Neue Bäume braucht das Land (Allgemein)

Lilith, Samstag, 30.03.2013, 17:13 (vor 2427 Tagen)

Überall sehen Mobilfunkgegner abgestorbene und tote Bäume herumstehen.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Bäume, deren Nahtod sie konstatieren, in Wirklichkeit Mobilfunkantennen sind - getarnt als Bäume.

Dieser Zusammenhang kommt einem in den Sinn, wenn man eine neuere SPIEGEL-Meldung zum Thema liest.

Es gibt inzwischen viele Designs sogenannter Antennenbäume. Viele von diesen sehen unnatürlich und oft auch irgendwie abgestorben aus. Diese künstlichen Bäume lassen sich dennoch in vielen Fällen harmonisch ins Stadt- und Landschaftsbild einpassen.

Erfreulicher Nebeneffekt: Funkmast-Allergiker reagieren vorrangig auf Funkmasten, die sie sehen können. Sehen sie keine, reagieren sie auch nicht funkmastenallergisch. Antennenbäume können also zur Befriedung ganzer Dörfer beitragen.

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Neue Bäume braucht das Land

H. Lamarr @, München, Samstag, 30.03.2013, 17:40 (vor 2427 Tagen) @ Lilith

Es gibt inzwischen viele Designs sogenannter Antennenbäume. Viele von diesen sehen unnatürlich und oft auch irgendwie abgestorben aus.

Ja, hier in München entdeckten wir bei einem Pirschgang mit "KlaKla" im Olympiapark vor Jahren das Modell "welke Tulpe", das leicht mit einer Laterne verwechselt werden kann. Am Fuß des Stahlgewächses ist übrigens meine Wenigkeit nebst den beiden Jungs zu sehen.

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Hinweis 19.02.2015 Kinder aus dem Bild entfernt. Hintergrund

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Sicherheitsabstand eingehalten?

Alexander Lerchl @, Montag, 01.04.2013, 08:29 (vor 2425 Tagen) @ H. Lamarr

Es gibt inzwischen viele Designs sogenannter Antennenbäume. Viele von diesen sehen unnatürlich und oft auch irgendwie abgestorben aus.


Ja, hier in München entdeckten wir bei einem Pirschgang mit "KlaKla" im Olympiapark vor Jahren das Modell "welke Tulpe", das leicht mit einer Laterne verwechselt werden kann. Am Fuß des Stahlgewächses ist übrigens meine Wenigkeit nebst den beiden Jungs zu sehen.

Das ist seltsam. Es sollte sich um diesen Standort handeln: 531160. Er ist nordöstlich vom Funkturm, der Antennen in Höhen von ca. 150 Meter hat. Der auf dem Bild gezeigte Mast hat laut Standortbescheinigung die Antennen in einer Höhe von 3,6 Meter, und der vertikale und der horizontale Sicherheitsabstand soll 5,54 Meter betragen (Unterkante Antennen). Irgendwas kann da nicht stimmen.

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Tags:
Sicherheitsabstand, Standortbescheinigung

Sicherheitsabstand eingehalten?

KlaKla, Montag, 01.04.2013, 08:55 (vor 2425 Tagen) @ Alexander Lerchl
bearbeitet von KlaKla, Montag, 01.04.2013, 09:12

Das ist seltsam. Es sollte sich um diesen Standort handeln: 531160. Er ist nordöstlich vom Funkturm, der Antennen in Höhen von ca. 150 Meter hat. Der auf dem Bild gezeigte Mast hat laut Standortbescheinigung die Antennen in einer Höhe von 3,6 Meter, und der vertikale und der horizontale Sicherheitsabstand soll 5,54 Meter betragen (Unterkante Antennen). Irgendwas kann da nicht stimmen.

Ich denke, es ist die Standortbescheinigung Nr. 531151 Datum der Erteilung 12.02.2007
Montagehöhe 3,70 m Horizontalersicherheitsabstand 3,69 m Vertikalersicherheitsabstand 0,35 m

Die Darstellung/Anordnungen der Antenne ist nicht immer korrekt. Bei der Standortbescheinigung Nr. 531160 fehlt das Datum der Erteilung. Daher ist es möglich, dass es sich hier um einen Fehler handelt. Sie sollte gelöscht werden.

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Meine Meinungsäußerung

Sicherheitsabstand eingehalten?

Alexander Lerchl @, Montag, 01.04.2013, 20:06 (vor 2425 Tagen) @ KlaKla

Das ist seltsam. Es sollte sich um diesen Standort handeln: 531160. Er ist nordöstlich vom Funkturm, der Antennen in Höhen von ca. 150 Meter hat. Der auf dem Bild gezeigte Mast hat laut Standortbescheinigung die Antennen in einer Höhe von 3,6 Meter, und der vertikale und der horizontale Sicherheitsabstand soll 5,54 Meter betragen (Unterkante Antennen). Irgendwas kann da nicht stimmen.

