Gefährliche Energiesparlampen: Alarm made by WDR (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 16.10.2014, 23:50 (vor 1877 Tagen)

In der ARD-Sendung Plusminus vom 15. Oktober 2014 hatte Dr. Mutter wieder einmal einen Auftritt. Der rd. 7-minütige Bericht der Autoren Fabian Nast und Herbert Kordes zeigt ein dramatisches Bild von der Energiesparlampe (ESL), wenn sie zu Bruch geht. Warum der Beitrag im Jahr 2014 zu einem Zeitpunkt kommt, da LED-Lampen den ESLs ohnehin den Markt streitig machen und die Tage der ESL gezählt sind, ist nicht ersichtlich, mMn ist der Beitrag um Jahre zu spät dran. Ziel könnte sein, die Bevölkerung zu ängstigen und so zum schnelleren Umstieg auf LED-Lampen zu bewegen. Sollte dies zutreffen, wäre es ein Skandal.

Momentan ist der Film mit dem reißerischen Titel "Gefährliche Energiesparlampen" noch in der ARD-Mediathek zu sehen. Später wird man ihn auf YouTube suchen müssen. Und wenn alle Stricke reißen, dann kann man sich noch immer auf dieser ARD-Website gruseln.

Schon die Anmoderation des Beitrags ist mMn tendenziös: Die EU hat nicht, wie es die Sprecherin behauptet, die ESL vor fünf Jahren "eingeführt", tatsächlich gibt es ESLs schon viel länger, sondern sie hat die Glühlampe schrittweise verboten (beginnend 2009 die 100-W-Lampen, endend 2012 die 25-W-Lampen).

Der Plusminus-Beitrag wirkt wie das Remake zweier Verfilmungen aus dem Jahr 2012. Damals verstieg sich das ZDF in der Reihe Zoom zu dem Beitrag "Giftiges Licht" und die ARD leistete sich in der Reihe TTT einen schlecht recherchierten Beitrag zu dem Kinofilm Bulb-Fiction. Die aufgefahrenen Belastungszeugen gegen die ESL waren Baubiologe Wolfgang Maes, der Umweltmediziner Dr. med. J. Mutter, der Chemiker Gary Zörner und "Max", ein Kind, das angeblich wegen einer zersprungenen ESL schwere gesundheitliche Symptome erleiden musste, darunter völliger Haarausfall. Was seinerzeit Dr. G. Ratto Kritisches zur "Max-Geschichte" zu sagen hatte, steht hier.

Es muss sehr schwierig sein, Quecksilber-Experten und -Opfer in Deutschland aufzutreiben. Denn in dem gestrigen Plusminus-Film traten abermals auf Gary Zörner, Dr. Mutter und "Max", dem auch vier Jahre nach dem Zwischenfall mit der ESL noch immer keine Haare auf dem Kopf wachsen wollen. Und natürlich sagen alle das, was sie schon 2012 vorgetragen haben. Neue Fakten sind nicht hinzu gekommen, die Glaubwürdigkeit der dramatischen Geschichte um den kleinen "Max" hat deshalb weiter Schlagseite. Es gibt viele substanzielle Gegenargumente, doch der Plusminus-Film nennt kein einziges davon. Nachzulesen sind sie unter den oben genannten Links zu den beiden Verfilmungen aus dem Jahr 2012, darunter ist auch dieser Link zur Website von Dr. Rüdiger Paschotta, der Mängel akribisch auflistet und die ARD 2012 ganz schön ins Schwitzen brachte. Damals war der BR für die unqualifizierte TTT-Sendung verantwortlich. Doch die Blamage blieb in Bayern stecken, denn jetzt, zwei Jahre später tappt der WDR mit Plusminus in den gleichen Fettnapf unqualifizierter alarmistischer ESL-Berichterstattung durch öffentlich-rechtliche jedoch einäugige Reporter.

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Plusminus, Maes, Mutter, WDR, Quecksilber, Alarmist, Chemiker, Energiesparlampe, Zörner

Gefährliche Energiesparlampen: Alarm made by WDR

charles ⌂ @, Freitag, 17.10.2014, 10:37 (vor 1876 Tagen) @ H. Lamarr

Sparlampen sind von Gestern.

