Schweizer Vorsorgewerte für Deutschland (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 18.04.2013, 00:12 (vor 2255 Tagen)

Die momentanen Überlegung einzelner Bundesländer, im Zuge der aktuell diskutierten „Verordnung zur Änderung der Vorschriften über elektromagnetische Felder und das telekommunikationsrechtliche Nachweisverfahren", die Strahlengrenzwerte deutlich nach unten an Schweizer Grenzwerte anzupassen, schafft kein höheres Schutzniveau oder eine höhere Akzeptanz der Mobilfunkinfrastruktur ...

... schreibt der VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations und Mehrwertdiensten e. V., Berlin) zu Beginn einer 14-Seitigen Stellungnahme (PDF) vom 25. März 2013.

Darin heißt es u.a.:

Überträgt man diese Ergebnisse [Anm. spatenpauli: Eine Untersuchung, wie sich eine Grenzwertsenkung auf 1/10 in Brüssel auswirken würde] auf die Gesamtzahl der Mobilfunkstandorte in Deutschland, so würde dies bei einer Zahl von etwa 69'500 Mobilfunkstandorten (Quelle: BNetzA, Stand: Mai 2011) fast 28'000 neue Standorte bedeuten.

Im September 2012 sagte Sylvia Kotting-Uhl (Bündnis 90/Die Grünen): Eine Bundesratsinitiative von Baden-Württemberg bekomme keine Mehrheit, da die von der CDU regierten Bundesländer ihre Unterstützung verweigern würden. Die von ihr angestrebte "Outdoorlösung", mit der die Mobilfunkstrahlen nicht ungewollt die Hauswände durchdringen, sei bisher in der eigenen Fraktion nicht durchsetzbar gewesen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Grenzwertsenkung: Denn sie wissen (nicht), was sie tun!

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 18.04.2013, 10:05 (vor 2255 Tagen) @ H. Lamarr

Überträgt man diese Ergebnisse [Anm. spatenpauli: Eine Untersuchung, wie sich eine Grenzwertsenkung auf 1/10 in Brüssel auswirken würde] auf die Gesamtzahl der Mobilfunkstandorte in Deutschland, so würde dies bei einer Zahl von etwa 69'500 Mobilfunkstandorten (Quelle: BNetzA, Stand: Mai 2011) fast 28'000 neue Standorte bedeuten.

Heute debattiert der Umweltausschuss des Bundesrates die vom Bundestag verabschiedete Novelle der 26. BImSchV als 15. von 16 Tagesordnungspunkten.

Der baden-württembergische Umweltminister hat anlässlich dieser Sitzung einen Antrag eingebracht, der nach dem Vorbild der Schweizer Anlagewerte eine Senkung der Grenzwerte (Basisstationen) auf 1/10 der heute gültigen Werte zum Ziel hat.

Der deutsche Anti-Mobilfunk-Verein Diagnose-Funk begrüßt die vorgeschlagene Einführung der Schweizer Anlagewerte.

Der schweizerische Anti-Mobilfunk-Verein Gigaherz verurteilt die Schweizer Anlagewerte als Grenzwertlüge.

Wie ist dieser Widerspruch zu erklären?

Das ist so schwer nicht zu durchschauen. Der Verein Diagnose-Funk vertritt meiner Einschätzung nach nur vordergründig die Interessen der Bevölkerung, tatsächlich hat der Verein, an dessen Spitze ein Baubiologe steht, die Interessen derer im Sinn, die von dem möglichst endlosen Fortgang der Mobilfunkdebatte profitieren (Baubiologie, Esoterik, Umweltmedizin, Messtechnikbranche usw.). Ob der Verein für seine Bemühungen Zuwendungen seitens der Nutznießer erhält, ist nicht bekannt.

Und wie hängt das jetzt konkret zusammen?

