Widerstand gegen Tetra: (r)ein Bayerisches Problem (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 18.12.2011, 22:12 (vor 3597 Tagen)

Die dem Institut für Baubiologie + Ökologie (IBN), Neubeuern, angeschlossene sogenannte Bürgerinitiative "Funkbewusstsein" hat auf ihrer Website eine wunderschön gemachte Karte des bundesrepublikanischen Widerstands gegen Tetra-Funk. Die Deutschlandkarte zeigt für jedes Bundesland an, wieviele und welche Gemeinden sich im Tetra-Widerstand befinden. Quelle der Daten ist, wen wundert's, der Verein Diagnose-Funk. Insofern ist eine Verbindlichkeit der Angaben nicht gewährleistet und es ist davon auszugehen, dass die Angaben eher optimistisch sind, also beispielsweise eine Gemeinde weiter als Widerstandsnest geführt wird, auch wenn dies nicht mehr zutrifft. Angaben zur Pflege des Datenbestands (Aktualisierungsintervall) gibt es keine.

Doch anscheinend hat Diagnose-Funk entweder a) noch viel vor, oder b) das Interesse in der Bevölkerung überschätzt. Denn beim Durchklicken durch die einzelnen Bundesländer wird schnell klar: Im Norden, Osten und Westen tut sich entweder gar nichts gegen Tetra-Funk oder wenn, dann nur wenig. Nicht einmal Baden-Württemberg, sonst in der Elektrosmog-Debatte stets weit vorne, mag so recht mitziehen. Allein in Bayern sind die Zahlen hoch. Die folgende Auflistung nennt die gemäß Karte pro Bundesland im Widerstand gegen Tetra-Funk stehenden Gemeinden, geordnet nach Anzahl der Gemeinden, Stand: 18.12.2011.

Berlin - 0
Hamburg - 0
Mecklenburg-Vorpommern - 0
Rheinland-Pfalz - 0
Saarland - 0
Thüringen - 0

Bremen - 1
Sachsen - 1
Sachsen-Anhalt - 1
Niedersachsen - 2
Hessen - 3
Nordrhein-Westfalen - 3
Schleswig-Holstein - 4
Brandenburg - 6

Baden-Württemberg - 14
Bayern - 131

Wie unschwer zu erkennen ist, ist der Widerstand gegen Tetra ein nahezu ausschließlich in Bayern anzutreffendes Problem, von einem deutschlandweiten Aufstand gegen Tetra kann keine Rede sein. Was aber unterscheidet Bayern in Sachen Tetra-Protest vom Rest der Republik? Aus meiner Sicht sind in Bayern die Tetra-Gegner besser organisiert als anderswo, und sie bekommen bei ihrer Inszenierung von "Bürgerprotest" Unterstützung, nicht so sehr aus der Bevölkerung, sondern von Interessenverbänden, die es gerne sehen, wenn die Angst gegenüber Elektrosmog von Bürgerinitiativen auf dieselbe Weise öffentlich gemacht wird, wie dies beim Mobilfunk seit rund 20 Jahren der Fall ist. Denn die Angst ist die unverzichtbar tragende Säule im Geschäftsmodell dieser Interessenverbände. Vereinfacht gesagt: Wozu sollte das IBN noch Baubiologen "ausbilden", wenn der Teil-Markt für Elektrosmog-Messungen und Schirmung so zusammengeschmolzen ist, dass sich die Mühe nicht mehr lohnt? Wenn es mit den Ertragsaussichten für die Absolventen schlecht aussieht, dann sieht es auch fürs IBN nicht gut aus. Das Interesse von Berufsumsteigern, sich dort zum Baubiologen umschulen zu lassen, es würde zurück gehen.