Jetzt gibt es LED lampen in Hülle und Fülle, die nicht die Nachteile haben.

Nur, man muss dabei einiges betrachten.
Es gibt LED lampen, die *dirty power* ins Elektricitätsnetz abgeben.
Es gibt LED lampen, die *dirty air* im Raum abstrahlen.
Es gibt LED lampen, die beides tun.

Aber es gibt auch LED Lampen, die nicht *dirty power* und keine *dirty air* produzieren.
(Unter *dirty* verstehe ich Frequenzen von 5kHz bis 30MHz.)

So habe ich LED lampen von Osram, und kürzlich LEDARE LED lampen von Ikea.
Keine *dirty power* messbar, und *keine dirty air* ab 30CM Abstand.
Fassungen GU10 und E27.

Wo im Anfang die LED's nu eingeschränktes Licht bringen, leisten die LEDARE LED's 200lm, 400lm, 600lm und sogar 1000lm, was eine Menge Licht darstellt.
Obwohl noch nicht billig, senken die Preise langsam.
Jedenfalls sind wir sehr zufrieden damit.

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Charles Claessens
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Gefährliche Energiesparlampen: Alarm made by WDR

H. Lamarr @, München, Freitag, 17.10.2014, 12:55 (vor 1876 Tagen) @ charles

Aber es gibt auch LED Lampen, die nicht *dirty power* und keine *dirty air* produzieren.

Selbstverständlich!

Lieber "Charles", Sie sind mir unter den Baubiologen der liebste, irgendwie aber habe ich den Eindruck, beim netten Baubiologen von nebenan ist alles gefährlich, was seit der Kerze zur Beleuchtung auf den Markt kam.

Dass jetzt auch harmlosen LED-Lampen Schadwirkungen angedichtet werden, Sie sind ja beileibe nicht der einzige aus der Schule der Mahner, erinnert mich an eine seltsame Studie von Rainer Frentzel-Beyme. Vor gut zehn Jahren verbreitete er in der Szene die Schreckensnachricht, TFT-Flachbildschirme seinen schädlich. Was genau er bemängelte weiß ich nicht mehr, ich meine er störte sich an den Bildwechselfrequenzen und deren Harmonischen. Doch das Kopfschütteln darüber war groß, selbst in der Szene wurde die "Entdeckung" stellenweise als Spinnerei gesehen. Wie dem auch sei, das erschütternde Papier wurde zeitnah diskret aus dem Verkehr gezogen und als ich soeben danach gesucht habe, ist nur dieses vielsagende Werk von Frentzel-Beyme zum Vorschein gekommen, das meiner Erinnerung nach zwar ähnlich, aber nicht das gesuchte ist.

Kurz: Aus meiner Sicht sind einige Leute hauptberuflich damit beschäftigt, gar nicht selbstlos Umweltprobleme künstlich zu erzeugen und dramatisch auf Gesundheitsmärkten zu verbreiten. Gerne auch in den Szenen der MCS- und EHS-Phobiker, die auf solche Meldungen erfahrungsgemäß abfahren wie Schmidts Katze. Ich kann mich da nur der Einschätzung der Bundesärztekammer anschließen, die mit Sorge die Ausübung der Umweltmedizin in Arztpraxen betrachtet, weil dort vielfach durch dubiose Diagnoseverfahren neue Umweltprobleme und -belastungen erst gratis erfunden werden, nur um sie postwendend gegen Honorar zu heilen. Das alte Lied vom Moneymaker also :-).

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, Inszenierung, TFT-Flachbildschirm, Umweltmedizin, Umweltproblem

Gefährliche Energiesparlampen: Alarm made by WDR

charles ⌂ @, Freitag, 17.10.2014, 21:20 (vor 1876 Tagen) @ H. Lamarr

Na ja, viele der Schreckensnachrichtenberichterstatter (Gutes Deutsch?) reden über Sachen wovon sie wenoig Ahnunh haben was wirklich los ist.

