Wissenschaftliche Studien rechnen Elektrosensible nicht weg (Forschung)

H. Lamarr @, München, Montag, 06.01.2014, 17:09 (vor 3103 Tagen)

Überzeugte Elektrosensible haben in der seriösen Wissenschaft einen schweren Stand: Mehr als 60 auf qualitative Mindestansprüche geprüfte Studien konnten keinen einzigen Elektrosensiblen finden, dessen ungewollte Fähigkeit strenger wissenschaftlicher Prüfung standhält. Elektrosensible halten dagegen, sie würden mit falschen Methoden getestet, und mit Statistik-Tricks unsichtbar gemacht. Schützenhilfe bekommen sie von einer jungen australischen Forscherin. Sarah Loughran hat beobachtet: Gegensätzlich reagierende Probanden können sich in einer Studie gegenseitig kompensieren. Inwieweit dieses Erklärungsmodell auch für Studien mit Elektrosensiblen zutrifft, darum dreht sich alles in diesem neuen Beitrag von Dr. Ratto.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Wissenschaft, EHS, Selbstdarsteller, Elektrosensibel, Forscher

Wissenschaftliche Studien rechnen Elektrosensible nicht weg

charles ⌂ @, Montag, 06.01.2014, 18:55 (vor 3103 Tagen) @ H. Lamarr

Der Artikel von dr. Ratto ist gut.
Aber!
Bis jetzt hat es noch immer keine einzige richtige und seriöse bStudie betreff Elektrosensitivität gegeben.
Der grund ist, dass die *Wissenschaftler* das Phenomen Elektrosensitivität nicht verstehen.

Es hat keinen Sinn eine Person, der direkt vom ein DECT etwas erfährt neben einem, der ein Sendemast auf 10 KM spürt, zu untersuchen.

Ersytens muss man die Personen nach CCS (Claessens Classification System) einteilen.
Dabei muss untersucht werden:
1. Für welche Elektrosmog Quellen man empfindlich ist.
2. Wann die Symptome auftreten.
3. Bei welche Strahlungsmengen man anfängt zu reagieren.
4. Wann ist der Körper wieder *normal*, um weiter exponiert zu werden.

ad 1. Es gibt Personen die direkt auf ein DECT oder WLAN reagieren, aber es gibt auch welche die das nicht tun, aber erst bei einem 5.8GHz Bewegungsmelder in eine Steinel Lampe.
Auch gibt es Personen die Schlafstörungen haben, nicht wegen ein Sendemast, sondern von magnetische Gleichfeldern am Bett, und wenn dieses Problem behoben wurde, die Schlafstörungen v erschwanden, trotz der noch immer anwesende Sendemast.

ad 2. Es gibt Personen die direkt auf ein DECT reagieren, aber erst viele Stunden später auf ein GSM Sendemast.
Ich kenne Personen die heute erst reagieren auf Expositionen von Gestern.

ad 3. Das kann sehr unterschiedlich sein. So gibt es Personen die bei starke Strahlung von DECT oder GSM/UMTS wenig enpfinden, aber von andere ganz winzige Elektrosmog Quellen stark reagieren können mit körperliche Beschwerden.

FRagebogen und Formulare sollen vermieden werden.
Man soll mit z.B. Biofeedback an den Probanden am Körper die Einflüsse messen.
Das ist Objektiv. (Ich habe solche Geräte.)
Niemand ist in der Lage z.B. sein Fettgehalt der Leber zu beeinflüssen. Und andere Faktoren der Kreislauf auch nicht. Und Änderungen an den Electromagnetic Radiation Factor kann man innerhalb von eine Minute messen.

Aber heutzutage finde ich es nicht interessant mehr um Elektrosensitivität zu beweisen.
Kernpunkt ist nun das beseitigen oder *heilen* von Elektrosensitivität.
Und das geht ganz gut.

Als Frühstück esse ich jeden Morgen zwei Cracker. Einen mit Sahnebutter und eine mit Erdnussbutter. Darauf laufen ich ein ganzen Morgen, ohne jegliche Probleme.
Aber es gibt auch Personen, die schon wenn sie Erdnussbutter riechen, man sofort den Notdienst bestellen muss, weil Pinda-allergie bekannt ist.
Es sind nicht viele Personen die daran leiden, aber es gibt sie.
Genau so ist das auch mit Elektrosensitivität.

M.M.n. sind elektrosensitive Personen einfach Personen die irgendwie *krank* sind, und ein Mangel an bestimmte Stoffe haben, und ein zuviel an Schwermetalle, Parasiten, Würmer, Bakterien und Viren. Wenn man dies bekämpft, senkt die Empfindlichkeit für Elektrosmog.
Davon gibt es jetzt viele Beispiele (sogar in München!).
Das sind Personen die nicht Publiks-geil sind, sondern nur nicht mehr leiden wollen.

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Charles Claessens
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Verschwörungsphantasie von Gigaherz

H. Lamarr @, München, Montag, 06.01.2014, 19:13 (vor 3103 Tagen) @ charles

Servus Charles,

in dem Textkasten "Verschwörungsphantasien" steht ein Text von Gigaherz, den Sie auf Ihrer (im Beitrag verlinkten) Website etwa auf halber Höhe anbieten.