Diagnose-Funk und andere Anti-Mobilfunk-Vereine setzen alles daran, in der Bevölkerung Ängste gegenüber Funkwellen zu wecken und zu schüren. Zentraler Kristallisationspunkt all dieser Ängste sind Sendemasten für Mobilfunk und den Behördenfunk Tetra. Hier kommt es regelmäßig zu Bürgerprotesten. Sendemasten für Rundfunk werden von den Anti-Mobilfunk-Vereinen weitgehend ignoriert, in der Bevölkerung gibt es gegen diese Einrichtungen daher so gut wie keinen Protest.

Wenn es nun stimmt, dass eine Senkung der Grenzwerte auf Schweizer Niveau in Deutschland 28'000 neue Standorte für Mobilfunk-Sendemasten bedeutet, dann ist dies ganz im Interesse von Diagnose-Funk und selbstverständlich begrüßt der Verein jeden Vorstoß in diese Richtung. Denn damit eröffnet sich auf viele Jahre eine Markterweiterung für die Dienstleistungen der Nutznießerbranchen: Baubiologen können weiterhin nutzlose Abschirmungen verkaufen, Umweltmediziner psychotische Elektrosmog-Ängste behandeln, Messgeräteanbieter bleiben mit Hochfrequenz-Detektoren im Geschäft und dergleichen mehr. Nach außen hin wird dies so selbstverständlich nicht kommuniziert, da ist dann allein von einer Entlastung der Bevölkerung die Rede. Dieser Doppelnutzen ist außerordentlich praktisch: Der Verein und seine Nutznießer können sich vorteilhaft als "selbstlose Umweltaktivisten" in Szene setzen, zugleich ist es wegen der Deckungsgleichheit von infamer/ehrenwert-einfältiger Absicht unmöglich, dem Anti-Mobilfunk-Verein unlauteres Vorgehen direkt nachzuweisen.

Nur, die durch die Grenzwertsenkung versprochene Entlastung ist keine. Und zwar nicht deshalb, weil Gigaherz sie verdammt, sondern, weil von Sendemasten aus Sicht der seriösen Wissenschaft ohnehin kein Gefährdungspotenzial für die Bevölkerung ausgeht. Dies ist nach etlichen Forschungsprogrammen ein weltweit akzeptierter Stand des Wissens. Wenn überhaupt, dann müssten die Grenzwerte für Handys gesenkt werden, denn da sind noch nicht alle dunklen Ecken von der Forschung ausgeleuchtet und Handys arbeiten im Gegensatz zu Sendemasten sehr dicht am zulässigen Grenzwert. Aber: Mit Handyangst lassen sich nur minimale Geschäfte machen, ein paar Euro für einen sinnfreien "Schutzaufkleber" sind nichts im Vergleich zu den zigtausend Euro, die z.B. einem Baubiologen bei einem größeren Abschirm-Auftrag winken. Handys sind daher weder bei den Anti-Mobilfunk-Vereinen noch bei den Nutznießern bei weitem kein so emsig gepflegtes Feindbild wie die gewinnträchtigen Sendemasten.

Die Erfahrung mit den Schweizer Anlagewerten hat gezeigt, die Senkung der Grenzwerte auf 10 Prozent hatte keinerlei Auswirkung auf eine Verringerung der Ängste in der Bevölkerung. Vereine wie Gigaherz schüren diese Ängste unvermindert weiter. Auch dies geschieht aus Eigeninteresse, denn stürben die Ängste vor den Funkwellen von Mobilfunksendern, die Vereine müssten sich auflösen. Dies aber ist in der Schweiz nach der Senkung der Grenzwerte nicht geschehen. Das Gegenteil ist der Fall. Bis 2005 war die Anti-Mobilfunk-Szene weitgehend eine von Dilettantismus geprägte Bürgerbewegung, der Verein Gigaherz ist in dieser Phase stecken geblieben. Neu aufkommende Vereine fingen dagegen an, die Ängste in der Bevölkerung mit professionellen Mitteln zu schüren. Typische Vertreter dieser Akteure sind Diagnose-Funk und die sogenannte Kompetenzinitiative. Beide unterhalten enge Beziehungen zu einem ehemaligen Tabaklobbyisten, der sich seit 2003 als treibende Kraft in der Anti-Mobilfunk-Szene einen Namen gemacht hat. Dass der Mann das Ziel hat, durch Ablenkung von den Risiken des Tabakkonsums seinen ehemaligen Arbeitgebern weiter die Margen zu sichern, ist ein begründbarer Verdacht, der bis heute nicht aus der Welt geräumt wurde, allerdings auch nicht bewiesen werden konnte.