Ich denke, es ist die Standortbescheinigung Nr. 531151 Datum der Erteilung 12.02.2007
Montagehöhe 3,70 m Horizontalersicherheitsabstand 3,69 m Vertikalersicherheitsabstand 0,35 m

Die Darstellung/Anordnungen der Antenne ist nicht immer korrekt. Bei der Standortbescheinigung Nr. 531160 fehlt das Datum der Erteilung. Daher ist es möglich, dass es sich hier um einen Fehler handelt. Sie sollte gelöscht werden.

In Google Earth habe ich die Antenne gefunden, die Koordinaten sind 48.173972,11.55391, danke KlaKla. Was mir jetzt nicht klar ist: der geringe Sicherheitsabstand muss bedeuten, dass da nicht viel Leistung rein- bzw. rausgeht. Warum dann aber so (vergleichsweise) große Antennen? Und: warum dort ein Standort, wenn in Spuckweite ein hoher Turm steht, der an sich viel bessere Bedingungen bietet?

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Eine Antenne - drei Sektoren - viele Dipole

H. Lamarr @, München, Montag, 01.04.2013, 22:34 (vor 2425 Tagen) @ Alexander Lerchl

Was mir jetzt nicht klar ist: der geringe Sicherheitsabstand muss bedeuten, dass da nicht viel Leistung rein- bzw. rausgeht. Warum dann aber so (vergleichsweise) große Antennen?

Ein Antennenexperte bin ich nicht, aber das weiß ich: Die Größe hat mit der Leistung eher nichts zu tun, sondern mit dem Frequenzbereich (der Antenne) und der Bündelung des Richtstrahls. Wir sehen ja immerzu nur die Schutzkappe von Sektorantennen. Die eigentlichen Antennen (Dipole) sind nur kleine Stäbchen. Soeben habe ich mindestens 30 Minuten nach einem Foto gesucht, das eine geöffnete Sektorantenne zeigt. Gefunden habe ich keines, dabei hatten wir so ein Foto mal im Forum. Erst wenn man diese matrixförmige Anordnung der Dipole einmal gesehen hat, wird einem der Aufbau so einer Sektorantenne klarer. Je mehr Dipole übereinander/nebeneinander angeordnet sind (längere Schutzkappe), desto stärker kann so eine Antenne bündeln. Durch Variation der Abstände und der Anzahl Dipole und mit gezielt ungleichphasiger Speisung der Dipole zaubern Antennendesigner sozusagen Ausleuchtdiagramme nach Wunsch. MMn sind die Antennen auf dem Foto dazu da, um im verwinkelten Olympiagelände (Hügel, Täler, Bauten) Versorgungslücken zu stopfen. Spezialantennen mit besonders hoher Bündelung können sie aber nicht sein, denn bei 3 Sektoren, und mehr sind da nicht, sind 120° Öffnungswinkel normal. Kommt Ihnen vielleicht nur größer vor, weil die Dinger selten so nahe zu sehen sind.

Und: warum dort ein Standort, wenn in Spuckweite ein hoher Turm steht, der an sich viel bessere Bedingungen bietet?

Meinen Sie die Antennen oben auf dem Turm? Dort sind ja schon jede Menge Antennen, E-Plus betreibt dort z.B. eine UHS. Nur, diese Antennen versorgen nicht die Fläche senkrecht unterhalb des Turms, dafür sind sie nicht gebaut, sondern erst die Fläche ab ein etlichen 100 Metern Abstand zum Turm. Unser Modell "welke Tulpe" füllt die Lücke direkt unterm Turm, aber sicher nicht allein, da stehen bestimmt noch mehr "welke Tulpen" herum.

Vielleicht könnte "Helmut" mal ein paar Foto von einer geöffneten Sektorantenne machen, es ist ja kein Geheimnis, was die drunter trägt. Warum deshalb ein solches Foto so schwierig zu finden ist, ich weiß es nicht, finde es nur ärgerlich.

Hintergrund
Technische Infos bei Kathrein z.B. PDF "Grundlagen der Mobilfunk-Antennentechnik". Leider sind etliche Seiten mit interessanten Details bei Kathrein nur registrierten Teilnehmern zugänglich.

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Tags:
Technik, Sicherheitsabstand, Kathrein, Dipol, Sektorantenne, Sektor

Eine Antenne - drei Sektoren - viele Dipole

H. Lamarr @, München, Montag, 01.04.2013, 23:09 (vor 2425 Tagen) @ H. Lamarr

Kommt Ihnen vielleicht nur größer vor, weil die Dinger selten so nahe zu sehen sind.

In München haben wir ja noch eine zweite Datenbank für Mobilfunk-Standorte, die gesprächiger ist als die der BNetzA.

Dieser Datenbank zufolge handelt es sich bei unserem Exemplar um eine GSM 900/1800-Kombiantenne von Vodafone mit immerhin fast 7 Metern horizontalem Sicherheitsabstand (Adreßeingabe = Willi-Daume-Platz). Da müsste im näheren Umfeld eigentlich ordentlich Dampf drauf sein, sollte dort überhaupt Maximalleistung gefahren werden. Wenn Frau W. das liest, weiß sie jetzt, wo sie gut in Ohnmacht fallen kann. Die Grafik zeigt schön, dass die Gegend unter dem Turm tatsächlich mit ziemlich vielen Kleinzellen versorgt wird (rote Punkte). Das Olympiagelände ist ein Touristenmagnet, deshalb der Teilnehmerkapazität wegen die vielen Kleinzellen statt weniger Großzellen. Auf der Südseite des (hellblauen) Olympiasees sind keine Standorte. Warum? Dort ist der Olypiaberg (früher: Schuttberg, weil dort das 1945 zerbröselte München eingelagert wurde), da gehen nur relativ wenige rauf, die können von unten mit versorgt werden.

