Dr. Mutter: Die Ruten blieben parallel mit leichtem Zittern (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 05.03.2016, 22:03 (vor 1352 Tagen)

Lange hat sich Dr. med. J. Mutter in der Mobilfunkdebatte zurück gehalten. Doch jetzt wurde er von Diagnose-Funk wiederbelebt, um zu dem jüngsten "Brennpunkt" des Anti-Mobilfunk-Vereins (Smartphones & Tablets schädigen Hoden, Spermien und Embryos) neben anderen Ärzten eine "Stellungnahme" abzugeben. Zu dem stellungnehmenden Ärzte-Klüngel des Vereins hat sich "KlaKla" bereits geäußert, mir geht es hier nur um Dr. Mutter zu dem es bei Diagnose-Funk heißt:

Dr. med. Joachim Mutter (Konstanz), Facharzt für Umweltmedizin, Elektroniker, Uniklinik Freiburg bis 2008, jetzt Oberarzt Klinik Al Ronc und Leiter der medizinischen Abteilung, Tagesklinik Konstanz, Buchautor

Da muss auslastungsmäßig bei Herrn Mutter etwas schief gelaufen sein, wenn er jetzt auch noch den Oberarzt der Klinik Al Ronc geben kann.

Al Ronc ist eine Paracelsus-Klink in der Schweiz. Sie liegt ein wenig abseits in Castaneda, einem keine 270 Seelen zählenden Bergdorf in Graubünden. Dr. Mutter wird auf der Website der Klinik als einer von drei Ärzten vorgestellt, von Oberarzt ist keine Rede (Stand: 5. März 2016).

Dr. Mutter wird sich dort wohl fühlen, denn die Klinik sorgt sich um Störfelder und Störzonen in einer grauenvollen Weise, die auch erklärt, wieso der Umweltmediziner gut zu Diagnose-Funk passt. Im März 2014 unterzog der "diplomierte Baubiologe und Rutengänger" Olaf Söth aus Deutschland im Auftrag der Klinik Al Ronc das gesamten stationäre Klinikgebäudes (Zimmer, medizinische Räume, Nebenräume, etc.) einschliesslich des gesamten Grundstücks einer baubiologischen und radiästhetischen Begutachtung. Elektrische NF-Wechselfelder liegen dem Messprotokoll zufolge in den Appartments der Klinik im Schnitt "in den Bereichen von unter 1 V/m (Netzabkopplerqualität) bis zu 10-15 V/m im Schnitt". Ich hoffe die Klinkleitung hat diese verkorkste Formulierung verstanden.

Die NF-Magnetfelder beziffert Söth auf 0,2 – 5 nT. Eigentümlich unscharf sind die Angaben zur HF-Immission, zumal im sechsten Stock der Klinik ein W-Lan-Zugang eingerichtet ist. Doch anstelle von Messwerten ist nur Geschwafel zu lesen: "Die gemessenen Werte sind außergewöhnlich niedrig und unterstützen hervorragend die Philosophie der Klinik". Seriös ist eine solche Verschleierung mMn nicht. Doch es kommt noch besser, die radiästhetische Bewertung der Klinik ist pure pseudowissenschaftliche Esoterik. Hier ein paar Kostproben:

Die Zimmer hatten komplett eine neutrale Energetik d.h. sie waren gut, nicht gesundheitsbelastend.
Gegenstände in den Zimmern (Bilder, Lampen, ect.) waren in Hinsicht der Energetik meistens gut.
Ein Raum ist besonders herauszustellen: “Blume des Lebens (Schwingfeldkabine)”
Dieser Platz ist in der Klinik die absolute Krönung in Bezug auf positive Energetik in der Klinik. Auch ist in diesem Raum keinerlei künstliche elektromagnetische Strahlung.

Der im Garten ermittelte Sakralplatz wies ähnliche Ying-Energien auf (nur im kleineren Maßstab) wie sie ebenfalls bei der Kirche Santa Maria vorgefunden wurden. Das deutet auf einem weiblichen Sakralplatz hin.
Es ist eine Lichtschwingungsenergie die auf eine Maria-artige Erscheinung hinweist. Ein Platz vielleicht, wo die keltische Himmelsgöttin Brigid verehrt wurde. Sie war Lichtgöttin und Muttergöttin und galt noch im Christentum mancher Orts als Symbol der heiligen Dreifaltigkeit.

