aschwarden durch die Wahl seines Nistplatzes auf bessere Verständigung – vielleicht auch mit den Vogel-Damen – hofft, kann niemand sagen. Unübersehbar ist indes, dass er seinen Horst auf einem Funkmast gebaut hat. Er ist damit der erste Storch im Landkreis Osterholz, der sich einen Sendemast als geeigneten Ort für die Familiengründung ausgesucht hat. „Das ist schon ein Aufreger“, sagt Ortwin Vogel, Storchenbeauftragter des Naturschutzbundes (Nabu) für den Landkreis Osterholz. Er habe bereits Anrufe aus der Bevölkerung bekommen, in denen gefragt wurde, ob der Storch dort überhaupt nisten solle. Was denn mit der Funkstrahlung sei, ob man das Nest nicht besser entfernen solle. Für Ortwin Vogel kein Thema: „Da halte ich mich raus.“ ...

Auf Sendung will anscheinend ein Storch in Aschwarden gehen: Erstmals hat sich dort ein Tier entschieden, sein Nest auf einem Funkmast zu bauen.

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Meine Meinungsäußerung

Storchennest auf Funkmast

Dr. Ratto, Freitag, 17.06.2016, 14:48 (vor 1250 Tagen) @ KlaKla

Auf Sendung will anscheinend ein Storch in Aschwarden gehen: Erstmals hat sich dort ein Tier entschieden, sein Nest auf einem Funkmast zu bauen.

Dort mag es zum ersten Mal sein. Ansonsten passiert es nicht oft, aber ab und dann.

So geschehen im März 2015 in Baiersdorf. Das Paar wurde am alten Nistplatz durch eine Baustelle gestört und zog auf einen Funkmast der Bahn. Es hatte trotzdem wenig glück, das Weibchen verunglückte bei der Kollision mit einem Bagger der Bahn. Das Männchen zog die drei verwaisten Jungen auf, eins davon fiel aber einem Stromschlag zum Opfer. Das Nest auf dem Funkmast wurde entfernt.
Inzwischen wurde das alte Nest im Zentrum saniert. Die Störche sind 2016 dorthin zurückgekehrt, haben aber im Mai ihre Brut verloren (LBV Weisstorchkarte, Baiersdorf-1), vermutlich infolge der Unwetter.

Dafür hat sich 2016 in Ingersheim ein Storchenpaar auf einem Mobilfunkmast angesiedelt. Zunächst war es fragwürdig, ob der Mast wegen der Beringung der Jungen abgeschaltete werden kann. Am 10.06. gab es noch drei Jungtiere im Nest, zu dem Zeitpunkt hatten andere Paare in der Gegend Dank dem kalten und nassen Wetter häufig nur noch ein oder kein Küken. Ob da ein thermischer Effekt nachgeholfen hat? Entwicklungsschwierigkeiten haben die Tiere offensichtlich nicht, trotz gegenteiliger Publikationen von Alfonso Balmori.
Der Beringungstermin war laut NABU auf den 16.06. gesetzt, näheres weiss man bisher nicht.

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Franken, Vogel, Storch

Storchennest auf Funkmast

Dr. Ratto, Mittwoch, 29.06.2016, 11:23 (vor 1238 Tagen) @ Dr. Ratto

Der Beringungstermin war laut NABU auf den 16.06. gesetzt, näheres weiss man bisher nicht.

Inzwischen hat NABU über die Beringung berichtet:

16.06.2016
Hoch hinaus auf über 37 m über dem Erdboden ging es heute früh als die Beringer Josef Bolsinger und Helmut Vaas in einem Personenkorb an einem Autokran hängend, bei Regen, die drei Jungstörche auf dem Mobilfunkmast besucht und beringt haben. Sie bekamen die Ringe "DER AW871", "DER AW872" und "DER AW873" an das rechte Bein. Mit 3,83 kg, 3,51 kg und 3,71 kg standen sie gut im Futter und sind richtige Schwergewichte. Obwohl sie schon über 6 Wochen alt sind waren sie unerwartet ruhig. Witterungs- und nahrungsbedingt waren auch ihre Schnäbel extrem mit Erde und Gras verkrustet und ließen die Reinungsprozedur klaglos über sich ergehen.

