Widerstand auch gegen neuen Standort (Allgemein)

KlaKla, Sonntag, 17.06.2012, 11:59 (vor 2710 Tagen)

Streit um Standort für Tetra-Sendemast in Rain geht weiter.

Die Stadträte hatten dem ursprünglichen Standort vor einem Jahr ihr Einverständnis verweigert. Zudem hatte sich Unmut unter den Bürgern breitgemacht. Sicher ist nun aber: Auf dem Grundstück an der Ignaz-Lachner-Straße, auf dem seit den 1980er-Jahren bereits ein mit diversen Mobilfunkantennen gespickter Mast steht, wird kein zusätzliches Bauwerk entstehen.

Das Unternehmen hat seinerseits ein Grundstück zum Bau des 44 Meter hohen Mastes an der Staustufe als geeignet bezeichnet. „Das ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung“, beurteilte Martin die neue Situation. Zur Wohnbebauung bestände ein Abstand von mindestens 400 Metern, zu den Schulen einer von 670 Meter.

Alfred Hackenberg (CSU) sehe darin keine Verringerung der Belastung für die Anwohner. Er fordert einen noch größeren Abstand zu den Schulen. Er wolle sich damit jedenfalls nicht zufrieden geben.

Die Kompetenz des Stadtrats Hackenberg liegt mVn nicht beim Mobilfunk. Er ist Maurermeister. Er möchte und soll wohl auch stellvertretend für Bürger beim Thema mitreden. Auffällig erscheint mir dabei, dass er seine persönlichen Belange in den Vordergrund schiebt. Er wäre Nutznießer seiner Forderung den Tetra-Mast noch weiter weg von den Schulen zu platzieren, da er in direkter Nachbarschaft der Schulen wohnt. Eine Begründung seiner Forderung liefert er nicht.

Warum sollen Schüler in der Schule mehr Schutz bekommen ans Anwohner, die sich weit aus länger in ihrer Wohnung/Haus aufhalten und dort auch schlafen?

Wie tendenziös belesene Bürger scheint es mir, hat auch der Stadtrat Hackenberg diffuse Angst vorm Sendemast. Bis heute gibt es keinen seriös begründeten Verdacht von kompetenter Seite, dass vom Tetra/Mobilfunk-Mast eine Gefahr für die Gesundheit der Bürger ausgeht.

Nur Bürgerinitiativen, Laien, Interessenverbände und Nutznießer, behaupten dies. Es wäre mVn an der Zeit, die Bürger dahingehend aufzuklären, dass die Hysterie, die sich gegen Tetra oder Mobilfunk richtet, auf eine Inszenierung von Nutznießern gebaut ist. Sie verbreiten Angst schürende Behauptungen über unterschiedliche Kanäle, ohne nachprüfbaren Quellenangaben. Im eigenen Interesse wird getäuscht und gelogen. Denn nur der besorgte Bürger investieren in deren Geschäftsideen oder wählt die entsprechende Partei.

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Widerstand auch gegen neuen Standort

Gast, Dienstag, 20.11.2012, 13:10 (vor 2554 Tagen) @ KlaKla

Standort für Sendemast weiter heiß diskutiert 03. Nov. 2012

Rain In der Nähe der Lechstaustufe, an der Umgehungsstraße oder doch an ganz anderer Stelle? Mit der Frage, wo in Rain ein Sendemast für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) gebaut werden soll, hat sich der Stadtrat wieder intensiv beschäftigt. Dabei sprachen auch zwei Experten vor dem Gremium. Mehr ...

Widerstand auch gegen neuen Standort

Kuddel, Dienstag, 20.11.2012, 20:12 (vor 2553 Tagen) @ Gast

Die Elternbeiräte von Mittel- und Realschule in Rain beharren auf einen Abstand von mindestens 700 Metern zwischen Schule und einer solchen Anlage, wie Stadtrat und Mittelschulrektor Wolfgang Janson informierte.

„Die Angst muss raus aus der Bevölkerung. Und wir als Stadtrat sind nicht geeignet, um dieses Problem zu lösen“

M.M.n. müßte man das Übel an der Wurzel packen und sich um die Wölfe im Schafspelz kümmern, welche gezielt die Angst "rein in die Bevölkerung" tragen.
Ich meine damit die diversen Franchise-Kleinunternehmer, welche von den Ängsten profitieren.

Die arbeiten nämlich äußerst geschickt mit wissenschaftlich klingenden Begründungen (=Pseudowissenschaften) gepaart mit einer geballten Ladung Verschwörungstheorie über "korrupte" Politiker und profitgierigen Industrien.
Strategisch geschickt wird in den Köpfen der Opfer neben der Angst zugleich ein "Schutzwall" (Mißtrauen) gegen alle "Entwarner" errichtet.

K

Rain: Bürgermeister Leo Meier ringt mit Tetra

KlaKla, Mittwoch, 21.11.2012, 08:57 (vor 2553 Tagen) @ Kuddel
bearbeitet von KlaKla, Mittwoch, 21.11.2012, 09:41

M.M.n. müßte man das Übel an der Wurzel packen und sich um die Wölfe im Schafspelz kümmern, welche gezielt die Angst "rein in die Bevölkerung" tragen.

Ziemlich hilflos und überfordert erscheint mir die Forderung vom zweiter Bürgermeister Leo Meier.

Er regte an, dass Wittfeld und Maschke in die Schulen gehen und Aufklärungsarbeit in Sachen Digitalfunk leisten sollten. „Die Angst muss raus aus der Bevölkerung. Und wir als Stadtrat sind nicht geeignet, um dieses Problem zu lösen“, so Meier. Der Freistaat wolle in dieser Sache nicht über die Köpfe der Kommunen hinweg bestimmen, sagte der Zweite Bürgermeister, „und wir nicht über die Köpfe der Bürger“.

In erster Linie sollten sich mVn Gemeinderäte umfassend informieren und Verantwortung für alle Bürger übernehmen. Nicht vordergründig für die Angstschürer, weil von ihnen eine Gefahr bzgl. Wiederwahl aus geht. Die Angstschürer werden aktiv, weil sie sich persönlich betroffen fühlen (Egoismus). Oma 80 ist auch betroffen, kann aber nicht mehr für ihre Interessen kämpfen. Auch die Interessen der schweigenden Mehrheit hat der Gemeinderat zu berücksichtigen.

Würde man sich mit den Rädelsführern kritisch austauschen und ihre wahren Beweggründe darstellen, kann man auch konsequent gegen den Will dieser Minderheit Entscheidungen treffen. Voraussetzung, man weiß wovon man spricht und ist kein Anhänger der Esoterik. Die Sorge um die Kinder ist mMn nur vorgeschoben. Ein Blick auf die Anzahl der Kinder, die ein Handy ihr eigen nennen, würde es verdeutlichen.

Ich erwarte von gewählten Politikern mehr Demokratieverständnis als von betroffenen Laien. Das Weichspülen von Politikern und ihr Verantwortungsloses Handel (Verschieben des Problems) nervt genauso wie falsch verstandenes Demokratieverständnis gegenüber Minderheiten. Die Minderheit fordert einen Abstand von min. 700m. Es geht um eine lächerliche Differenz von 30m. :no:

100 Jahre Elektrosmog-Panikmache

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