Diesen Text habe ich bei Gigaherz gesucht, aber nicht gefunden. Wie kommt es Ihrer Meinung nach, dass Sie diesen Text von Gigaherz haben, Gigaherz selbst aber nich (mehr)? Oder besser: Wissen Sie noch, woher Sie diesen Text haben?

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Verschwörung

Verschwörungsphantasie von Gigaherz

charles ⌂ @, Montag, 06.01.2014, 19:34 (vor 3103 Tagen) @ H. Lamarr

Hallo Spatenpauli,

im Mittelalter habe ich das zusammen mit einem holländischen Journalist nachgeforscht, der laut Regeln, auch selber die Quellen angeschrieben hat.
Sofern ich mich erinnern kann habe ich die Mitteilung direkt von Herrn Jakob bekommen.

Wenn man meine Kritik an die TNO als ETH Studie verteht, sollte deutlich sein, dass TNO gemogelt hat.
Man redete von 1V/m obwohl die Messsonde nur für 3V/m bis 300V/m geeignet war.
Ausserdem hat man nie während die Versuche gemessen, und die Messonde gerade vor den Sender, (also im Nahfeld) plaziert, um zu kontrollieren ob gesendet wurde.
Ausserdem habe ich vom Senderhersteller die Grafik, die zeigt dass um 1V/m zu erreichen ab 3 Meter Abstand, der Strahl wie en Keil endet in ein Punkt. Niemand weisst wo der Punkt am Körper der Probanden angekommen ist. Am Kopf? Am Rumpf? Auf die Beine?
Sofern ich informiert bin, hat ETH ein Sender verwendet, der in ein Kugelform gesendet hat. Das ist also etwas ganz anderes, abgesehen von 1V/m und zusätzlich 10V/m.

Komisch ist auch, das TNO ein TD-CDMA UMTS Signal beschrieben hat, obwohl ein W-CDMA Signal benützt wurde.
Eigentlich war das UMTS-Like Signal ein echtes UMTS Signal, und das verwendete GSM Signal nicht richtig wie im Praxis.
Aber das alles war schon im Mittelalter.
Heutzutage haben wir andere Sorgen.

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Charles Claessens
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Schweizer Elektrosmog-Betroffene passen alle in VW-Bus

H. Lamarr @, München, Montag, 06.01.2014, 22:57 (vor 3103 Tagen) @ charles

Hallo Spatenpauli,

im Mittelalter habe ich das zusammen mit einem holländischen Journalist nachgeforscht, der laut Regeln, auch selber die Quellen angeschrieben hat.
Sofern ich mich erinnern kann habe ich die Mitteilung direkt von Herrn Jakob bekommen.

Danke "Charles", deutliche Worte.

Nur, warum hat Herr Jakob das nicht auf seiner eigenen Website stehen, frage ich mich, weil ihn brauche ich nicht fragen.

Gut möglich: Der Text, den Sie auf Ihrer Seite haben, hat Jakob aus seiner Seite bewusst weggelassen. Verständlich, denn indirekt besagt der Text ja ganz klar, dass Gigaherz so gut wie keine Elektrosensiblen erreicht: Auf unseren Aufruf im Internet hin (3000 Zugriffe pro Tag) haben sich nur 4 Personen gemeldet.

Ja, das muss es sein: Gigaherz startet am 12. Juni 2006 einen dramatischen Zeugenaufruf - und ganze 4 (vier!) Elektrosensible melden sich. Das ist tödlich für eine Website, die sich "Die Schweizerische Interessengemeinschaft Elektrosmog-Betroffener" nennt. Hans-Ueli, haben wir dich wieder mal erwischt, du und alle deine Betroffenen passen mühelos in einen VW-Bus. Mensch, ist das peinlich.

Lustig sind die "3000 Zugriffe pro Tag". Da hat Jakob die "Hits" gezählt und meinte wohl, das seien seine Besucher. Er kann heilfroh sein, wenn täglich 300 auf seine Seite finden!

Das Ergebnis seines Aufrufs hat der Gigaherz-Präsident offensichtlich nur auf Anfrage mitgeteilt. Den Aufruf selbst aber gibt es noch zu sehen - und er fängt auch genauso an, wie man ihn von Gigaherz erwartet:

Dringender Zeugenaufruf
Da es eigentlich keine Replikation der TNO-Studie, sondern eine neue Studie mit neuem Design und neuen Parametern war, sind die Untersuchungsergebnisse an der ETH/UNI-Zürich sehr unglaubwürdig ausgefallen. Dies bestätigen uns kritische Wissenschafter laufend.

Soso, laufend haben "kritische Wissenschaftler" das also dem Gigaherz-Präsidenten bestätigt.

Hans-Ueli, mein Freund, ich verrate dir jetzt mal, was mir kritische Wissenschaftler 2007 auf einer Konferenz kritischer Wissenschaftler in Bern anvertraut haben: Du hattest die armen Kerle am Bahnhof ausgerechnet dann befragt, als die mit einem außerordentlich dringenden Bedürfnis auf dem Weg zum nächsten Klo an dir vorbei gelaufen sind, und beim besten Willen nicht mehr konnten, als dir kurz zuzunicken. Am besten wird es wohl sein, du löscht die unglückliche Seite, die ohne Nennung der Ergebnisse des Zeugenaufrufs sowieso sinnlos ist.

Mein Gott - und für so etwas verschwenden wir unsere Zeit ...