Test des stillen Lauretana Wassers: Die Ruten blieben parallel mit leichtem Zittern.
Das zeugt von relativ guter Qualität mit gebremster Lebendigkeit.

Diese Beispiele (das Messprotokoll weiß noch etliche mehr) offenbarten mir: Die Klinik Al Ronc passt wunderbar zu Dr. Mutter und der wiederum passt wunderbar zu Diagnose-Funk. Das Bindeglied ist Pseudowissenschaft. Ich allerdings packte fluchtartig meine Koffer, würde ich als Patient der Klink auf das Messprotokoll stoßen. Wer einen solchen esoterischen Angriff auf den gesunden Menschenverstand beauftragt und dann auch noch auf seiner Website zur Schau stellt, der hat bei mir ausgespielt, dessen fachliche Komptenzen stelle ich infrage, dem möchte ich mich nicht auf Gedeih und Verderb ausliefern.

Und Tschüss.

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Hotzenwald, Brasilien, Tagesklinik Konstanz, Castaneda

KlaKla, Sonntag, 06.03.2016, 09:44 (vor 1351 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Sonntag, 06.03.2016, 10:08

Al Ronc ist eine Paracelsus-Klink in der Schweiz. Sie liegt ein wenig abseits in Castaneda, einem keine 270 Seelen zählenden Bergdorf in Graubünden. Dr. Mutter wird auf der Website der Klinik als einer von drei Ärzten vorgestellt, von Oberarzt ist keine Rede (Stand: 5. März 2016). ...

Der Fehler passiert im Kopf. Paracelsus Clinica al Ronc ist ein Phantasiename der genau das bewirken soll, was bei dir statt fand. Man soll glauben das man es mit einer Paracelus-Klinik zu tun hat.

Es scheint mir jedoch eher ein Erholungsheim zu sein für die etwas Durchgeknallten die nicht wissen, anders mit ihren Geld und ihrer Freizeit umzugehen. Dr. Mutter und Co bedienen den Krankheitsgewinn ihrer Besucher. Hier ne Ausleitung, da ne Akupunktur, Sauerstoff-. und Ozontherapien, Active Air – Sauerstofftherapieetc, gepresster Obst-/ Gemüsesäfte und am Ende eine saftige Rechnung.

Jeden Tag eine ausgewogene Ernährung, ein nettes Gespräch unter Freunden/Nachbarn und täglich eine große Runde mit dem Hund bewirkt wahrscheinlich das gleiche, aber damit lässt sich nicht der Krankheitsgewinn einfahren. Bezahlst du jedoch dafür, muss man dir zuhören. Man bestätigt dich in deiner Annahme, und schon bist du kurzfristig glücklich und zufrieden, bis zum nächsten Besuch. Das sind die Leute die mit Diagnose-Funk zusammen arbeiten.


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Al Ronc: Klinik in der Elektrosmog-Zange

H. Lamarr @, München, Sonntag, 06.03.2016, 12:18 (vor 1351 Tagen) @ H. Lamarr

Dr. Mutter wird sich dort wohl fühlen ...

Da bin ich mir inzwischen nicht mehr so sicher. Denn in rd. 2,4 km Entfernung von der Klinik entfernt steht im Westen mit Sichtverbindung ein Mobilfunksender der Leistungsstufe stark (GSM, UMTS, LTE). An gleicher Stelle stehen auch ein DVB-T- und ein UKW-Sender mit 1500 Watt Sendeleistung. Doch damit nicht genug. Im Nachbarort Grono (südöstlich, 2,3 km) steht noch ein Ensemble mit mittelstarkem Mobilfunk und DVB-T mit 3800 Watt Sendeleistung. Die Klinik wird regelrecht von links und rechts in die Zange genommen, für Elektrochonder ein absolutes NoGo. Gut möglich, dass wegen dieser leistungsstarken Sender das Messgutachten ausgerechnet bei der HF-Immission so schwammig ist. Ob die Messtechnik des Baubiologen überhaupt für DVB-T tauglich war, ist fraglich, da das Gutachten sich über die Technik ausschweigt, was alles andere als seriös ist, lassen sich dazu keine Aussagen treffen.

