Neuer Schnelltest für Eva W., mit Belohnung im Erfolgsfall (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 11.10.2014, 17:51 (vor 2969 Tagen)

Mein Vorschlag für den Schnelltest in Frau W. Wohnviertel kam bei ihr nicht sonderlich gut an. Vielleicht ist die Fahrt im Rollstuhl vor allen Leuten ihr auch peinlich.

Deshalb hier und jetzt ein neuer Anlauf, wieder beruhend auf einer Anekdote von Frau W., die sie im Gigaherz-Forum, warum auch immer als "Gast" erzählt (theoretisch könnte ihr das Posting also auch untergeschoben worden sein):

Der lange Bus war voll besetzt und wartete an der Endhaltestelle. Es war gegen 13:00. So weit ich sehen konnte - ich saß im hinteren Bereich - hatte ein jeder sein Spielzeug in der Hand und beschäftigte sich damit. Nur ein älterer Herr war ohne. Das mag für mich ja wieder eine heitere Fahrt werden! Hoffentlich steht der Bus nicht noch eine Ewigkeit. Auf den Sitzen hinter mir unterhielten sich zwei junge Leute. Wunderbar, sie reden miteinander, dann spielen sie nicht! Doch nach ein paar Minuten begann der bohrende Schmerz am Hinterkopf. Wie denn das nun? Ich drehte mich um. Während sich die Beiden unterhielten, wischten sie auf ihren Smartphones herum.

Das 4-Punkte-Testdesign

Das Testdesign des Schnelltests ist somit sehr, sehr einfach und überdies auch noch nach den Vorstellungen von Frau W. im Detail gestaltbar (z.B. Beziffern von Erholungszeiten, Beiziehen eines Vertrauten ihrer Wahl ...):

1) Es wird eine Testsequenz von sechs Testphasen zu je 10 Minuten Dauer vereinbart. Während einer Testphase findet zufallsbestimmt eine Exposition statt oder nicht. Sollte Frau W. eine Exposition wahrnehmen, wird vor der nächsten Testphase eine 30 minütige Pause ohne Exposition zur Entladung eingelegt. Irgendwelche technischen Hilfsmittel zur Expositionsbestimmung sind für Frau W. natürlich nicht erlaubt.
2) Der Hinterkopf von Frau W. wird mit einem UMTS-fähigen Smartphone (hohe Leistungsstufe; z.B. Download einer sehr großen Datei) aus kurzer Entfernung (10 bis 20 cm) befeldet.
3) Frau W. darf nicht erkennen können, wann exponiert wird und wann nicht, z.B. Sichtblockade durch ein Leinentuch zwischen Kopf und Smartphone.
4) Am Ende jeder Testphase soll Frau W. bekunden, ob das Smartphone auf Sendung war oder nicht. Kriterium z.B. "bohrender Schmerz am Hinterkopf" oder eine beliebige andere von ihr an sich beobachtete Körperreaktion.

Liegt Frau W. mindestens 5-mal richtig, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nur zufällig richtig liegt, auf rund 3 Prozent gefallen, ein guter Wert. Um sicher zu gehen wird in diesem Fall die Testsequenz nach einer beliebig von Frau W. festzusetzenden Erholungsphase noch einmal wiederholt, schafft sie abermals mindestens fünf Treffer hat sie gewonnen und ich verpflichte mich, alle 14 Tage völlig gratis den Rasen in ihrem Garten zu mähen, solange sie dort wohnt.

Also, wenn das kein Angebot ist!

Mein Bauch sagt mir allerdings: Frau W. wird auch diesen Dessert-Schnelltest mit irgendwelchen Ausflüchten in den Wind schlagen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Objektivierung, Individualtest, Selbstdarsteller, Obermenzing, Sozialleistung, Blindgänger, Indivitualtest

Hannemann, geh du voran!