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Einflüsse auf individellen Ebene

Dr. Ratto, Montag, 07.12.2015, 15:37 (vor 2403 Tagen) @ H. Lamarr

Eine aktuelle Studie der Charité Berlin zum Einfluss von EMF auf den Schlaf konnte bei etwa einem Drittel der Probanden ebenfalls individuelle Einflüsse zeigen.

Effects of mobile phone exposure (GSM 900 and WCDMA/UMTS) on polysomnography based sleep quality: An intra- and inter-individual perspective.

BACKGROUND: Studies on effects of radio frequency-electromagnetic fields (RF-EMF) on the macrostructure of sleep so far yielded inconsistent results. This study investigated whether possible effects of RF-EMF exposure differ between individuals.
OBJECTIVE: In a double-blind, randomized, sham-controlled cross-over study possible effects of electromagnetic fields emitted by pulsed Global System for Mobile Communications (GSM) 900 and Wideband Code-Division Multiple Access (WCDMA)/Universal Mobile Telecommunications System (WCDMA/UMTS) devices on sleep were analysed.
METHODS: Thirty healthy young men (range 18-30 years) were exposed three times per exposure condition while their sleep was recorded. Sleep was evaluated according to the American Academy of Sleep Medicine standard and eight basic sleep variables were considered.
RESULTS: Data analyses at the individual level indicate that RF-EMF effects are observed in 90% of the individuals and that all sleep variables are affected in at least four subjects. While sleep of participants was affected in various numbers, combinations of sleep variables and in different directions, showing improvements but also deteriorations, the only consistent finding was an increase of stage R sleep under GSM 900MHz exposure (9 of 30 subjects) as well as under WCDMA/UMTS exposure (10 of 30 subjects).

CONCLUSIONS: The results underline that sleep of individuals can be affected differently. The observations found here may indicate an underlying thermal mechanism of RF-EMF on human REM sleep. Nevertheless, the effect of an increase in stage R sleep in one third of the individuals does not necessarily indicate a disturbance of sleep.

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Schlaf, Charité

Einflüsse auf individellen Ebene

H. Lamarr @, München, Montag, 07.12.2015, 16:10 (vor 2403 Tagen) @ Dr. Ratto

[...] the only consistent finding was an increase of stage R sleep under GSM 900MHz exposure (9 of 30 subjects) as well as under WCDMA/UMTS exposure (10 of 30 subjects).

Wikipedia weiß über den REM-Schlaf: Bis um das achte Lebensjahr verringert sich die Zeit der REM-Phase von neun Stunden (nach der Geburt) auf ca. drei Stunden. Danach gibt es keine größeren Veränderungen in der Dauer dieser Phase.

Und über die Funktion des REM-Schlafs steht dort:

Über die Funktion des REM-Schlafs gibt es viele sich auch widersprechende Hypothesen. Tatsache ist, dass bei Entzug des REM-Schlafs die REM-Phasen in den folgenden Nächten im Sinne eines Rebound-Phänomens vermehrt auftreten. Viele Versuchspersonen zeigen ein gesteigertes triebhaftes Verhalten (vermehrtes Hungergefühl, vermehrte sexuelle und aggressive Impulse, Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisprobleme), andere tolerieren auch einen langen und fast vollständigen Entzug des REM-Schlafes gut. Dass Ratten nach zwei- bis dreiwöchigem vollständigem REM-Schlaf-Entzug sterben können, zeigt zunächst nur, dass die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen werden können. Die REM-Schlafphase konnte bei allen bisher untersuchten Säugetieren mit Ausnahme des Delphins und des Ameisenigels beobachtet werden.

Vermutlich ist der Lernprozess im Allgemeinen eng an den REM-Schlaf gekoppelt. Aufgaben in der Triebregulierung, Informationsverarbeitung und Stressbewältigung werden diskutiert.

Viele Versuchspersonen mit REM-Schlaf-Entzug haben gerade bei komplexen und neuen Herausforderungen besondere Schwierigkeiten – eine Tatsache, die gerade für alte Menschen eine große Rolle in deren Alltagsleben spielt. Die klinische Bedeutung von Schlafstörungen und deren Behandlung speziell im Alter wird somit unterstrichen – andererseits die kritiklose Verabreichung von Schlafmitteln auch deshalb getadelt, da diese gerade jene Hirnstromaktivitäten unterdrücken, die im REM-Schlaf dominieren.

Soweit ich das als Techniker verstehe, ist ein Increase, also ein Zuwachs an REM-Phasen (länger oder häufiger) unter Funkeinwirkung kein Schaden, sondern ein Vorteil für die Betroffenen. Selber seit 2002 geradezu umzingelt von nahen Sendemasten kann ich das bestätigen: Ich schlafe (meist) gut und bin auch nach nur fünf oder sechs Stunden Schlaf fit für einen zehn oder mehr Stunden dauernden Arbeitstag mit anschließender Hobby-Ausübung (IZgMF) bis tief in die Nacht.

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Einflüsse auf individellen Ebene

charles ⌂ @, Montag, 07.12.2015, 18:06 (vor 2403 Tagen) @ H. Lamarr

Schlaflosigkeit kann unterschiedliche Ursachen haben.
Die OrganUhr gibt an welche Organe auf welche Uhren (Ortszeit) aktiv und passiv tätig sind.