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Geisterfahrer: Gigaherz-Präsident in Not

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 18.04.2013, 23:39 (vor 2254 Tagen) @ H. Lamarr

Der deutsche Anti-Mobilfunk-Verein Diagnose-Funk begrüßt die vorgeschlagene Einführung der Schweizer Anlagewerte.

Der schweizerische Anti-Mobilfunk-Verein Gigaherz verurteilt die Schweizer Anlagewerte als Grenzwertlüge.

Manchmal kann einem Hans-Ueli sogar leid tun.

Da poltert er seit Jahren gegen die Schweizer Anlagewerte, schimpft diese Mogelpackung und Grenzwertlüge - und dann kommen die Deutschen, und wollen trotzdem die Schweizer Anlagewerte, die am 1. Februar 2000 mit der NIS-Verordnung (PDF, 24 Seiten) im Nachbarland eingeführt wurden.

Schlimmer noch: Im Gigaherz-Forum wird auf das Frohlocken aufmerksam gemacht, mit dem der Anti-Mobilfunk-Verein Diagnose-Funk den Vorstoß im Bundesrat begrüßt.

Niemand kümmert sich um das, was Herr Jakob seit Jahren predigt, er ist in dieser Sache, und nicht allein in dieser, der Geisterfahrer der Mobilfunkdebatte.

Und Jakob selbst? Der Gigaherz-Präsident mischt sich bekanntlich gerne in Forendiskussionen ein, besonders gerne, wenn einer einen Standpunkt vertritt, der nicht der seine ist.

Aber diesmal schweigt Jakob! Schweigt zu dem politischen Vorstoß auf Bundesratsebene, schweigt zur Beipflichtung von Diagnose-Funk (DF) und schweigt zu den diesbezüglichen Postings in seinem Forum.

Dafür kann es nur eine gute Erklärung geben: Er hat es sich anders überlegt und findet die Schweizer Anlagewerte inzwischen eigentlich ganz in Ordnung. Oder er traut sich einfach nur nicht, DF zu widersprechen.

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Grenzwertsenkung begrüßt der Lobbyist

KlaKla, Freitag, 19.04.2013, 07:08 (vor 2254 Tagen) @ H. Lamarr

Das ist Lobbyarbeit. Diagnose-Funk ist für die Nutznießer tätig und sie ringen nach Anerkennung. Siehe Vorstand Jörn Gutbier, der als Grüner Stadtrat in Herrenberg und als Baubiologe tätig ist. Er spielt ein intrigantes Spiel und sein Lehrmeister scheint mir Deutschlands bekanntester Ex-Tabaklobbyist zu sein. Dieser hat noch eine Rechnung offen, weil seine Studienergebnisse kritisch analysiert wurden und Teilergebnisse allen anschein nach nicht nach anerkannten Regel, saubere Wissenschaftsarbeit gewonnen wurden. Uns ist heute bekannt, dass die Tabakindustrie Ablenkungsforschung betrieb. Wie agile der Ex-Tabaklobbyist war ist in der Legacy Tabacco Documents Library nachzulesen. Vom Teufel bezahlt


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Mobilfunkgegner, oder: Ein Investment-Erfolg der Tabaklobby

Lilith, Freitag, 19.04.2013, 08:51 (vor 2254 Tagen) @ KlaKla

Das ist Lobbyarbeit. Diagnose-Funk ist für die Nutznießer tätig und sie ringen nach Anerkennung.