Wie dem auch sei, als "Funklochklinik" wird Dr. Mutter Al Ronc schwerlich glaubhaft machen können. Damit fällt eines seiner wichtigsten Zugpferde zur Patientenbeschaffung aus.

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Al Ronc: Klinik lockt mit hohen Zinsen

H. Lamarr @, München, Sonntag, 06.03.2016, 12:47 (vor 1351 Tagen) @ H. Lamarr

Auszug aus Beobachter vom 2. April 2015:

Ein Kurzentrum in Graubünden bietet ehemaligen Patienten 4,5 Prozent Zins auf eine Anleihe. Was verlockend klingt, ist auf den zweiten Blick jedoch mit einem grossen Risiko im Verlustfall behaftet.

Für Geld bei einer Bank gibts kaum mehr Zinsen. Eine verlockende Alter­native bietet die Paracelsus-Klinik Al Ronc in Castaneda im Bündner Calancatal ihren ehemaligen Patienten: eine Anleihe, die 4,5 Prozent Zins im Jahr abwirft. Mit dem Geld will das Zentrum für biologische Medizin eine grössere medizinische Abteilung, mehr Betten und eine neue Réception finanzieren. Der Haken: Das Schreiben der Klinik­leitung an die Patienten erwähnt die ­Risiken der Anleihe mit keinem Wort.

Kommentar: Hintergründe über die finanzielle Situation und den Werdegang der Aktiengesellschaft "Paracelsus Clinica al Ronc AG" gibt es <hier>. Im März 2015 wurde das Stammkapital der AG um 250'000 CHF auf 750'000 CHF aufgestockt, Anzeichen dafür, dass Dr. Mutter und der Zahnarzt Dr. Scholz sich dort eingekauft haben gibt es nicht.

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Vorteile einer Harmonisierung zuhause näher bringen

H. Lamarr @, München, Sonntag, 06.03.2016, 13:05 (vor 1351 Tagen) @ H. Lamarr

Wer einen solchen esoterischen Angriff auf den gesunden Menschenverstand beauftragt und dann auch noch auf seiner Website zur Schau stellt, der hat bei mir ausgespielt, dessen fachliche Komptenzen stelle ich infrage, dem möchte ich mich nicht auf Gedeih und Verderb ausliefern.

Wir tauchen noch einmal ab ins Reich des pseudowissenschaftlich verzierten Aberglaubens und entdecken eine rasante Geschäftsbeziehung zwischen der Klink Al Ronc und "Swiss Harmony".

Am 21. Januar 2012 dankt Chefärztin und Klinibetreiberin Dr. Petra Wiechel der Firma Swiss Harmony öffentlich für ihre (pseudowissenschaftlichen) Dienste. Sie schreibt unter anderem:

Lieber Herr Neubersch,

zum Beginn dieses Jahres möchten wir Sie wissen lassen, dass wir mit der Harmonisierung unserer Klinik sehr zufrieden sind. Wie Sie sicherlich wissen, sind wir durch einen unserer Burnout-Patienten und Ihren Kunden auf Swiss Harmony aufmerksam gemacht worden, weil sich dessen Zustand zu unserer Freude aussergewöhnlich schnell verbessert hat.

Wir haben inzwischen eigene Beobachtungen machen können und sind nun davon überzeugt, dass Swiss Harmony nicht nur unseren stationären Patienten in den 34 Zimmern gut tut, sondern auch allen medizinischen, therapeutischen und praktischen Mitarbeitern, denen wir zusätzlich zum nunmehr harmonisierten Arbeitsplatz auch eine PhoneCard [kostet pro Stück 80 CHF, Anm. Spatenpauli] als Weihnachtspräsent geschenkt haben.

Doch darüber hinaus wollen wir unseren Patienten die Vorteile einer Harmonisierung zuhause näher bringen und deshalb arbeiten wir an einer kleinen Aufklärungsschrift, die wir in jedem Zimmer auslegen wollen.

Auch freuen wir uns sehr, dass Sie bereit sind, in regelmässigen Abständen Vorträge in unserer Klinik zu Ihrem Produkt und der zugrunde liegenden Technologie zu halten.

