Aufgeschraubt: Was steckt in einem Smart Meter? (Technik)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 26.08.2014, 23:18 (vor 1911 Tagen)

Die Bilderfolge auf Elektroniknet zeigt anschaulich, wie es im Innern eines Smart Meters zugeht. Mit Bild 4 komme ich allerdings nicht klar: Dort sind nicht drei, sondern zwei Netzleiter zu erkennen, die so, wie sie dort (symbolisch) abgebildet sind, einen zackigen Kurzschluss bewirken.

Hintergrund
Kanada: SaskPower muss wegen Brandfällen 105'000 Smart Meter austauschen

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Smart-Meter

Aufgeschraubt: Was steckt in einem Smart Meter?

Kuddel, Mittwoch, 27.08.2014, 19:28 (vor 1910 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Mittwoch, 27.08.2014, 19:54

Man fragt sich unwillkürlich, was Kunden wohl an einem Verbrauchsmesser "fixen" wollen ;-)

Das ist ein amerikanisches Smart Meter. An der Leiterplatten-Beschriftung auf Bild5 zu erkennen, wonach es nach "FCC" zugelassen ist und auch daran, dass es nur nur 2 Phasen hat.

Die Beschriftung in Bild 4, in welcher von "3 Netzleitern" die Rede ist, ist Quatsch.
In Amerika gibt es keinen Drehstrom, so wie wir ihn kennen, sondern nur eine Art Gegentakt-Versorgung von 2*110V mit 180° Phasenverschiebung.
220V ist in Amerika bereits "Kraftstrom". Die geringe Netzspannung resultiert in den gigantischen Stromstärken von 200A. (und auch in höheren Wechsel-Magnetfeldern im Haushalt).
In Deutschland mit 230V/400V (statt 110V/220V) haben Zähler typisch eine Auslegungsstärke von "nur" 40..80A (pro Phase).

Aufgrund der "amerikanischen" 180° Phasendrehung kann man den Verbrauch mit nur einem Stromwandler erfassen, indem man die 2 Phasen durch einen Wandler führt, wobei die Stromrichtung der 2.Phase 180° gedreht wird, damit sich die Ströme der 2 Phasen addieren,statt aufheben.

In Deutschland mit seinem 3-Leiter Drehstromnetz mit 120° Phasenverschiebung würde diese "Sparversion" mit einem Wandler nicht funktionieren, sondern man bräuchte 3 getrennte Wandler.

In Bild 3 ist übrigens zu sehen, daß die zwei durch den Wandler geführten Drähte mit einem zusätzlichen Plastik-Plättchen isoliert sind.

K

Dann müsste es mehr Fälle von Kinderleukämie in USA geben

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 27.08.2014, 20:32 (vor 1910 Tagen) @ Kuddel

In Amerika gibt es keinen Drehstrom, so wie wir ihn kennen, sondern nur eine Art Gegentakt-Versorgung von 2*110V mit 180° Phasenverschiebung.
220V ist in Amerika bereits "Kraftstrom". Die geringe Netzspannung resultiert in den gigantischen Stromstärken von 200A. (und auch in höheren Wechsel-Magnetfeldern im Haushalt).

Also, wenn das so ist, und schwache Magnetfelder von etwa 0,4 µT bei Dauereinwirkung möglicherweise Kinderleukämie verursachen, dann könnte "man" doch mal folgendes machen:

Vergleich der Anzahl der Fälle von Kinderleukämie zwischen USA (110 V) und Europa (230 V). Mir ist klar, dass so ein Über-alles-Vergleich nur ein sehr grober Indikator für ein Risiko wäre, aber er wäre wenigstens einer. Oder anders gesagt: Sollte die Inzidenzrate für Kinderleukämie in USA niedriger sein als in Europa, wäre dies ein Hinweis, dass schwache Magnetfelder nicht für Kinderleukämie verantwortlich gemacht werden können.

Mal stehen, ob die WHO dazu Zahlen parat hält.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Kinder, Leukämie, USA, Inzidenzrate

Aufgeschraubt: Was steckt in einem Smart Meter?

Christopher, Mittwoch, 27.08.2014, 20:36 (vor 1910 Tagen) @ H. Lamarr

Mit Bild 4 komme ich allerdings nicht klar: Dort sind nicht drei, sondern zwei Netzleiter zu erkennen, die so, wie sie dort (symbolisch) abgebildet sind, einen zackigen Kurzschluss bewirken.

In Bild 3 sieht man ja, wie die Sache im verbauten Zustand aussieht, und da ist ein Plastikplättchen zwischen den beiden aufsteigenden Kupferleitern (in dem ringförmigen Aufnehmer des Stromsensors) zu sehen. Ist definitiv besser als gar nichts dazwischen, ich hätte in so eine Konstruktion trotzdem eher weniger Vertrauen (wie wird beim Verbau sichergestellt, dass das Plättchen wirklich immer da ist? Und nicht bei der Montage abgebrochen, dass es jeden Moment rausfliegen kann?) - aber das können andere Leute sicher besser bewerten.

Aufgeschraubt: Was steckt in einem Smart Meter?

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 28.08.2014, 14:31 (vor 1909 Tagen) @ Christopher

In Bild 3 sieht man ja, wie die Sache im verbauten Zustand aussieht, und da ist ein Plastikplättchen zwischen den beiden aufsteigenden Kupferleitern ...

Auch "Kuddel" spricht von diesem "Plastikplättchen". Das habe ich in Bild 3 zuerst gar nicht gesehen, erst nach Vergrößerung kam da ein schwarzes Etwas zum Vorschein. Ob das ein lose zwischen die Leiter gestecktes Plättchen ist, wage ich nicht zu sagen, dazu ist zu wenig zu sehen. Wenn es so ist, wäre dies eine plausible Erklärung für die Brandfälle in Kanada.

Ein Freund berichtet nach einem USA-Aufenthalt von kühnen Konstruktionen der Amis. Ein 2-poliger Netzstecker war da zum Aufklappen, zum Vorschein kamen zwei spitze Dorne, das andere Ende der Steckerkontakte, die sich beim Zusammenklappen durch die Isolation der Kabeladern bohrten und zwischen die Drähte der Lize zwängten. Am unabsichtlichen Aufspringen hinderte diesen waghalsigen Konstrukt nur ein Schnappverschluss.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum