Filzläuse (IV): Kauf dir einen Grünen Politiker (Allgemein)

KlaKla, Dienstag, 18.10.2005, 13:53 (vor 4998 Tagen)

Bündnis 90/Die Grünen (Bundestag) im Oktober 2005 intern:

"Handy-Rahmenvertrag"

Wir haben mit zwei Mobilfunkanbietern Vodafone und O2 Rahmenverträge abgeschlossen, die vergünstigte Konditionen beim telefonieren bieten. Diese Verträge können ebenfalls von Mitgliedern, Mandatsträger/innen und Funktionäre/innen auf allen Ebenen genutzt werden."

Quelle: Newsletter Volker Hartenstein

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Meine Meinungsäußerung

Filzläuse (IV): Kauf dir einen Grünen Politiker

H. Lamarr @, München, Dienstag, 18.10.2005, 15:36 (vor 4998 Tagen) @ KlaKla

Wir haben mit zwei Mobilfunkanbietern Vodafone und O2 Rahmenverträge abgeschlossen, die vergünstigte Konditionen beim telefonieren bieten.

Und dann wundern sie sich, wenn man das Vertrauen zu ihnen verliert :no: Wir müssen schleunigst höhere Diäten fordern, damit derart trübe Geschäfte nicht mehr nötig sind. Irgendwie ist denen die Sensibilität für Gutes und Schlechtes abhanden gekommen. Was fährt Angela eigentlich für'n Auto?

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Filzläuse (IV): Kauf dir einen Grünen Politiker

Schutti @, Dienstag, 18.10.2005, 23:34 (vor 4997 Tagen) @ H. Lamarr

Wir haben mit zwei Mobilfunkanbietern Vodafone und O2 Rahmenverträge abgeschlossen, die vergünstigte Konditionen beim telefonieren bieten.

Und dann wundern sie sich, wenn man das Vertrauen zu ihnen verliert :no:
Wir müssen schleunigst höhere Diäten fordern, damit derart trübe Geschäfte nicht mehr nötig sind. Irgendwie ist denen die Sensibilität für Gutes und Schlechtes abhanden gekommen. Was fährt Angela eigentlich für'n Auto?

vieleicht wollen die Grünen nur nicht auf den EF Panik Zug aufspringen?
Vieleicht ist Funktechnik umweltfreundlicher wie die vielen tausend Kabel unter der Erde warten und instandhalten.

Schutti

Filzläuse (IV): Kauf dir einen Grünen Politiker

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 19.10.2005, 12:27 (vor 4997 Tagen) @ Schutti

vieleicht wollen die Grünen nur nicht auf den EF Panik Zug aufspringen? Vieleicht ist Funktechnik umweltfreundlicher wie die vielen tausend Kabel unter der Erde warten und instandhalten.

Spielt im Zusammenhang alles keine Rolle, hier geht's nur um eins: Geld. Genauer gesagt eingespartes Geld (nicht zu verwechseln mit gespartem Geld).

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Filzläuse (IV): Kauf dir einen Grünen Politiker

Schutti @, Mittwoch, 19.10.2005, 12:44 (vor 4997 Tagen) @ H. Lamarr

vieleicht wollen die Grünen nur nicht auf den EF Panik Zug aufspringen?

Vieleicht ist Funktechnik umweltfreundlicher wie die vielen tausend Kabel unter der Erde warten und instandhalten.

Spielt im Zusammenhang alles keine Rolle, hier geht's nur um eins: Geld.
Genauer gesagt eingespartes Geld (nicht zu verwechseln mit gespartem Geld).

Es spielt schon eine Rolle.
Zwar haben KAbel Vorteile aber nicht nur solche.
Durch die schnelle Weiterentwicklung müssen doch ab und zu die Kabel gewartet werden und das kostet.
Anstatt die ganze Ortschaft aufzureissen stellt man einfach einen Masten oder zwei in den Ort.

Schutti

Filzläuse (IV): Kauf dir einen Grünen Politiker

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 19.10.2005, 14:12 (vor 4997 Tagen) @ Schutti

Anstatt die ganze Ortschaft aufzureissen stellt man einfach einen Masten oder zwei in den Ort.