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Standortdatenbank, EMF-Datenbank, BNetzA

Angaben Standortdatenbank verwirrend

KlaKla, Dienstag, 02.04.2013, 12:15 (vor 2424 Tagen) @ H. Lamarr

Die Angabe der Stadt München bezieht sich mVn auf die alte Standortbescheinigung aus dem Jahr 2002.

2007 wurde eine neue eingereicht.

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Ganz unten steht der Satz: Die für diesen Standort ... können Sie hier aufrufen
Klickt man auf das hier, erscheint folgendes

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Und da steht:

Der Standortbezogene Sicherheitsabstand ist für Standorte, für die vor dem 28.08.2002 eine Standortbescheinigung erteilt wurde, auf die unterst montierte Sendeantenne bezogen. Eine Angabe der Montagehöhe der Bezugsantenne kann aus datentechnischen Gründen für diese Standorte nicht immer erfolgen.

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Meine Meinungsäußerung

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Standortdatenbank

Eine Antenne - drei Sektoren - viele Dipole

Kuddel, Dienstag, 02.04.2013, 21:44 (vor 2424 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Dienstag, 02.04.2013, 22:08

Warum deshalb ein solches Foto so schwierig zu finden ist, ich weiß es nicht, finde es nur ärgerlich.

Hier ist eins ;-)

Um alte Beiträge wiederzufinden suche ich immer mit Google im IZgMF .
Geht besser als die foreninterne Suchfunktion.
Hier z.B. wurde ich mit "Dipole site:izgmf.de" und Suchkategorie "Bilder" fündig.

Bei meinem damaligen Vergleich "Kopf am Einzeldipol der Mobilfunkantenne" zu "Mobiltelefon" ist mir gerade ein korrekturbedürftiger Fehler aufgefallen.
Lediglich der Peak-SAR ist in etwa vergleichbar.
Da das Mobiltelefon aber nur 1/8 Zeitschlitz belegt, eine Basisstation hingegen alle Zeitschlitze , ist der durchschnittliche SAR eines Mobiltelefons geringer, als beim "Kopf direkt an Basisstationsantenne". Das genaue Verhältnis hängt stark davon ab, auf wieviele Dipole sich die Leistung verteilt und welchen Abstand die Dipole zur Schutzkappe haben.


K

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Korrektur

Eine Antenne - drei Sektoren - viele Dipole

H. Lamarr @, München, Dienstag, 02.04.2013, 23:57 (vor 2424 Tagen) @ Kuddel

Um alte Beiträge wiederzufinden suche ich immer mit Google im IZgMF .
Geht besser als die foreninterne Suchfunktion.
Hier z.B. wurde ich mit "Dipole site:izgmf.de" und Suchkategorie "Bilder" fündig.

*seufz* Ich hatte bestimmt noch einmal 20 Minuten mit der internen Suche vergeblich gesucht, obwohl ich mit dem Suchwort "Dipol" schon dicht dran war. Mein Problem dabei ist: Beim Sichten vielversprechender Postings verliere ich manchmal das Ziel aus den Augen und fange an die alten Dinger zu lesen, das sind zuweilen vergessene Goldstücke mit dabei.

Bei meinem damaligen Vergleich "Kopf am Einzeldipol der Mobilfunkantenne" zu "Mobiltelefon" ist mir gerade ein korrekturbedürftiger Fehler aufgefallen.

Habe dazu im Ursprungsposting hierher verlinkt.

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Sicherheitsabstand eingehalten?

Lilith, Montag, 01.04.2013, 09:10 (vor 2425 Tagen) @ Alexander Lerchl

Das ist seltsam. Es sollte sich um diesen Standort handeln: 531160. Er ist nordöstlich vom Funkturm, der Antennen in Höhen von ca. 150 Meter hat. Der auf dem Bild gezeigte Mast hat laut Standortbescheinigung die Antennen in einer Höhe von 3,6 Meter, und der vertikale und der horizontale Sicherheitsabstand soll 5,54 Meter betragen (Unterkante Antennen). Irgendwas kann da nicht stimmen.


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Vielleicht sind es ja gar keine Sendeantennen, sondern Stadionlautsprecher? Immerhin befinden wir uns hier auf dem Münchener Olympiagelände.

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Sicherheitsabstand eingehalten?

Roger @, Montag, 01.04.2013, 09:36 (vor 2425 Tagen) @ Lilith

Vielleicht sind es ja gar keine Sendeantennen, sondern Stadionlautsprecher? Immerhin befinden wir uns hier auf dem Münchener Olympiagelände.


Es sind die typ. N-Stecker von den Antennen zu sehen.

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