"Vodafone-Günstling" Lerchl: die wahre Geschichte (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 22.08.2011, 23:20 (vor 4117 Tagen)

Prof. Alexander Lerchl von der Jacobs University, Bremen, ist ein für Mobilfunkgegner ausgesprochen unbequemer Wissenschaftler. Sein Vergehen: Er hat es 2008 gewagt, die Integrität der "Reflex"-Studie infrage zu stellen. Überzeugten Mobilfunkgegnern ging er damit ans Tafelsilber. Das fand der Reflex-Studienkoordinator gar nicht lustig, und so begibt es sich, dass der Bremer Professor seit Jahren einer Vielzahl von mehr oder weniger tief unter der Gürtellinie angesetzten Anfeindungen ausgesetzt ist. Kollektives Mobbing hat in der deutschsprachigen Elektrosmog-Szene allerdings eine lange Tradition, was gegenwärtig Lerchl widerfährt, brach zuvor über Jürgen Bernhardt, Jiri Silny, Gerlinde Kaul und Mike Repacholi herein.

Eine beliebte und gern kolportierte Diffamierung Lerchls ist die Behauptung, er sei ein Günstling Vodafones, weil dieser Netzbetreiber die Jacobs University finanziell unterstütze.

Das wollte ich jetzt genau wissen und fragte bei Prof. Lerchl nach, wie es wirklich sei. Er wiederum fragte bei der Verwaltung seiner Universität nach und bekam folgende Auskunft:

Einige Studenten der Uni bekommen seit 2008 tatsächlich Stipendien durch die Vodafone-Stiftung. Dabei werden durch die Stiftung 50 Prozent der Studiengebühren finanziert, das sind gegenwärtig 9000 Euro pro Jahr (normal sind 18'000 Euro), die andere Hälfte finanziert bei den Stipendiaten die Jacobs University.

Doch wie viele sind nun "einige" Studenten, die auf diese Weise von Vodafone gefördert werden?

Die Zahlen sind alles andere als dramatisch:

2008: 2
2009: 3
2010: 2
2011: 2 oder 3 (steht momentan noch nicht fest)

Angesichts von ca. 200 bis 250 neuen Studenten pro Jahr liegt der Anteil von der Vodafone-Stiftung unterstützter Studenten bei 1 Prozent bis 1,5 Prozent, ein Wert, der abseits erregter Mobilfunkgegner keinerlei Notiz erfährt.

Es ist also auch diesmal wie üblich: Geht man den Behauptungen überzeugter Szenegänger auf den Grund, zerplatzt die Argumentation wie eine Seifenblase und setzt einen Schub heiße Luft frei.

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Hintergrund
Vodafone Stiftung vergibt Stipendien an junge Migranten der Jacobs University Bremen (2007)


[Admin: Am 07.12.2013 Hintergrund hinzu gefügt]

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Kaul, Repacholi, Gerücht, Silny, Seifenblase, Jacobs Universität, Lerchl, Anfeindung, Bernhard

Kompetenzinitiative : Lerchl in die VerUm-Stiftung

AnKa, Dienstag, 23.08.2011, 00:51 (vor 4117 Tagen) @ H. Lamarr

Prof. Alexander Lerchl von der Jacobs University, Bremen, ist ein für Mobilfunkgegner ausgesprochen unbequemer Wissenschaftler. Sein Vergehen: Er hat es 2008 gewagt, die Integrität der "Reflex"-Studie infrage zu stellen. Er ging überzeugten Mobilfunkgegnern damit ans Tafelsilber. Das fand der Reflex-Studienkoordinator gar nicht lustig, und so begibt es sich, dass der Bremer Professor seit Jahren einer Vielzahl von mehr oder weniger tief unter der Gürtellinie angesetzten Anfeindungen ausgesetzt ist. Kollektives Mobbing hat in der deutschsprachigen Elektrosmog-Szene allerdings eine lange Tradition, was gegenwärtig Lerchl widerfährt brach zuvor über Jürgen Bernhardt, Jiri Silny, Gerlinde Kaul und Mike Repacholi herein.

Ein notwendiger Hinweis. Es gibt also inzwischen eine "Ahnenreihe" von Fachleuten und Wissenschaftler(inne)n, die einer nach dem Anderen ins Visier der Extremen geraten.

Eine beliebte und gern kolportierte Diffamierung Lerchls ist die Behauptung, er sei ein Günstling Vodafones, weil dieser Netzbetreiber die Jacobs University finanziell unterstütze.

Das ist noch eine der harmloseren Bezichtigungen.

