Zahme Szene: Gestern Proletenventil, heute Jungfernzwinger (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 13.10.2013, 12:32 (vor 3396 Tagen)

Wie verwandelt gibt sich die Anti-Mobilfunk-Szene der DACH-Länder seit ungefähr zwei bis drei Wochen. Die von einschlägig bekannten Forenteilnehmern und Websitebetreibern so hingebungsvoll betriebenen offenen und versteckten Pöbeleien gegen einen Bremer Professor und ein Münchener Kritikerportal wurden auf Kommando abrupt eingestellt. Wo vor wenigen Wochen noch regelmäßig Gift spritzte herrscht jetzt Friede, Freude, Eierkuchen, kein böses Wort fällt mehr gegen die erklärten Feinde der "Bewegung". Brav & Bravo!

Ich gehe allerdings davon aus, dass es nicht der Heilige Geist war, der die bösen Buben und Mädels in ihre Schranken gewiesen hat. Wahrscheinlicher ist, dass die Szene bei einer bestimmten Frau den Anschein erwecken möchte, eine Schar lammfrommer Musterschüler würden sich aus edler Gesinnung heraus ums elektromagnetische Gemeinwohl der Bundesrepublikaner sorgen. Dabei kann die Frau die Szene gar nicht sehen, denn sie trägt vor ihren Augen eine Binde, mit ihrer Linken eine Balkenwaage mit der Rechten ein Schwert.

Wie dem auch sei, der Wegfall der peinlichen Entgleisungen fanatischer Mobilfunkgegner bringt mMn ein Stück Normalität in die bisher von Absurditäten geprägte Mobilfunkdebatte. Und ob der Burgfriede freiwillig oder unfreiwillig eingetreten ist wird sich zeigen, sobald die Frau mit der Augenbinde ihre Aufmerksamkeit wieder anderen schenkt. Noch gehe ich davon aus, dass z.B. Hans-Ueli Jakob die Top 100 seiner Pöbeleien umgehend voll kriegt.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Wilde Szene: Gestern Jungfernzwinger, heute graue Hyänen

H. Lamarr @, München, Dienstag, 22.10.2013, 22:08 (vor 3386 Tagen) @ H. Lamarr

Wie verwandelt gibt sich die Anti-Mobilfunk-Szene der DACH-Länder seit ungefähr zwei bis drei Wochen.

Das ist vorbei.

Dauernögler "wuff" quengelt wieder, Fluglotsenassistentin i.R. "Eva" jagt wie ehedem dem "Leiter der Strahlenschutzkommission" hinterher, und sogar Dummbatz "Mahner" traut sich nach den anderen wieder aus der Deckung, hat die Hosen aber noch voll wegen einer Einstweiligen Verfügung, obwohl diese nicht einmal ihm galt, sondern Diagnose Funk.
Ebenfalls mit von der Partie, wenn auch verklemmt, "Hans-Ueli", der seinen Lieblingsgegner wie gewohnt schmäht, sich allerdings (noch) nicht wieder traut, dessen Namen auszusprechen. Aus gutem Grund, wie er weiß. Doch so bleibt Jakobs Entladung für Außenstehende kryptisch, dient erkennbar allein seiner Selbstbefriedigung: "Unter andern auch einem Wissenschaftler der bösartiges Internet-Mobbing gegen elektrosensible Personen, deren Schutzorganisationen und gegen mobilfunkkritische Forscher betreibt".

Zusammen gerechnet dürften unsere vier Protagonisten des Schmähforums Gigaherz auf rund 300 Lebensjahre kommen, genug, um die niedrige Kunst der Schmähung zu erlernen, jedoch nicht genug, um die Kunst des Fürwahrhaltens in ihrer niedrigsten Ausprägungsform, der Meinung, richtig zu erlernen. Denn dazu müsste unseren Glaubensrittern bewusst sein, dass ihrem unübersehbaren Dilettantismus die Möglichkeit des Irrtums innewohnt.

Hintergrund
Meinung

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Dilettantismus, Selbstbefriedigung, Dummbatz, Schmähforum

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