[image]

Also, wenn man z.B. immer zwischen 1:00 und 3:00 Uhr erwacht, ist der Leber schuld.
Dafür können unterschiedliche Ursachen die Rede sein:
Elektrosmog tagsüber, oder etwas falsches gegessen, oder Getränke (Alkohol).

Bei Schlafstudien wäre es interessant zu beobachten auf welche Stunden etwas los ist, und kann man ggf. das betreffende Organ weiter untersuchen.

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Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Keine pseudowissenschaftliche Esoterik im IZgMF-Forum

H. Lamarr @, München, Montag, 07.12.2015, 22:07 (vor 2403 Tagen) @ charles

Schlaflosigkeit kann unterschiedliche Ursachen haben.
Die OrganUhr gibt an welche Organe auf welche Uhren (Ortszeit) aktiv und passiv tätig sind.

[image]

Lieber "Charles",

wären Sie so freundlich, diesen pseudowissenschaftlich-esoterischen Quatsch dort zu belassen, wo Sie ihn her haben? Wir versuchen hier mögliche biologisch unerwünschte Nebenwirkungen des Mobilfunks ernsthaft zu erörtern. Für OrganUhren und Ähnliches mag es anderswo Interesse geben, hier im IZgMF-Forum möchte ich (als Forum-Admin) diese Utensilien nicht haben, sie entwerten die ernsthafte Auseinandersetzung.

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Keine pseudowissenschaftliche Esoterik im IZgMF-Forum

charles ⌂ @, Montag, 07.12.2015, 22:27 (vor 2403 Tagen) @ H. Lamarr

Ernsathafte Auseinandersetzungen?
Eleketrosensitivbität sei eine Phobie?

Ich wollte nur andeuten dass es für Schlaflosigkeit mehrere Gründe geben kann, und nicht nur Mobilfunk.

Aber wenn Sie unbedingt nur Mobilfunk als Ursache für Schlaflosigkeit haben wollen, nah bitte.

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Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Keine pseudowissenschaftliche Esoterik im IZgMF-Forum

H. Lamarr @, München, Dienstag, 08.12.2015, 14:00 (vor 2402 Tagen) @ charles

Ernsathafte Auseinandersetzungen?

Ja, ernsthafte Auseinandersetzung ohne den Rückgriff auf Hokuspokus, weil man es nicht besser kann.

Eleketrosensitivbität sei eine Phobie?

Ja, solange ich nichts glaubhaft Gegenteiliges höre, ist EHS für mich eine krankhafte Angst vor Elektrosmog, in häufigster Ausprägung eine "Sendemastenphobie", weil "Elektrosensible" in diesem Teilbereich von sogenannten "Schutzorganisationen" besonders gerne missbraucht werden, um objektiv unbegründete Ängste gegenüber Funkwellen zu schüren. Sie wissen das alles, "Charles", ich erkläre es nur deshalb immer wieder ausführlicher, damit auch Quereinsteiger die Begründung erfahren.

Ich wollte nur andeuten dass es für Schlaflosigkeit mehrere Gründe geben kann, und nicht nur Mobilfunk.

Ach "Charles! Das ist seit Adam & Eva weltweit bekannt und bedarf keiner besonderen Erwähnung mehr. Inzwischen hat sich sogar schon herumgesprochen, dass die Erde eine Kugel ist.

Aber wenn Sie unbedingt nur Mobilfunk als Ursache für Schlaflosigkeit haben wollen, nah bitte.

Sie legen mir etwas in den Mund, was ich nicht behauptet habe. Nachdem Sie in letzter Zeit verstärkt Esoterikkram hier eingebracht haben, wollte ich Ihnen nur freundlich signalisieren, das ich mir damit nicht das Forum versauen lassen möchte. Bleiben Sie auf dem Boden der Tatsachen und ich fuchtel nicht mit erhobenem Zeigefinger vor Ihrer Nase herum.

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Quereinsteiger

Einflüsse auf individellen Ebene

Dr. Ratto, Dienstag, 08.12.2015, 12:28 (vor 2402 Tagen) @ H. Lamarr

Zu der Einordnung und Bewertung der Ergebnisse geben die Autoren im Volltext nähere Angaben. Hier einige Auszüge aus der Diskussion:

There was a significant correlation between the number of significantly affected variables under GSM and the number observed under WCDMA/UMTS exposure, indicating that some subjects maybe more vulnerable to exposure effects than others. Results based on sleep latency, wake after sleep onset, total sleep time and stage N1 indicate that individuals are differentially affected. Under GSM exposure 16.7% (5) showed a better sleep, while in an equal number sleep quality was worse. Under WCDMA/UMTS exposure 6.7% (2) showed a better sleep while 13.3% (4) showed a disturbed sleep. However, the majority did not show a clear pattern of effects.

Soweit ich das als Techniker verstehe, ist ein Increase, also ein Zuwachs an REM-Phasen (länger oder häufiger) unter Funkeinwirkung kein Schaden, sondern ein Vorteil für die Betroffenen.