Bei Fernseher kann etwas los sein.

Als wir noch in Belgien wohnten, und meine Frau noch elektrosensitiv war, hatte ich einen 42" LCD Fernseher gekauft, der m.M.n. *strahlunmgsarm* war.
Wir hatten Kabel Fernsehen und auch Satellit.
ÜIber das Kabel konnte meine Frau sehr gut fernsehen, aber sobald den Satellitenempfänger eingeschaltet war, musste sie das Zimmer verlassen.
Auf http://www.milieuziektes.nl/Pagina109.html steht das Geräusch LCD TV als MP3.

Umgezogen nach den Niederlanden hatte den Fernseher mit nur Satellit keinerlei Probleme gegeben.

Ich hatte mal einen Fall in Belgien wo man einen neue Samsung LCD Fernseher gekauft hat, über Kabel angetrieben. Die Frau des Hauses musste immer das Zimmer verlassen wenn der Fernsher eingeschaltet war. Der Samsung hattte unten ein blaues Licht.
Nach meine Empfehlung konnte man das GerÄt umtauschen gegen einen Sharp.
Seitdem gar keine Probleme.

So hatte ich mal einen Sony LCD Fernseher als schlecht beurteilt, und die *dirty power* noch 5 Meter ferner an eine Lampe gemessen. Nur, der Fernsher war in Ordnung, aber eine Harman Kardon Stereo Anlage daneben war der Verursacher der *dirty power*.
UNd das habe ich auch anderswo feststellen können.

So habe ich unterschiedliche Fernseher mit einem Detector in verschieden Läden.
Da fand ich sehr grosse Unterschiede.
Z.B. von Sony ein bestimmter Typ schlecht, und ein anderer Typ ganz in Ordnung.
Aber die nächste Woche hat man eine Buchstabe der Typenbezeichnung geändert, und der gute Typ wurde schlecht.
Also, man ändert die Typen schneller, als ich sie vermessen kann.

So hatte ich für mich selbst einen Acer 26" Computermonitor gewählt, der in den Laden ganz in Ordnung war.
Zuhause aber, zeigte der Spectrumanalyser einen hohe breite Pegel rund 4,5MHz.
Das zeigen die übliche KNatterboxen nicht an.
Nachdem er den Geist gegeben hat, habe ich mir einen Philps 27" zugelegt, der ganz in Ordnung ist.
Und wir haben auch einen Samsung 46" Fernseher über Satellit, ohne jegliche Probleme.

Trotz Ihrer Meinung, bin ich der Auffassung, und habe erfahren, dass bestimmte elektrosensitive Personen ernsthaft Beschwerden erfahren können bei *dirty power* als auch *dirty air*.

PS. ich rede nicht von Sachen die von Anderen behauptet werden, sondern was ich selber gesehen, erfahren, beobachtet und gemessen habe.

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Charles Claessens
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Gefährliche Energiesparlampen: Alarm made by WDR

H. Lamarr @, München, Freitag, 17.10.2014, 21:54 (vor 1876 Tagen) @ charles

Schreckensnachrichtenberichterstatter (Gutes Deutsch?)

Ja, perfekt, Thomas Mann wäre stolz auf Sie!

ÜIber das Kabel konnte meine Frau sehr gut fernsehen, aber sobald den Satellitenempfänger eingeschaltet war, musste sie das Zimmer verlassen.

Jetzt mal Hand aufs Herz "Charles", ich habe da eine Henne-Ei-Frage:

Wurden Sie Baubiologe, weil Ihre Frau "elektrosensibel" war oder wurde Ihre Frau "elektrosensibel", weil Sie Baubiologe waren?

PS. ich rede nicht von Sachen die von Anderen behauptet werden, sondern was ich selber gesehen, erfahren, beobachtet und gemessen habe.