Ja, das ist ja das Problem! Die Telcos sparen mit der Kommunikation per Luftlinie offenbar kräftig Kohle ein (gegenüber Kabel), das Nachsehen aber haben andere, nämlich diejenigen, die im Nahbereich der Masten wohnen, leben, arbeiten. So wird ein Problem gelöst und ein anderes dort geschaffen, wo nicht mit wirksamer Gegenwehr gerechnet werden muss. Ganz schön fies.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Filzläuse (IV): Protest von der Basis in Aachen

H. Lamarr @, München, Dienstag, 13.12.2005, 23:44 (vor 4941 Tagen) @ KlaKla

Bündnis 90/Die Grünen (Bundestag) im Oktober 2005 intern:

"Handy-Rahmenvertrag"

Wir haben mit zwei Mobilfunkanbietern Vodafone und O2 Rahmenverträge abgeschlossen, die vergünstigte Konditionen beim telefonieren bieten. Diese Verträge koennen ebenfalls von Mitgliedern, Mandatsträger/innen und Funktionäre/innen auf allen Ebenen genutzt werden."

Der Vodafone-Rot-Grüne Deal der Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag ist bei der Parteibasis nicht nur auf begeisterte Gegenliebe gestoßen. Bravo: Der Kreisverband Aachen machte seinem Ärger jetzt mit einem offenen Brief Luft.


Liebe Steffi,

Dein Antwortschreiben an den KV Hagen bezüglich der Wahl des Mobilfunkanbieters Vodafone ist für uns nicht befriedigend.

Unser Kritikpunkt setzt nicht bei den angeführten gesundheitlichen Aspekten an; denn in der heutigen Zeit ist das Handy, ob es uns gefällt oder nicht, für viele in der Berufswelt eine notwendige Voraussetzung.

Der Punkt ist, dass wir speziell im Falle von Vodafone ebenjene von Dir angesprochenen "politischen und ethischen Maßstäbe" nicht gewahrt sehen. Mit diesem Rahmenvertrag wird unseres Erachtens die Glaubwürdigkeit der Grünen untergraben.

Speziell bei Vodafone haben wir es mit einem Unternehmen zu tun, das sich trotz satter Gewinne erdreistet, über Abschreibungstricksereien 20 Milliarden Euro Steuern einsparen zu wollen. Unseres Wissens liegt der Fall nach wie vor beim Wirtschaftsministerium und harrt der Klärung. Des Weiteren haben wir es speziell bei Vodafone mit einem Unternehmen zu tun, dessen Spitzenmanager sich erdreisteten, sich so schamlos selbst zu bedienen, dass ihre Spielchen ein gerichtliches Nachspiel hatten. Die Fakten sind bekannt.

Ein Kernübel unserer heutigen gesamtwirtschaftlichen Situation, das in weiten Teilen für die horrenden Arbeitslosenzahlen verantwortlich ist, ist, dass sich die Manager der Unternehmen stets auf die Position zurückziehen, dass sie "betriebswirtschaftlich" denken und handeln müssten, und der "volkswirtschaftliche" Aspekt sie nicht angehe. Das Gemeinwohl interessiert nicht.

Eure originäre Aufgabe als Vorstand der Grünen ist indes genau dieser "volkswirtschaftliche" Aspekt. In dem Sinne kann es nicht angehen, dass ein Unternehmen, das sich derart schändlich verhält, ausgerechnet von Grünen mit einem Rahmenvertrag belohnt wird, der ihm einen großen zusätzlichen Kundenkreis erschließt oder sogar garantiert. Vodafone ist das Paradebeispiel eines Unternehmens, das der Allgemeinheit just die Steuerzahlungen vorenthält, die rechtmäßig zu zahlen wären, und die so gerissenen Haushaltslöcher dann auf die 'harte Tour' (mit sozialen Einbußen und MwSt-Erhöhungen) von der Allgemeinheit geschlossen werden müssen. Ein solches Handeln ist verwerflich und darf von Grünen nicht noch unterstützt werden. Sponsoring und Kontingentkäufe sind von uns nur dann zu unterstützen, wenn wir die Anbieter entsprechend unterstützen wollen.

Deswegen bitten wir Euch/fordern wir Euch auf, besagten Rahmenvertrag mit Vodafone aus politischen und ethischen Grünen sofort bzw. schnellst möglich zu kündigen.

Mit grünen Grüßen
AK Ökonomie im KV Aachen
i.A. Anni Pott


Quelle: Newsletter 051213 Volker Hartenstein

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Die Grünen, Vodafone, Volkswirtschaft

Filzläuse (IV): Protest von der Basis in Aachen

KlaKla, Mittwoch, 14.12.2005, 08:56 (vor 4941 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 14.12.2005, 13:09

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Karen,

auf euren Offenen Brief vom 5.12.05 moechte ich euch in Absprache mit Claudia und Reinhard gerne antworten. Ich teile Eure Einschätzung, dass für uns GRÜNE auch für betriebswirtschaftliche Aktivitäten politische und ethische Masstäbe gelten. Wir müssen diese Massstäbe an jede Entscheidung neu anlegen.