Bilder dazu gibt es hier.

Kommentar: Satt und ruhig, weder Entwicklungsprobleme noch ADHS!

Storchennest auf Funkmast: Die Irrtümer des Hans-U. Jakob

H. Lamarr @, München, Samstag, 02.07.2016, 16:13 (vor 1235 Tagen) @ Dr. Ratto

Bilder dazu gibt es hier.

Kommentar: Satt und ruhig, weder Entwicklungsprobleme noch ADHS!

Hans-U. Jakob, der sogenannte Fachstellenleiter des Vereins Gigaherz, hat die Storchenfotos des Nabu zum Anlass genommen, ein neues Beispiel seines Könnens zu geben. Der greise Ex-Elektriker meint zu wissen:

Wenn Störche oben auf Mobilfunkantennen nisten und gesunde Jungvögel aufziehen, ist nicht die Unbedenklichkeit der Strahlung dafür verantwortlich, sondern der Dämpfungsfaktor mit welchem die Strahlung nach oben aus einer Antenne austritt.

Das musste aus Sicht des Schweizers anscheinend mal gesagt werden, auch wenn es Stuss ist weil fälschlich der Eindruck erweckt wird, man könne unbesorgt auf einer Sektorantenne Platz nehmen. Der Dämpfungsfaktor allein ist eine wertlose Größe wenn die Stärke der Funkfelder missachtet wird, die der Strahlungsquelle (Antennendipole) entspringen. Genau dies aber ist Jakob passiert.

Zum Foto eines Storchennestes auf einer 3-Sektor-Mobilfunkantenne schreibt der sogenannte Fachstellenleiter weiteren Stuss:

Bilder wie dieses hier werden von den Mobilfunk-Propagandisten, Elektrosmogleugnern und Berufsmobbern gerne dazu verwendet, um die Bevölkerung arglistig zu täuschen und Elektrosmog-Kranke lächerlich zu machen.
Eine Mobilfunkantenne strahlt in W/m2 gerechnet nach oben nämlich rund 1600mal weniger stark als waagrecht nach vorne.

Nun ist es bekanntlich so, dass die Kompetenzen des Starkströmlers Jakob nicht unbedingt in der Hochfrequenztechnik zu verorten sind, der Mann auf diesem Gebiet vielmehr regelmäßig Unsinn behauptet. Seine Storchenstory macht da keine Ausnahme. Was also gibt es an den Ausführungen Jakobs zu bemeckern?

Zunächst ist festzustellen: Es gibt hunderte unterschiedliche Mobilfunk-Sektorantennen mit teils völlig unterschiedlichen Abstrahleigenschaften. Mobilfunkbetreiber brauchen diese Vielfalt, um je nach Versorgungssituation auf eine passende Antenne zurückgreifen zu können, z.B. auf eine, die nur einen schmalen Bereich zwischen zwei benachbarten Funkzellen ausleuchten soll und deshalb eine starke Richtwirkung mit geringem horizontalen Öffnungswinkel aufweist.

Doch was macht Herr Jakob? Er greift zum Diagramm einer x-bliebigen Sektorantenne und baut darauf seine pauschale Behauptung auf, eine Mobilfunkantenne strahle nach oben 1600-mal weniger Leistung ab als in Hauptstrahlrichtung. Diese vereinfachende Pauschalisierung ist unzulässig, denn bei anderen Antennen ist der Faktor größer oder kleiner. Dieser Fehler des Ex-Elektrikers ist unschön, entscheidend aber ist er nicht.

Ebensowenig ist ein anderer kleiner Fehler von Herrn Jakob maßgebend, der fälschlich das Storchennest senkrecht über den Antennen (0°) annimmt. Tatsächlich befindet sich das Nest jedoch in einem Winkel von 10° bis 15° hinter den Antennen. Im Vergleich zu den Dämpfungswerten bei 0° ist der Unterschied jedoch eher gering, so sich dieser aus dem Vertikaldiagramm überhaupt noch halbwegs zutreffend ablesen lässt.

