Was Schokolade und Funkwellen gemeinsam haben (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 28.11.2012, 11:25 (vor 3717 Tagen)

Hat die Stiftung Warentest aus einer Mücke einen Elefanten gemacht, so wie dies Anti-Mobilfunk-Aktivisten seit Jahr und Tag mit mehr oder weniger belanglosen Meldungen über angebliche Risiken schwacher Funkwellen versuchen? Das Beuteschema wäre einmal mehr typisch: Gewinnsüchtige Industrie vergiftet hemmungslos die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Da muss man noch nicht einmal Details des Vorwurfs kennen, eines jeden und einer jeden Bauch ist auf Anhieb empört. Schlechte Voraussetzungen für eine Berichtigung, die ans Hirn gerichtet ist.

Auszug aus dem Spiegel-Bericht Adventskalender-Test: Schokoladen-Firmen kritisieren Stiftung Warentest

Zahlreiche Hersteller von Adventskalendern wehren sich gegen eine Meldung der Stiftung Warentest. Die Tester hatten über schädliche Mineralölrückstände in der Kalenderschokolade berichtet. Nun kritisieren Produzenten die Untersuchungsmethoden und Bewertungen der Stiftung Warentest als nicht haltbar. Die Bremer Firma Hachez Chocolade warf den Testern vor, die Verbraucher ungerechtfertigt zu verunsichern. Die Vorwürfe seien "völlig an den Haaren herbeigezogen", eine Gesundheitsgefährdung könne "nicht einmal ansatzweise nachgewiesen" werden.

Weiterführender Link
Bundesamt: Risiko der Adventskalender-Schokolade "nur sehr gering"

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Elefanten

Was Lobbyisten aller Couleur gemeinsam haben

ES, Mittwoch, 28.11.2012, 13:26 (vor 3717 Tagen) @ H. Lamarr

Mineralöl in der Nahrung, (Mobil) Funkwellen und Feinstaub in der Luft, sinkende Wasserqualität durch industrielle und agrarwirtschaftliche Rückstände, genmanipulierte Lebensmittel... das ist es, was der Mensch wirklich zu Leben braucht. Danke, liebe Industrie, dass ihr der Menschheit das alles zugänglich macht, nicht zuletzt dient es dem allseits gepriesenen Wirtschaftswachstum.

Dabei ist es wirklich total unverständlich, dass sich noch jemand darüber aufregt, aber sowas von selbstreflektiert...

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"Allzu oft muss es erst richtig schlecht werden, bevor es besser wird..."

Verbraucherschutzministerium plant strengere Vorschriften

H. Lamarr @, München, Freitag, 30.11.2012, 00:48 (vor 3716 Tagen) @ H. Lamarr

Zahlreiche Hersteller von Adventskalendern wehren sich gegen eine Meldung der Stiftung Warentest. Die Tester hatten über schädliche Mineralölrückstände in der Kalenderschokolade berichtet. Nun kritisieren Produzenten die Untersuchungsmethoden und Bewertungen der Stiftung Warentest als nicht haltbar. Die Bremer Firma Hachez Chocolade warf den Testern vor, die Verbraucher ungerechtfertigt zu verunsichern. Die Vorwürfe seien "völlig an den Haaren herbeigezogen", eine Gesundheitsgefährdung könne "nicht einmal ansatzweise nachgewiesen" werden.

Mineralölreste in Adventskalender? Der Schreck war groß, als die Stiftung Warentest genau das vor wenigen Tagen meldete. Die Hersteller wehren sich, die Ölrückstände seien allgegenwärtig. Doch jetzt plant das Verbraucherschutzministerium strengere Vorschriften.

zum Spiegel-Beitrag ...

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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