Jaja, das macht Sie ja auch so verdammt sicher, dass Sie - und nur Sie - über Elektrosmog Bescheid wissen wie kein anderer. Im Messen und Beobachten sind Sie möglicherweise auch ganz gut. Aber das waren auch die, die festgestellt haben, dass die Anzahl der Störche mit dem Geburtenrückgang teuflisch gut korrelierte. Soll heißen: Ihr Fehler ist mMn, Sie beobachten Zusammenhänge, die möglicherweise tatsächlich da sind, die aber - wie bei den Störchen - keine Kausalzusammenhänge sind. Tatsächlich haben Sie bislang ja auch keinen Kausalzusammenhang in Ihren Anekdoten nach wissenschaftlich strengen Regeln (z.B. Verblindung) nachgewiesen.

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Betroffene, EHS, Kausalzusammenhang

Henne-Ei Frage

charles ⌂ @, Freitag, 17.10.2014, 22:16 (vor 1876 Tagen) @ H. Lamarr

Wurden Sie Baubiologe, weil Ihre Frau "elektrosensibel" war oder wurde Ihre Frau "elektrosensibel", weil Sie Baubiologe waren?>

Mein Frau hatte unerklärliche Gesundheitsmangel.
Als ich dann auf der Suche gegangen bin, und auf Elektrosmog gestossen bin, habe ich mir unterschiedliche Messgeräte gekauft (und darüber geschrieben in viele Ausgaben von meine Publikationen *het bitje*).

So habe ich viele Jahren überall gemessen, beobachtet und vieles ausprobiert.
Ende 2004 sind wir dann die Niederlande entflüchtet nach Belgien, wo wir angefangen haben mehrere Sachen aus zu probieren
Das hat zur Folge gehabt, dass meine Frau jetzt nicht mehr elektrosensitiv ist, und ich ohne jegliche Probleme Messversuche mit verschiedenen DECT Telefone machen kann.
Auch Sendemasten tun ihr überhaupt nichts mehr.

Nur erfährt sie ab un zu etwas von *dirty air* von winziger Art, aber das ist gut behoben mit den Massnahem wie die Abbildungen zeigen auf http://www.milieuziektes.nl/Pagina600.html
Der 30 Punktenplan ist auch der Erfolg von vielen Jahren spüren, testen und beobachten.
Sicher, das ist alternativ, aber die Schulmedizin hat bis jetzt keine Lösungen, und jeder kann es zuhause machen. Wie schon mehrere das erfolgreich gemacht haben.

Mein Frau hat heute Geburtstag, und sagte mir, dass sie sich nie so gut gefühlt hat wie vor 20 Jahren.

Mit den Jahren kommen auch kleine Mängel und Beschwerden, aber die haben wir gut im Griff mit unserem Bioplasma, oder Brains Machine, der nicht nur angibt was heute ist, sondern was in drei, fünf Jahren auf uns zukommen wird mit unserem Gesundheit. Und so sind wir in der Lage das vor zu beugen.
Ja, ja, Frequenzen sind sehr wichtig in unserem Leben. Sie spielen eine viel grössere Rolle als manche ahnen.

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Charles Claessens
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Gefährliche Energiesparlampen: Alarm made by WDR

Trebron, Freitag, 17.10.2014, 21:03 (vor 1876 Tagen) @ H. Lamarr

Warum die Kritik? Ewige Wiederholungen sind doch das Kerngeschäft vieler Sender ;-) .
Die ganze künstlich aufgebauschte Debatte um Quecksilber in den ESL war schon immer ein Rückzuggefecht der Mobilfunk-Gegner. Man musste sich auf die Suche nach neuen Themen machen, weil das ursprünglich-eigene Geschäft einfach zunehmend austrocknete.
Und sachlich-ehrlich ging es dabei nie zu.
Zeit-online vom 02.01.2011:
http://www.zeit.de/2011/01/T-Energiesparlampe
Text-Auszug:
<< Die Folge: Wegen ihres hohen Stromverbrauchs belasten Glühbirnen die Umwelt bei gleicher Lichtausbeute mit fast doppelt so viel Quecksilber wie Energiesparlampen. >>

Naja, die mit den ESL technisch weitgehend identischen Leuchtstoffröhren (volkstümlich auch „Neonröhren“) leuchten seit mehr als fuffzig Jahren Keller, Garagen, Werkstätten, Parkhäuser, Großbüros, Fabriken und Supermärkte aus. Wo bleiben die Kaufstreiks von Armaden von Müttern mit Kinderwagen und Plakaten: „Kerzen statt Quecksilber!“?