Was Jakob jedoch völlig übersehen hat und ein gravierender Fehler ist, das ist die starke Emission von Sendeantennen im Nahfeld von wenigen Zentimetern Abstand zu den Antennendipolen. Dort können, auch oben, leicht Werte deutlich über Grenzwert auftreten, z.B. eine elektrische Feldstärke von 130 V/m – pro Antenne. Bei einem 3-Sektoren-Funkmast sind dies (quadratisch addiert) rd. 225 V/m, die von unten auf das Storchennest einwirken können. Zum Vergleich: Der höchste zulässige Grenzwert für EMF ist rd. 61 V/m.

Die von Herrn Jakob bestimmte starke Dämpfung (1600-mal weniger) bedeutet in diesem Zusammenhang: Die sehr hohen Feldstärken treten nur in einem sehr eng begrenzen Bereich von wenigen Zentimetern in unmittelbarer Nähe der strahlenden Elemente einer Antenne auf und dies weitgehend unabhängig von der Hauptstrahlrichtung. Die Fotos der Nester belegen indes nachdrücklich, die Nester befinden sich in unmittelbarem Kontakt mit den Oberkanten der Antennen, sie sind entweder im (kleinen) Bereich der sehr hohen Feldstärke oder dicht daran. Aus gutem Grund wird für Mobilfunkantennen daher nicht nur ein (großer) horizontaler Sicherheitsabstand angegeben, sondern auch ein (kleiner) vertikaler, der, weil Menschen sich einer Antenne eher von unten nähern, auf die Unterkante der untersten Antenne eines Funkmasten bezogen ist.

Welche EMF-Immission nun genau auf die Störche im Nest einwirkt, werden wir wohl nie erfahren, sie ist auf jeden Fall meilenweit über dem, was Sendemastenphobiker als akzeptabel hinnehmen würden.

Selbst nach Jakobs schlichtem Modell der 32 dB Dämpfung (Leistungsfaktor 1600) kommen bereits beträchtliche Werte zustande. Denn der Schwarzenburger behauptet seit Jahren, der Antennengewinn einer Mobilfunk-Richtantenne würde die abgestrahlte Leistung vervielfachen, z.B. aus 20 W Sendeleistung 1200 W machen. Theoretisch bedeutet dies in 10 cm Abstand von den Dipolen eine Leistungsflussdichte von 1200 W/0,1256 m² = 9554 W/m². Unter Berücksichtigung der Jakob-Dämpfung von 32 dB resultiert daraus eine Immission von 6 W/m² auf dünne Storchenbeine. Dies wäre zwar unter Grenzwert und würde beim Ausbrüten von Storcheneiern noch nicht nennenswert wärmen, der mörderisch hohe Wert müsste Herrn Jakob jedoch das schüttere Haar zu Berge stehen lassen!

Glücklicherweise beruht die Berechnung auf Jakobs Behauptungen, daher ist das Risiko extrem hoch, dass abermals nur Stuss rausgekommen ist :wink:.

Hintergrund
20 Watt gehen in die Antenne, aber 1200 W werden abgestrahlt
Hybridmethode zur Lösung komplexer elektromagnetischer Feldprobleme: Kombination der Finite-Elemente-Methode, eines Integralgleichungsverfahrens und der Vereinheitlichten Geometrischen Beugungstheorie

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Jakob, Narrenhaus, Falsche Schlüsse, Pauschalisierung, Elektriker, über Grenzwert, Storch

Storchennest auf Funkmast: Die Irrtümer des Hans-U. Jakob

Christopher, Samstag, 02.07.2016, 17:23 (vor 1235 Tagen) @ H. Lamarr

Hans-U. Jakob, der sogenannte Fachstellenleiter des Vereins Gigaherz, hat die Storchenfotos des Nabu zum Anlass genommen, ein neues Beispiel seines Könnens zu geben. Der greise Ex-Elektriker meint zu wissen:

Wenn Störche oben auf Mobilfunkantennen nisten und gesunde Jungvögel aufziehen, ist nicht die Unbedenklichkeit der Strahlung dafür verantwortlich, sondern der Dämpfungsfaktor mit welchem die Strahlung nach oben aus einer Antenne austritt.

