Prof. Lutz Jäncke über Wissenschaftler und Laien (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 10.02.2015, 11:24 (vor 1738 Tagen)

Gigaherz-Präsident Hans-U. Jakob missbraucht in seinem jüngsten Beitrag "Blick über den Gartenzaun" wieder einmal Prof. Lutz Jäncke als vermeintlichen Belastungszeugen. Gelingen tut ihm dies freilich nur, weil er nicht imstande ist, das geschriebene Wort richtig zu verstehen. Dabei hat Jäncke im Gegensatz zu Jakob durchaus Substanzielles zu sagen, zum Beispiel über Wissenschaftler, die sich bevorzugt vor Laien in Szene setzen. Solche Wissenschaftler hat die hiesige Anti-Mobilfunk-Szene reichlich zu bieten, die Namen muss ich nicht nennen, sie sind hier jedem bekannt. Was Prof. Jäncke zu solchen "Aufklärern" zu sagen hat verschweigt Hans-U. Jakob aus gutem Grund, hat er doch schon fast alle auf seinem "Gigaherz-Kongress" auftreten lassen. Wir hingegen müssen keine Rücksicht auf personelle Verfilzungen nehmen und dürfen das Kind beim Namen nennen.

Zum Kontext: Jäncke ärgert sich in seinem Artikel über eine Flut unseriöser Ergebnisse in der Hirnforschung. So behaupte eine Studie, Markenartikel würden im Gegensatz zu Nicht-Markenartikeln hoch emotional auf uns wirken. Diese Erkenntnis sei aus Daten gezogen worden, die mit der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI) gewonnen wurden. Jänche merkt dazu an:

Bemerkenswert ist nicht nur der Umstand, dass die gewonnene Erkenntnis nicht neu ist und demzufolge keiner derart teuren Untersuchung bedurft hätte, sondern vielmehr, dass diese «wissenschaftliche» Arbeit bisher in keiner Fachzeitschrift publiziert worden ist und so auch keiner strengen Begutachtung unterworfen war. In der Wissenschaft zählt aber nur das, was den filternden Begutachtungsprozess von unabhängigen Wissenschaftern passiert hat. Alles, was diese Hürde nicht überwindet, existiert für die Wissenschaftswelt praktisch nicht. Obwohl diese Prozedur jedem Wissenschafter bewusst ist, suchen manche Kollegen eher die leicht zu überzeugende Laienöffentlichkeit, die dann staunend und ehrfürchtig mit den Befunden konfrontiert wird. Oft sind hinter vorschnellen Pressemitteilungen handfeste finanzielle Interessen verborgen, denn nicht selten gelingt es, Gelder für die Forschung von Laien einzuwerben. Ist es nicht einfacher, diese zu überzeugen als die kritischen Fachkollegen?

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International bekannte Wissenschaftler

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 19.02.2015, 13:11 (vor 1729 Tagen) @ H. Lamarr

Was Prof. Jäncke zu solchen "Aufklärern" zu sagen hat verschweigt Hans-U. Jakob aus gutem Grund, hat er doch schon fast alle auf seinem "Gigaherz-Kongress" auftreten lassen.

Als treuer Leser des IZgMF-Forums hat Herr Jakob die Vorlage angenommen und präsentiert heute eine Liste der "international bekannten Wissenschaftler", die bei ihm aufgetreten sind. Nun ist nur noch zu klären, wofür die gelisteten Wissenschaftler denn eigentlich international bekannt sind und welche Honorare Herr Jakob zahlen musste, um sich mit ihnen zu schmücken. Möglicherweise hat Herr Jakob alle oder einige der Damen und Herren sogar zum Nulltarif bekommen. Warum? Das erfährt, wer mit der Suchfunktion nach den Namen der "international bekannten Wissenschaftler" im IZgMF-Forum fahndet - und hart im Nehmen ist.

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International bekannte Wissenschaftler, bekannt für ...

KlaKla, Freitag, 20.02.2015, 18:53 (vor 1728 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Freitag, 20.02.2015, 19:09

Deutschland bekanntester Ex-Tabakloyyist, Dr. Adlkofer Franz - Bislang keine geglückte Reflex-HF-Replikation, der ödp-Populist, Dr. Buchner Klaus - Das Ferkeldrama aus Kühweid und die "Rimbach-Studie". Des weiteren Doktortitelträger die es zu einem Eintrag bei Psiram geschafft haben. Beispiel: Frentzel-Beyme Rainer, Warnke Ulrich, Dr. Gerd Oberfeld, Dr. Rüdiger Hugo und der Verein unseres Goethe-Experten Dr. Richter Karl. Soweit ich das beurteilen kann, Wissenschaftler die sich auf Abwegen befinden nachdem sie in Rente sind. Absurdes Verhalten (denunzieren) ist nur ein Mittel der Wahl. Siehe hier. Sich in so einem Umfeld zu bewegen ist meinem Verständnis nach peinlich.

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Desinformation streuen über Laienöffentlichkeit

KlaKla, Samstag, 21.02.2015, 14:31 (vor 1727 Tagen) @ H. Lamarr

... In der Wissenschaft zählt aber nur das, was den filternden Begutachtungsprozess von unabhängigen Wissenschaftern passiert hat. Alles, was diese Hürde nicht überwindet, existiert für die Wissenschaftswelt praktisch nicht. Obwohl diese Prozedur jedem Wissenschafter bewusst ist, suchen manche Kollegen eher die leicht zu überzeugende Laienöffentlichkeit, die dann staunend und ehrfürchtig mit den Befunden konfrontiert wird. Oft sind hinter vorschnellen Pressemitteilungen handfeste finanzielle Interessen verborgen, denn nicht selten gelingt es, Gelder für die Forschung von Laien einzuwerben. Ist es nicht einfacher, diese zu überzeugen als die kritischen Fachkollegen?

Nicht nur Wissenschaftler nutzen die Möglichkeit über die Laienöffentlichkeit ihre Interessen an den Mann/Frau zu bringen. Der Grüne Thomas Marwein fiel 2011 erstmals mit dem Thema W-LAN und Schule öffentlich auf. Er setzt mVn mit seinen Mitteln den Wunsch von Mobilfunkgegnern um. Zitat: "Man sollte Ärzte als Lobbyisten gewinnen, die etwas bewegen können."

Er organisiert den sogenannten "Ärztearbeitskreis digitale Medien Stuttgart" und mit dabei sind uns bekannte Mediziner. Ich denke das Bindeglied ist Dr. Norbert Fischer, von ihm geht eine Verbindung direkt zur KO-Ini. Seilschaften verbinden: Goethe-Experte philosophiert vor Medizinern.

Dieser Ärztearbeitkreis verfasste einen offen Brief, der an Sozialministerin Altpeter und Kultusminister Stoch geht. Diagnose-Funk stellt den Brief ins Internet. Nun muss man nur noch freie Journalisten gewinnen, die daraus eine Pressemeldung machen. Ich kann mir vorstellen, so etwas kann man kaufen.

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