Mit missgebildeten Ferkeln & ÖDP gegen Tetra-Funk (Allgemein)

Gast, Dienstag, 16.04.2013, 11:57 (vor 2428 Tagen)

Landwirt: Missbildungen durch Funkstrahlung

Während Buchner die Zuhörer mit Zahlen, Grafiken und technischen Erläuterungen zu überzeugen versuchte, präsentierte der zweiten Referent des Abends, der Landwirt Josef Hopper, erschütternde Bilder aus seinem Schweinezuchtbetrieb. Seit 2009 befindet sich etwa 300 Meter von seinem Hof in Ruhstorf im Landkreis Passau ein Funkmast. Seitdem hat Hopper bei seinen Ferkeln einen massiven Anstieg an missgebildeten Neugeborenen bemerkt und dokumentiert. Die Fotos, die er unmittelbar nach der Geburt der Ferkel gemacht hat und nun präsentierte waren schockierend. Zahlreiche Totgeburten, verstümmelte Beine sowie missgebildete Ohren und Köpfe hat er bildlich festgehalten. Zudem wurde ein Ferkel mit offener Bauchdecke geboren und ein anderes wiederum hatte an einer Körperstelle keine Haut. Daneben zeigte er viele, viele Fotos von Schweinen, die als Zwitter zur Welt kamen.
34 missgebildete Ferkel in einem Jahr

In Zahlen ausgedrückt, zeigt sich ein enormer Anstieg derartiger Missbildungen seit 2009. Von 2002 bis 2008 hat Hopper jährlich höchstens zwei Ferkel mit Missbildungen statistisch erfasst. Seit 2009 liegt ihre Zahl pro Jahr bei mindestens 15. 2010 zählte der Landwirt sogar 34 missgebildete Ferkel. Seinen Angaben zufolge wurden auf seinem Hof 28 Schweine mit deformierten Beinen und 44 Zwitter geboren. Sechs Tiere kamen ohne After zur Welt und waren damit nicht überlebensfähig.

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Buchner, Bildung, Rimbach, Landwirt, Hopper, Publikation, Spitzenkandidat, Totgeburten, Mutation, Ferkeldrama, Tier, Verbandsmitglied

Statistik-Trickser & ÖDP gegen Tetra-Funk

Kuddel, Dienstag, 16.04.2013, 21:32 (vor 2427 Tagen) @ Gast
bearbeitet von Kuddel, Dienstag, 16.04.2013, 22:13

Habe mir mal 2 der diversen Veröffentlichungen zu Josef Hoppers Ferkeldrama angesehen.

Sehr Verwirrend.
Als Erstes ist festzustellen, daß der Betrieb von Herrn Hoppers in Niederreith (in Bayern) liegt.

Bei Diagnose Funk findet man nun drei Graphiken, welche einen dramatischen Anstieg der Anomalien im Vergleich zu Thüringer Betrieben anzeigen.

Nanu, fragt man sich, gibt es denn keine Vergleichsdaten aus Bayern ?

Im Text bei Diagnose Funk ist zu lesen

Ab Inbetriebnahme des Sendemastes im Mai 2009 erfolgte jedoch ein Anstieg der Anomalien auf 0,6% und in den ersten 6 Monaten 2010 bereits auf 1,2%.

Ok...das ist ein deutlicher Anstieg seit Inbetriebnahme des Mastes.
Aber nochmal, gibt es denn keine Vergleichsdaten aus Bayern ?

Doch, gibt es, und die findet man innerhalb eines Fotobandes über die erschreckenden Mißbildungen bei der KoI (PDF) .... angereichert mit diversen Kurven über dramatische Anstiege von Anomalien, gepaart mit Kurven über sinkenden Geburtenraten.

Was ich dabei sehr verwirrend finde:
Der Bayerische Durchschnitt an Fehlbildungen liegt über viele Jahre bei 2,2%, (KoI Seite 53 und Seite 60 unten)
Der Gesamt-Durchschnitt an Fehlbildungen bei Josef Hoppers liegt im "2. Strahlenjahr" (2010) nach Inbetriebnahme des Mastes bei 1,39% (Grafik Seite 51 oben).
Die (leicht gesunkene) Geburtenrate liegt voll im Bayerischen Durchschnitt.

