Teilergebnisse Reflex zur Ablenkung des Passivrauchen? (Allgemein)

Gast, Mittwoch, 20.02.2013, 15:42 (vor 2773 Tagen)

Passivrauchen und gesundheitliche Folgen

Der Tabakrauch, der beim Passivrauchen eingeatmet wird, enthält die gleichen giftigen und krebserzeugenden Substanzen wie der vom Raucher inhalierte Rauch. Daher verursacht auch das Passivrauchen zahlreiche, zum Teil schwere, Erkrankungen.
Schon kurzzeitiges Passivrauchen reizt die Atemwege und führt zu Augenbrennen und -tränen und zu Schwellungen und Rötungen der Schleimhäute. [...]

In Deutschland sterben jedes Jahr rund 2150 Menschen an durch Passivrauchen bedingter koronarer Herzkrankheit und über 770 Nichtraucher sterben an einem passivrauch bedingten Schlaganfall. Mehr ...

Passivrauchen, ein unterschätztes Gesundheitsrisiko (PDF/2005)

Die gegenwärtige Situation der Tabakrauchbelastung von Nichtrauchern in Deutschland ist inakzeptabel. Jährlich über 3300 Todesopfer und ungezählte Kranke aufgrund des Passivrauchens zu Hause, am Arbeitsplatz, in öffentlichen Einrichtungen und in der Gastronomie sind untragbar. Mehr ...

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Reflex, Passivrauchen, Lobbyismus, Ablenkungsforschung, DKFZ, Tabaklobby, Tod

Teilergebnisse Reflex zur Ablenkung des Passivrauchen?

hans, Mittwoch, 20.02.2013, 16:10 (vor 2773 Tagen) @ Gast

Es ist mir ehrlich gesagt zu blöd neuere Aussagen zu suchen. Aber noch im Jahre 2001 schrieb Adlkofer auf Ärzteblatt.de:
Aus theoretischen Erwägungen ist natürlich nicht auszuschließen, dass das Lungenkrebsrisiko durch Passivrauchen geringfügig ansteigt. In dem Bemühen, diesen gegenwärtig nicht beweisbaren Zusammenhang wenigstens höchst wahrscheinlich zu machen, wird offensichtlich weit über das Ziel hinausgeschossen.

Mit etwas mehr Aufwand würde man sicher auch noch neuere Dokumente finden.

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Adlkofer, Passivrauchen, Aerzteblatt

Rückschau, Strategien der Zigarettenindustrie

KlaKla, Mittwoch, 20.02.2013, 19:46 (vor 2772 Tagen) @ hans

von Prof. Dr. med. Martin Kaltenbach, Dreieich

Am 8. Oktober 1997 fand in Bonn eine Sitzung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags zum Thema Rauchen statt. Es ging um den Antrag einer interfraktionellen Gruppe von Abgeordneten (CDU, SPD, FDP) unter Führung von Roland Sauer, MdB, der den Schutz vor dem Passivrauchen zum Ziel hatte. Zur gleichen Zeit lag ein Gesetzesentwurf der Europäischen Union (EU-Richtlinie 98/43/EC) vor, der ein vollständiges Verbot der Werbung für Zigaretten und andere Tabakwaren vorsah.

In der Bonner Sitzung des Gesundheitsausschusses wurden etwa 20 Experten aus verschiedenen medizinischen Fachgebieten angehört. Als Kardiologe und Vertreter der Deutschen Herzstiftung war auch ich eingeladen. Zum allgemeinen Erstaunen – üblicherweise haben drei Professoren vier verschiedene Meinungen – unterstützten die vielen Experten den Antrag praktisch einmütig, wobei wichtige Argumente in fundierter Form vorgetragen wurden.

Die einzige Ausnahme bildete Prof. Dr. med. Franz Adlkofer, dessen Ausführungen aber ohnehin mit Zurückhaltung aufgenommen wurden, weil bekannt war, dass er lange Jahre als leitender Wissenschaftler bei der Zigarettenindustrie tätig war.