Im Fall von Vodafone und O2 gibt es aus unserer Sicht keinen Zielkonflikt zwischen einer engagierten Politik für Gesundheit und Verbraucherschutz und effizientem Wirtschaften im Sinne unserer Mitglieder.

KlaKla: So gesehen hat sie Recht. Hier greift die Kunst der Darstelltung. Der Konflikt liegt bei der Unabhängikeit der politischen Arbeit die man so nicht gewährleisten kann.

Es ist richtig, dass der Bundesverband mit zwei Mobilfunkanbietern (Vodafone und O2) Rahmenverträge abgeschlossen hat, die vergünstigte Konditionen beim Mobiltelefonieren bieten. Bei den Rahmenverträgen wird einerseits unterschieden in Mitglieder und andererseits in MandatsträgerInnen, FunktionsträgerInnen und MitarbeiterInnen. Wir haben dieses Angebot im Herbst 2005 im parteiinternen Extranent veröffentlicht und über unsere internen E-Mail-Verteiler über dieses Angebot informiert.

Ziel dieses Angebots ist Kostenreduzierung - zum einen für unsere ehrenamtlich engagierten Mitglieder, zum anderen für die Kassen der Orts-, Kreis- und Landesverbände sowie des Bundesverbandes.

KlaKla: Der Preis des günstigen Handytelefonates ist die Abhängigkeit der politischen Vertreter der Grünen. Stück für Stück.

Das Angebot von Großkundenrabatten ist ein üblicher Service von Unternehmen für größere Organisationen - seien es Parteien, Gewerkschaften, Verbände, Kirchen oder Unternehmen. Wir erhalten diese Rabatte u.a. bei der Deutschen Bahn und beim Kauf von Computern.

Die Unterstellung, dass ein solcher wirtschaftlicher Rabatt Einfluss auf politische Entscheidungenen oder Einstellungen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat, weisen wir entschieden zurück. Sie ist absurd. Unternehmen gewähren Großkundenrabatte nicht für politisches Wohlverhalten, sondern, weil es sich ab einer bestimmten Menge von Kunden rentiert, auch schmalere Gewinnmargen zu akzeptieren.

KlaKla: Wie naiv Frau Lemke nur ist.

Wir teilen die Sorge vieler Menschen bei der Frage, ob und in welcher Art und Weise die von den allerorts unübersehbaren Sendemasten und unzähligen Handys ausgehende elektromagnetische Strahlung ihre Gesundheit oder die ihrer Kinder beeinträchtigt. Im Anhang erhaltet Ihr einen Überblick über die verschiedenen parlamentarischen Initiativen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu diesem Thema.

KlaKla: Ich frage mich, ob Frau Lemke das Problem überhaupt überrissen hat. Wenn man die Sorgen ernst nimmt, sollte man zu mindest die Strahlung minimieren wo dies nur möglich ist und nicht durch günstige Konditionen im Eigennutz auch noch dazu beitragen, das die Umweltverschnutzung weiter zunimmt.

Der von euch angesprochene Antrag des OV Georgsmarienhütte auf der BDK Oldenburg wurde deshalb von uns unterstützt. Ich habe persönlich mit den Antragstellern gesprochen, weil wir den Antrag mit Ausnahme einer einzigen Formulierung für absolut unterstützenswert hielten. Wir haben ihn den Delegierten unter dem TOP Verschiedenes zum Beschluss vorgelegt. Die BDK hat dieses Antrag nach einer Gegenrede des Delegierten Ekkehard Domning (KV Hildesheim) mit großer Mehrheit abgelehnt.

Zwischen dem Vertragsabschluss mit Vodafone und O 2 und dem BDK-Antrag besteht weder ein zeitlicher noch ein sachlicher Zusammenhang.

Beste Gruesse!
Steffi Lemke.

Quelle: Newsletter Hartenstein 051208 - EMFLvh-2115 - Bt - Gruene - Handyrahmenvertraege

Kommentar: Der Lobbyismus funktioniert hervorragend.
Hier gehts weiter mit der Irreführung der Grünen http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=5603&page=0&category=all&order=time

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