"Die Linke": peinliches Anti-Mobilfunk-Faltblatt (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 28.01.2016, 22:44 (vor 1385 Tagen)

[image]Seit 2011 hat "Die Linke" ein Anti-Mobilfunk-Faltblatt im Programm, das von anstößigem Unvermögen seiner Macher zeugt. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit diesem Kunstwerk scheitert daran, dass nach der Berichtigung aller Fehler das Faltblatt auf eine Briefmarke passen würde. Ich finde es erschreckend, wie wenig Sachverstand "Die Linke" auf diesem Sachgebiet hat und so niemand in der Partei bemerkt, wie peinlich unqualifiziert dieses (Des-)Informationsblättchen ist. Eine beliebige dörfliche "Anti-Mobilfunk-Bürgerinitiative", die sich wahl- und anspruchslos von Tante Google zum "Instant-Experten" ausbilden lässt, hätte es nicht schlechter machen können.

Auf die Idee, Wähler könnten wegen dieses krassen Beispiels Inkompetenz der Roten auch bei anderen Themen vermuten und deshalb ihr Kreuzchen lieber anderswo setzen, scheint in der Partei, die immerhin eine Sahra Wagenknecht hervor gebracht hat, niemand zu kommen. Und so gibt es dieses unsägliche Faltblatt noch heute als eines von 41 Faltblättern, die die "Ökologische Plattform" der "Die Linke" auf dem Gewissen hat. Der Absatz des Papiers scheint jedoch glücklicherweise zu stocken: Während andere Faltblätter bereits in der Ausgabe 2016 zum Download angeboten werden, wartet das Anti-Mobilfunk-Faltblatt noch in der Version 2013 auf die Erlösung von seinen Leiden.

Als Technischer Redakteur kann ich mich schon an den drei Wörtern des Untertitels verbeißen: "Gesundheitsgefahr drahtlose Mikrowellentechnologie". Das erinnert a) fatal an das berühmte W-Lan-Kabel, stellt b) die Frage nach der Funktionsfähigkeit einer Technik ohne Drähte und gipfelt c) in der Feststellung, dass "Die Linke" nach all den Jahren noch immer nicht weiß, was (hierzulande) Technik von Technologie unterscheidet und eine "drahtlose Technologie" daher formvollendet das ist, was Rinderzüchter in großen Mengen vor ihren Ställen anhäufen und zum Himmel stinkt.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Instant-Experte, Inkompetenz, Die Linke

"Die Linke": Mobilfunk – ein Fluch oder Segen?

H. Lamarr @, München, Freitag, 29.01.2016, 18:24 (vor 1384 Tagen) @ H. Lamarr

Seit 2011 hat "Die Linke" ein Anti-Mobilfunk-Faltblatt im Programm, das von anstößigem Unvermögen seiner Macher zeugt.

Stimmt nicht, dieses verlogene Faltblatt gibt es, wie hier ersichtlich, schon seit 2009. Verlogen habe ich zum Vorwurf der fachlichen Mängeln hinzu genommen wegen des scheinheiligen Titels Mobilfunk - ein Fluch oder Segen?, der eine Für-und-Wider-Bertrachtung anzukündigen scheint. Doch das ist eine Täuschung. In dem Faltblatt geht es zu 100 Prozent um billigste Panikmache gegen EMF und zu 0 Prozent um die unbestreitbaren segensreichen Vorzüge der Funktechnik.

Nein, dieses Machwerk ist durch keine Überarbeitung zu retten, Einstampfen ist aus meiner Sicht die gnädigste Lösung dieses Problems.

Bekanntlich kann in der Anti-Mobilfunk-Szene jedoch nichts so schlecht sein, dass sich nicht doch jemand findet, der den Mist verbreitet. Im konkreten Fall war dies 2013 z.B. die Bürgerwelle-Rebellin Ulrike Hölzel, Gaildorf, die den Text des Faltblatts (und mehr) 1:1 bei der schrägen Plattform "Hohenlohe ungefiltert" abkippte. Die Alternative zu Siegfried Zwerenz, sie ist keine.

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"Die Linke" wirbt für "Thank you for Calling"

H. Lamarr @, München, Freitag, 16.09.2016, 13:12 (vor 1153 Tagen) @ H. Lamarr

Seit 2011 hat "Die Linke" ein Anti-Mobilfunk-Faltblatt im Programm, das von anstößigem Unvermögen seiner Macher zeugt.

Wer nichts weiß, muss alles glauben. Diese Zielgruppe der Uninformierten peilt Filmemacher Klaus Scheidsteger mit seiner sogenannten Dokumentation "Thank you for Calling" an, erreicht hat er damit bereits Wolfgang Borchardt von der oekologischen Plattform der Linken. Der wollte es nicht dabei belassen, die Presse-Information zum Film auf die Plattformseite zu kopieren, sondern er dokumentiert mit einem Kommentar seinen Kenntnisstand und seine Quellen öffentlich:

Kommentar

Wer „Thank You for calling“ bei Youtube eingibt, findet auf einem der vorderen Plätze „PICK UP THE PHONE – THANK YOU FOR CALLING – Faktenchec“. In diesem Beitrag wird die alte Strategie verfolgt: Zweifel streuen an wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Zielen geplanter Veränderungen, Gegengutachten von speziell gegründeten Einrichtungen, gegebenenfalls auch „Kauf“ von Wissenschaftlern.