Die Anerkennung werden sie nie erlangen. Sie haben ein Problem, das ihnen an den Fußsohlen anhaftet wie schmutziger Kaugummi, die "Diagnose-Funk" und die "Kompetenzinitiativ"ler.

Die Angst vor dem Mobilfunk ist nach allem vernünftigem Ermessen eine von der Tabakindustrie künstlich miterzeugte und von dort absichtlich über Jahre hinweg geförderte Hysterie. Sie ist also eine Folge des Investments vieler Dollars dieser Sucht- und Krebsindustrie auch in Deutschland.

Es ist eine Schote der besonderen Art, dass einer der namhaften deutschen Tabaklobbyisten das, was er offenbar für seine Glaubwürdigkeit hält, am Ende durch seinen Umzug ins Lager der irren "Bewegung" der Mobilfunkgegner zu retten versucht. In die Reihen einer "Bewegung", deren Irrationalität und deren verhetzendes Potential er selbst einst mittelbar miterzeugen half.

Vielleicht giften die wuffs, die Tittamnns, die Mahners und Evas ja genau deswegen so aggressiv durch ihre geistig ausgedünnten Forenreservate:

Weil ihnen der Gedanke doch einfach unangenehm sein muss, dass sie nichts anderes als das übriggebliebene Fussvolk einer perfiden Vergiftungsindustrie sind. Sie sind die buchstäblich letzten Deppen der Bewegung.

Eine Handvoll extremistischer Schreihälse, die die Welt vor dem Mobilfunk retten wollen, dazu die ideologische Muttermilch (und die Dollars) von der Tabak-Krebsindustrie. Man muss das wohl einen Bund fürs Leben nennen.

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Meine Beiträge sind als Meinungsäußerungen aufzufassen. Die Meinungsäußerungsfreiheit ist ein in allen zivilisierten Ländern gesetzlich geschütztes Grundrecht.

"Wer die Dummbatzen gegen sich hat, verdient Vertrauen." (frei nach J.-P. Sartre)

Anerkennung von Diagnose-Funk

H. Lamarr @, München, Freitag, 19.04.2013, 09:48 (vor 2254 Tagen) @ Lilith

Das ist Lobbyarbeit. Diagnose-Funk ist für die Nutznießer tätig und sie ringen nach Anerkennung.

Die Anerkennung werden sie nie erlangen.

Auf direktem Weg nicht, da stimme ich Ihnen zu. Im Boot der Mobilfunkgegner sitzt aber ein Koloss, der sich um Anerkennung nicht mehr bemühen muss, obwohl er in Sachen Mobilfunk alles andere als eine gute Figur abgibt. Die Rede ist vom BUND. In seinem Kielwasser könnte Diagnose-Funk leicht an Stellen anlanden, die diesem Anti-Mobilfunk-Verein sonst nicht zugänglich wären. Scharren tuen sie ja schon länger und hinterher fragt in aller Regel keiner, wie die da hingekommen sind.

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BUND, Instrumentalisierung, Anerkennung

Anerkennung von Diagnose-Funk

KlaKla, Freitag, 19.04.2013, 18:56 (vor 2253 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Freitag, 19.04.2013, 19:14

Auf direktem Weg nicht, da stimme ich Ihnen zu. Im Boot der Mobilfunkgegner sitzt aber ein Koloss, der sich um Anerkennung nicht mehr bemühen muss, obwohl er in Sachen Mobilfunk alles andere als eine gute Figur abgibt. Die Rede ist vom BUND. In seinem Kielwasser könnte Diagnose-Funk leicht an Stellen anlanden, die diesem Anti-Mobilfunk-Verein sonst nicht zugänglich wären. Scharren tuen sie ja schon länger und hinterher fragt in aller Regel keiner, wie die da hingekommen sind.

Das Interesse des BUND bekam im Jahr 2008 deutlich Schwung. Damals ließ sich der BUND beraten vom Mobilfunkgegner. Dem Literaturprofessor Dr. Karl Richter (KO-Ini), Dr. Sparmann, Dr. Germann (IGUMED), Waldmann-Selsam und Dr. Warnke.