Eine Stichprobe im Bayerischen "Valley", das in der Karte als Widerstandsnest geführt wird, verlief allerdings wenig beeindruckend. Richtig ist, dass die Gemeinde Valley die Zustimmung zur geplanten Aufstellung des im „Suchkreis Weyarn" vorgesehenen 45 Meter hohen Sendemasten für den Behörden-Funk TETRA mit 14:0 Stimmen verweigert hat. Dies geschah jedoch nicht mit einer breiten Bevölkerungsmehrheit im Rücken, sondern auf Antrag der beiden (2!) Gemeinderatsmitglieder Lorenz Hilgenrainer und Dr. Jürgen Schlichting. Schlichting ist amtierender Vorsitzender des 1996 gegründeten Vereins "Sender Freies Oberland", der gegen den 2003 stillgelegten US-Großsender auf dem Gemeindegebiet gekämpft hatte, und sich danach nicht auflöste. Über die alten Aktionen ist auf der Website des Vereins auch noch einiges nachzulesen. Über das Engagement des Vereinsvorstands gegen Tetra wird dort jedoch keine Silbe verloren, ich meine, das sagt schon was aus.

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Tetra-Funk in Valley: Prof. Günter Käs abserviert

H. Lamarr @, München, Sonntag, 18.12.2011, 23:34 (vor 3597 Tagen) @ H. Lamarr

Eine Stichprobe im Bayerischen "Valley", das in der Karte als Widerstandsnest geführt wird, verlief allerdings wenig beeindruckend.

Es ist geradezu irrsinnig, was sich im September 2011 in Valley abspielte:

Valley - Das Ergebnis ist eindeutig: In Sachen Mobilfunkbelastung und Radarstrahlung herrschen in der Gemeinde „paradiesische Verhältnisse", wie es Professor Günter Käs formuliert, der im Auftrag der Gemeinde die Funkbelastung gemessen hat. Sein Gutachten soll eine Grundlage bieten für den Kampf gegen den digitalen Behördenfunk in Tetra-Technik - wenn der die Gesundheit der Bürger beeinträchtigen könnte.
[...]
Jürgen Schlichting und Lorenz Hilgenrainer (beide Valleyer Liste) empörte das Fazit des Fachmanns. „Rausgeschmissenes Geld“, polterte Hilgenrainer. Schlichting bezweifelte, ob aus den Messungen das ablesbar sei, was der Professor daraus schließt: „Er setzt bestimmte Sachen pauschal hinzu, die bezweifelt werden.“ Günther Schuler (SPD) platzte der Kragen: „Wenn Professor Käs bisher eine ,Kapazität‘ war und jetzt ein Depp sein soll“, das könne er nicht nachvollziehen.

Prof. Günter Käs ist ein Mobilfunkkritiker der ersten Stunde, er ist über jeden Verdacht erhaben, zugunsten der Industrie zu werten. Sein ganzes Vergehen in Valley ist: Er lieferte dort keine Munition für die Angsttreiber. Das reicht bereits, um Käs abzuqualifizieren. Unglaublich! Hätte Käs verkündet, die "Strahlenbelastung" wäre fürchterlich und würde durch Tetra noch fürchterlicher - er wäre mMn von den beiden Angsttreibern bejubelt und nicht angegriffen worden. Es ist einfach nicht zu fassen, Fremdschämen befällt mich!

Der Gemeinderat von Valley hat sich lange vor dem Messtermin bereits am 21. Juni 2011 auf Antrag von Schlichting und Hilgenrainer einstimmig gegen den geplanten Tetra-Standort ausgesprochen - kein Ruhmesblatt. Dies scheint den beiden Angsttreibern allerdings noch immer nicht zu genügen, sie wollen mehr. Die Verweigerung der Akzeptanz "unerwünschter" Ergebnisse, wie hier die niedrigen Messwerte von Prof. Käs, ist typisches Merkmal überzeugter Mobilfunkgegner. Unfähig zum Konsens kennen sie nur eine Marschrichtung: vorwärts. Das muss so sein, denn ein Rückzug oder Einlenken kommt aus Sorge vor der Peinlichkeit eines Gesichtsverlusts nicht infrage. Mobilfunkgegner die ihre Positionen aber nicht mehr infolge besseren Wissens aufgeben können, laufen große Gefahr, zu "nützlichen Idioten" zu verfallen.