Nüchtern betrachtet: Die ESL ist fast schon Geschichte. Alles ihr Angedichtete (nur blaues Licht und Flimmern) ist längst unwahr. Was bleibt, das ist das faule Gefühl, von der Werbung mit völlig überzogenen Leistungsdaten gefüttert worden zu sein. Auch bei modernen Marken-ESL lässt die Helligkeit nach ein paar hundert Betriebsstunden sichtbar nach. Die aktuellen LED-Leuchtmittel müssen erst zeigen, ob die Werbeversprechen langfristig halbwegs eintreffen. Derzeitiger Engpass: Weder für die Standards der 100W-Glühbirnen und für die 36W-Leuchtstoffröhren gibt es am Markt was wirklich Ersetzendes in LED-Technik zu finden. Die Angebote und Versprechungen enden immer bei der halben Lichtleistung. Ich möchte aber nicht wegen einer nur vielleicht die Welt rettenden und teuer eingekauften Sparmaßnahme im Halbdunkeln sitzen.
Und ziemlich sicher richtig: Sobald sich die LED-Technik in der Raumbeleuchtung so in zwei Jahren endgültig durchgesetzt hat, wird uns Diagnose Funk die gar fürchterbaren Auswirkungen auf Gesundheit, Fruchtbarkeit, Kopfschmerzen, ADHS, Autismus usw. ganz sicher weisen. Mit irgendeinem Thema muss die Spenden-Sammelei für angenehme Vortragsreisen ja daherkommen …

Gefährliche Energiesparlampen: Alarm made by WDR

H. Lamarr @, München, Freitag, 17.10.2014, 22:59 (vor 1876 Tagen) @ Trebron

Nüchtern betrachtet: Die ESL ist fast schon Geschichte.

Gerade das macht den Plusminus-Bericht ja so grotesk. Nur: Warum wurde er dennoch entgegen aller Vernunft und leicht recherchierbarer Fakten zur besten Sendezeit ausgestrahlt? Ich glaube nicht daran, dass die vom WDR nicht wussten was sie taten, obwohl ich mir bei der Mo(r)deratorin da nicht ganz sicher bin. Achten Sie am Schluss mal auf die Abmoderation der Dame. Einen Sinn ergibt der scheinbare Unsinn dieses TV-Beitrags, wenn es das Ziel war, die Leute schneller zur LED-Lampe zu treiben - aus welchen ehrlosen oder ehrenwerten Gründen auch immer. Wäre mMn auch nicht weiter schlimm, würde man den Druck nicht mit Weckung irrationaler Ängste aufbauen und nebenbei das Vertrauen in die Fürsorgepflichten des Staates pulverisieren. Wer also könnte diesen auffälligen Bericht bestellt haben: Umweltbundesamt, ESL/LED-Industrie oder gar Big Tobacco? Wir werden es nie erfahren.

Weder für die Standards der 100W-Glühbirnen und für die 36W-Leuchtstoffröhren gibt es am Markt was wirklich Ersetzendes in LED-Technik zu finden.

Ja, das wird noch ein Weilchen dauern, aber sie arbeiten dran. Heute flatterte mir die Meldung von einer 300-W-LED-Leuchte aus China auf den Tisch (Typ Stalllaterne). Die Leuchtfläche hatte das Format einer Mini-CD, das Größte an dem Monstrum war der Rippenkühlkörper um den Lampensockel herum. Bei 20 % Wirkungsgrad müssen halt 240 W Wärme abgeführt werden. Jedes Grad höhere Temperatur reduziert ab einem Schwellenwert die Lebensdauer der LED-Lampe um x-100-Stunden. Über die Lichtausbeute (lm/W) hüllte sich der Anbieter in Schweigen. Kein gutes Zeichen, denn was bei Digitalkameras der Pixelwahn ist, wird bei LEDs der Wattwahn werden. Dabei kann eine LED-Lampe mit hoher Lichtausbeute trotz weniger Watt Leistungsaufnahme heller leuchten als eine mit mehr Watt.