Hintergrund
Swiss Harmony: Schutz vor Elektrosmog, Erdstrahlen und vieles mehr

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Für Dumme: neue Forschungsinitiative zu Elektrosmog

H. Lamarr @, München, Freitag, 25.03.2016, 00:32 (vor 1333 Tagen) @ H. Lamarr

zum Beginn dieses Jahres möchten wir Sie wissen lassen, dass wir mit der Harmonisierung unserer Klinik sehr zufrieden sind. Wie Sie sicherlich wissen, sind wir durch einen unserer Burnout-Patienten und Ihren Kunden auf Swiss Harmony aufmerksam gemacht worden, weil sich dessen Zustand zu unserer Freude aussergewöhnlich schnell verbessert hat.

Auszüge aus der Presse-Information von Swiss Harmony vom 23. März 2016

Grellingen, März 2015: Swiss Harmony-Gründer Richard Neubersch hat eine Forschungsinitiative zu Elektrosmog ins Leben gerufen, die einen gänzlich neuen Ansatz verfolgt.

Die Lobby von elektrosmog-sensiblen Menschen ist überschaubar und wird oft überhört. Die neue Forschungsinitiative Elektrosmog , gegründet von Swiss Harmony-Entwickler und Eigentümer Richard Neubersch, möchte dies ändern. Im Mittelpunkt der Forschungen steht die Frage, WARUM Menschen elektrosmog-sensibel werden und nicht der Nachweis, DASS Elektrosmog schädlich ist.
[...]
Zu der interdisziplinär arbeitenden Forschungsgruppe gehören außerdem die Heilpraktikerin Ulla Groß, der Arzt, Labormediziner und Molekularbiologe Dr. med. Hans-Martin Groß sowie der Astrologe Beat Kofmehl. Neben medizinischen Aspekten berücksichtigt die Forschungsgruppe auch Erkenntnisse aus der Psychologie, vor allem der Traumaforschung und der Astrologie.
[...]
Die noch am Anfang stehende Forschungsgruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Fülle an konstruktiven Erfahrungsberichten zu sammeln und auszuwerten. Deshalb sind Betroffene herzlich eingeladen, einen Fragebogen auszufüllen. Als Dankeschön erhalten diese einen BioPatch aus dem Portfolio harmonisierender Produkte von Swiss Harmony . Den Fragebogen finden Interessierte auf der Webseite der Forschungsinitiative Elektrosmog. Zum jetzigen Zeitpunkt haben bereits 60 Personen den Bogen ausgefüllt.

Kommentar: Die Wissenschaft zieht sich nach getaner Arbeit vom Thema "Elektrosensibilität" zurück, das entstehende Vakuum saugt Pseudowissenschaftler an, die aus meiner Sicht nur an einem wirklich interessiert sind: An den Namen, Anschriften und E-Mail-Adressen der schlichten Gemüter, die so dumm sind, den Fragebogen der angeblichen Forscher auszufüllen.

Glücklicherweise hat der Verfasser der Presse-Information vergessen, in seinem Geschwalle die Webadresse der "Forschungsinitiative" zu nennen. Es darf also davon ausgegangen werden, dass die gemeldeten 60 Teilnehmer frei erfundenes Startkapital sind. Erst Stöbern auf der Website von Swiss Harmony brachte schließlich die gesuchte Adresse http://elektrosmogforschung.org hervor, die sich Herr Neubersch zum 11. Februar 2016 gesichert hat. Es ist nicht der erste Versuch, billig an die Adressen potenzieller Kunden zu kommen, die sich mit ihren unvorsichtigen Selbstauskünften genau gezielten Werbeangriffen von Heilern, Harmonisierern, Kassierern, Baubiologen, Astrologen und anderen Bauernfängern aussetzen. Listigerweise schließt die "Datenschutzerklärung" auf der Site nur die Weitergabe persönlicher Daten an Dritte aus, nicht aber an die kommerziell aktiven Mitglieder der "Forschungsinitiative", deren Anzahl diesem Aufruf gemäß offenbar beliebig ausgeweitet werden kann.

