Krokodilstränen der Mobilfunkanbieter (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 20.12.2013, 09:50 (vor 2176 Tagen)

Markus Lauener, Präsident des sogenannten "Dachverband Elektrosmog Schweiz und Liechtenstein", versucht mit einer am 19. Dezember verbreiteten Gegendarstellung Gehör zu finden. Bislang ohne Erfolg, Google-News (Schweiz) verzeichnet gegenwärtig keinen einzigen Treffer.

Auslöser der Gegendarstellung ist eine Medienmitteilung vom 3. Dezember, in der das ForumMobil und der schweizerische Verband der Telekommunikation (ASUT) über bürokratische Hemmnisse klagen, die den Bau von Antennen erschweren und verteuern sollen, worunter schlussendlich die Konsumenten wegen hohen Gebühren leiden würden.

Seine Gegendarstellung ist Lauener freilich wenig überzeugend geraten, den mit der Liberalisierung der Telekommunikation einhergehenden Wettbewerb etwa sieht er als "negative Auswirkung". Und als wäre er nicht von dieser Welt träumt Lauener davon, die Bevölkerung vor einer "übermässig hohen und damit nachweislich gesundheitsschädlichen Funkstrahlung" schützen zu müssen. Diese Wahrnehmungsverzerrung teilt er mit seinem Kollegen Jakob, den scheidenden Präsidenten des schweizerischen Anti-Mobilfunk-Vereins Gigaherz, der sich ebenfalls als Kommandeur einer (sich selbst bevollmächtigenden) Schutztruppe gegen Elektrosmog sieht.

Völlig neben die Spur gerät Lauener mit folgender Behauptung:

Wenn man Messwerte vergleicht, stellt man auch praktisch nur geringe Unterschiede fest. Diese fallen oft zu Ungunsten der Schweiz aus, weil bei uns die Antennendichte pro Fläche höher ist als in grösseren Ländern.

Was soll man nur dazu sagen! Der Präsident des sogenannten Dachverbands würdigt mit keiner Silbe den Vorteil, den eine höhere Antennendichte für Handynutzer und Anwohner von Basisstationen bedeutet. Beide profitieren bei kürzeren Distanzen zwischen Mast und Endgerät, weil dann die Sendeleistung bei beiden geringer ausfallen darf. Den Löwenanteil des Vorteils haben dabei die Handynutzer. Völlig zu recht, denn sie sind die einzigen, bei denen die Forschung noch das Restrisiko vermutet, der Langzeitgebrauch der Funktechnik könne ungesund sein. Ein Gesundheitsrisiko ausgehend von Sendemasten sehen hingegen nur noch besorgte Bürger und fachlich überforderte selbsternannte Experten, die sich in Anti-Mobilfunk-Vereinen zusammen geschlossen haben - die Wissenschaft hat das Thema Sendemasten bereits vor Jahren zu den Akten gelegt - nicht so skrupellose Geschäftemacher, die unbegründete Ängste gegenüber Funkwellen in der Bevölkerung schüren und dabei nur ihren Profit im Sinn haben.

Hintergrund
Funkstrahlung.ch

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Wahrnehmung, Liechtenstein, Amateur, Jammern, Funkstrahlung

Schwindeleien der Mobilfunkkritiker

RDW ⌂ @, Freitag, 20.12.2013, 16:12 (vor 2176 Tagen) @ H. Lamarr

Markus Lauener, Präsident des sogenannten "Dachverband Elektrosmog Schweiz und Liechtenstein", versucht mit einer am 19. Dezember verbreiteten Gegendarstellung Gehör zu finden. Bislang ohne Erfolg, Google-News (Schweiz) verzeichnet gegenwärtig keinen einzigen Treffer.

Auslöser der Gegendarstellung ist eine Medienmitteilung vom 3. Dezember, in der das ForumMobil und der schweizerische Verband der Telekommunikation (ASUT) über bürokratische Hemmnisse klagen, die den Bau von Antennen erschweren und verteuern sollen, worunter schlussendlich die Konsumenten wegen hohen Gebühren leiden würden.

Seine Gegendarstellung ist Lauener freilich wenig überzeugend geraten,....
......

Man könnte auch fragen: Welche Gegendarstellung?
Er nimmt doch kaum Bezug auf das, was in der Medienmitteilung steht. Stattdessen schwindelt er einfach etwas hinzu, indem er z. B. sich so ausdrückt:
"Ebenso ist die Behauptung, dass die Bevölkerung in der Schweiz wegen dem schweizerischen Anlagegrenzwert zehn Mal besser geschützt sei als das übrige Europa eine Täuschung der Bevölkerung."

Man kann davon ausgehen, daß auch minderqualifizierte Redakteure vor der Wiedergabe einer sogenannten "Gegendarstellung" diese darauf überprüfen, ob sie sich zumindest etwas an dem kritisierten Beitrag orientiert und halbwegs objektive Fakten enthält. Und dann fällt dieser neue Unfug des Markus Lauener natürlich komplett durch.

Die Dummen und Unehrlichen unter den Mobilfunkkritikern stört das natürlich nicht, für die gehört eigenes Lügen und Belogenwerden von Ihresgleichen zum liebgewonnenen Alltag und sie feiern jeden neuen Quatsch aus ihren Reihen.

RDW

Tags:
Mobbing, Desinformation, Lüge, Amateur, Gegendarstellung, Kolportage, Dummbatz, Schund

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