Und ziemlich sicher richtig: Sobald sich die LED-Technik in der Raumbeleuchtung so in zwei Jahren endgültig durchgesetzt hat, wird uns Diagnose Funk die gar fürchterbaren Auswirkungen auf Gesundheit, Fruchtbarkeit, Kopfschmerzen, ADHS, Autismus usw. ganz sicher weisen. Mit irgendeinem Thema muss die Spenden-Sammelei für angenehme Vortragsreisen ja daherkommen …

Das werden sie mMn nicht wagen, ernsthaft gegen die LED zu ziehen, da gibt es noch weniger Argumente als gegen ESLs und die Leute werden aus Eigenerfahrung schnell merken, dass die Gruselgeschichten des Vereins nur was für Kinder sind. Ich gehe davon aus, sie werden versuchen, mit Hochspannung, E-Mobility, Photovoltaik und Smart-Home bis 2300 im Geschäft zu bleiben. Denn das komfortable Leben mit Ökostrom ist ja in Wahrheit saugefährlich, man muss die Leute deshalb dringendst darauf hinweisen, dass sie permanent in Lebensgefahr schweben.

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Gefährliche Energiesparlampen: Alarm made by WDR

hans, Samstag, 18.10.2014, 07:01 (vor 1875 Tagen) @ H. Lamarr

...einer 300-W-LED-Leuchte aus China auf den Tisch (Typ Stalllaterne). Die Leuchtfläche hatte das Format einer Mini-CD, das Größte an dem Monstrum war der Rippenkühlkörper um den Lampensockel herum. Bei 20 % Wirkungsgrad müssen halt 240 W Wärme abgeführt werden.

Also ich behaupte jetzt einfach mal, dass bei einer 300W LED auch 300W Wärme abgeführt werden müssen. So nebenbei wird auch Licht erzeugt. Bei einer Glühbirne relativ wenig, bei ESL etwas mehr und bei guten LEDs noch mal mehr.
Aber 300W sind 300W. Die wollen abgeführt werden. Lichtausbeute und Wirkungsgrad hin oder her.
Oder liege ich da völlig falsch?

Gefährliche Energiesparlampen: Alarm made by WDR

Trebron, Samstag, 18.10.2014, 10:35 (vor 1875 Tagen) @ hans

Oder liege ich da völlig falsch?

Radio Eriwan antwortet dazu: Im Prinzip nein! ;-)
Auch die 60W aus Spatenpaulis Beispiel, die zunächst als sichtbares Licht durchs Wohnzimmer vagabundieren, werden spätestens beim Auftreffen auf einen dunklen Gegenstand zur „endgültigen“ Energieform Wärme. Das findet aber nicht direkt an der Lichtquelle statt. Womit der Kühlkörper eben nur die 240W daran hindern muss, der schicken Leistungs-LED den baldigen Hitze-Tod hinauszuzögern.
Zusatzfrage: Was sind „gute LEDS“? Die heute vorgeschriebenen Leistungsdaten auf den Verpackungen zeigen, dass die handelsüblichen LED-Birnen den ESL in Sachen Wirkungsgrad / Energie-Ersparnis und prognostizierter Lebenserwartung keineswegs das Wasser abgraben. Die Vorteile liegen bei „volles Licht-sofort“ (Sicherheit auf der Kellertreppe), deutlich bessere Schaltfestigkeit (z.B. mit Bewegungsmelder), gute Leistung auch bei Minus-Temperaturen (Außenbereich). Und wegen des Quecksilbers: Ich bereite gerade eine Online-Petition vor: „Verbot von Thunfisch-Pizza wegen der kleinen silbernen Kügelchen“. Die Leute sollten statt dessen besser Spinat essen, da ist ja bekanntlich ganz viel gesundes Eisen drin ;-) .

Gefährliche Energiesparlampen: Alarm made by WDR

Trebron, Samstag, 18.10.2014, 11:01 (vor 1875 Tagen) @ H. Lamarr

Nüchtern betrachtet: Die ESL ist fast schon Geschichte.