2011 wurde das Skript vom Literaturprofessor auf BUND Papier übers Internet verbreitet.

Fahrlässigkeit statt Vorsorge
Seit über einem halben Jahrhundert sind die Risiken des Rauchens bekannt. Doch erst seit wenigen Jahren ist die Politik ernstlich bemüht, ihnen entgegenzuwirken. Solche politischen Verspätungen im Schutz von Gesundheit und Umwelt vor schädigenden Wirkungen von Industrieprodukten sind auch so nst eher Regel als Ausnahme. Im
Fall des Rauchens sind ihre Gründe nur besonders gut erforscht. In seinem Buch Doubt is their producti beschreibt David Michaels, wie es der Tabakindustrie über Jahrzehnte hinweg gelingen konnte, längst gesichertes Wissen über die gesundheitlichen Risiken des Rauchens in Zweifel zu ziehen und Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung um Jahrzehnte hinauszuzögern. Schon die einfache Behauptung genügte, dass der Stand der Erkenntnis keine ausreichende Grundlage biete um Entscheidungen von großer wirtschaftlicher Tragweite zu rechtfertigen. Diese von der Tabakindustrie entwickelte Methode der gezielten Beeinflußung und Dementierung von Risiken [...] Das Ergebnis sind sprudelnde Gewinne - auf Kosten von „bodycounts“ (Leichen).

Der Literaturprofessor Dr. Karl Richter bietet ausgerechnet dem Ex-Tabaklobbyisten über viele Jahre ein Sprachrohr.
Siehe Broschürenreihe "Strahlenschutz im Widerspruch zur Wissenschaft" Autor Richter und Adlkofer.
Zum Autor Adlkofer schreiben die Herausgeber (Hecht (Jahrgang 1924), Richter (1936), Scheiner (1946-2012), Kern)

Prof. Dr. med. Franz Adlkofer (Berlin/München); Arzt für Innere Medizin; Max-Planck-Institut für Biochemie München, dann Freie Universität Berlin; 20 Jahre in der Industrie tätig; seit 1992 Geschäftsführer der Stiftung Verum, seit 2002 Mitglied des Stiftungsrats; Gründer von Pandora-Stiftung für unabhängige Forschung.

Kein Wort davon, das Prof. Dr. Franz Adlkofer für die TABAK-INDUSTRIE gearbeitet hat.

Dienten Teilergebnisse der Reflex-Studie zur Ablenkung des Passivrauchen?

Im Stiftungsrat der Pandora sitzt Prof. Dr. Franz Adlkofer, Prof. Dr. Michael Kundi, Prof. Dr. Karl Richter.

Auch der BUND muss sich die Frage gefallen lassen, wie er es mit ethischen Prinzipien hält, bei solchen Kooperationspartner? Die Beeinflussung des Tabaklobbyisten liegt mVn blank.

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Mobilfunkgegner, oder: Ein Investment-Erfolg der Tabaklobby

Lilith, Freitag, 19.04.2013, 13:05 (vor 2253 Tagen) @ Lilith

Vielleicht giften die wuffs, die Tittamnns, die Mahners und Evas ja genau deswegen so aggressiv durch ihre geistig ausgedünnten Forenreservate:

Weil ihnen der Gedanke doch einfach unangenehm sein muss, dass sie nichts anderes als das übriggebliebene Fussvolk einer perfiden Vergiftungsindustrie sind. Sie sind die buchstäblich letzten Deppen der Bewegung.

Eine Handvoll extremistischer Schreihälse, die die Welt vor dem Mobilfunk retten wollen, dazu die ideologische Muttermilch (und die Dollars) von der Tabak-Krebsindustrie. Man muss das wohl einen Bund fürs Leben nennen.

.

Mitstreiterin Eva schreibt hierzu im rechten Gigaherz-Forum dieses:

"ich verwahre mich dagegen, dass Sie mich extremistischen Schreihälsen (fett von mir) zuorden."