[Nachtrag vom 26.12.2011: Die häufigsten Streitpunkte beim Aufbau des Tetra-Behördenfunknetzes]

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Käs, Fremdschämen, Valley, Messwerte, Funkbelastung

Widerstand gegen Tetra: (r)ein Bayerisches Problem

Roger @, Montag, 19.12.2011, 00:17 (vor 3597 Tagen) @ H. Lamarr

Bei NRW ist mir von einer Stelle nichts bekannt ; Widerstand gegen "Tetra".....

Widerstand gegen Tetra: Stand 15. April 2012

H. Lamarr @, München, Sonntag, 15.04.2012, 03:10 (vor 3479 Tagen) @ H. Lamarr

Die folgende Auflistung nennt die gemäß Karte pro Bundesland im Widerstand gegen Tetra-Funk stehenden Gemeinden, geordnet nach Anzahl der Gemeinden, Stand: 18.12.2011.

Berlin - 0 0
Hamburg - 0 0
Mecklenburg-Vorpommern - 0 0
Rheinland-Pfalz - 0 1
Saarland - 0 0
Thüringen - 0 0

Bremen - 1 1
Sachsen - 1 3
Sachsen-Anhalt - 1 0
Niedersachsen - 2 2
Hessen - 3 3
Nordrhein-Westfalen - 3 3
Schleswig-Holstein - 4 4
Brandenburg - 6 12

Baden-Württemberg - 14 18
Bayern - 131 143

In die Liste oben habe ich den Stand vom 15.04.2012, also nach rund vier Monaten, mit blauen Zahlen fett eingetragen. Es bleibt dabei und wirkt geradezu kurios: Der Widerstand gegen Funk (Tetra), er trägt die Farben weiß-blau. Das sind - eine Folge längst verflossener bayerischer Herrschaft am Mittelmeer - auch die Landesfarben Griechenlands, und dort wiederum sitzen laut EU-Erhebung so viele Mobilfunkgegner wie sonst nirgendwo in Europa. Irgendwie fügt sich da eins zum andern.

Ob alle diese Zahlen stimmen ist fraglich, unabhängige Bestätigungen dafür gibt es nicht.

Hessen bewegt sich mit drei Widerstandsnestern auf niedrigem Niveau nicht vom Fleck, der dortige Landesverband von Diagnose-Funk soll angeblich überlegen, ob dies ein Verdienst meines speziellen Freundes "Hesse" aus dem hes(s)e-Forum ist ;-).

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Widerstand gegen Tetra: Stand 8. September 2012

H. Lamarr @, München, Samstag, 08.09.2012, 11:47 (vor 3333 Tagen) @ H. Lamarr

Die folgende Auflistung nennt die gemäß Karte pro Bundesland im Widerstand gegen Tetra-Funk stehenden Gemeinden, geordnet nach Anzahl der Gemeinden, Stand: 18.12.2011.

Berlin - 0 0 0
Hamburg - 0 0 0
Mecklenburg-Vorpommern - 0 0 0
Rheinland-Pfalz - 0 1 1
Saarland - 0 0 0
Thüringen - 0 0 0

Bremen - 1 1 1
Sachsen - 1 3 4
Sachsen-Anhalt - 1 0 0
Niedersachsen - 2 2 3
Hessen - 3 3 3
Nordrhein-Westfalen - 3 3 3
Schleswig-Holstein - 4 4 5
Brandenburg - 6 12 13

Baden-Württemberg - 14 18 19
Bayern - 131 143 181

In die Liste oben habe ich den Stand vom 15.04.2012, also nach rund vier Monaten, mit blauen Zahlen fett eingetragen.

Den Stand von heute, 8. September 2012 habe ich diesmal oben in der Liste mit Telekom-Pink eingetragen ;-).

Die Zahlen sind prickelnd und deprimierend zugleich. Prickelnd für Tetrafunkgegner ist, dass seit 15. April 2012 gemäß den Angaben von "Funkbewußtsein" 43 Widerstandsnester hinzugekommen sein sollen. Deprimierend ist, dass allein 38 davon auf Bayern entfallen und ganze fünf auf das gesamte übrige Bundesgebiet.