H. Lamarr @, München, Samstag, 11.10.2014, 18:22 (vor 2969 Tagen) @ H. Lamarr

Deshalb hier und jetzt ein neuer Anlauf, wieder beruhend auf einer Anekdote von Frau W., die sie im Gigaherz-Forum, warum auch immer als "Gast" erzählt (theoretisch könnte ihr das Posting also auch untergeschoben worden sein):

Helmut Breunig aus Niedersachsen lobt Frau W. Anekdote über den grünen Klee:

Gut so, Frau W.! Schreiben Sie bitte immer wieder Ihre aufschlussreichen Berichte ins Forum - die Welt braucht sie als Zeugnis.
Bitte ärgern Sie sich und andere dabei - trotz aller unumgänglichen Schärfe - möglichst nur in einem Ihnen zuträglichen Maß.
Die lebendige Klarheit Ihrer Schilderungen von Alltagssituationen, mit denen Menschen konfroniert werden, die unter Hochfequenzbelastungen leiden, finde ich Beispiel gebend. Dass das authentisch dokumentierte Erleben sogenannt elektrosensibler Menschen hier einen Platz findet, tröstet und ermutigt mich.

Meine Meinung: Frau W. zu noch mehr Anekdoten anzustiften, mit der sich die doch schon recht betagte Frau öffentlich zum Narren macht, halte ich für hinterlistig. Aufschlussreich sind die Berichte von Frau W. in der Tat, jedoch nicht im gesellschaftlichen, sondern im diagnostischen Sinne einer über Jahre hinweg anschaulich dokumentierten Phobie-Ausreifung. Herr Breunig ist selbst überzeugter EHS, der sich jedoch nur sehr selten öffentlich äußert.

Hannemann, geh du voran! Diese Redensart wird gebraucht wenn jemand bei der Erledigung einer unangenehmen Sache einen andern vorschickt, wenn sich jemand also unangenehmen Dingen gerne entzieht, sie andern überlässt. Frau W. soll das Prügelmädchen geben, bis an ihr Lebensende, damit andere, die sich weniger trauen, getröstet und ermutigt werden. Ein mMn ziemlich dissozialer von Eigennutz geprägter Denkansatz. Denn wollte Frau W. als die unerschrockene "Johanna von Obermenzing" in die EHS-Geschichte eingehen, wäre sie längst Mitglied und Aushängeschild im Verein für Elektrosensible. Der Münchener Verein und Frau W. aber gehen sich seit Jahren beflissen aus dem Weg.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Laien, Hannemann

Hannemann, geh du voran!

KlaKla, Montag, 13.10.2014, 16:13 (vor 2967 Tagen) @ H. Lamarr

Helmut Breunig aus Niedersachsen lobt Frau W. Anekdote über den grünen Klee:

Gut so, Frau W.! Schreiben Sie bitte immer wieder Ihre aufschlussreichen Berichte ins Forum - die Welt braucht sie als Zeugnis.
Bitte ärgern Sie sich und andere dabei - trotz aller unumgänglichen Schärfe - möglichst nur in einem Ihnen zuträglichen Maß.
Die lebendige Klarheit Ihrer Schilderungen von Alltagssituationen, mit denen Menschen konfroniert werden, die unter Hochfequenzbelastungen leiden, finde ich Beispiel gebend. Dass das authentisch dokumentierte Erleben sogenannt elektrosensibler Menschen hier einen Platz findet, tröstet und ermutigt mich.

Meine Meinung: Frau W.zu noch mehr Anekdoten anzustiften, mit der sich die doch schon recht betagte Frau öffentlich zum Narren macht, halte ich für hinterlistig. Aufschlussreich sind die Berichte von Frau W. in der Tat, jedoch nicht im gesellschaftlichen, sondern im diagnostischen Sinne einer über Jahre hinweg anschaulich dokumentierten Phobie-Ausreifung. Herr Breunig ist selbst überzeugter EHS, der sich jedoch nur sehr selten öffentlich äußert.

Meiner Meinung nach, kein vorbildliches Verhalten eines Erwachsenen, der Eltern bei der Erziehung der nachfolgenden Generation zur Seite steht. Wenn der jedoch seine Phobie so ausleben würde wie Eva, wäre es auch nicht gerade förderlich für seine berufliche Ausübung. Der Mann steckt in einer Zwickmühle und solange es nützliche Idioten gibt, wird er wohl so weiter machen, bis er in Rente geht. Dann kann er nachziehen.

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Meine Meinungsäußerung

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