Gerade das macht den Plusminus-Bericht ja so grotesk.

Volle Zustimmung!
Ergänzend: 300W-LED-Lichtquellen gibt es für Straßen- und Bau-Beleuchtung bereits im Fachhandel. 40W-LEDs sind als Flächenleuchten für € 200.- im Angebot (vor zwei Jahren noch für das Dreifache). Für Rasterdecken 62x62cm. Und das passt alles nicht in Opas Stehlampe.
Ernüchternder Google-Fund: Bei LEDs sinkt (bei konstanter Temperatur) die Leuchtkraft / Helligkeit linear mit der Zahl der Betriebsstunden. Und exponential mit steigender Umgebungstemperatur. Und der Wirkungsgrad ist plus/minus der Gleiche wie bei den ESL. (Solche Informationen hätten den WDR-Beitrag aus meiner Sicht gut aussehen lassen.) Da bleibt für LED-Fans neben der vollen Helligkeit beim Anknipsen nur der Vorteil, dass man nicht dauernd als Grobmotoriker die kleinen silbernen Kügelchen aus dem Teppichboden pulen muss ;-) .

Problem Wärmeableitung

Kuddel, Samstag, 18.10.2014, 11:48 (vor 1875 Tagen) @ H. Lamarr

... Jedes Grad höhere Temperatur reduziert ab einem Schwellenwert die Lebensdauer der LED-Lampe um x-100-Stunden.

Da sehe ich auch das Problem der Retrofit LED Lampen in altehrwürdiger "Birnenform".
Das Problem bei LED ist, daß die wärme-ableitende Oberfläche geringer ist, als bei ESL und durch die Größe der "Birne" vorgegeben ist. Ein winziger Halbleiterchip, beschichtet mit einer winzigen Leuchtstoffmenge, ist empfindlicher gegenüber hohen Temperaturen und schwieriger zu kühlen, als ein viel voluminöseres, mit Leuchtstoff beschichtetes Glasrohr.
Die LED führt die gesamte Verlustwärme über den Sockel ab. Oberhalb einer LED Leistung von ca 6 Watt wird der Sockelbereich so heiss, daß man man ihn kaum länger als 5 Sekunden anfassen kann (ca 50..60°). Aber es werden Lampen mit 12 Watt Leistung angeboten, welche (angeblich) die gleiche Lebensdauer haben wie die 6 Watt Lampen (üblich sind Angaben von 25000 Stunden), obwohl man sich nach 1 Stunde Betrieb schon bei kurzer Berührung eine Brandblase einhandeln kann.
Daher kaufe ich keine "günstigen" LED "Birnen" mehr mit mehr als 7 Watt und wenn es mal 10Watt sein müssen, dann nur mit Keramik- oder Aluminiumsockel statt Plastiksockel.

Bei ESL hingegen dient das komplette Glasrohr gleichmäßig der Wärmeableitung (das Vorschaltgerät im Sockel mal ausser Acht gelassen).
Bei den "Twist" Lampen einer bekannten deutschen Marke kann man schön den Lebensdauerzusammenhang beobachten. Es gibt eine "Billigversion" mit 22Watt Leistung welche sehr kompakt gebaut ist (vergleichesweise kurzes Rohr mit nur 3 Windungen) mit 8000 Stunden Lebensdauer und eine teure Variante (doppelter Preis) , bei welcher das gewendelte ESL-Rohr beinahe doppelt so lang ist (5..6 Windungen), welche mit 25.0000 Stunden angegeben ist.
Bei der Billigversion wird die gesamte Leistung aus einer wesentlich kürzeren Rohrlänge herausgequält, was der Lebensdauer nicht gerade zuträglich ist.

Man sollte auch bedenken, dass die Lebensdauerangaben nur für freie Wärmeableitung (ohne Lampenschirm) gelten. Wenn man die LED oder ESL in eine Lampe mit Schirm, oder schlimmer noch in eine geschlossene Glasglocke einsperrt, wird sie wesentlich wärmer und die Lebensdauer sinkt weiter.

K

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