Und das schönste an der Geschichte ist: Man muß ihm nicht mal widersprechen - das tut er nämlich selbst :)

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Dummbatz

Störche in der Kruttenaustraße in Lahr

KlaKla, Sonntag, 03.07.2016, 08:19 (vor 1235 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Sonntag, 03.07.2016, 08:44

Bilder wie dieses hier werden von den Mobilfunk-Propagandisten, Elektrosmogleugnern und Berufsmobbern gerne dazu verwendet, um die Bevölkerung arglistig zu täuschen und Elektrosmog-Kranke lächerlich zu machen.

So ein Dummfug. Hier ein Bild von Martin Schwindt. Der alte Herr ist sicher kein Mobilfunk-Propagandist oder Elektrosmogleugner. Er hat ein Foto gemacht und dies wurde in der Badischen Zeitung veröffentlicht. Der Querulant aus der Schweiz schließt wohl von sich auf andere. Er würde vermutlich derartige Fotos nehmen um ...

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Vogel, Storch

Storchennest mit Fussbodenheizung

Gast, Sonntag, 17.06.2018, 15:40 (vor 520 Tagen) @ KlaKla

Ob der Storch in Aschwarden durch die Wahl seines Nistplatzes auf bessere Verständigung – vielleicht auch mit den Vogel-Damen – hofft, kann niemand sagen. Unübersehbar ist indes, dass er seinen Horst auf einem Funkmast gebaut hat. Er ist damit der erste Storch im Landkreis Osterholz, der sich einen Sendemast als geeigneten Ort für die Familiengründung ausgesucht hat.

In der Steinzeit der Mobilfunkgegnerei gab es zuweilen gruselige Behauptungen zu lesen wie diese:

"Als 15 m entfernt vom Wohnhaus eine Sendeanlage montiert wurde, sind ALLE Vögel schlagartig aus den Gärten verschwunden. Es war unheimlich. Nach 3 1/2 jährigem Tauziehen mit dem Netzbeteiber wurde die Antennenanlage abgebaut und über Nacht waren alle Vögel wieder da.!!!!!
Wir Salzburger kämpfen nun schon seit 4 1/2 Jahren gegen den Mobilfunkwahnsinn an und werden nicht lockerlassen"
H. Pesti, Salzburg (Quelle)

Damals konnte man ahnen, dass einem Stuss untergejubelt wird, heute weiß man es. Das folgende Foto aus der Schweiz, aufgenommen zwischen Solothurn und Zuchwil, belegt: Auch eidgenössische Störche schätzen für ihren Nachwuchs Nester mit Fussbodenheizung. Ob davon wiederum Antennentechniker begeistert sind, das darf in Anbetracht der offensichtlich üppigen Kleckerei mit Verdauungsprodukten bezweifelt werden.

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Bild: "Peter"

[Admin: Am 19.06.2018 Foto ausgetauscht und Standortlink hinzu gefügt]

Tags:
Vögel, Storch

Meister Adebar findet Mobilfunk-Sendemast wunderbar

Gast, Freitag, 15.02.2019, 23:34 (vor 277 Tagen) @ Gast

Das folgende Foto aus der Schweiz, aufgenommen zwischen Solothurn und Zuchwil, belegt: Auch eidgenössische Störche schätzen für ihren Nachwuchs Nester mit Fussbodenheizung. Ob davon wiederum Antennentechniker begeistert sind, das darf in Anbetracht der offensichtlich üppigen Kleckerei mit Verdauungsprodukten bezweifelt werden.

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Bild: "Peter"

"Peter" schreibt uns heute aus Zuchwil, Schweiz:

Heute Morgen habe ich wieder Fotos vom Mast gemacht. Das Storchenpaar ist immer noch am gleichen Ort. Es scheint, dass das ein guter Platz ist und dass die Strahlung ihnen nichts macht.

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Bilder: "Peter"

Tags:
Vogel, Basisstation, Storch

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