In ihrer neuen Broschüre trauen sie dem Bremer Professor geradezu Übermenschliches zu, siehe dort Seite 17. Der freundliche und bestimmte Prof. Lerchl kriegt nach Meinung der Szene-Vordenker nämlich locker "die Instrumentalisierung des Spiegel, des wissenschaftlichen Marktes, einer wissenschaftlichen Tagung und eines zweifelhaften Forums" gebacken. Ganz alleine. Und alles auf einmal. Das ist also ein erwiesener Supermann. Wahrscheinlich kontrolliert er auch die Geheimdienste und am Ende sogar die österreichische Regierung.

Man kann bei so viel Bedürfnis nach Dämonisierung annehmen, dass Lerchls Arbeit in der Szene berechtigte Ängste geweckt hat. Der Mann präsentiert schliesslich Fakten und zweifelnde Fragen, schaut sich einfach so die Datensätze durch, hinterfragt Aussagen und stößt dabei dann auch noch auf nurmehr fabrizierte Daten.

Wenn ich könnte, ich würde ihn für den Vorsitz der Stiftung VerUm vorschlagen. Damit dort frischer Wind hineinkommt, statt Zigarettenrauch. Das wäre dann eine Kompetenzinitiative, die ihren Namen verdient.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

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Kompetenzinitiative : Lerchl in die VerUm-Stiftung

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 24.08.2011, 00:17 (vor 4116 Tagen) @ AnKa

Wenn ich könnte, ich würde ihn für den Vorsitz der Stiftung VerUm vorschlagen. Damit dort frischer Wind hineinkommt, statt Zigarettenrauch. Das wäre dann eine Kompetenzinitiative, die ihren Namen verdient.

Ich könnte mir denken, dies würde die Brummtongegner ermuntern, es noch einmal bei VerUm zu versuchen ;-).

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
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Brummton

Mobilfunkwut als Philosophie ?

AnKa, Mittwoch, 24.08.2011, 08:19 (vor 4116 Tagen) @ H. Lamarr

Ich könnte mir denken, dies würde die Brummtongegner ermuntern, es noch einmal bei VerUm zu versuchen ;-).

Oh. Dieses Brummton-Phänomen war uns bei all der Hektik der letzten Monate nahezu aus dem Blick geraten.

Es ist gut, daß Sie es hier wieder ans Tageslicht befördern. Obwohl das akustische Erleben eines "Brummton" nicht zwingend zu den Elektrosmog-Belastungen gerechnet werden muss. Das Themenfeld ist dennoch ein weites, es gibt Parallelen. Ich stelle also den Antrag, das Thema der Brummtöne dennoch auf der hiesigen Elektrosmog-Seite erörtern zu dürfen.

Die wirklichen Ursachen des Brummton-Hörens führen nämlich zu philosophischen Betrachtungen. Hier ein anthroposophischer Ansatz, der auch Bezüge zur Elektrosmog-Belastung herstellt.

Auszüge:

"Das Phänomen der Elektrizität (der veräußerlichten Unter-Natur des Menschen, wie man sagen könnte) nimmt heute eine neue Dimension an. Es überschreitet eine Schwelle und dringt nun, für die meisten Menschen unter-akustisch, über den Infra-Schall als pulsierende Schwingungs-Wirkung in den Menschen ein. Für manche wird die Unter-Natur des Elektrischen heute damit bereits hörbar – wenn auch passiv, mit Unbehagen und unter Schmerzen. Die Wirkung der technoiden Unter-Natur, der Radiostrahlen und der Elektrizität beginnt, wenn Steiners Voraussagen richtig sind, heute bis ins Immateriell-Ätherisch-Hörbare hinein zu reichen - unter anderem in Gestalt des Brummtons.

Dabei wird der individuellen Seele das rhythmische Wesen, auf dem sie aufruht, immer mehr unterschwellig und, jedenfalls für die meisten Menschen, unter-sinnlich von außen gegen ihren Willen aufgezwungen. Sie erleidet eine Spaltung zwischen natürlichem Puls und mechanischem, fremdem „Unter-Natur“-Puls. Dadurch entsteht eine fundamentale Entzweiung im Innern des Menschen zwischen Ich und Kräfte- oder Rhythmusleib. Rudolf Steiner hat das offenbar vorhergesehen. Nicht zufällig wies er immer wieder darauf hin, dass durch die Wirkung der Technik, insbesondere der Kräfte der Elektrizität und der Mechanisierung, „die Seelen immer schwerer in den Körper hinein kommen werden“. Dadurch entstehe eine wesentliche anthropologische Kulturwirkung, die in ihren Folgen nicht absehbar sei.

