Mobilfunk macht Schulkinder nicht dumm (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 11.12.2012, 12:44 (vor 2551 Tagen)

Von überzeugten Mobilfunkgegnern ist zuweilen die Behauptung zu hören, in Deutschland würden Schulkinder allmählich verblöden. Schuld sei die allgegenwärtige Einwirkung von Mobilfunkfeldern auf das Hirn von Schulkindern. Belege für derartige Behauptungen werden nicht beigebracht, es sind nur mehr oder weniger absurde Meinungsäußerungen.

Wäre an der Behauptung etwas dran, müsste sich dies in den länderübergreifenden Leistungsvergleichen für Schulkinder deutlich abzeichnen, denn der (in Deutschland) Mitte 1992 eingeführte Digitalfunk GSM900 wurde etwa 2000 zu einem massenhaft genutzten Konsumartikel. Just zu dieser Zeit (2001) wurde erstmals der internationale Leistungsvergleich (Iglu- und Timss-Studien) angestellt, ein trefflicher Referenzpunkt. Und heute wurden die Ergebnisse des letzten Vergleichs aus dem Jahr 2011 bekannt gegeben. Im genannten Zusammenhang interessiert nicht das Abschneiden der deutschen Kinder im internationalen Vergleich, sondern ihr Abschneiden im Jahr 2011 gegenüber dem Referenzpunkt 2001.

Die Zahlen belegen, dass die Behauptung falsch ist, deutsche Schulkinder würden unter Mobilfunkeinwirkung dümmer. Denn unsere Schulkinder wurden in den zehn Jahren zwischen 2001 und 2011 weder dümmer, noch klüger, sie sind 2011 in etwa auf dem Stand von 2001. Dies ist sogar als Fortschritt zu werten, denn in den zehn Jahren stieg der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in den Schulen deutlich an. In anderen Ländern gibt es dagegen zum Teil erhebliche Abweichungen zwischen dem alten und dem aktuellen Leistungsniveau, mal zum Guten, mal zum Schlechten. Doch ein wie auch immer gearteter Zusammenhang mit Funk lässt sich auch bei diesen Ländern in keiner Weise feststellen, der wüste Verdacht darf daher getrost als Schnapsidee zu den Akten gelegt werden.

Damit, dass die Ergebnisse der aktuellen Iglu- und Timss-Studien verbohrte Mobilfunkgegner zur Einsicht bringen, ist allerdings nicht zu rechnen. Die Wortführer erweisen sich nicht selten als ausgesprochen bockig, wenn es darum geht, Irrtümer einzugestehen und offensichtlich falsche Positionen aufzugeben. Das Schlagwort "Mobilfunk macht blöd" wird deshalb aller Voraussicht nach in der Szene weiter kursieren.

Hintergrund
Studienzusammenfassung 2001-20011 im Volltext (PDF, 127 Seiten, deutsch)

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Kinder, Meinungsäußerung

Mobilfunkgegnerschaft wirkt tendenziell verdummend

Lilith, Dienstag, 11.12.2012, 19:13 (vor 2551 Tagen) @ H. Lamarr

Damit, dass die Ergebnisse der aktuellen Iglu- und Timss-Studien verbohrte Mobilfunkgegner zur Einsicht bringen, ist allerdings nicht zu rechnen. Die Wortführer erweisen sich nicht selten als ausgesprochen bockig, wenn es darum geht, Irrtümer einzugestehen und offensichtlich falsche Positionen aufzugeben. Das Schlagwort "Mobilfunk macht blöd" wird deshalb aller Voraussicht nach in der Szene weiter kursieren.

Nun wäre noch zu klären, warum Mobilfunkgegner von ihrer Überzeugung, die Jugend würde dumm und immer dümmer, einfach nicht abzubringen sind.

Die Lösung dieses Rätsels liegt auf der Hand:

Es sind nämlich die Mobilfunkgegner selbst, die immer dümmer werden.

Beweis: Mobilfunkgegner verbreiten seit 10 Jahren denselben Stuss (z.B. Bluthirnschrankenblödsinn, Handy-Masten-Abstandsignoranz, Blindwut gegenüber BfS, etc). Der Zehn-Jahres-Vergleich ist im Falle der organisierten Mobilfunkgegnerschaft besonders aussagekräftig, denn es sind bei ihnen sogar immer dieselben Personen, die seit 10 Jahren denselben Stuss verbreiten. Zur Untermalung ihres Stuss' ziehen diese oftmals noch dazu 10 Jahre alte Belege heran.

Relativ zu Gesellschaft und Gesamtbevölkerung, zu Entitäten also, die im Verlauf einer Dekade Wissen und Kenntnisse ansammeln und weiterentwickeln, wie auch relativ zu den Grundschülern (bei denen es sich im Zehn-Jahres-Vergleich eben gerade nicht um dieselben Personen handelt), treten Mobilfunkgegner also intellektuell auf der Stelle. Relativ zur Umgebungsgesellschaft lässt sich somit bei Mobilfunkgegnern eine stetig voranschreitende Verdummung der ganzen Gruppe wie auch der meisten Einzelindividuen konstatieren.

Die Folgen sind gravierend.

Da Mobilfunkgegner relativ zur Gesamtbevölkerung verdummen, wirken sie auf potentielle neue Interessenten, z.B. die Jugend, von Jahr zu Jahr wunderlicher. Sie kapseln sich also immer mehr ab. Es bildet sich bei ihnen eine Form der Sektenkultur heraus, innerhalb derer sich sogar aggressive, für die äußere Gesellschaft schädliche Tendenzen einstellen können.

Die Gruppe der Mobilfunkgegner eignet sich jedenfalls in hervorragender Weise für sozialpsychologische Untersuchungen, eben weil die sektenartige Abkapselung eine sonst kaum irgendwo anders auffindbare statistische "Reinheit" erzeugt hat. Ähnlich ideale Verhältnisse treffen Statistiker wahrscheinlich nur noch bei harten Sekten an. Selbst in Nazi-Ortsgruppen dürfte die personelle Fluktuation größer sein.

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Mobilfunkgegnerschaft wirkt tendenziell verdummend

Alexander Lerchl @, Dienstag, 11.12.2012, 19:33 (vor 2551 Tagen) @ Lilith

Selbst in Nazi-Ortsgruppen dürfte die personelle Fluktuation größer sein.

Au weia, das wird wieder eine Eruption verursachen :-P .

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