Hintergrund
Bayerische Staatsregierung spricht im Oktober 2011 von 40 Widerstandsgemeinden in Bayern

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Widerstand gegen Tetra: Stand 8. September 2012

Kuddel, Samstag, 08.09.2012, 12:24 (vor 3333 Tagen) @ H. Lamarr

Die Zahl der Widerstandsnester steht im direkten Verhältnis zur Anzahl dort tätiger Baubiologen und dem Wohlstand der Gesellschaft, bzw wieviel Geld die Leute für solche "Wellness-Angebote" übrig haben.

Ich frage mich, warum sich gerade in dem ärmeren Bundesland Brandenburg relativ starker Widerstand regt.
Haben sich dort etwa besonders emsige BB niedergelassen ?
Ich glaube der von BB unterwanderte BUND ist dort sehr aktiv.
Und durch die Nähe zu Berlin ist Brandenburg für die BB "strategisch" interessant.

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Widerstand gegen Tetra in Brandenburg

H. Lamarr @, München, Sonntag, 09.09.2012, 21:18 (vor 3332 Tagen) @ Kuddel

Ich frage mich, warum sich gerade in dem ärmeren Bundesland Brandenburg relativ starker Widerstand regt.

Das weiß ich nicht, bei 13 Widerstandsgemeinden und (nur) ungefähr 140 geplanten Tetra-Standorten, ist der Widerstand in Brandenburg mit rd. 10 % etwa halb so stark wie in Bayern. Vorausgesetzt die Angaben auf der Karte von Funkbewußsein stimmen, woran ich immer weniger glaube. Um auch einmal Zahlen von der anderen Seite zu bekommen habe ich soeben beim Innenministerium in Brandenburg angefragt, was die zur momentanen Anzahl der Widerstandsgemeinden wissen [Nachtrag vom 11.09.12: Fragen und Antworten hier]. Denn es kann ja gut sein, dass es insgesamt einmal 13 Gemeinden waren, von denen sich inzwischen vielleicht zehn mit dem Ministerium arrangiert und den Widerstand aufgegeben haben.

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Widerstand gegen Tetra: Stand 18. Dezember 2014

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 18.12.2014, 22:40 (vor 2501 Tagen) @ H. Lamarr

Die folgende Auflistung nennt die gemäß Karte pro Bundesland im Widerstand gegen Tetra-Funk stehenden Gemeinden, geordnet nach Anzahl der Gemeinden,

Stand:

rot = 18.12.2011
blau = 15.04.2012
pink = 08.09.2012
2013 habe ich vergessen
grün = 18. Dezember 2014

Berlin - 0 0 0 0
Hamburg - 0 0 0 0
Mecklenburg-Vorpommern - 0 0 0 0
Rheinland-Pfalz - 0 1 1 1
Saarland - 0 0 0 0
Thüringen - 0 0 0 0

Bremen - 1 1 1 1
Sachsen - 1 3 4 4
Sachsen-Anhalt - 1 0 0 0
Niedersachsen - 2 2 3 3
Hessen - 3 3 3 5
Nordrhein-Westfalen - 3 3 3 3
Schleswig-Holstein - 4 4 5 5
Brandenburg - 6 12 13 14

Baden-Württemberg - 14 18 19 20
Bayern - 131 143 181 212

Da Funkbewusstsein die Karte nicht ordentlich pflegt, Abgänge unterschlägt und nur Zugänge bucht, sind die Zahlenangaben völlig wertlos, sie spiegeln in keiner Weise mehr den inzwischen auch in Bayern praktisch erloschenen Widerstand gegen Tetra-Funk wider. Deshalb war dies das letzte Update, das ich hier angefügt habe.

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Funkbewußtsein: Zweifelhafte Zahlen zum Widerstand

H. Lamarr @, München, Samstag, 08.09.2012, 13:06 (vor 3333 Tagen) @ H. Lamarr

Die dem Institut für Baubiologie + Ökologie (IBN), Neubeuern, angeschlossene sogenannte Bürgerinitiative "Funkbewusstsein" hat auf ihrer Website eine wunderschön gemachte Karte des bundesrepublikanischen Widerstands gegen Tetra-Funk.

Der Karte von "Funkbewußtsein" muss man einfach nur glauben, denn mit einfachen Mitteln ist nicht nachzuprüfen, ob die Angaben dort stimmen.