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Harmonisierer, Elektrosensibilität, Bauernfängerei, Pseudowissenschaft, Wellness, Kommerz, Astrologen, Harmony, Neubersch

Für Dumme: neue Forschungsinitiative zu Elektrosmog

charles ⌂ @, Freitag, 25.03.2016, 21:47 (vor 1332 Tagen) @ H. Lamarr

Die wollen das Rad wieder erfinden.

Ich habe denen mitgeteilt, dass die auf Ihre Homepage gestellte Aufgaben der Forschungsinitiative, ich schon untersucht hatte und die Antworten gefunden.
Habe sogar eine Lösung gefunden und vorgestellt.

Typisch dass Sie keine e-mail Adresse auf Ihre HP haben.

*Nicht für Dumme*, aber die Forscher sind dumm, und haben keine Ahnung.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Für Dumme: neue Forschungsinitiative zu Elektrosmog

H. Lamarr @, München, Samstag, 26.03.2016, 09:38 (vor 1331 Tagen) @ charles

*Nicht für Dumme*, aber die Forscher sind dumm, und haben keine Ahnung.

Hier anmelden und "Charles" als Teammitglied vorschlagen.

Ich gehe davon aus, dass die "Forschungsinitiative" ihren Wirkungsbereich in Salesregionen aufgeteilt hat. Wenn Sie Holland haben wollen, werden Sie als fremdes Teammitglieder für Adressen aus dieser Region wahrscheinlich ein paar Mäuse springen lassen oder "Dutch Harmony" ins Programm aufnehmen müssen. Am besten lassen Sie sich von der "Forschungsinitiative" erstmal ein Horoskop stellen, ob sich der Einsatz für Sie lohnt.

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Forschungsinitiative Elektrosmog forscht mit Aszendenten

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 30.08.2018, 15:58 (vor 444 Tagen) @ H. Lamarr

Zu der interdisziplinär arbeitenden Forschungsgruppe gehören außerdem die Heilpraktikerin Ulla Groß, der Arzt, Labormediziner und Molekularbiologe Dr. med. Hans-Martin Groß sowie der Astrologe Beat Kofmehl. Neben medizinischen Aspekten berücksichtigt die Forschungsgruppe auch Erkenntnisse aus der Psychologie, vor allem der Traumaforschung und der Astrologie.

Das hört sich ziemlich mystisch und abstrakt an, was die sogenannte Forschungsgruppe (nicht: -puppe) da im Schilde führt. Doch der Fragebogen für "Elektrosensible", der die Forschungsgruppe zu neuen Erkenntnissen führen soll, gibt ein konkretes Beispiel, was die Auswertung erbringen könnte, denn dort ist zu lesen:

Zum Beispiel könnte sich ergeben, dass alle in der ersten Augustdekade Geborenen mit dem Sternzeichen Fische im Aszendenten, die in früher Kindheit ein schweres Trennungstrauma durchleiden mussten und zusätzlich gegen Masern geimpft wurden, ausnahmslos zu der Gruppe der elektrosmogsensiblen Menschen gehören.

Der Physiker Richard Feynman definierte wissenschaftliches Arbeiten einst ganz anders: "Wissenschaftliche Arbeit erfordert eine spezielle Art von Ehrlichkeit, die sich nicht darauf beschränkt, nicht zu lügen. Sie verlangt, dass man jede mögliche Schwachstelle der eigenen Argumentation offen legt, jeden möglichen Einwand gegen sein Ergebnis diskutiert und, wenn er nicht entkräftet werden kann, ihn zusammen mit dem Ergebnis mitteilt."

Der pseudowissenschaftlichen Forschungsgruppe von Richard Neubersch kann diese Definition freilich nicht einmal vorgehalten werden, denn bislang wurden auf der Website keine Ergebnisse der Gruppe bekannt gegeben. Lediglich über die Anzahl der ausgefüllten Fragebogen wurde berichtet:

23.03.2016: 060 Teilnehmer
09.12.2016: 151 Teilnehmer
22.04.2017: 270 Teilnehmer
05.08.2017: 360 Teilnehmer

Seit mittlerweile länger als 1 Jahr gibt es keine Erfolgsmeldung mehr über die wachsende Teilnehmeranzahl, die man glauben mag oder auch nicht. Seit August 2017 liegt die gesamte Website "Forschungsinitiative Elektrosmog" in einem Dornröschenschlaf. Dies deutet darauf hin, dass die Initative im Sand verlaufen ist und/weil das Ausbeutungspotenzial der Teilnehmer nicht den Erwartungen entsprach.