Genau dies scheint beim Brummton eminent der Fall zu sein. Er trägt zu einer Entzweiung von Ich und den lebendigen Pulsen in seinem Äther- und Kräfteleib bei. Dadurch kann der Mensch sein Inneres nicht mehr mit voller Seelenkraft ergreifen. Er kann seelisch in seinem rhythmischem Wesen nicht mehr voll präsent sein. Letztlich könnte der Brummton damit nur Teil der großen Zeittendenz zur Schizophrenisierung sein, wenn man diesen Begriff sehr weit und nicht-klinisch als allgemeine anthropologische Kulturtendenz seit dem 20. Jahrhundert auffasst - das heißt zur Ablösung des innersten seelischen Selbst- oder Ich-Impulses, der sich am Menschen als „Wärme“ an sich selbst wahrnimmt, von seiner konkreten, physisch-vitalen Wirklichkeit in Zeit und Raum und ihrer selbstdurchdrungenen Empfindung und Wahrnehmung."
(...)
"Die Technik verschwindet heute in die Dinge und in die „natürliche“ Natur hinein. Sie wird sozusagen zu ihrem zweiten inneren Kern, zu ihrem zweiten, unsichtbaren Puls.[8] Im Gefolge der allgemeinen Zunahme von atmosphärischen Frequenzdichten durch Überlagerung von Mobilfunk, Elektrosmog, Radar und deren Überlagerungsbereichen, die sich ja in den vergangenen Jahren immer weiter ausgedehnt und verstärkt haben, entsteht möglicherweise seit etwas mehr als einem Jahrzehnt, vielleicht gar in Kreuzung mit natürlicher Erd- und kosmischer Strahlung, ein „gemischter König“ (Goethe) objektiv-untersinnlicher neuer Wirklichkeit. Unsere technisierte Welt wird zunehmend von tausenderlei künstlich-technoiden Rhythmen und Pulsen durchzogen, die allesamt mechanisch sind, das Lebendige und sein Pulsieren gleichsam imitieren und das Ganze weniger äußerlich wahrnehmbar, sondern eher innerlich in Schwingung, Lebenskraft, Energiepuls und Vitalitätsharmonie zu verändern scheinen."

Ist das nicht ein herrliches Denkgebäude, das hier angeboten wird? Die (Elektro-)Technik, die bekanntlich des Teufels ist, bemächtigt sich des Menschen.

Warum sind unsere EHS-Organisationen, die Baubiologen, Adlkofers und Scheiners noch nicht darauf gekommen? Mobilfunkwut als neue Religion, das wäre die nächste Stufe, die gezündet werden könnte.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

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Anthroposophie

Mobilfunkwut als Philosophie ?

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 24.08.2011, 12:20 (vor 4116 Tagen) @ AnKa

Ist das nicht ein herrliches Denkgebäude, das hier angeboten wird? Die (Elektro-)Technik, die bekanntlich des Teufels ist, bemächtigt sich des Menschen.

Himmel nochmal, dann sind Ingenieure der Elektrotechnik die Hohepriester eines Götzen mit schwingenden Hüften! Jetzt endlich werden mir die wahren Hintergründe des Stromkriegs zwischen Tesla und Edison klar.

Trotzdem, nach dem Erguss des Brummtöners (oben) brauche ich jetzt erst mal einen Eimer!

Warum sind unsere EHS-Organisationen, die Baubiologen, Adlkofers und Scheiners noch nicht darauf gekommen? Mobilfunkwut als neue Religion, das wäre die nächste Stufe, die gezündet werden könnte.

Naja, im Kleinen wird doch schon dran gebastelt. Dr. Scheingraber zum Beispiel ist einer der Vorreiter in Sachen "gemischter König" - auch wenn der amtierende Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz ihn partout nicht erhören will.

In der Elektrosmogdebatte steckt viel mehr Esoterik/Homöopathie drin, als es auf den ersten Blick scheint.

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Mobilfunkkritiker im Spiegel der Wahrheit

RDW ⌂ @, Dienstag, 23.08.2011, 07:05 (vor 4117 Tagen) @ H. Lamarr

Es ist also auch diesmal wie üblich: Geht man den Behauptungen überzeugter Szenegänger auf den Grund, zerplatzt die Argumentation wie eine Seifenblase und setzt einen Schub heiße Luft frei.


Es ist nicht das Zerplatzen alleine.
Vielmehr beleuchten solche unzutreffenden Argumentationen auch deren Verbreiter als Irreführer, bewusste oder durch Halbwissen geprägte inkompetente.

Erstaunlich daran ist, daß Mobilfunkkritiker dieser Art derlei Selbst-Diskreditierungen sogar noch schriftlich abliefern, immer und immer wieder und manchmal auch mit ihrem Professorentitel auf dem Seitenkopf. Und dennoch den irren Glauben hegen, von anderen als unbedarften Laien ernst genommen werden zu können; ganz abgesehen von ihrem Anspruch, andere auf diese unqualifizierte Weise kritisieren zu dürfen.

RDW

Tags:
Peinlich, Seifenblase

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