Doch es sind Zweifel an der Richtigkeit/Aktualität der Angaben angesagt.

Denn im Mai 2012 wurde eines der wenigen Widerstandsnester in Sachsen stillgelegt. Seither warte ich vergeblich darauf, dass sich dies in der Karte des Widerstands niederschlägt.

Konkret geht es um die Gemeinde Mühlental. Bereits am 9. Mai 2012 berichtete Sachsens größte Zeitung "Freie Presse", dass dort ein Tetra-Sendemast errichtet werden kann:

"Der Sendemast für Behördenfunk in Marieney darf gebaut werden. Die Landesdirektion kassierte das Nein aus Mühlental ein. In Marieney kann ein Sendemast für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) auf Privatgrund errichtet werden.

Die Landesdirektion in Chemnitz hat den Bau genehmigt. Die Behörde kassierte zugleich das Nein des Gemeinderates Mühlental ein, der sich gegen den Bau von BOS-Sendemasten auf den Gebiet der Kommune ausgesprochen hatte."

In der Karte von Funkbewußtsein sieht es dagegen noch heute so aus, als würde Tetra in Mühlental weiterhin boykottiert.

Initiator des Widerstands in Mühlental war der dortige Gemeinderat Arndt Doll, der auch gegen LTE ist. Die Gemeinde Mühlental mit ihren ca. 1'600 Einwohnern liegt im sächsischen Vogtland, südöstlich der Städte Plauen und Oelsnitz/V. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 3'956 ha und ist im Jahre 1995 im Rahmen der Gemeindegebietsreform durch die Zusammenlegung verschiedener Gemeinden entstanden. Mühlental umfasst 10 Ortsteile.

Das Beispiel zeigt: Die Karte des Tetra-Widerstands ist genauso anfällig für die Darstellung eines verzerrten Abbilds der Wirklichkeit wie unser Liste der Bürgerinitiativen gegen Mobilfunk. Denn offenkundig wird in die Karte mit Feuereifer jedes neue Widerstandsnest eingetragen, wenn es begeistert gemeldet wird. Dass im Fall einer Niederlage die Verlustmeldung eher ausbleibt, und die Karte so im Laufe der Zeit immer mehr Karteileichen zeigt, liegt auf der Hand.

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Tetra-Karte von Funkbewusstsein: Rain muss raus

H. Lamarr @, München, Freitag, 29.03.2013, 02:01 (vor 3131 Tagen) @ H. Lamarr

Die dem Institut für Baubiologie + Ökologie (IBN), Neubeuern, angeschlossene sogenannte Bürgerinitiative "Funkbewusstsein" hat auf ihrer Website eine wunderschön gemachte Karte des bundesrepublikanischen Widerstands gegen Tetra-Funk.

Der Karte von "Funkbewußtsein" muss man einfach nur glauben, denn mit einfachen Mitteln ist nicht nachzuprüfen, ob die Angaben dort stimmen.

In der Tetra-Karte der Baubiologeninitiative Funkbewusstsein wird die Gemeine Rain (Donau-Ries) seit 2011 als Widerstandsgemeinde geführt. Doch der Widerstand ist jetzt entfallen, wie die Augsburger Allgemeine am 28. März berichtet.

"Der rund 40 Meter hohe Mast nahe Rain für den geplanten digitalen Behördenfunk kann dem Stadtrat zufolge gebaut werden. Das Gremium befürwortete einstimmig den Bauantrag des Staatlichen Bauamts Augsburg für die Maßnahme. Der Standort befindet sich im Auwald westlich des Lechs jeweils rund einen Kilometer von Rain und Genderkingen entfernt.

Auf diesen Standort hatten sich die Kommune und die Behörden Ende des vergangenen Jahres nach zähem Ringen geeinigt."

Damit läuft spätestens seit jetzt die Stoppuhr, die zeigt, wie lange es dauert, bis die Baubiologeninitiative Rain als Widerstandsnest aus der Karte nimmt. Dass es in Zeiten schrumpfenden Widerstands mit der Pflege der Karte nicht weit her ist, zeigt die seit mindestens vier Monaten auf 181 eingefrorene Anzahl der bayerischen Widerstandsgemeinden. Wahrscheinlich ist die tatsächliche Anzahl inzwischen weitaus geringer. Spätestens Ende 2014 soll die bundesweite Einführung von Tetra abgeschlossen sein.