Wie verkorkst die Forschungsgruppe zugange war zeigt das Versprechen, jeder Teilnehmer, der den Fragebogen ausfüllt, bekomme einen "BioPatch" geschenkt. Neubersch verkauft dieses aus meiner Sicht 100 Prozent wertlose Produkt der pseudowissenschaftlichen Esoterik in der Schweiz für 140 CHF. Indem er damit Teilnehmer zum Ausfüllen des Fragebogens animiert, tritt eine erhebliche Stichprobenverzerrung auf, EHS mit Hang zur Esoterik werden gegenüber anderen bevorzugt adressiert. Keine Verkorksung wäre diese Stichprobenverzerrung, ginge es der "Forschungsinitiative" gar nicht um Forschung, sondern um Adressen. Dann wäre die gezielte Selektion von esoterikaffinen Personen zielgruppenorientierte Adressbeschaffung.

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EHS, Astrologe, Parawissenschaft, Feynman, Harmony, Neubersch

Dr. Mutter tief verwurzelt

H. Lamarr @, München, Montag, 14.03.2016, 20:59 (vor 1343 Tagen) @ H. Lamarr

Lange hat sich Dr. med. J. Mutter in der Mobilfunkdebatte zurück gehalten.

Kaum hat Dr. med. J. Mutter in der Klinik Al Ronc (20 Zimmer, 40 Betten) für Patienten zu sorgen, nehmen seine öffentlichen Auftritte und die betont öffentliche Bewunderung zu. Sollte sich mein Verdacht bestätigen, werden wir ab jetzt wieder öfter von der "führenden Kapazität" hören.

Wer etwas zum Schmunzeln haben möchte, <hier> (PDF, 7 Seiten, BlaBla) gibt es das Interview mit Dr. Mutter aus Heft 1/2016 der weltbekannten Fachzeitschrift "Die Wurzel" und noch viel mehr Märchen aus der verschrobenen Welt der überzeugten Mobilfunkgegner geschenkt. Allein das sexy Aufmacherfoto dieses "Sonderdrucks" ist schon einen Aufruf wert ;-). Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem gebotenen Stuss ist hinfällig, denn Neues ist nicht dabei und alles andere haben wir hier im Forum bereits ausgiebig verkostet.

Rein zufällig enthält der Sonderdruck eine Kontaktanzeige der Klinik Al Ronc. Das ist aus meiner Sicht Bauernfängerei in Reinkultur. Wer darauf herein fällt, ist selber schuld.

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, Seilschaft, Kommerz

Dr. Mutter keusch

H. Lamarr @, München, Montag, 16.05.2016, 12:43 (vor 1280 Tagen) @ H. Lamarr

Wer etwas zum Schmunzeln haben möchte, <hier> (PDF, 7 Seiten, BlaBla) gibt es das Interview mit Dr. Mutter aus Heft 1/2016 der weltbekannten Fachzeitschrift "Die Wurzel" und noch viel mehr Märchen aus der verschrobenen Welt der überzeugten Mobilfunkgegner geschenkt. Allein das sexy Aufmacherfoto dieses "Sonderdrucks" ist schon einen Aufruf wert ;-). Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem gebotenen Stuss ist hinfällig, denn Neues ist nicht dabei und alles andere haben wir hier im Forum bereits ausgiebig verkostet.

Rein zufällig enthält der Sonderdruck eine Kontaktanzeige der Klinik Al Ronc. Das ist aus meiner Sicht Bauernfängerei in Reinkultur. Wer darauf herein fällt, ist selber schuld.

Zwei Monate später: Teilnehmer "Info" huldigt im hese-Forum dem Wurzel-Auftritt von Dr. Mutter. Das dort verlinkte PDF erspart dem Leser dankenswerterweise das Aufmacherfoto mit dem Umweltmediziner in Unterhose. Doch warum "Info" und nicht "Hesse"? Die Vertretung ist nötig, weil das Copy-Paste-Wunder in den Pfingstferien ist.

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