Endlösungsideologie? (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 22.06.2014, 04:36 (vor 2002 Tagen)

Übles Posting von "Laie" im Gigaherz-Forum:

Die Position der Mobilfunklobby gegenüber den Rechten, Bedürfnissen und Forderungen der Menschen, die von Beinträchtigungen infolge Belastungen durch Funkfelder betroffen sind, erscheint von einem Anspruch auf Totalität einer omnipräsenten Technologiesierung geprägt. Gründet die Strategie, mit der dieses Ziel gegenüber sämtlichen Einwänden, deren Anerkennung und Respektierung eine rechtlich begründete Beschränkung dieser Totalität zur Folge hätte, auf einer unreflektierten Endlösungsideologie?

Die gedrechselte Ausdrucksweise des Postings erinnert an einen überzeugten Elektrosensiblen, der auch schon im IZgMF-Forum gepostet hat. Darum aber geht es mir jetzt nicht, sondern um den Aberwitz, der mMn in diesem Posting steckt.

Meine Sicht: In der Realität sind "Elektrosensible" ein belächeltes Randgrüppchen von Leuten, die ihre Phobie hegen und pflegen und gesellschaftlich geduldet werden, wenn sie nicht allzu aufdringlich sind. Da die Medien immer auf der Suche nach dem "einbeinigen Pädophilen sind, der Kinder in Käfigen eingekerkert hält", gelangen auch "Elektrosensible" hin und wieder als Kuriositäten in die Medien. Im Grunde aber kümmert sich niemand um harmlose Spinner, die behaupten, sie könnten schwache Funkfelder unangenehm spüren. Das aber ist schlecht für gewisse Leute und "Schutzorganisationen" mit kommerziellen Interessen, die "Elektrosensible" als "nützliche Idioten" halten und sie bei Bedarf als Schaustücke für das vorführen, was Elektrosmog angeblich alles anrichten kann. Diese Profiteure setzen alles daran, dass "Elektrosensible" nicht als harmlose Spinner gelten, sondern als geschundene Minderheit, der jede Funkwelle und eine gewinnsüchtige Industrie bös' zusetzen. Auf diese Weise soll Glaubwürdigkeit in "Elektrosensible" injiziert werden, was wiederum gut fürs Geschäft der Hintermänner mit jedweder Elektrosmog-Abwehr ist.

Nach dem Muster von Hans-Uelis Feinbildüberhöhung versucht nun auch "Laie" überzeugten Elektrosensiblen künstlich eine höhere Wertschätzung zu verpassen, indem er ihnen mächtige Feinde andichtet, die angeblich einer "Endlösungsideologie" anhängen. Die Idee dahinter: Wer so aufwendig bekämpft wird, der muss eine echte Gefahr sein. Der Haken: "Elektrosensible" werden von niemandem bekämpft, nicht mal vom IZgMF und schon gar nicht von einer "Mobilfunklobby". Wozu auch, nach den strengen Maßstäben der Wissenschaft gibt es keine "Elektrosensiblen", sondern bestenfalls "Elektrophobiker".

Das Geschwätz von "Laie" ist absurd und geschmacklos. Es sind Hetzer wie "Laie", die "Elektrosensible" langsam aber systematisch an den Rand der Gesellschaft rücken - und darüber hinaus.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
EHS, Spinner, Instrumentalisierung, Sockenpuppe, EHS-Geschichte, Anonym, Glaubwürdigkeit, Gehilfe, Pädophile, Elektrophobie, Tanzbär, Marionette, Zirkusaffe, nützliche Idioten, Funkfelder

Der Ideologische Ansatz kommt aus der Schweiz

KlaKla, Sonntag, 22.06.2014, 10:35 (vor 2002 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Sonntag, 22.06.2014, 11:18

Ach komm, schon im Jahr 2004 schrieb der Präsident des kruden Vereins
„ForumMobil propagiert Endlösung für Elektrosensible"
Die Bürgerwelle transportierte seine Mitteilung über ihren Newletter.

2005 hieß es dann „Swisscom propagiert Endlösung für Elektrosensible“.
Eingestellt vom nicht registierten User "The Future's black" (die Zukunft ist schwarz).
Diagnose-Funk diente als Vehikel für die Botschaft von Jakob
"Wie es zur Zeit aussieht, heißt die Endlösung für diese Bevölkerungsgruppe (Anm.: Elektrosensible) ‚Psychiatrische Anstalt’. In den letzten 10 Jahren hat sich die Anzahl der Psychiatriepatienten auf das 2,6 – Fache gesteigert ....“

2007 benutze man das IZgMF siehe Artikel
„Tricks der Bioelectromagnetics-Forschung: Wie Elektrosensible zum Phantom verkümmern“

Eine Art von Endlosschlaufe besteht nun darin, dass Wissenschaftler der Bioelectromagnetics für „ES“ regelmässig psychiatrische Behandlung empfehlen, speziell auch Fox in ihrer vorangegangenen Fragebogenstudie die kognitive Verhaltenstherapie [14]; wer also je als „ES“ in Kontakt mit Bioelectromagnetics-Vertretern oder ihren ärztlichen Adepten kam, der müsste beim Psychiater gelandet sein, womit er wiederum aus jeglicher Provokationsstudie ausgeschlossen ist, die der Suche nach „ES“ gewidmet ist. Es fällt schwer nicht satirisch zu sein, und nicht zu schreiben, dass die Endlösung des Problems „Elektrosensibilität“ darin zu bestehen scheint, alle „ES“ Typ B (Elektrostress) der Psychiatrie zuzuführen.

Und lange Zeit verwies immer der Gleiche auf diesen Artikel. Nun ist abzuwarten, wer sich diesmal als Vehikel genutzt lässt, nachdem der Eintrag von einem nicht registrierten User im Schweizer Forum platziert ist. Vielleicht die Münchner Webseite des EHS-Vereins (Verein für Elektrosensible und Mobilfunk geschädigte e.V.)
Der Alte Hetzer hätte vermutlich vor 74 Jahren in Deutschland eine steile Kariere hingelegt. :uebel:

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Hintergrundinformation: Elektrosensibilität
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[Editiert am 01.11.2015]

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Jakob, Instrumentalisierung, Schweiz, Hetzer, Endlösung, Newsletter

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