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Rain muss raus: Tetra-Widerstandskarte wird Kriegerdenkmal

H. Lamarr @, München, Dienstag, 08.10.2013, 21:05 (vor 2938 Tagen) @ H. Lamarr

"Der rund 40 Meter hohe Mast nahe Rain für den geplanten digitalen Behördenfunk kann dem Stadtrat zufolge gebaut werden. Das Gremium befürwortete einstimmig den Bauantrag des Staatlichen Bauamts Augsburg für die Maßnahme. Der Standort befindet sich im Auwald westlich des Lechs jeweils rund einen Kilometer von Rain und Genderkingen entfernt.

Auf diesen Standort hatten sich die Kommune und die Behörden Ende des vergangenen Jahres nach zähem Ringen geeinigt."

Damit läuft spätestens seit jetzt die Stoppuhr, die zeigt, wie lange es dauert, bis die Baubiologeninitiative Rain als Widerstandsnest aus der Karte nimmt.

Gut sechs Monate später: Rain ist noch immer drin! (Bayern --> Rain (Lech))

Wer sich auf der Website der Stadt umsieht, wird zum Stichwort Tetra nichts finden, und zu BOS so Unspektakuläres, dass es als sicher gelten kann: Rain muss aus der Karte der Widerstandsnester raus.

Damit sollte das Geheimnis der schicken Tetra-Widerstandskarte exemplarisch geklärt sein: Ist ein Widerstandsnest dort erst einmal eingetragen, findet es nicht mehr hinaus (Come in and find out).

Die Anzahl der Widerstandsnester nimmt so nominell zwar weiter zu, die Anzahl der Karteileichen jedoch ebenfalls. Im Endstadium könnte es gut sein, dass die Baubiologeninitiative "Funkbewusstsein" 321 bayerische Widerstandsnester verkündet - die freilich allesamt von den Kämpfern aufgegeben wurden. Die Karte hat dann den Status eines Kriegerdenkmals mit den Namen gefallener Bastionen, denen die Unentwegten der Szene einmal im Jahr zu Allerheiligen mit einer Schweigeminute nebst Kranzniederlegung an einem Tetra-Sendemasten gedenken könnten.

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Rain muss raus: 8 Monate später

H. Lamarr @, München, Freitag, 06.12.2013, 22:34 (vor 2878 Tagen) @ H. Lamarr

Gut sechs Monate später: Rain ist noch immer drin! (Bayern --> Rain (Lech))

Inzwischen sind acht Monate verstrichen und Rain ist noch immer drin :no:.

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Funkbewußtsein: Plattling muss raus

H. Lamarr @, München, Sonntag, 09.02.2014, 12:15 (vor 2814 Tagen) @ H. Lamarr

Die dem Institut für Baubiologie + Ökologie (IBN), Neubeuern, angeschlossene sogenannte Bürgerinitiative "Funkbewusstsein" hat auf ihrer Website eine wunderschön gemachte Karte des bundesrepublikanischen Widerstands gegen Tetra-Funk.

Der Karte von "Funkbewußtsein" muss man einfach nur glauben, denn mit einfachen Mitteln ist nicht nachzuprüfen, ob die Angaben dort stimmen.

In Plattling wird auf einem Gelände der Firma Südzucker demnächst ein Tetra-Sendemast gebaut. Anwohner hatten auf die Verlegung des Standorts gedrängt und ihr Hauptanliegen erreicht. Die Folge: Zu einer behördlichen Informationsveranstaltung über den aktuellen Stand der Planung kamen nur noch 30 von 140 eingeladenen Anwohnern.

Diese Entspannung ging an der Karte auf der Website "Funkbewusstsein" spurlos vorüber. Dort wird Plattling noch immer als bayerisches Widerstandsnest (mit Stand April 2011) gelistet. Die Karte hat zunehmend weniger Bezug mehr zur Realität, sie kann rückblickend vielleicht einmal Historikern nützlich sein.