Da sind die Autoren vorsichtiger, sehen es aber ähnlich:

There is no unique answer to the question what an increased stage R sleep means for sleep quality. Pieces of information on the significance of stage R sleep come from several sources like studies on sleep and memory consolidation, pharmacological interventions or sleep in patients with insomnia. Our own research on sleep and memory consolidation in elderly subjects revealed that a pharmacological augmentation of REM sleep led to a significant positive effect on procedural memory consolidation (Hornung et al.,2007). There are several reviews underscoring the significance of REM sleep for sleep related memory consolidation (e.g., Genzel et al.(2015), Landmann et al.(2015), Rasch and Born (2013) and van der Helm and Walker(2011)).
A recent study on insomnia has shown that patients suffering from primary insomnia had less REM sleep and more arousals during REM sleep than healthy matched controls without any sleep disorder. These findings led to the REM sleep instability hypothesis of insomnia (Riemann et al.,2012). This hypothesis is further substantiated by the results of a meta-analysis showing that not only a disruption of sleep continuity and slow wave sleep corresponds to the impaired subjective sleep quality in insomnia, but also a reduction in REM sleep (Baglioni et al.,2014). The detrimental role of disrupted REM sleep in the pathophysiology of insomnia is further confirmed by pharmacological studies on the treatment of insomnia.

Die Autoren sind offensichtlich der Meinung, dass die beobachteten Effekte thermisch sein könnten, und zwar vermittelt über die Hauttemperatur:

The significance of skin temperature for the regulation of sleep and vigilance was also discussed in a review by Romeijn et al. (2012), who described the neuroanatomical pathways and physiological mechanisms behind it.In an experimental study of the latter research group it was shown that distal cooling and proximal warming by manipulating temperature of a comfortable thermosuit led to an improved sleep quality in narcolepsy patients (Fronczeketal., 2008). Even subtle skin temperature manipulations resulted in a 160% increase in slow wave sleep, a 68% decrease in wakefulness,and an increase in REM sleep of 50%. Furthermore, (Raymann et al.,2008) could show that a distal heating of skin temperature(by approximately 0.4 °C) with a virtually unchanged core body temperature lead to statistically significant increase in REM sleep in both young subjects and elderly subjects without sleep complaints.

Die REM-Schlafphase konnte bei allen bisher untersuchten Säugetieren mit Ausnahme des Delphins und des Ameisenigels beobachtet werden.

Auch hierzu haben die Autoren interessante Angaben gefunden

Another argument for ambient temperature effects on REM sleep comes from a study on phylogenetic aspects o fREM sleep. An initial study of sleep in echidna(Tachyglossus aculeatus), an egg-laying monotreme, which diverged from the evolutionary lines of other mammals more than 100 million years ago, failed to identify REM sleep although all relevant brain structures were present (Allison et al.,1972). This led to the assumption that REM sleep evolved twice, independently in birds and in mammals. In this early study, however, ambient temperature was not controlled. When Nicol et al.(2000) investigated sleep again in echidna under various ambient temperature conditions they observed a muchhigheramountofREMsleepat25 °C thanat20 °C. Thus, its seems more probable that REM sleep evolved only once in a common reptilian ancestor than twice in birds and mammals. In the context of this paper it is interesting to state that the occurrence of REM sleep varies with the ambient temperature.

Anmerkung: Echidna ist der Ameisenigel, der zusammen mit dem Schnabeltier zu den Ur-Säugetieren gehört. Diese können ihre Temperatur regeln, haben aber eine gerunge metabolische Rate und eine niedrigere Körpertemperatur als andere Säugtiere.

Fazit:
- Bei einzelnen Personen kann der Schlaf verbessert oder verschlechtert sein, einen allgemeinen Trend gibt es nicht.
- Der einzige konsistente Effekt, der Anstieg im REM Schlaf, ist eher positiv zu werten.
- Die Effekte könnten thermisch und über die Hauttemperatur vermittelt sein.

Einflüsse auf individellen Ebene: 2 W/kg über sechs Nächte

H. Lamarr @, München, Dienstag, 08.12.2015, 21:58 (vor 2402 Tagen) @ Dr. Ratto

METHODS: Thirty healthy young men (range 18-30 years) were exposed three times per exposure condition while their sleep was recorded. Sleep was evaluated according to the American Academy of Sleep Medicine standard and eight basic sleep variables were considered.

Mit Frau W. aus O. in M. wäre dies Schlafstudie nicht zu machen gewesen. Denn die Probanden wurden neun Nächte lang in Zufallsreihenfolge einer Scheinbefeldung ausgesetzt, GSM900 oder UMTS. Expositionsquelle war eine kopfgetragene Antenne am rechten Ohr, die mit einem dünnen Koaxkabel gespeist wurde. Die Speisung war so, dass im Kopf eine SAR von 2 W/kg auftrat, das ist im Alltag der Fall, wenn ein Handy im GSM-900-Betrieb am Kopf mit voller Leistung sendet. Diese 2 W/kg wirkten über sechs Nächte auf die Probanden ein, nicht etwa nur eine Stunde, sondern die gesamte Nacht! Insgesamt absolvierte die Arbeitsgruppe auf diese Weise 270 Probandennächte - was für ein immenser Aufwand!

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Einflüsse auf individellen Ebene: 2 W/kg über sechs Nächte

Dr. Ratto, Mittwoch, 09.12.2015, 10:10 (vor 2401 Tagen) @ H. Lamarr

Insgesamt absolvierte die Arbeitsgruppe auf diese Weise 270 Probandennächte - was für ein immenser Aufwand!

