BfS: Prüfbericht des Wissenschaftsrats und Kenngrößen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 10.11.2014, 00:03 (vor 2787 Tagen)

Der Wissenschaftsrat (WR) hat sich kürzlich wieder das BfS vorgenommen. Für Außenstehende eine eher unspektakuläre Prüfung, wäre da nicht 2011 der Versuch der sogenannten Kompetenzinitiative (KOI) gewesen, aus so einer Prüfung mit unlauteren Mitteln Kapital zu schlagen.

Zum Leidwesen der KOI hat der WR 2014 jedoch wieder nicht viel an dem für Mobilfunkgegner relevanten Fachbereich SG des BfS auszusetzen:

Gewürdigt werden die Fortschritte, die die Fachbereiche Strahlenschutz und Gesundheit (SG) sowie Strahlenschutz und Umwelt (SW) im Hinblick auf ihre Forschungsleistungen seit der vergangenen Evaluation durch den Wissenschaftsrat im Jahr 2006 gemacht haben und die in verbesserten Publikationsleistungen und erhöhten Drittmitteleinnahmen zum Ausdruck kommen. Dennoch sollte das BfS den Ausbau der Eigenforschung weiter vorantreiben.

Den Volltext der WR-Stellungnahme zum BfS gibt es <hier> (PDF, 82 Seiten, deutsch).

Weniger anstrengend zu lesen sind die vom WR veröffentlichten Hintergrundinfos zum BfS:

HINTERGRUNDINFORMATION
Berlin 27.10.2014
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Salzgitter

WICHTIGSTE AUFGABEN
Gemäß § 2 des Errichtungsgesetzes vom 9. Oktober 1989 (BGBI. I S. 1830) |1 erfüllt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) Verwaltungsaufgaben des Bundes auf den Gebieten des Strahlenschutzes einschließlich der Strahlenschutzvorsorge sowie der kerntechnischen Sicherheit, der Beförderung radioaktiver Stoffe und der Entsorgung radioaktiver Abfälle einschließlich der Errichtung und des Betriebs von Endlagern. Es unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) fachlich und wissenschaftlich auf den oben genannten Gebieten, insbesondere bei der Wahrnehmung der Bundesaufsicht, der Erarbeitung von Rechts- und Verwaltungsvorschriften so-wie bei der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit. Das BfS betreibt zur Erfüllung seiner Aufgaben wissenschaftliche Forschung auf den oben genannten Gebieten.

WICHTIGSTE KENNGRÖßEN
Gesamtausgaben 2013: 424,8 Mio. Euro (Fachbereiche Strahlenschutz und Gesundheit (SG) sowie Strahlenschutz und Umwelt (SW): insg. 27,2 Mio. Euro)
Verausgabte Drittmittel 2010-12: 1,19 Mio. Euro, davon 98 % von der EU und 2 % vom Bund (Fachbereiche SG und SW)
Personal 2013: 723,7 institutionelle Stellen (Vollzeitäquivalente/ VZÄ), davon 312,8 Stellen für wissenschaftliches Personal, sowie 2,8 drittmittelfinanzierte Stellen für wissenschaftliches Personal und 24,7 mit wissenschaftlichem Personal besetzte, aus Aushilfs/Annex-Titeln finanzierte Stellen. Fachbereiche SG und SW: 121,7 Stellen für wissenschaftliches Personal; 118,7 mit Wissenschaftlerinnen (42 %) und Wissenschaftlern (58 %) besetzt.

ORGANISATION
Das im Jahr 1989 mit Hauptsitz in Salzgitter gegründete Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist eine selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesminis-teriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Weitere Standorte befinden sich in Neuherberg bei München, Berlin-Karlshorst, Freiburg, Bonn, Rendsburg, Morsleben, Remlingen (Asse) sowie Gorleben. Das Amt wird von einem Präsidenten bzw. einer Präsidentin geleitet.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
BfS, Wissenschaftsrat

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