Emilie & Jean-Jacques: 2 Minuten Saure-Gurken-Stuss über EHS (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Samstag, 18.07.2015, 14:50 (vor 1581 Tagen)

Flucht ins Funkloch: Wenn Elektrosmog krank macht

Der Tagesspiegel zeigt ein 2 Minuten dauerndes Video über "Elektrosensible". Verbreitet wird das Video über die französische Presseagentur AFP (Agence France Presse). Der Begleittext lautet: Für Emilie und Jean-Jacques sind Handy und PC eine Tortur. Sie reagieren überempfindlich auf elektromagnetische Strahlung. In der "weißen Zone" ohne Netzabdeckung im Südosten des Landes können sie weitgehend beschwerdefrei leben.

Im Video behauptet die Sprecherin, "Elektrosensibilität" sei von der WHO anerkannt. Diese Behauptung ist falsch. Journalistisch indiskutabel ist das Video, weil es auch anderweitig eine Fülle unbewiesener Behauptungen von überzeugten Elektrosensiblen als Tatsachen präsentiert. Das ist Regenbogenpresseniveau, also Informationsmüll und deshalb mMn einer näheren Betrachtung nicht wert.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Jean-Jacques kämpft mit Klingonenschwert gegen Elektrosmog

H. Lamarr @, München, Dienstag, 21.07.2015, 11:05 (vor 1578 Tagen) @ H. Lamarr

Der Tagesspiegel zeigt ein 2 Minuten dauerndes Video über "Elektrosensible".

Auch die FAZ füllte am 20. Juli eine Lücke mit demselben Kurzfilm.

Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser. Jean-Jacques überlässt nichts dem Zufall: Damit er verbindlich weiß, wann es ihm gut oder schlecht zu gehen hat, besitzt der "elektrosensible" Franzose einen Niedrigpreis-Spektrumanalyser aus deutscher Produktion. Wegen seiner typischen Form hat das Gerät den Spitznamen Klingonenschwert.

Der schärfste Konkurrent des Schwertherstellers kommt ebenfalls aus Deutschland und auch seine Messgeräte haben eine so typische Form, dass sie bereits von Weitem dem Hersteller zugeordnet werden können. In gefühlt 95 Prozent aller Filmchen über Elektrosmog ist früher oder später ein Produkt dieser beiden Hersteller zu sehen, was möglicherweise die wahre Erklärung dafür ist, dass es diese kleinen Publikumsbeunruhigungen im Sommerloch überhaupt gibt.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Selbstdarstellung, Sommerloch

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