Landessender Schwarzenburg: Schweizerisches Kulturgut (Berichtigungen)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 31.07.2014, 12:20 (vor 1954 Tagen)

Die Liste der Kulturgüter in Schwarzenburg enthält alle Objekte in der Gemeinde Schwarzenburg im Kanton Bern, die gemäss der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten, dem Bundesgesetz vom 6. Oktober 1966 über den Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten sowie der Verordnung vom 17. Oktober 1984 über den Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten unter Schutz stehen.

Mit der Kulturgutsachnummer KGS 11836 ist in dieser Liste zur Freude des Vereins Gigaherz auch der ehemalige Landessender Schwarzenburg enthalten. Der Vereinspräsident kämpfte jahrelang gegen diese Sender an. Bis heute glaubt er, der Abbruch des Senders gehe auf sein Konto. Tatsächliche Auslöser waren die Verschiebungen der politischen Großwetterlage in den frühen 1990er-Jahren und das Aufkommen des Internets, das weit reichende Großsender entbehrlich machte. Mehr dazu hier.

Seit rund einem halben Jahr produziert auf der Dachfläche des ehemaligen Landessenders in Mamishaus bei Schwarzenburg ein Unternehmen Solarstrom. Der Gemeinderat von Schwarzenburg hat nun kürzlich beschlossen, ab nächstem Jahr 30'000 kWh Solarstrom von diesem Anbieter zu beziehen. Der Entscheid folge dem Gemeinde-Energieleitbild, das vorsehe, die Wertschöpfung in der Region zu fördern.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Schicksal der KW-Großsender: Wer widerlegt Hans-Ueli?

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 07.08.2014, 00:43 (vor 1948 Tagen) @ H. Lamarr

Mit der Kulturgutsachnummer KGS 11836 ist in dieser Liste zur Freude des Vereins Gigaherz auch der ehemalige Landessender Schwarzenburg enthalten. Der Vereinspräsident kämpfte jahrelang gegen diese Sender an. Bis heute glaubt er, der Abbruch des Senders gehe auf sein Konto. Tatsächliche Auslöser waren die Verschiebungen der politischen Großwetterlage in den frühen 1990er-Jahren und das Aufkommen des Internets, das weit reichende Großsender entbehrlich machte. Mehr dazu hier.

Die kurze Meldung oben veranlasste Gigaherz-Präsident Jakob am 6. August zu einer umfangreichen Gegendarstellung, deren Wahrheitsgehalt angeblich nur im Keller seines Hauses festzustellen ist. Da der Gigaherz-Präsident in der Disziplin "Wahrheitssuche" mir bislang nicht ein einziges mal positiv aufgefallen ist, jedoch etliche male negativ, kaufe ich ihm seine Beteuerungen nicht mehr ab. Denn der Mann ist Weltmeister darin, reale Sachverhalte falsch zu verstehen und seine Irrtümer mit Inbrunst in die Welt hinaus zu posaunen.

Ein kleines Beispiel: Jakob startet seinen Beitrag wie üblich mit einer Behauptung:

Wie jedes Jahr wenn sich der Fall des Kurzwellensenders Schwarzenburg jährt, tauchen in den Medien, besonders zur Zeit der sauren Gurken, immer wieder all die Märchen auf, die angeblich zu diesem folgenschweren Ereignis geführt haben.

Soso, die Medien berichten also ...

Google News ist eine computergenerierte News-Website, auf der Schlagzeilen aus mehr als 700 deutschsprachigen Nachrichtenquellen weltweit gesammelt werden. Nach "Kurzwellensender Schwarzenburg" befragt antwortet Google News heute:

Ihre Suchanfrage "Kurzwellensender Schwarzenburg" stimmt mit keinem Nachrichtenergebnis überein. Heißt im Klartext: 0 Treffer.

Soso, die Medien berichten also ...

Aus Zeitmangel habe ich bislang einen weiteren Beleg nicht weiter recherchiert, ob der Abbruch des Senders Schwarzenburg auf das Wirken von Herrn Jakob zurückzuführen ist: Wäre es so, wie Jakob behauptet, dann muss Schwarzenburg Ende der 90-er Jahre ein Einzelfall gewesen sein, Verdienst eines "Dorfelektrikers". Liegt Jakob jedoch falsch und sind aufkommendes Internet sowie die politische Entspannung jener Tage die wahre Ursache, dann muss das Schicksal von Schwarzenburg noch andere KW-Großsender rund um den Erdball getroffen haben. Es wäre also zu recherchieren, wie sich der Bestand solcher Großsender in der Zeit von 1995 bis 2005 verändert hat. Das Ergebnis bestätigt oder widerlegt Hans-U. Jakob, ohne dass man mit ihm in seinen Keller steigen muss.

Freiwillige?

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