Zum Einstieg kommt Prof. Dr. Lerchl, „dem lautstarken Prediger der Harmlosigkeit der Mobilfunkstrahlung“ (Zitat Prof. Dr. Franz Adlkofer, Stiftung Pandora – klick) die Aufgabe zu, den Film in die Kategorie „Fabeln und Märchen“ einzuordnen – was zur Sicherheit manipulativ wiederholt und zusätzlich mit fetter roter Schrift angezeigt wird. Danach nimmt er sich zusammen mit Gregor Wagner von der Lobbyorganisation „Österreichisches Forum Mobilkommunikation“ (FMK) auf die gleiche Weise einzelne Zitate aus dem Film vor, um sie zu widerlegen.

Das Ziel ist klar: den Film zu diskreditieren, bevor sich der mündige Zuschauer selbst ein Bild machen kann. Deshalb: Ansehen“

Wolfgang Borchardt

Kommentar: Wie gut, dass es Leute wie Herrn Borchardt gibt, die uns immer wieder auf den rechten Pfad der Tugend zurück führen und uns sagen, was wir tun sollen ;-). Ich habe den Film gesehen und widerspreche Wolfgang: Wer sich den Film unvorbereitet anschaut hat keine Chance, sich der suggestiven Desinformation der wuchtigen Bilder zu entziehen. Das Gros der Zuschauer dürfte das Kino deshalb mit der Meinung Scheidstegers verlassen und für Mobilfunkgegner den dringend benötigten Nachschub abgeben. Wer sich selbst eine Meinung bilden, der Gehirnwäsche aber entziehen möchte, dem rate ich, sich vor dem Gang ins Kino kritisch zu informieren, erst bei Wolfgang und dann bei dieser Filmkritik an Thank you for Calling.

Lustig: Die "alte Stategie", von der Wolfgang spricht, die gibt es tatsächlich. Zugeschrieben wird sie jedoch nicht der Mobilfunkindustrie, sondern landläufig der Tabakindustrie, die Jahrzehnte erfolgreich Zweifel an der Schädlichkeit des Rauchens wecken konnte, um so Umsatzrückgänge zu stoppen oder zu bremsen.

Lustig²: Eben jener Prof. Franz Adlkofer, auf den Wolfgang in seinem Kommentar verweist, war etwa 30 Jahre lang einer der erfolgreichsten Tabak-Lobbyisten Deutschlands. Herr Adlkofer bewahrte z.B. die deutsche Bundesregierung davor, Passivrauchen voreilig als gesundheitsschädlich einzustufen und die Qualmerei im öffentlichen Leben einzuschränken.

Und was der "lautstarke Prediger der Harmlosigkeit der Mobilfunkstrahlung" zuletzt gepredigt hat, das scheint an Wolfgang spurlos vorüber gegangen zu sein.

Also, Wolfgang ...

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Bild: Quelle

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Manipulation, Adlkofer, Trittbrettfahrer, Ex-Tabaklobbyist, Linke, Fördern, Filmkritik, Calling, Bundesregierung

Dr. George Carlo Berater von Clinton und Obama

KlaKla, Samstag, 17.09.2016, 08:16 (vor 1152 Tagen) @ H. Lamarr

Wer nichts weiß, muss alles glauben. Diese Zielgruppe der Uninformierten peilt Filmemacher Klaus Scheidsteger mit seiner sogenannten Dokumentation "Thank you for Calling" an, erreicht hat er damit bereits Wolfgang Borchardt von der oekologischen Plattform der Linken. Der wollte es nicht dabei belassen, die Presse-Information zum Film auf die Plattformseite zu kopieren, sondern er dokumentiert mit einem Kommentar seinen Kenntnisstand und seine Quellen öffentlich ...

Wer mag ihn das nur in die Feder diktiert haben:

Scheidsteger trifft schließlich in Washington D.C. auf einen seiner Protagonisten:
Dr. George Carlo, Berater von Bill Clinton und Barack Obama bei der amerikanischen Gesundheitsreform.
...

Ich glaub's nicht.

Ursprung der o.a. Aussage scheint die Auftragsarbeit von Konstantin Fritz zu sein.

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Meine Meinungsäußerung

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Auftragsarbeit

Dr. George Carlo Berater von Clinton und Obama

H. Lamarr @, München, Samstag, 17.09.2016, 12:49 (vor 1152 Tagen) @ KlaKla

Dr. George Carlo, Berater von Bill Clinton und Barack Obama bei der amerikanischen Gesundheitsreform.

Ich glaub's nicht.

Kannst du wohl glauben. Auch die deutschen Drs. Aschermann, Kern und Waldmann-Selsam haben Barak Obama anlässlich der Einführung von DVB-T intensiv beraten – wenngleich der so Beratene davon nichts bemerkt hat. Mit dem guten George dürfte es sich ähnlich verhalten.

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, Obama

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