Hese: Vorsorgeprinzip (Allgemein)

charles ⌂ @, Sonntag, 26.04.2015, 13:52 (vor 1766 Tagen)

Beim Hese hatte ich am Donnerstag 23 April folgendes gepostet:
Zur: Drahtlose Kommunikation und das Vorsorgeprinzip (*)

Alles schön und gut, aber wie soll das Vorsorgeprinzip aussehen?
Ja, ja, gerufen wird vieles, z.B. 0,6V/m.
*Wir wollen weniger! Wir wollen weniger!* Aber wieviel ist technisch machbar?
Aber ist dies realisierbar?
Ist dies technisch realisierbar?
Bedenke den Tumult in Brüssel bei 4G. Dort wurde den Grenzwert von 3V/m speziell für 4G erhöht, weil 3V/m zu wenig war.
Bedenke auch dass es Elektrosensitive gibt, die schon bei weniger als 0,02V/m (=1µW/m²) körperliche Beschwerden erfahren können.
Ich habe noch nirgendwo eine echte vernünftige und machbare Grenzwert zur Vorsorgeprinzip lesen können.

Bis jetzt hat aber keiner darauf reagiert.
Logisch, weil keiner darüber ernsthaft nachgedacht hat.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Hese: Vorsorgeprinzip

H. Lamarr @, München, Sonntag, 26.04.2015, 22:05 (vor 1766 Tagen) @ charles

Alles schön und gut, aber wie soll das Vorsorgeprinzip aussehen?
Ja, ja, gerufen wird vieles, z.B. 0,6V/m.
*Wir wollen weniger! Wir wollen weniger!* Aber wieviel ist technisch machbar?
Aber ist dies realisierbar?
Ist dies technisch realisierbar?

Vorsorgewerte sind eine Komfortgröße. Und der Hunger nach höheren Datenraten wird so schnell nicht gestillt sein. Heißt meiner Einschätzung nach: Es können beliebige Vorsorgewerte für Ganzkörperbefeldung eingeführt werden, dauerhaft Bestand haben wird jedoch keiner. Solange die dynamische technische Entwicklung anhält, sind die Vorsorgewerte im Weg und werden bei Bedarf abgeschafft oder angehoben. Da Vorsorgewerte willkürlich bemessen werden und mit nachweislichen Risiken in keinem Zusammenhang stehen, sehe ich momentan Nichts, was diese Entwicklung aufhalten könnte. Das einzig denkbare wäre eine Grenzwertkorrektur nach unten, wegen erwiesener Gesundheitsgefährdung – davon ist aber weit und breit nichts zu erkennen.

Bedenke den Tumult in Brüssel bei 4G. Dort wurde den Grenzwert von 3V/m speziell für 4G erhöht, weil 3V/m zu wenig war.

Was gilt denn derzeit in Brüssel für LTE: 7 V/m?

Bedenke auch dass es Elektrosensitive gibt, die schon bei weniger als 0,02V/m (=1µW/m²) körperliche Beschwerden erfahren können.

... sagte der Maschinenbauingenieur Charles Claessens.

Ich habe noch nirgendwo eine echte vernünftige und machbare Grenzwert zur Vorsorgeprinzip lesen können.

In dynamischen Prozessen ist eine statische Vorsorgeregelung per se zum Scheitern verurteilt. In 50 oder 100 Jahren hat sich die Situation vielleicht stabilisiert.

Bis jetzt hat aber keiner darauf reagiert.

Das ist im hese-Forum der Normalfall, die beißen nicht, die wollen nur spielen.

Logisch, weil keiner darüber ernsthaft nachgedacht hat.

Bestimmt wurde häufig ernsthaft darüber nachgedacht, z.B. vor 15 Jahren anlässlich der NIS-Verordnung in der Schweiz. Nur, wer ernsthaft darüber nachdenkt, der hat von einem hese-Projekt ganz bestimmt noch nie etwas gehört. Auch von einem IZgMF wahrscheinlich nicht. Das wäre ja noch schöner.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Vorsorgewert, Vorsorgeempfehlung, Vorsorgeprinzip

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