Bürgerinitiative löst sich auf (Allgemein)

Gast, Montag, 16.04.2012, 16:08 (vor 3950 Tagen)

Funkstille bei der „Funkstille“

Der Geltendorfer Verein „Funkstille“ löst sich auf. Einen entsprechenden Beschluss haben die Mitglieder gefasst. Als Grund für die Liquidation nannte Zweiter Vorsitzender Horst Kürschner auf Nachfrage des LT, dass es für den Verein zuletzt keine aktuellen Anlässe mehr gegeben habe, tätig zu werden. Auch das Interesse der rund 25 Mitglieder sei sehr zurückgegangen: „Die letzte Versammlung wurde von den drei Vorständen und einem weiteren Mitglied besucht, das war dann schon alles“, berichtet Kürschner.

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Nach 15 Jahren: Bürgerinitiative "Funkstille" löst sich auf

H. Lamarr @, München, Montag, 16.04.2012, 23:37 (vor 3949 Tagen) @ Gast

Weiter heißt es in der Augsburger Allgemeine:

Der Verein „Funkstille“ war 1997 gegründet worden, als überall im Lande die ersten Mobilfunkmasten aufgestellt wurden. Konkret ging es damals um die Sendeanlage bei Petzenhofen. Die Mobilfunkkritiker initiierten ein Bürgerbegehren, um die Gemeinde zu verpflichten, alle rechtlich vertretbaren Möglichkeiten zu ergreifen, um weitere Mobilfunkanlagen im Gemeindegebiet zu verhindern. Der Sendemast in Petzenhofen wurde dennoch gebaut, und im Rückblick bewertet die „Funkstille“ selbst das damals erfolgreiche Bürgerbegehren „möglicherweise als Eigentor“, wie es in einem abschließenden Bericht des Vereins heißt.

Ja was soll man denn dazu sagen, eine Anti-Mobilfunk-BI ist selbstkritisch (Wahnsinn, das hat es meines Wissens bislang noch nicht gegeben) und räumt ein konkretes Eigentor ein. Ich bin begeistert, ich finde das, mal wieder vorschnell, ganz toll!

Schau'n wir mal, so geht's im Text nämlich weiter:

Wäre die damals abgelehnte „Großanlage“ zwischen Geltendorf und Türkenfeld gebaut worden, hätte diese die Einwohner wohl einer geringeren Mobilfunkstrahlenbelastung ausgesetzt als die später in der Ortsmitte errichtete Anlage, so die heutige Einschätzung der „Funkstille“. Außerdem habe das Bürgerbegehren dazu geführt, dass für Sendeanlagen keine Flächen ausgewiesen wurden. In der Folge wurde dann in der Bahnhofstraße ein Mast auf einem Haus gebaut.

Mist! Nicht ganz toll, sondern ganz untoll. Jetzt haben sie sich dort rd. 15 Jahre mit Mobilfunk beschäftigt und doch noch immer nicht begriffen, dass die Zentrumslage aus bilanzierender Sicht (Handy+Mast) die mit Abstand immissionsärmste und sozial gerechteste ist.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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