Der Aufwand war noch größer, er hat sich aber gelohnt. Jeder musste vorab noch eine Probenacht zur Eingewöhnung absolvieren, also waren es 300 Nächte, für diejenigen die die Studie abgeschlossen haben. Es gab auch Ausfälle, Leute die nach der ersten Nacht keine Lust mehr hatten usw., da kamen noch einige Untersuchungsnächte dazu (alles dem Abschlussbericht zu entnehmen, s.u.). Es wurden auch 300 Tagestests durchgeführt, die Ergebnisse auf Gruppenebene sind an anderer Stelle Publiziert.

Das Ganze war eine alte (2003 - 2007) Untersuchung im Rahmen des DMF: "Untersuchungen an Probanden unter Exposition mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern von Mobiltelefonen". Die Auswertung des gesamten Kollektivs hat nichts Überwältigendes gebracht - einige Wenige Veränderungen die auch zufällig sein konnten. Die aus der Studie bisher hervorgegangenen Publikationen sind unter dem angegebene Link gelistet. Nach der Publikation von Sarah Loughran zur individuellen Variabilität bot es sich an, die Daten noch einmal individuell auszuwerten - es waren ja drei Messpunkte pro Person und Expositionssituation vorhanden. Siehe da, es hat etwas gebracht. Es sind Effekte da, die sauber beschrieben werden können, bis zu einem gewissen Grad kann die gesundheitliche Relevanz eingeordnet werden, und es gibt eine Hypothese zum Wirkmechanismus.

Es gab und gibt an der Charité weitere Studien mit identischem Studiendesign:
"Probandenstudie zur Untersuchung des Einflusses der für TETRA genutzten Signalcharakteristik auf kognitive Funktionen" Auf Gruppenebene kam ebenfalls nichts Überwältigendes raus, es ist zu hoffen dass die Forscher auch hier eine Individuelle Auswertung durchführen werden.

Dem Bericht des BfS zum Forschungsprogramm Strahlenschutz 2014 ist zu entnehmen (S. 142 - 144; 240 - 242), dass eine weitere Studie an älteren Frauen mit identischem Studiendesign bereits läuft und eine an älteren Männern geplant ist. Auch hier sind interessante Daten auf individueller Ebene zu erwarten.

Tags:
Handy, Schlaf, Schlafstörung, Studiendesign

Wissenschaftliche Studien rechnen Elektrosensible nicht weg

Dr. Ratto, Montag, 22.02.2016, 09:41 (vor 2326 Tagen) @ H. Lamarr

Inwieweit dieses Erklärungsmodell auch für Studien mit Elektrosensiblen zutrifft, darum dreht sich alles in diesem neuen Beitrag von Dr. Ratto.

Wenn Decreaser und Increaser sich gegenseitig kompensieren

Eine aktuelle Studie derselben Arbeitsgruppe konnte die Existenz von "Increasers" und "Decreasers" nicht bestätigen. Eine auf individueller Ebene stabile Reaktion des Schlaf-EEG auf elektromagnetische Felder wurde diesmal nicht gefunden.

Inter-individual and intra-individual variation of the effects of pulsed RF EMF exposure on the human sleep EEG.
Lustenberger C, Murbach M, Tüshaus L, Wehrle F, Kuster N, Achermann P, Huber R.

Pulse-modulated radiofrequency electromagnetic fields (RF EMF) can alter brain activity during sleep; increases of electroencephalographic (EEG) power in the sleep spindle (13.75-15.25 Hz) and delta-theta (1.25-9 Hz) frequency range have been reported. These field effects show striking inter-individual differences. However, it is still unknown whether individual subjects react in a similar way when repeatedly exposed. Thus, our study aimed to investigate inter-individual variation and intra-individual stability of field effects. To do so, we exposed 20 young male subjects twice for 30 min prior to sleep to the same amplitude modulated 900 MHz (2 Hz pulse, 20 Hz Gaussian low-pass filter and a ratio of peak-to-average of 4) RF EMF (spatial peak absorption of 2 W/kg averaged over 10 g) 2 weeks apart. The topographical analysis of EEG power during all-night non-rapid eye movement sleep revealed: (1) exposure-related increases in delta-theta frequency range in several fronto-central electrodes; and (2) no differences in spindle frequency range. We did not observe reproducible within-subject RF EMF effects on sleep spindle and delta-theta activity in the sleep EEG and it remains unclear whether a biological trait of how the subjects' brains react to RF EMF exists.

Kommentar: Es wurden 20 junge Männer untersucht. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dies zu wenig war um einen kleinen Effekt signifikant nachzuweisen. In der Studie von Loughran reagierten Frauen ausgeprägter.

Studien mit Mehrfachuntersuchung von Probanden

In einer Laborstudie zu Gehirnaktivität, Schlaf-EEG und Kognition ...
Es bleibt zu hoffen dass die Arbeit bald peer-reviewed veröffentlicht wird.