Reflex startet 2000

Aufgrund einer von Deutschland angestrengten Klage wurde am 5. Oktober 2000 die Richtlinie gegen das Werbeverbot (98/43/EC) juristisch gestoppt wegen Kollision mit Artikel 95.
Ein solches Verhalten ist mit der Maxime „Schaden vom deutschen Volk abzuwenden“ nicht
vereinbar. Wir dürfen nichts unversucht lassen, um unserer Regierung und jedem Abgeordneten klar zu machen, dass aktives und passives Rauchen ein Umweltgift ersten Grades darstellt, das für vorzeitigen Tod infolge Herzinfarkt, Schlaganfall und einer immer länger werdenden Liste verschiedener Krebsleiden verantwortlich ist. Neben dem Lungenkrebs, dessen Verursachung durch Zigarettenrauchen schon lange bekannt ist, wurde in jüngster Zeit auch festgestellt, dass Brustkrebs bei Frauen, die früh mit dem Rauchen begonnen haben, doppelt so häufig auftritt wie bei Nichtraucherinnen. Infolge der falschen deutschen Gesundheitspolitik ist es inzwischen soweit gekommen, dass die jungen Mädchen in unserem Land europaweit am meisten rauchen.

Vielmehr hat die Bundesregierung vertreten durch das Bundesgesundheitsministerium am 20. März 2002 mit dem Verband der Zigarettenindustrie einen Vertrag geschlossen, mit dem sie sich erneut in das Boot dieser Industrie begibt. Sie wird ab jetzt über fünf Jahre eine Werbekampagne gegen das Rauchen von Kindern und Jugendlichen mit insgesamt 11,8 Millionen Euro unterstützen. Weiter ...

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Meine Meinungsäußerung

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Werbung, Umweltgift, Ablenkung, Adlkofer, Reflex-Koordinator, Zigarettenindustrie, Passivrauchen, Ablenkungsforschung, FDP, Dossier, SPD, Mitverantwortung, Rückschau, Tod, CDU

Schämt Euch!

Lilith, Mittwoch, 20.02.2013, 21:54 (vor 2772 Tagen) @ KlaKla

Die einzige Ausnahme bildete Prof. Dr. med. Franz Adlkofer, dessen Ausführungen aber ohnehin mit Zurückhaltung aufgenommen wurden, weil bekannt war, dass er lange Jahre als leitender Wissenschaftler bei der Zigarettenindustrie tätig war.

Lieber "wuff", lieber "Hesse", liebe "Eva", lieber "Jakob", lieber, dummer "Mahner", lieber "Gigaherz"-Verein, liebes "hese-project", liebe eifrige Mitstreiter... sagen sie mal... worauf sind Sie alle da eigentlich über all die Jahre hereingefallen?

Auf wessen Leim sind Sie denn da so bereitwillig gekrochen?

http://tinyurl.com/bjqgg3x

Sagen Sie mal, schämen Sie sich eigentlich nicht?

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Meine Beiträge sind als Meinungsäußerungen aufzufassen. Die Meinungsäußerungsfreiheit ist ein in allen zivilisierten Ländern gesetzlich geschütztes Grundrecht.

"Wer die Dummbatzen gegen sich hat, verdient Vertrauen." (frei nach J.-P. Sartre)

Schädlichkeit des Passivrauchens stand 2001 zweifelsfrei fest

Gast, Donnerstag, 21.02.2013, 01:11 (vor 2772 Tagen) @ hans

In dem Bemühen, diesen gegenwärtig nicht beweisbaren Zusammenhang wenigstens höchst wahrscheinlich zu machen, wird offensichtlich weit über das Ziel hinausgeschossen.

Auch die GSF (Gesellschaft für Strahlenforschung, heute Helmholtz Zentrum) war an der Forschung zu Passivrauchen beteiligt (Prof. Wichmann, Dr. Kreuzer), wie diese Auswahl zeigt. Die Ergebnisse stimmen mit den Aussagen des DKFZ überein. Fünf der Publikationen sind vor 2001 publiziert worden. Unter diesen Umständen 2001 noch von "... weit über das Ziel hinausgeschossen" zu sprechen ist mehr als nur Verharmlosung.

Allerdings war Franz Adlkofer zu Beginn auch mit EMF vorsichtig in der Interpretation. Sein Beitrag im Abstractbuch der BEMS 2003 endet mit dem Satz: "Are we dealing with insignificant and more or less physiological biological effects of EMF or effects of EMF that are adverse to the health of people?"

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Helmholtz Zentrum, Reflex-Koordinator, BioEM, BEMS-Tagung, DKFZ

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