Wie sich das Tetra-Funknetz von April 2013 bis Januar 2014 in Deutschland entwickelt hat, das zeigt aus Sicht der Bundesanstalt für den Digitalfunk der interaktive Forschrittsanzeiger.

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Gemeinde, Fortschrittsanzeige

Widerstand gegen Tetra: 1 Jahr danach - Sturm legt sich

H. Lamarr @, München, Sonntag, 23.12.2012, 01:03 (vor 3227 Tagen) @ H. Lamarr

Die folgende Auflistung nennt die gemäß Karte pro Bundesland im Widerstand gegen Tetra-Funk stehenden Gemeinden, geordnet nach Anzahl der Gemeinden, Stand: 18.12.2011.

1 Jahr später hat sich bundesweit so gut wie nichts getan, nur in Bayern brennt noch Licht. Ich habe den aktuellen Stand (23.12.2012) unten in der Liste rechts neben den Stand vom 18.12.2011 eingetragen. Nach wie vor gilt: Die Zahlen beruhen auf unbestätigten Angaben der BI "Funkbewusstsein", andere Quellen (Behörden) bestreiten die Zahlen. Offensichtlich ist: Widerstand gegen Tetra war und ist eine Schrulle der Bayern: Während dort innerhalb eines Jahres angeblich 50 Widerstandsnester hinzu kamen, sind es im gesamten übrigen Bundesgebiet nur 17 gewesen. Diese Zahlen machen deutlich: Der Widerstand gegen Tetra geht nicht von der Bevölkerung aus, sondern er blüht nur dort, wo Aufwiegler über die Dörfer ziehen und die hinlänglich bekannten Angstparolen in die Köpfe der unbedarften Zuhörer pflanzen.

Es genügt, pro Auftritt zwei oder drei Anhänger zu gewinnen, die dann vor Ort weitere Mitläufer um sich scharen, und mit fertig vorfabrizierten und gratis bereitgestellten Argumentationshülsen Druck auf fachlich ungeschulte Lokalpolitiker ausüben. Dieses Verfahren ist in Bayern eingespielt, "Funkbewusstesein" tingelt über die Dörfer, die Argumentationshülsen liefert der Anti-Mobilfunk-Verein Diagnose-Funk. Ob die davon profitierende Branche der Baubiologie beiden Akteuren vollste Zufriedenheit attestiert, ist nicht bekannt. Wenig bekannt ist, dass sich im Vorstand von Diagnose-Funk Deutschland bereits ein Baubiologe eingenistet hat, der von eben der Baubiologenschmiede ausgebildet wurde, die auch hinter der Bürgerinitiative "Funkbewusstsein" steht.

Da 2014 der Aufbau des Tetra-Funknetzes bundesweit dem Ende entgegen strebt (aktueller Stand <hier>), wird das Thema langsam aber sicher auch aus den Schlagzeilen der bayerischen Lokalzeitungen herausdiffundieren. Die Stagnation hat bereits eingesetzt, seit 8. September 2012 verharrt Bayern in der Karte von "Funkbewusstsein" bei 181 Widerstandsgemeinden, das ist 0 Zuwachs in den vergangenen 3 1/2 Monaten. Anfang 2012 gab es im annähernd gleichen Zeitraum noch einen Zuwachs von 12 Widerstandsgemeinden.

Anzahl Widerstandsnester gegen Tetra (erste Zahl pro Zeile = Ende 2011, zweite Zahl ist Ende 2012)
Berlin - 0 - 0
Hamburg - 0 -0
Mecklenburg-Vorpommern - 0 - 0
Rheinland-Pfalz - 0 - 1
Saarland - 0 - 0
Thüringen - 0 - 0

Bremen - 1 - 1
Sachsen - 1 - 4
Sachsen-Anhalt - 1 - 0
Niedersachsen - 2 - 3
Hessen - 3 - 3
Nordrhein-Westfalen - 3 - 3
Schleswig-Holstein - 4 - 5
Brandenburg - 6 - 13 (siehe auch <hier>)

Baden-Württemberg - 14 - 19
Bayern - 131 - 181 (siehe auch <hier>)

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