Die Studie wurde kürzlich publiziert:

Effects of mobile phone exposure (GSM 900 and WCDMA/UMTS) on polysomnography based sleep quality: An intra- and inter-individual perspective.
Danker-Hopfe H, Dorn H, Bolz T, Peter A, Hansen ML, Eggert T, Sauter C

BACKGROUND: Studies on effects of radio frequency-electromagnetic fields (RF-EMF) on the macrostructure of sleep so far yielded inconsistent results. This study investigated whether possible effects of RF-EMF exposure differ between individuals.
OBJECTIVE In a double-blind, randomized, sham-controlled cross-over study possible effects of electromagnetic fields emitted by pulsed Global System for Mobile Communications (GSM) 900 and Wideband Code-Division Multiple Access (WCDMA)/Universal Mobile Telecommunications System (WCDMA/UMTS) devices on sleep were analysed.
METHODS Thirty healthy young men (range 18-30 years) were exposed three times per exposure condition while their sleep was recorded. Sleep was evaluated according to the American Academy of Sleep Medicine standard and eight basic sleep variables were considered.
RESULTS: Data analyses at the individual level indicate that RF-EMF effects are observed in 90% of the individuals and that all sleep variables are affected in at least four subjects. While sleep of participants was affected in various numbers, combinations of sleep variables and in different directions, showing improvements but also deteriorations, the only consistent finding was an increase of stage R sleep under GSM 900MHz exposure (9 of 30 subjects) as well as under WCDMA/UMTS exposure (10 of 30 subjects).
CONCLUSIONS: The results underline that sleep of individuals can be affected differently. The observations found here may indicate an underlying thermal mechanism of RF-EMF on human REM sleep. Nevertheless, the effect of an increase in stage R sleep in one third of the individuals does not necessarily indicate a disturbance of sleep.

Kommentar: Es hat sich bestätigt, dass etwa bei einem Drittel der Probanden der Einfluss von EMF auf den REM Schlaf in dieselbe Richtung geht. Auch hier waren es ausschließlich junge Männer, diesmal 30. In der Diskussion vermuten Die Autoren einen thermischen Effekt, vermittelt über die Wärmerezeptoren der Haut im Gesichtsbereich.

Fazit: Die Existenz einer erhöhten individueller Empfindlichkeit gegenüber EMF konnte weder bestätigt noch widerlegt werden, die individuelle Auswertung der Daten macht aber aus wissenschaftlicher Sicht auf jeden Fall Sinn.

Tags:
EEG, Wissenschaft, Schlaf, Danker-Hopfe, Schlaf-Qualität

Mit Strahlenkeule auf Schläfer einschlagen

H. Lamarr @, München, Montag, 22.02.2016, 12:54 (vor 2326 Tagen) @ Dr. Ratto

Kommentar: Es hat sich bestätigt, dass etwa bei einem Drittel der Probanden der Einfluss von EMF auf den REM Schlaf in dieselbe Richtung geht.

Bevor unsere Elektro-Hysteriker, des "Einflusses" wegen, sich Dr. Ratto auf ihrer Seite wähnen, vielleicht noch der Hinweis, wie denn die Jungs bei diesem Experiment mit GSM 900 "befeldet" wurden:

Die bekamen vor dem Zubettgehen eine Art Schlafhaube mit eingewobener GSM-900-Antenne aufgesetzt. Diese Antenne pumpte dann die gesamte Nacht über pausenlos 2 W/kg Leistung in den Kopf der Schläfer. Das ist der Maximalwert, den ein Handy bei anwendungsgerechtem Gebrauch gemäß EU-Richtlinie in Köpfe pumpen darf. Außerhalb eines Schlaflabors tritt diese Situation z.B. dann auf, wenn sich einer zum Schlafen in eine Tiefgarage zurückzieht (max. Sendeleistung), das Handy nicht aufs Armaturenbrett seines Autos legt, sondern irgendwie direkt ans Ohr klebt, und unser Testschäfer fortwährend so laut schnarcht, dass das Handy glaubt, es mit einem Dauerredner zu tun zu haben und deshalb nicht in den energieeinsparenden DTX-Modus verfällt.

Womit ich sagen will: Zwischen der beschriebenen starken Kunstbefeldung und der realen schwachen Befeldung von Schläfern durch irgendwelche Sendemasten in ihrer Nähe besteht, wenn überhaupt, nur ein Zusammenhang, der sich in der 2. oder 3. Nachkommastelle bemerkbar macht.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Mit Strahlenkeule auf Schläfer einschlagen

Dr. Ratto, Dienstag, 23.02.2016, 08:14 (vor 2325 Tagen) @ H. Lamarr

Womit ich sagen will: Zwischen der beschriebenen starken Kunstbefeldung und der realen schwachen Befeldung von Schläfern durch irgendwelche Sendemasten in ihrer Nähe besteht, wenn überhaupt, nur ein Zusammenhang, der sich in der 2. oder 3. Nachkommastelle bemerkbar macht.

Die Autoren sagen dazu in der Schlussfolgerung:
"Nevertheless, the effect of an increase in stage R sleep in 30.0% (GSM) and 26.7% (WCDMA/UMTS) of the individuals, respectively, does not necessarily indicate a disturbance of sleep."

Das ist sehr vorsichtig ausgedrückt, ein Anstieg der R Phase (Traumphase) kann durchaus als schlaffördernd gewertet werden.

In der Diskusion werden auch die Autoren deutlicher:

"There is no unique answer to the question what an increased stage R sleep means for sleep quality. Pieces of information on the significance of stage R sleep come from several sources like studies on sleep and memory consolidation, pharmacological interventions or sleep in patients with insomnia. Our own research on sleep and memory consolidation in elderly subjects revealed that a pharmacological augmentation of REM sleep led to a significant positive effect on procedural memory consolidation."