Warum nicht, Frau W.? Sie selbst tollen doch in den einschlägigen Foren mitten unter den Extremisten herum. Alleine schon mit Ihrer verschwörungstheoretischen Dauerschreiberei unterstützen Sie die extremistischen Schreihälse.

Diese zeichnen sich nämlich dadurch aus, dass sie wahnhaft-aggressive Verschwörungstheorien über Staat, Behörden, Institutionen und Firmen ins Netz stellen. Mit den Urhebern derartiger extremer Thesen spielen doch Sie selbst aktiv Ihr argumentatives Pingpong. Ihre Argumente bestehen gar zu oft aus verschwörungstheoretischem Unsinn, mit dem Sie diesen Leuten immer wieder das Futter liefern. Sie bieten dabei Ihre ganze Person an - in Form Ihrer zahlreich wiedererzählten, unwahrscheinlichen Krankengeschichten, bei deren Schilderungen Sie sich inzwischen in zahlreiche Widersprüche verwickelt haben.

So sieht es nun einmal aus, das typische Grundmuster extremistischer "Systemkritik", wie man es immer auf einschlägig rechtsextremen Seiten finden wird: Die Regierung sei es, die bewusst Menschen verletzen wolle und schädige und sogar andere die das tun dabei unterstütze. Und die Regierungsbehörden schützen angeblich nicht die Menschen, sondern sind im Gegenteil aktiv damit befasst, Menschen zu schädigen und erkranken zu lassen bzw. die Ursachen zu vertuschen. Derartige Grundansichten sind allen extremistischen Gesinnungsrichtungen gemein.

Sie selbst schwimmen da fleissig mit herum in diesem Sumpf. Tun sie also nicht so harmlos.

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Mobilfunkgegner, oder: Ein Investment-Erfolg der Tabaklobby

Lilith, Freitag, 19.04.2013, 22:05 (vor 2253 Tagen) @ Lilith

Vielleicht giften die wuffs, die Tittamnns, die Mahners und Evas ja genau deswegen so aggressiv durch ihre geistig ausgedünnten Forenreservate:


Eine Behauptung im Schweizer Forum:

Lilith betreibe "die Kriminalisierung der EMF-Opfer und der EMF-Kritiker durch haltlosen Extremismusverdacht", steht da.

Man muss sich immer wieder bewusst machen: Der Wille zur Lüge ist den Beiträgen des "wuff" tief in die Wolle hineingefärbt. Es beginnt bereits bei den Voraussetzungen, die der "wuff" seinen Lesern listig mit auf den Weg gibt.

Wen hatte Lilith kritisiert? Lilith sprach von "den wuffs, den Tittamnns, den Mahners und Evas". Diese Namen stehen repräsentativ für die (wenigen, aber lauten) Schreihälse in einer ziemlich verlogenen Szene.

Hatte Lilith jemanden "kriminalisiert"? Natürlich nicht. Liliths Kritik ist eine Kritik an der Form des Auftritts der Lautsprecher einer verschwörungstheoretischen Szene, und an den Inhalten, die von diesen verbreitet werden - von ihrem ganzen Wesen her sind das nun einmal verschwörungstheoretische, behörden- und institutionsfeindliche Inhalte. Wer Verschwörungstheorien verbreitet, handelt aber alleine deswegen noch nicht kriminell. Er handelt aber jedenfalls mindestens verantwortungslos. Es sei denn, er wäre schlicht ein unzurechnungsfähiger Dummbatz. Wobei das eine das andere nicht ausschliessen muss.

Die oben exemplarisch Genannten wiederum sind weder "EMF-Opfer", noch sind es "EMF-Kritiker". "Eva" hat zu ihrer angeblichen Elektrosensibilität so viele Widersprüchlichkeiten behauptet, dass die Schilderungen bei aller Liebe schon lange nicht mehr glaubwürdig erscheinen. Sie ist also kein "EMF-Opfer", sie behauptet bloß, sie wäre eins. Eine "EMF-Kritikerin" kann sie sowieso nicht sein, denn zu seriöser Auseinandersetzung mit der Materie fehlt ihr nun einmal die fachliche Kapazität.

