Franz Adlkofer: qualitativer Irrtum (Berichtigungen)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 25.07.2012, 01:49 (vor 2691 Tagen)

Das Internet vergisst nichts. Und so ein Rückgriff in alte Zeiten kann zuweilen ganz unterhaltsam sein.

Im Frühjahr 2005, also lange bevor der Streit zwischen Alexander Lerchl und Franz Adlkofer ausbrach, schrieb der "Reflex"-Koordinator an den Mobilfunkgegner Hans Schmidt, Wolfratshausen u.a.:

"Was die geforderten 'klar definierten, validierten Expositionsbedingungen und die belastbare Statistik' angeht, gibt es sicherlich weltweit keine Studie, die sich mit REFLEX messen kann. Bezüglich des Qualitätsstandards der REFLEX-Studie brauchen wir keinen Vergleich zu scheuen. Die von uns angewandten Qualitätskriterien erlauben den Ausschluss jeglicher Zweifeln an der Wertigkeit der Daten." - Quelle

Drei Jahre später begann dann der Wissenschaftler-Streit über die Belastbarkeit der Daten von Adlkofers Mobilfunkstudien.

Im Herbst 2010 urteilte die Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität als vorerst letzte Instanz doch merklich angesäuert und legte den Qualitätsanspruch Adlkofers mit einem einzigen Satz in Schutt und Asche:

"Bei allen Publikationen entspricht die Dokumentation der Originaldaten und deren Darstellung nicht den Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis und lassen somit die Sorgfalt vermissen, die notwendig ist, um die publizierten Ergebnisse nachvollziehen zu können." - Quelle

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Adlkofer, Irrtum, OeAWI, Qualitätskriterien

Franz Adlkofer: qualitativer Irrtum. Amen!

Alexander Lerchl @, Mittwoch, 25.07.2012, 15:26 (vor 2690 Tagen) @ H. Lamarr

Das Internet vergisst nichts. Und so ein Rückgriff in alte Zeiten kann zuweilen ganz unterhaltsam sein.

Im Frühjahr 2005, also lange bevor der Streit zwischen Alexander Lerchl und Franz Adlkofer ausbrach, schrieb der "Reflex"-Koordinator an den Mobilfunkgegner Hans Schmidt, Wolfratshausen u.a.:

"Was die geforderten 'klar definierten, validierten Expositionsbedingungen und die belastbare Statistik' angeht, gibt es sicherlich weltweit keine Studie, die sich mit REFLEX messen kann. Bezüglich des Qualitätsstandards der REFLEX-Studie brauchen wir keinen Vergleich zu scheuen. Die von uns angewandten Qualitätskriterien erlauben den Ausschluss jeglicher Zweifeln an der Wertigkeit der Daten." - Quelle

Sehr hübsch. Das Zitat zeugt von nicht zu überbietender (Selbst-)Sicherheit, wo doch Wissenschaftler ansonsten eher zurückhaltend und manchmal zweifelnd sind, auch was ihre eigenen Daten angeht. Gerade bei einem solchen Thema.

Wie sagt Adlkofer so schön: "Die Ergebnisse der REFLEX-Studie, die die gentoxischen Wirkungen elektromagnetischer Felder betreffen, sind aus meiner Sicht so sicher wie das Amen in der Kirche." Zitat wie o.a.. Vielleicht war Frau Diem, spätere Frau Kratochvil, so überzeugend, dass man ihr alles abnahm inklusive sakralem Echtheitszertifikat.

Es hat niemand gemerkt (oder vielleicht: es hat niemand gesagt), dass seit mindestens 1999 getrickst und gefoult wurde, was das Zeug hält. Die Publikation von Diem und Rüdiger aus dem Jahr 1999 zeigt völlig unmögliche und somit zwangsweise gefälschte, weil real nicht existierende, "Daten".

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Tags:
Rüdiger, Replikation, Arbeitsgruppe Wien, Laborantin, Diem

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