TNO-Nachfolgestudie/ETH-Studie: Der (unbekannte) vierte Mann

H. Lamarr @, München, Samstag, 03.02.2018, 16:31 (vor 1614 Tagen) @ H. Lamarr

In dem Beitrag von Dr. Ratto über die TNO-Replikationsstudie (ETH-Studie) heißt es:

Nach Abschluss der Replikationsstudie haben vier Personen behauptet, das Feld richtig erkannt und massive Symptome empfunden zu haben. Nachzulesen in deutsch/englisch sind die Schilderungen der vier Personen (Roger Meier, Armin Furrer, eine Anwältin und ein völlig anonymer Teilnehmer) [...]

Der unbekannte anonyme vierte Teilnehmer meldete sich heute (3. Februar 2018) mutmaßlich erstmals öffentlich zu Wort, nennt [s]eine Identität und kritisiert mutmaßlich die ETH-Studie von 2006 heftig. Mutmaßen ist leider erforderlich, da der Betroffene sich in seinem Kommentar beim "Beobachter" nur sehr schwammig ausdrückt:

Ich habe persönlich an der wahrscheinlich von Herr Röösli zitierten Untersuchung der Universität Zürich teilgenommen. Er verschweigt dabei, dass die Untersuchung von einem Mobilfunkbetreiber finanziert wurde. Dabei fiel auf, dass das Design (Umsetzung und Inhalt der Fragestellung) der Untersuchung unseriös darauf angelegt waren, nicht eindeutige Ergebnisse zu erhalten. Herr Rööslis Formulierungen - sofern man genau zu lesen weiss- zeigen auch, dass er nicht seriös arbeitet. Wenn eine Studie Ergebnisse zeitigt die ihm nicht genehm sind, behauptet er "die Studie oder deren Quellen seien ihm nicht bekannt".

Ich persönlich hatte in der Studie eindeutige Ergebnisse gezeigt, diese sind aber (eben durch das darauf angelegte Design) in der Masse der statistischen Normalverteilung verwässert worden (sprich: meine eindeutigen Reaktionen wurden zusammengeworfen auf einen Haufen von eingebildeten Reaktionen, so dass meine Ergebnisse als zufällig auftreten). Diese Studie ist einen der Hauptstudien, auf die sich die Forschung von Hr Röösli und anderen beruft. Damit desavouieren sie sich selber. Ein weiterer, nicht zufällig angelegter "Fehler" im Design: es wurde untersucht, ob im Moment, da der Teilnehmer einer Strahlung ausgesetzt wurde, sich seine Konzentration veränderte. Dazu ist anzumerken, dass

1. die meisten Teilnehmer die meiste Zeit Strahlungen ausgesetzt sind, und eine eindeutige Reaktion auf eine kurzfristige zusätzliche Strahlung als äusserst unwahrscheinlich erweist. Dass dann tatsächlich keine eindeutig zuordenbaren Reaktionen erwiesen, sagt überhaupt nicht aus, dass die Strahlen nicht grundsätzlich einen massiven Einfluss auf unsere Gehirnströme hätten. Bei mir persönlich war der Einfluss eindeutig nachweisbar.
2. wurde mehrmals abgewechselt zwischen Phasen von Strahlung und Nichtstrahlung. Es ist nicht zu erwarten, dass in diesem Design ein eindeutiges Resultat auftritt.

Mit diesem Design wurde dann das ERWÜNSCHTE ERGEBNIS eruiert, nämlich dass sich keine Wirkung der Strahlung festgestellt werden konnte. Auf gut deutsch: wenn einer (wie Hr Röösli) sich nur dumm genug anstellt, sieht er nichts, und kann dann frohgemut behaupten, er wisse von nichts, was dann in der Politik, wo viele Politiker keine Ahnung von wissenschaftstheoretischen Grundlagen haben, falsch interpretiert wird, im Sinne von: es konnte keine Schädigung nachgewiesen werden, also gibt es keine Schädigung / die Strahlen sind unschädlich (in der Logik heisst das falscher Umkehrschluss). So werden dafür gut bezahlte "Experten" Grundlage von falschen Aussagen und schlechter, unverantwortlicher Politik.

Und dann lese man genauer: "alle paar hundert Meter sollen Sendemasten aufgestellt werden". Als Resultat hätten wir dann tatsächlich die Schweiz, die aussieht wie ein Igel voller Stacheln, entsprechen der nationalmentalen Verfassung. Ich schlage vor, dass der stachelig wehrhafte Igel und der blinde Maulwurf zusammen zu den Wappentieren der Schweiz ernannt werden sollten.

mit freundlichem Gruss Peter Toth

PS: meine persönlichen Ergebnisse in der Studie liegen mir noch vor und sind belegbar. Ich hatte dies als Bedingung meiner Teilnahme gestellt und nach der Studie erhalten, ahnend, dass sie nicht seriös aufgegleist ist.

Hintergrund
ETH-Studie im EMF-Portal, dort ist auch zu erkennen, wer die Studie tatsächlich gefördert hat.
Nachtrag vom 28.10.2019: Weitere drei Fallschilderungen von Teilnehmern an der ETH-Studie

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– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
TNO-Studie, Unterstellung, ETH-Studie, Anony

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