Nocebo-Effekt, zubereitet nach Obermenzinger Art (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 21.05.2013, 12:09 (vor 3476 Tagen)

Ein wunderschönes Beispiel, wie verbissene Erwartungshaltung den Verstand umnebeln kann, lieferte kürzlich das Pärchen "wuff" und Eva W.

Zuerst kommt Dauernörgler "wuff" und legt den Köder aus:

Vor einem Monat schlüpfte der Dekan für Life Sciences der Jacobs University in Bremen, Lerchl, ins Gewand eines Journalisten und interviewte namens des sog. IZGMF den Gründerpräsidenten der ICNIRP und langjährigen EMF-Forschungskoordinator der WHO, Repacholi. Das Interview findet sich hier: http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_13/repacholi/repacholi.html .
Wir werden hier zum Vorspannn, zum Interview selbst und zum nachfoldenden Artikel, zur Organisation, bei der sich die beiden EMF-Protagonisten trafen und weitere relevante Punkte kommentieren und mit Hintergrundinformationen verlinken.

[...] Wenn im dortigen Blog der beiden Betreiber des sog. IZGMF, den sie als izgmf-Forum bezeichnen, etwas über meine hiesigen Kommentare stehen sollte, dann gehe ich aus dem einfachen Grund nicht darauf ein, weil die Betreiber den Zugang für mich auch zum öffentlichen Teil ihres Blogs wieder einmal gesperrt haben. Deren Nachricht "You don't have permission to access this page" hat die positive Seite, dass ich die Beschimpfungen auch dann nicht lesen kann, wenn ich noch wollte.

Ein paar Stunden später kommt Eva W. des Weges und erschnüffelt treffsicher den Köder. Was sie liest stimuliert ihren Hypothalamus, 76 Nackenhaare gegen in Bereitschaft und es kriecht die Angst vor dem Unheimlichen in ihr hoch. Sie hatte es ja schon immer gewusst: Die von diesem verhassten IZgegenMF können mit langen Fingern durchs Internet auf PCs zugreifen und den Browser dort so verstellen, dass ein Zugriff auf die Website des IZgegenMF nicht mehr funktioniert. Oder Schlimmeres. Wahnsinn! Und das alles nur, damit diese Schergen der Mobilfunkmafia auf ihrer Drecksseite noch hemmungsloser als zuvor Menschen, Tiere und Bäume psychiatrisieren können.

Von den Botenstoffen des Hypothalamus aufgescheucht, kommandiert Evas Kleinhirn das Großhirn: Ohne Tritt Marsch, wir sehen uns das jetzt mal selbst an, ich platze vor Neugier. Du browserst auf der Stelle auf diese miese Schmuddelseite. Wehe denen, wenn die auch uns ausgesperrt haben ...

Und es machte: Klick.

Dann breitete sich Stille aus, in Obermenzing, einem Stadtteil im Norden Münchens.

21, 22, 23 ...

Danach war nichts mehr wie zuvor. Was nach dem Klick passierte, schilderte Eva W. mit einer Informationsdichte, wie sie im Tower von Flughäfen lebensnotwendig und für "wuff" unerreichbar ist:

Vorsicht!

Der angebene Link funktioniert bei mir nicht, und zugleich erfolgte ein Netzwerkangriff.

Übersetzt auf mobilfunkgegnerisch heißt das: Hütet euch wohl, diesen verseuchten Link anzuklicken, denn wenn ihr es wagt, startet das IZgegenMF einen Netzwerkangriff durch die Telefonleitung hinein in euer Heim und sorgt dafür, dass eurer PC am kommenden Samstag, wenn die Bayern das CL-Finale versemmeln sollten, 3 Minuten nach Abpfiff in die Luft fliegen wird.

Diagnose: Funk.

Therapie: Eva W. genießt Zuwendung allenthalben in vollen Zügen, es ist daher sozial, christlich und sie stärkend, ihr lebenslang zu widersprechen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Notlage, Obermenzing, Missgunst

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