Was will das alles nun dem Leser sagen ?
Etwa dass "Bayern" im Durchschnitt noch "verstrahlter" ist, als Josef Hoppers Hof (in Bayern) ?!?
Warum vergleicht man bei Diagnose Funk den Hof von Herrn Hoppers (aus Bayern) mit Thüringer Betrieben ?

Rätsel über Rätsel...

K

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Geburtenrate, Statistik, Ferkeldrama, Anomalien

Statistik-Trickser & ÖDP gegen Tetra-Funk

KlaKla, Mittwoch, 17.04.2013, 06:57 (vor 2427 Tagen) @ Kuddel

Was will das alles nun dem Leser sagen ?

Das Funkstrahlung Missbildungen verursacht. Wie vor Jahren schon mit den Rindern.
Damit der Laie den ausgelegten Faden weiter spinnt, erst die Rinder dann die Kinder.
Angst schüren. Diesmal mit Ferkeln.

Warum vergleicht man bei Diagnose Funk den Hof von Herrn Hoppers (aus Bayern) mit Thüringer Betrieben?

In Bayern hat man keinen Landwirt gefunden der sich auf die Argumentation dieser Funkgegner einlässt. Die Landwirte scheinen aus dem Hype von damals mit den Rindern gelernt zu haben. Und soweit mir bekannt, verfolgt der Landwirt Hopper auch eine politische Karriere. In diesem Jahr sind Wahlen und da ist Öffentlichkeitsarbeit wichtig. Auf die Inhalte kommt es wenig an, der Name muss dem Wähler im Gedächtnis sein. :wink:

--
Meine Meinungsäußerung

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, Politik, Rinder, Opposition, Splitterpartei, Mutation, Tier

Statistik-Trickser & ÖDP gegen Tetra-Funk

Trebron, Mittwoch, 17.04.2013, 09:40 (vor 2427 Tagen) @ KlaKla

Na ja, ob die Vergleichszahlen aus Thüringen oder aus Bayern kommen, ist nicht so dramatisch.
Bezeichnend ist aber, wie die verehrte Leserschaft eingenebelt wird. Die minimale Zahlen-Basis des bayrischen Landwirts besagt statistisch eigentlich nur, dass die zu Grunde liegende Stichprobe zu klein für jede vernünftige Schlussfolgerung ist. Und noch dichter wird der Nebel, wenn ein stabiler Durchschnittswert aus sehr vielen Werten zum Vergleich ohne die übliche Streuung dieser Zahl geboten wird. Da wird das unter Täuschern so beliebte Missverständnis wieder bemüht, dass nur der Durchschnitt „normal“ ist. Und jede kleine Abweichung eben un-normal und daher automatisch besorgnis-erregend. Dabei weiß doch jeder, dass es keinen Rechtsanspruch junger Familien gibt, genauso viele Söhne wie Töchter zu bekommen. Vor allem bei Einzelkindern oder ungerader Kinderzahl würde das auch sehr problematisch. Aber vielleicht muss einfach eine BI gegründet werden, die diesen Missstand anprangert und Schuldige sucht und vorführt ;-) . Neue Spielwiese für Diagnose Funk, wenn sich die Pflanzenschäden im Funkstrahl endgültig als Lachnummer rumgesprochen haben?

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Nebelkerze, Täuschung

Das Ferkeldrama vom Hopper-Hof

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 17.04.2013, 12:26 (vor 2427 Tagen) @ Gast

Seit 2009 befindet sich etwa 300 Meter von seinem Hof in Ruhstorf im Landkreis Passau ein Funkmast. Seitdem hat Hopper bei seinen Ferkeln einen massiven Anstieg an missgebildeten Neugeborenen bemerkt und dokumentiert.

Herrn Hoppers "Ferkeldrama" haben wir bereits 2010 ausgiebig diskutiert, damals wie heute sind die Zweifel an der Darstellung des Landwirts groß.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Ferkeldrama

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