Widersprüche: Mosgöller ./. Eger (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 11.12.2011, 23:01 (vor 3641 Tagen)

Wenn Mobilfunkkritiker sich gegenseitig widersprechen ...
Heute: Mosgöller ./. Eger

Dr. Horst Eger ...,

... Leiter der Naila-Studie, die 2004 viel Aufsehen erregte:

Im Zeitraum 1999 bis 2004 – fünf Jahre nach Beginn des Senderbetriebs - traten im Nahbereich 13 und im Fernbereich acht Krebsneuerkrankungen auf. Es erfolgt keine Angabe zu den betroffenen Tumorlokalisationen oder zum Erkrankungsalter. Die Wahrscheinlichkeit für eine Krebsneuerkrankung ist im Nahbereich statistisch signifikant 3,38mal höher als im Fernbereich. (Quelle: BfS)

Prof. Wilhelm Mosgöller ...,

... Teilnehmer der sogenannten Auva-Studie, in einem 2011 gegebenen Interview mit einem Magazin der Polizeigewerkschaft:

"Bis sich Krebs entwickelt, vergehen 30 oder 40 Jahre. Das können wir jetzt noch gar nicht nachweisen."

Widerspruch

Während Eger 2004 nach nur mindestens fünf und maximal zehn Jahren EMF-Immission eine Verdreifachung der Krebsrate im Nahfeld von Mobilfunk-Basisstationen gefunden haben will, sagt Mosgöller 2011, Krebs entwickle sich erst 30 oder 40 Jahre nach Einwirkung der krebserregenden Substanz (hier: Funkwellen). Da hierzulande der zellulare Mobilfunk 1992 gestartet wurde, lassen sich gemäß Mosgöller frühestens ab 2022 mögliche Krebsfolgen feststellen, Eger will dies 18 Jahre früher bereits 2004 geschafft haben.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Krebs, Eger, Naila, Hennen, Widersprüche, Mogöller

Widersprüche: Mosgöller ./. Eger ./. Sir Richard Doll

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 15.12.2011, 10:26 (vor 3638 Tagen) @ H. Lamarr

"Bis sich Krebs entwickelt, vergehen 30 oder 40 Jahre. Das können wir jetzt noch gar nicht nachweisen."

"There's no example of any cancer that requires longer than 15 or 20 years to reach a fairly high incidence as a result of exposure to a carcinogen. You're not going to have an epidemic occurring 30 years after first exposure."

(Es gibt kein Beispiel eines Krebses, der infolge Einwirkung eines Kazinogens länger als 15 oder 20 Jahre braucht, um eine nennenswerte Inzidenz zu erreichen. Sie werden keinen epidemischen Anstieg [erst] 30 Jahre nach der ersten Einwirkung finden.)

Zitat von Sir Richard Doll, dem weltbekannten Gegenspieler der Tabakindustrie, 1991, von Teilnehmer "sektor3" gefunden in einem in der New York Times veröffentlichten Interview.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
, Zigarettenindustrie, Doll, Tabak-Library

Widersprüche wohin man schaut

Doris @, Donnerstag, 15.12.2011, 12:34 (vor 3638 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Doris, Donnerstag, 15.12.2011, 13:15

(Es gibt kein Beispiel eines Krebses, der infolge Einwirkung eines Kazinogens länger als 15 oder 20 Jahre braucht, um eine nennenswerte Inzidenz zu erreichen. Sie werden keinen epidemischen Anstieg [erst] 30 Jahre nach der ersten Einwirkung finden.)

Auf der Seite des dkfz steht z.B. zu Lungenkrebs

Rauchen
Rauchen schadet!
Rauchen ist der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs. Je früher Jugendliche zur Zigarette greifen, desto höher ist das Risiko für ihre Gesundheit. Auch Passivrauchen erhöht das Krebsrisiko.

Der mit weitem Abstand wichtigste Risikofaktor ist Tabakrauch, der Hunderte schädliche Substanzen enthält. Das Lungenkrebsrisiko von Rauchern steigt bis auf das 20- bis 30-Fache des Risikos eines Nichtrauchers, abhängig davon, wie viele Jahre und wie viele Zigaretten oder andere Tabakprodukte pro Tag ein Mensch geraucht hat. Etwa jeder zehnte Raucher erkrankt im Laufe seines Lebens an Lungenkrebs, im Durchschnitt 30 bis 40 Jahre nach Beginn des Tabakkonsums.

Wenn es nur 15 oder 20 Jahre braucht um ein Karzinom zu entwickeln, dann hätten wir in Anbetracht der Tatsache, dass sehr viele Jugendliche rauchen eine auffallende Häufung des Lungenkrebses zwischen 35 und 45 Jahren. Und das ist nicht der Fall, wenn Sie sich die Krebsregister anschauen.

Nachtrag....

oder etwa doch?

nur wahllos das Krebsregister NRW auf Lungenkrebs abgeklopft, zeigt, dass sich die Zahlen zu Lungenkrebs ab 35 doch überproportional nach oben bewegen.

Bei den 30 - 34 jährigen liegt die Inzidenzrate bei beiden Geschlechtern zusammen bei 36 und von 35 - 39 jährigen steigt die Zahl dann schon auf 166. Danach verdreifacht/verdoppelt sie sich. Aber den größten Sprung gibt es wirklich bei den 35- 39 jährigen.

Tags:
Risiko, Ablenkung, Lungenkrebs, Rauchen

Widersprüche wohin man schaut

Sektor3, Donnerstag, 15.12.2011, 16:54 (vor 3638 Tagen) @ Doris

(Es gibt kein Beispiel eines Krebses, der infolge Einwirkung eines Kazinogens länger als 15 oder 20 Jahre braucht, um eine nennenswerte Inzidenz zu erreichen. Sie werden keinen epidemischen Anstieg [erst] 30 Jahre nach der ersten Einwirkung finden.)

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Wenn es nur 15 oder 20 Jahre braucht um ein Karzinom zu entwickeln, dann hätten wir in Anbetracht der Tatsache, dass sehr viele Jugendliche rauchen eine auffallende Häufung des Lungenkrebses zwischen 35 und 45 Jahren. Und das ist nicht der Fall, wenn Sie sich die Krebsregister anschauen.

Nachtrag....

oder etwa doch?

nur wahllos das Krebsregister NRW auf Lungenkrebs abgeklopft, zeigt, dass sich die Zahlen zu Lungenkrebs ab 35 doch überproportional nach oben bewegen.

Bei den 30 - 34 jährigen liegt die Inzidenzrate bei beiden Geschlechtern zusammen bei 36 und von 35 - 39 jährigen steigt die Zahl dann schon auf 166. Danach verdreifacht/verdoppelt sie sich. Aber den größten Sprung gibt es wirklich bei den 35- 39 jährigen.

Wikipedia hat beim Lungenkrebs eine schöne Graphik:

[image]

Dabei gibt es Radio/TV/Radar und auch Mobilfunkmasten schon recht lange (früher die analogen Mobilfunknetze). Massenhaft Handys gibt es seit etwa 20 Jahren. Auffälligkeiten würden da mMn durchschlagen.

Tags:
Krebsregister, Netzwerk, Inzidenzrate

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