"Mahner" und Tittmann wiederum schreiben regelmäßig daher wie Dummbatze. Das ist eindeutig. Wollte man diese Teilnehmer an der Debatte zu "Kritikern" aufwerten, käme das einer fahrlässigen Sprachverwirrung gleich.

"wuff"s Beiträge offenbaren den Verschwörungstheoretiker der listigen Sorte. Als spinoff-Doktor generiert er seit Jahren seine end- und nutzlosen Mehrfachverwertungen immer gleicher unverständlicher Inhalte. Wie nicht gescheit. Realitätsüberprüfungen kann man an seinen Thesen nicht vornehmen, denn der Anteil des Geraunten daran liegt für gewöhnlich bei deutlich über 50%.

Allen Genannten ist gemeinsam, dass die Realität ihre Thesen und Behauptungen in keiner Weise abbildet. Niemand wird vom Mobilfunk krank. Nirgendwo stiegen deswegen in den vergangenen bald schon 20 Jahren die Krankheits- oder Krebsziffern an. Gleichwohl erscheint der Eifer im Dahererfinden von angsteinflößenden Gefahren und Skandalen ungebrochen. Diese Leutchen befinden sich dabei aber nicht, wie sie selbst offenbar meinen, in einer Debatte, und sie sind auch keine "Kritiker". Sie sind vielmehr schlicht nicht willig, irgend etwas zu lernen - was nun einmal eine Grundvoraussetzung für kritische Debattenteilnahme wäre. Sie sind einfach bloß mit ihren gemeinsam verabredeten extremen Thesen unterwegs, die sie versuchen, durchzudrücken.

Das Forschungsmarketing der Zigarettenindustrie, ursprünglicher Motor des Ganzen, dankt ihnen übrigens leider noch nicht einmal den heldenhaften, selbstlosen Einsatz.

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Mobilfunkgegner und der Tabaklobbyist

KlaKla, Freitag, 19.04.2013, 16:32 (vor 2253 Tagen) @ Lilith
bearbeitet von KlaKla, Freitag, 19.04.2013, 16:54

Die Anerkennung werden sie nie erlangen. Sie haben ein Problem, das ihnen an den Fußsohlen anhaftet wie schmutziger Kaugummi, die "Diagnose-Funk" und die "Kompetenzinitiativ"ler.

Die Angst vor dem Mobilfunk ist nach allem vernünftigem Ermessen eine von der Tabakindustrie künstlich miterzeugte und von dort absichtlich über Jahre hinweg geförderte Hysterie. Sie ist also eine Folge des Investments vieler Dollars dieser Sucht- und Krebsindustrie auch in Deutschland.

Ich denke da ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig.

Man sollte sich besinnen auf Thilo Grüning.
Wie die Tabakindustrie versucht, systematisch Einfluss auf die Forschung zu nehmen, ist belegt.
Mit ethischen Prinzipien ist eine Kooperation nicht vereinbar.
Forschungseinrichtungen und Fachgesellschaften ziehen die Konsequenzen.

Ethische Prinzipien scheinen vielen Funkgegner abhanden gekommen zu sein. Der Verein DF agiert für die Nutznießer. Nicht bekannt ist, wie sich der Verein finanziert, aber Verbindungen führen zum ehemaligen Tabaklobbyisten. Siehe Pandora, Kinderflyer. Ehemaligen BI's ist dringend zu raten, ihre Vereinszugehörigkeit zu DF oder KO-Ini zu überprüfen und die Mitgliedschaft aufzukündigen. Im Hintergrund so scheint es mir, agiert der Tabaklobbyist.

