Schlimmes Leiden beruht wohl auf Einbildung (Allgemein)

Sektor3, Donnerstag, 26.01.2012, 15:31 (vor 3560 Tagen)

Ähnlichkeiten zu den im Forum besprochenen Leiden wären rein zufällig:

Es kribbelt, es juckt und sieht aus, als wüchsen Fäden aus dem Körper: Vor allem Frauen klagen über eine mysteriöse Hautkrankheit. US-Forscher haben das Morgellons genannte Phänomen untersucht - und hoffen nun auf bessere Hilfe für die Betroffenen.
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Was steckt hinter diesem Phänomen, das erst im Jahr 2002 auftauchte - unter dem Namen Morgellons, der sich auf einen Bericht des englischen Philosophen Sir Thomas Browne bezieht? Wird das Leiden von Bakterien, Viren oder Würmern ausgelöst? Reizen Umweltgifte die Haut? Oder ist es ein psychisches Problem, weil die Betroffenen bloß überzeugt von den juckenden Übeltätern sind - und sich die Entzündungen durch ständiges Kratzen selbst zuziehen? In Form des sogenannten Dermatozoenwahns, bei dem Menschen von eingebildeten Parasiten gequält werden, ist ein ähnliches Phänomen lange bekannt.
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Mehr als die Hälfte der Betroffenen litt der Untersuchung zufolge an psychischen Problemen, darunter auch Depressionen - das ist eine ungewöhnlich hohe Quote. Zudem maßen die Mediziner per Haarprobe, dass die Hälfte der Patienten kürzlich Drogen oder starke Beruhigungs- oder Schmerzmittel konsumiert hatte.
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Da es keine eigene Therapie für die Morgellons-Krankheit gibt, schlagen die Forscher vor, andere diagnostizierte Störungen zu behandeln - also etwa Depression, Drogensucht oder Schmerzmittel-Abhängigkeit. Ob dies auch die Morgellons vertreibt, ist aber leider ungewiss.

Tags:
Umweltgifte, psychische Störung, Morgellons

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