Man beachte die Broschürenreihe, der Kompetenzinitiative. Seit 2008 benutzt Deutschlands ehemals führender Tabaklobbyist das Medium. Verbreitung findet es u.a. durch Diagnose-Funk. Man sollte durchaus lesen was der Tabaklobbyist da von sich gibt. Manchmal glaube ich, die gelisteten Beiräte lesen gar nicht, für was ihr Name da herhalten muss. Meinem Verständnis nach, überproportional für persönliche Angriffe eines Verlierers, der nicht mehr auf die Leitmedien zurückgreifen kann. Nicht zu vergessen, für seine Ausführungen bediente er sich auch Kompakt von DF, die Verbandszeitschrift Umwelt-Medizin-Gesellschaft sowie den Elektrosmog-Report.

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Schweizer Vorsorgewerte: wie sie entstanden sind

H. Lamarr @, München, Freitag, 19.04.2013, 01:06 (vor 2254 Tagen) @ H. Lamarr

Die momentanen Überlegung einzelner Bundesländer, im Zuge der aktuell diskutierten „Verordnung zur Änderung der Vorschriften über elektromagnetische Felder und das telekommunikationsrechtliche Nachweisverfahren", die Strahlengrenzwerte deutlich nach unten an Schweizer Grenzwerte anzupassen, schafft kein höheres Schutzniveau oder eine höhere Akzeptanz der Mobilfunkinfrastruktur ...

Wie und warum kam es eigentlich zu dem Schweizer Anlagewert?

Diese Frage beantwortete vor rund neun Jahren Jürg Baumann vom Schweizer Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), Bern, mit einem Vortrag (PDF, 7 Seiten) anlässlich der 36. Jahrestagung des Fachverbandes für Strahlenschutz, 31.8. - 2.9.2004 in Köln.

Hier ein Auszug, der ein überraschend ausgeprägtes Gefahrenbewusstsein offenbart:

Es kann nicht genug betont werden, dass ein wissenschaftlicher Nachweis eines Risikos nicht vorliegen muss, um als Behörde vorsorglich tätig zu werden. Im Gegenteil: gerade weil wissenschaftlich (noch) nicht Klarheit über alle Gesundheitsrisiken von NIS herrscht, soll das Vorsorgeprinzip angewendet werden. Es sei an dieser Stelle auch festgehalten, dass wir die ICNIRP-Grenzwerte nicht als Vorsorgewerte betrachten. Die Tatsache, dass bei ihrer Festlegung ein Sicherheitsfaktor eingebaut wurde, entspricht der üblichen Praxis in der Toxikologie und hat nichts mit Vorsorge zu tun. Der Sicherheitsfaktor soll lediglich gewährleisten, dass die zugrunde liegenden Akutwirkungen mit Sicherheit nicht auftreten werden. Daraus zu schliessen, dass damit auch andersartige Wirkungen berücksichtigt wären, ist nicht zulässig.

So einleuchtend die Ausführungen von Jürg Zimmermann auch sind, darf darüber nicht vergessen werden, dass sie rund neun Jahre alt sind und unter dem Eindruck der Wiener Reflex-Studie (HF) entstanden sind. Inzwischen ist die Anzahl der Handynutzer auf bald 7 Mrd. gestiegen und eine ganze Reihe von Forschungsprogrammen, das größte davon war das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm, haben anfängliche Hinweise auf ein Risiko Mobilfunk nicht bestätigen können. Die Wiener Reflex-Studie (HF) schließlich wurde von Untersuchungskommissionen zwar nicht als Fälschung gebrandmarkt, doch es sei schludrig gearbeitet worden, entgegen den Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis.

Womit ich sagen will: Der Ruf nach Vorsorge war vor 13 Jahren, als die Schweizer Anlagewerte eingeführt wurden berechtigt, ob er heute (für Sendemasten) noch immer gerechtfertigt ist, darf mit Blick auf den heutigen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu recht bezweifelt werden. Bei strahlend blauem Himmel noch immer mit vorsorglich aufgespanntem Regenschirm durch die Gegend zu laufen mag Zuckerpüppchen begeistern, mich nicht (mehr).

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